Zelten mit Hund: Ausrüstung und Tipps fürs Camping

Ein Hund beim Zelten

Zelten mit Hund macht nicht nur Spaß, sondern stärkt zudem die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner. Woran Sie denken sollten, wenn Sie mit Ihrem Hund campen gehen wollen, wie Sie Ihren Vierbeiner an das Schlafen im Zelt gewöhnen und viele weitere Informationen erhalten Sie in diesem Beitrag.

Tipps und Tricks für das Zelten mit Hund

Um keinen Streit mit den Nachbarn zu riskieren sollten Sie beim Zelten auf einem Campingplatz folgende Verhaltensregeln befolgen.

So vermeiden Sie Stress beim Zelten mit Hund

Um Ihren Campingurlaub stressfrei genießen zu können sollten Sie diesen gut planen. Hierzu sollten Sie bereits auf dem Weg zum Campingplatz sicherstellen, dass Sie stündlich einen Rasthof ansteuern, damit sich Ihr Hund erleichtern kann.

Bevor Sie Ihr Zelt aufbauen, ist es am besten, einen kleinen Erkundungsspaziergang zu unternehmen. So können Sie sich einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort verschaffen und Ihr Hund hat die Möglichkeit, seine neue Umgebung zu erschnuppern.

Ob es sich im allgemeinen um einen hundefreundlichen Campingplatz handelt, lässt sich aus Kommentaren im Internet sowie den Angaben des Betreibers ableiten.

Wählen Sie einen passenden Platz für das Zelt

Suchen Sie sich nach Möglichkeit einen ruhigen, eher abgelegenen Stellplatz für Ihr Zelt. Ein Platz an dem viel Durchgangsverkehr herrscht ist für das Zelten mit Hund eher ungeeignet.

Ängstliche Fellnasen könnten sich von vorbeilaufenden Menschen oder Artgenossen eingeschüchtert fühlen.

Deutlich wichtiger ist die Platzwahl jedoch, wenn Ihr Vierbeiner sehr territorial veranlagt ist. Um zu verhindern, dass Ihr Hund sein neues Reich knurrend verteidigt, sollten Sie das Zelt in einer abgeschiedenen Ecke aufstellen.

Halten Sie den Campingplatz sauber

Bei Spaziergängen über den Campingplatz empfiehlt es sich einen Kotbeutel mitzunehmen.

So können Sie die Hinterlassenschaften Ihres Hundes rund um das Zelt unverzüglich entfernen und bieten somit keinen Angriffspunkt für etwaige „Hundehasser“ vor Ort.

Zudem ist es natürlich deutlich hygienischer und angenehmer, wenn der Zeltplatz frei von Hundehaufen ist.

Deshalb sollten Sie Ihren Hund nicht alleine im Zelt lassen

Die meisten Hundehalter lassen Ihren Vierbeiner nur ungern unbeaufsichtigt. Speziell beim Campen kann es jedoch unumgänglich sein, die geliebte Fellnase für einen kurze Zeit zurückzulassen.

Dabei sollte Ihnen bewusst sein, dass Zelte nicht ausbruchsicher sind. Die dünnen Außenwände können von einem kräftigen Hund innerhalb weniger Augenblicke aufgerissen werden.

Damit Sie Ihr Zelt nicht wieder zusammenflicken müssen, wenn Sie vom Duschen zurückkommen, sollten Sie immer dafür sorgen, dass Ihr Hund von jemandem beaufsichtigt wird, falls Sie mal kurz wegmüssen.

Sichern Sie Ihren Hund 

Damit Ihr Hund nicht auf die Idee kommt, den Nachbarn die Würstchen vom Grill zu klauen, können Sie eine Schleppleine verwenden. In Kombination mit einem Anleinpfahl hat Ihr Vierbeiner ausreichend Freiraum, ohne dass er andere Camper „belästigen“ kann.

Alternativ können Sie mit einem Hundezaun verhindern, dass Ihr Vierbeiner sich selbstständig macht.

Was brauche ich zum Zelten mit Hund?

Beim Zelten mit Hund benötigen Sie neben einem Futternapf und der Leine Ihres Vierbeiners noch einige andere Dinge.

Welche Ausrüstung beim Zelten mit Hund unbedingt mit ins Gepäck gehören verraten wir Ihnen im folgenden Abschnitt.

  • Hundeleine: Ob beim Zelten auf dem Campingplatz, während gemeinsamer Wanderungen durch den Wald sowie bei vielen weiteren Gelegenheiten macht sich eine Hundeleine bezahlt. Um Ihrem Liebling dennoch ausreichend Bewegungsfreiraum zu gewähren empfiehlt sich eine Schleppleine.
  • Futter und Napf: Damit Ihr Hund nach einem Tag in der Natur wieder Energie tanken kann, sollten Sie an ausreichend Futter denken. Wenn Sie in abgelegenen Gebieten unterwegs sind benötigen Sie darüber hinaus genügend frisches Wasser.
  • Erste-Hilfe-Set: Beim Campen mit Hund gehört ein Erste-Hilfe-Set zur absoluten Grundausstattung. So können Sie einen Insektenstich, Risse in den Pfoten oder andere kleine Verletzungen selbst behandeln und bei ernsthafteren Problemen die Erstversorgung vornehmen.
  • Hundeschlafsack: Wenn die Temperaturen während der kälteren Jahreszeit sinken kann ein Hundeschlafsack für zusätzlichen Komfort beim Zelten sorgen. Insbesondere Hunde, die von Natur aus wenig Fell haben neigen dazu zu frieren und sollten bei Kälte entsprechend geschützt werden.
  • Hundebett: Damit Ihr Hund beim Zelten nicht auf dem harten Boden liegen muss empfehlen wir Ihnen ein transportables Hundebett oder eine weiche Decke mit zum Campen zu nehmen. So werden die Gelenke geschont und Ihr Hund kann es sich gemütlich machen.
  • GPS-Tracker: Um Ihren Vierbeiner jederzeit lokalisieren zu können ist ein Ortungsgerät genau das richtige. So können Sie Ihren Liebling auch dann schnell wiederfinden, wenn dieser sich nachts aus dem Zelt schleichen- oder einem Kaninchen hinterherjagen sollte.

Hund an das Schlafen im Zelt gewöhnen – so geht’s

Eine Nacht im Zelt ist nicht nur für uns Menschen etwas besonders. Auch für Ihren Vierbeiner stellt eine Nacht im Freien etwas Außergewöhnliches dar.

Mit den folgenden Tricks können Sie Ihren Hund langsam an das Schlafen im Zelt gewöhnen.

  1. Stellen Sie das Zelt im Wohnzimmer oder in Ihrem Garten auf
  2. Lassen Sie das Zelt unkommentiert stehen und geben Sie Ihrem Vierbeiner die Möglichkeit dieses zu „erkunden“
  3. Platzieren Sie hin und wieder einige Leckerlies rund um das Zelt sowie im Eingangsbereich
  4. Wenn Ihr Hund das Zelt als ungefährlich einstuft und sich mit diesem arrangiert können Sie ihn zum Betreten des Zelts animieren.
  5. Locken Sie Ihren Hund in das Zelt, ohne dieses zu verschließen.
  6. Erhöhen Sie die Aufenthaltszeit nach und nach.

Wichtig: Zwingen Sie Ihren Hund zu nichts und geben Sie ihm ausreichend Zeit um sich an das Zelt zu gewöhnen.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – melis82

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