Wo werden Hunde am liebsten gestreichelt?

Sie wollen wissen, wo Ihr Hund am liebsten gestreichelt wird? Wie Sie herausfinden, an welchen Stellen Ihr Liebling besonders gern berührt wird, wann Sie mit dem Streicheln aufhören sollten und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Warum werden Hunde gerne gestreichelt? 

Die meisten Hunde werden sehr gerne gestreichelt. Da Hunde bereits seit Ewigkeiten an der Seite von Menschen leben, haben sie sich im Laufe der Zeit an unsere Kommunikationsformen gewöhnt. 

Sowohl Menschen als auch Hunde kommunizieren durch Berührung. Beim Streicheln, aber auch beim Kuscheln auf der Couch produziert der Körper Oxytocin. Dabei handelt es sich um das sogenannte „Liebeshormon“, welches das Bindungsgefühl zwischen Mensch und Hund stärkt. 

Der wahrscheinlich einfachste Grund, warum Hunde gerne gestreichelt werden, ist, dass es sich gut anfühlt. 

Achtung: Ähnlich wie bei Menschen genießen nicht alle Hunde Streicheleinheiten. Mögliche Gründe dafür können Angst oder schlechte Erfahrungen sein. Andere Hunde hingegen mögen es sehr gestreichelt zu werden, wollen aber nur an bestimmten Stellen ihres Körpers berührt werden. Zudem gibt es viele Hunde, die sich ausschließlich von bekannten Menschen anfassen lassen. 

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Wie streichelt man einen Hund richtig? 

Dies lässt sich nicht pauschal sagen. Wie Sie einen Hund streicheln sollten, hängt von den individuellen Vorlieben des jeweiligen Vierbeiners ab. Wenn Sie den Hund nicht gut kennen, ist es am besten, langsam zu beginnen. So können Sie anhand der Reaktion des Hundes abschätzen, was dieser mag und was nicht. 

Folgende Ratschläge sollten Sie beim Streicheln eines Hundes unbedingt berücksichtigen: 

  1. Fragen Sie den Besitzer, ob es okay ist, den Hund zu streicheln. Nicht alle Hunde freuen sich über unerwartete Streicheleinheiten und könnten ängstlich oder aggressiv reagieren. Einige Hunde leiden unter körperlichen Beschwerden oder haben schlichtweg Angst vor Fremden.
  2. Vermeiden Sie direkten Augenkontakt mit dem Hund, da dies als Bedrohung empfunden werden könnte.
  3. Geben Sie dem Hund zunächst die Möglichkeit, Sie anzuschnuppern. Wenn Sie sich dem Hund nähern, tun Sie dies am besten langsam und von der Seite. Wenn Sie zu schnell auf den Hund zukommen, könnte dies bedrohlich oder einschüchternd wirken.
  4. Bewegen Sie Ihre Hände nicht zum Gesicht des Hundes oder über den Kopf. Dies könnte den Hund verängstigen oder eine Verteidigungsreaktion provozieren.
  5. Am besten ist es, den Hund zunächst im Bereich der Brust, dem oberen und mittleren Rücken, den Seiten der Brust und/oder hinter den Ohren zu streicheln.

Wichtig: Hören Sie sofort auf, den Hund zu streicheln, wenn Sie Widerstand bemerken. Achten Sie auf die Körpersprache, um Anzeichen von Angst oder Aggression zu erkennen. 

Wo werden Hunde gerne gestreichelt?

Wie bereits erwähnt, haben alle Hunde unterschiedliche Vorlieben, was das Streicheln betrifft. Manche werden überall gerne gestreichelt, während andere eine – oder mehrere – Lieblingsstellen haben. 

Wenn der Hund das Streicheln an einer bestimmten Körperstelle genießt, wird er Ihnen dies signalisieren, indem er zum Beispiel seinen Rücken oder sein Hinterteil an Sie lehnt, seinen Kopf unter Ihre Hand schiebt oder sich auf den Rücken rollt, um Ihnen seinen Bauch zu zeigen. 

Genießt ein Hund das Streicheln, können Sie dabei etwas variieren, indem Sie den Druck langsam erhöhen oder beginnen, leicht zu kratzen. 

Es gibt viele Stellen, an denen Hunde das Streicheln besonders genießen, darunter:

  • Unterer Rücken in der Nähe der Schwanzwurzel
  • Bauch und Unterseite der Brust
  • Kopf und Nacken
  • Unter dem Kinn
  • An der Front des Halses
  • An den Seiten der Oberschenkel

Wo soll man Hunde nicht Streicheln?

Es gibt einige Stellen, an denen Sie einen Hund nicht streicheln sollten, da sie für ihn unangenehm oder sogar schmerzhaft sein können.

Hier sind einige Dinge, die Sie beachten sollten:

Vermeiden Sie es, den Hund an den Augen, dem Kopf oder dem Gesicht zu streicheln, es sei denn, der Hund zeigt deutlich, dass er das möchte. Viele Fellnasen empfinden Berührungen in diesen Bereichen als unangenehm.

Das Streicheln oder sogar ziehen am Schwanz kann extrem schmerzhaft sein.

Streicheln Sie den Hund nur dann an den Ohren, wenn dieser deutlich zeigt, dass er das möchte.

Manche Hunde sind überaus empfindlich, wenn ihre Pfoten berührt werden. Das streicheln der Pfoten sollte daher – wenn überhaupt – mit äußerster Vorsicht erfolgen. Dies gilt auch für Berührungen am Bauch. 

Kann man einen Hund zu viel streicheln?

Das Streicheln ist eine gute Möglichkeit, um die Beziehung zwischen Hunden und ihren menschlichen Begleitern zu stärken.

Dennoch sollte man es nicht übertreiben. Achten Sie beim Streicheln immer auf die Körpersprache Ihres Hundes. Entspannte Augen oder ein langsam wedelnder Schwanz deuten darauf hin, dass Ihr Liebling die Berührung genießt. 

Beenden Sie das Streicheln umgehend, falls der Hund deutliche Anzeichen von Stress oder Angst zeigt.

Auch wenn Ihr Hund aufdringlich oder drängend wird, ist es an der Zeit, eine Pause einzulegen und den Hund in seine Schranken zu weisen. 

Warum leckt mein Hund mich, wenn ich ihn streichel?

Das Lecken ist ein natürliches und instinktives Verhalten bei Hunden. Es ist eine Möglichkeit, sich zu pflegen, wird aber auch genutzt, um eine Bindung aufzubauen und sich auszudrücken. Wenn Ihr Hund Sie beim Streicheln leckt, tut er dies aller Wahrscheinlichkeit nach, um Ihnen zu sagen, dass er Sie gern hat.

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