Segeln mit Hund

Wenn Sie einen Segeltrip mit Ihrem Hund planen, sind Sie bei uns genau richtig. Bei uns bekommen Sie die wichtigsten Tipps und Tricks rund um das Thema „Segeln mit Hund“. Dabei gehen wir nicht nur auf mögliche Risiken ein, sondern verraten Ihnen außerdem, wie Sie Ihren Vierbeiner an das Bootfahren gewöhnen.

5 Tipps zum Segeln mit Hund

Damit sich Ihr Hund auf dem Boot wohlfühlt sollten Sie einige Dinge berücksichtigen. Die fünf wichtigsten Tipps haben wir im folgenden Abschnitt für Sie zusammengefasst.

Sicherheit an Bord

Auch wenn die meisten Hunde gut schwimmen können, sollten Sie Ihrem Vierbeiner eine Schwimmweste kaufen. Hundeschwimmwesten sind in verschiedenen Größen erhältlich und helfen Ihrem Liebling dabei, sich im Falle eines Falles über Wasser zu halten. Zudem sind die meisten Hundeschwimmwesten mit einem Tragegriff ausgestattet. So können Sie Ihren Hund problemlos aus dem Wasser fischen, sollte dieser ins Wasser springen oder vom Boot fallen. Um sicherzustellen, dass Ihr Hund bei stärkerem Wellengang nicht von Bord geht, empfehlen wir Ihnen, Ihren Hund bei Seegang unter Deck/in die Kabine zu bringen und dort anzuleinen. Außerdem können Sie Relingnetze anbringen.

Langsame Eingewöhnung

Nicht alle Hunde sind geborene Seefahrer. Hunde die im Alltag eher ängstlich/unsicher sind, benötigen häufig etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen, dass Sie keinen festen Boden mehr unter den Füßen haben. Damit Ihr Hund das Segeln genauso genießen kann wie Sie, sollten Sie Geduld haben und ihm eine gewisse Eingewöhnungsphase zugestehen. Ein Hundetrainer kann Ihnen dabei helfen, Ihren Liebling mit der neuen Situation vertraut zu machen.

Impfung

Wenn Sie einen längeren Bootstrip in ein anderes Land planen, sollten Sie sich vor dem Ablegen über die Regeln zur Einfuhr eines Hundes informieren. Diese sind von Land zu Land unterschiedlich und können bei der jeweiligen Botschaft erfragt werden. Bei Bootstouren innerhalb Europas genügt in der Regel der EU-Heimtierausweis sowie ein aktueller Impfschutz. Es gibt allerdings auch Länder mit einer Quarantäneregelung für Hunde. Damit Sie bei einer etwaigen Kontrolle nachweisen können, dass Ihr Hund zu Ihnen gehört, ist es wichtig, dass dieser gechippt ist.

Routenplanung

Bevor Sie in See stechen, sollten Sie sich Gedanken über die Route machen. Bedenken Sie dabei, dass Ihr Hund sich hin und wieder erleichtern muss. Wenn es keine Anlegestellen gibt, an denen Sie Ihren Hund gassiführen können, ist es sinnvoll ein Hundeklo zu kaufen. Alternativ können Sie ein Stück Rollrasen kaufen. Erfahrungsgemäß genügen ein bis zwei Quadratmeter, damit der Hund sein Geschäft auf dem Boot verrichten kann. Dies ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Einige Hunde wollen sich partout nicht in ihrem eigenen Revier lösen. Damit sich Ihr Liebling in diesem Fall nicht unnötig quält, sollten Sie ihn auf längeren Touren in die Obhut eines Hundesitters geben oder eine andere Route wählen.

Können Hunde Seekrank werden?

Obwohl Hunde deutlich seltener seekrank werden als Menschen, kann es durchaus zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Ursächlich für diese Symptome ist das Gleichgewichtsorgan, welches bei starkem Seegang beeinträchtigt wird. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund Seekrank ist, sollten Sie nach Möglichkeit den nächsten Hafen anlaufen. Falls Anlegen keine Option ist, kann es hilfreich sein, die tägliche Futterration auf viele kleine Portionen zu verteilen. Damit sich Ihr Liebling erholen kann ist es am besten, diesen an einen zentralen Ort im Boot zu bringen. Achtung! Häufig ist die Seekrankheit gar nicht für das Erbrechen verantwortlich. Wenn Ihr Hund Schaum hervorwürgt, ist dies ein klarer Indikator für einen akuten Wassermangel. Ein stets gefüllter Wassernapf in erreichbarer Nähe reicht in der Regel aus um eine Dehydrierung zu verhindern.

Die Ausrüstung zum Segeln mit Hund

Im nächsten Abschnitt finden Sie eine Liste mit Hundezubehör für Ihre nächste Bootsfahrt.

Wassernapf: Damit Ihr Hund beim Segeln hydriert bleibt, sollten Sie einen Wassernapf sowie ausreichend frisches Wasser mitnehmen. Am besten sind Reisenäpfe. Diese lassen sich zusammenfalten und nehmen somit kaum Platz weg.

Futter: Insbesondere, wenn Sie etwas länger auf dem Wasser bleiben wollen, sollten Sie etwas Hundefutter einpacken. Mit Kausnacks kann sich Ihr Vierbeiner die Zeit vertreiben. Wenn Ihr Hund etwas unsicher ist oder sich nicht auf das Boot traut, sind Leckerlies eine hervorragende Motivationshilfe.

Hundeschwimmweste: Aus unseren Augen ist eine Rettungsweste für Hunde unentbehrlich. Achten Sie darauf, dass diese gut sitzt und wählen Sie ein Modell, dass über ausreichend Auftrieb verfügt, um Ihren Hund über Wasser zu halten.

Leine: Beim Segeln mit Hund zählt eine Leine zur absoluten Grundausstattung. So können Sie Ihren Hund nicht nur bei Landgängen- sondern auch auf dem Boot sichern.

Sonnenschutz: Da das Wasser die Sonne reflektiert ist das Risiko, dass sich Ihr Hund während einer Bootstour einen Sonnenbrand holt, besonders groß. In erster Linie sind Hunde mit wenig- oder gar keinem Fell gefährdet. Schützen Sie Ihren Liebling mit einer Sonnencreme für Hunde und sorgen Sie für einen Rückzugsort im Schatten.

Medikamente: Falls Ihr Hund auf Medikamente angewiesen ist, dürfen dieses natürlich nicht fehlen. Bei längeren Bootsfahrten kann sich ein Erste-Hilfe-Set für Hunde als nützlich erweisen.

Hund ans Bootfahren gewöhnen – so geht’s

Je jünger Ihr Hund ist, desto einfach ist es, diesen an das Boot zu gewöhnen. Damit Ihr Vierbeiner ein wahrer Bootshund wird sollten Sie ihn von klein auf mit zum Anlegeplatz nehmen. Schnappen Sie sich das Lieblingsspielzeug Ihres Lieblings und toben Sie eine Runde auf dem Deck oder verstecken Sie Leckerlies auf dem Boot.

So sammelt Ihr Hund positive Erfahrungen mit dem Boot und wird dieses mit Spaß und Action verknüpfen. Zu Beginn der Eingewöhnung sollte das Boot fest vertaut bleiben. Wenn Sie merken, dass Ihr Hund sich zunehmend sicher fühlt und die Wetterbedingungen gut sind können Sie zum ersten Mal ablegen.

Achten Sie von Anfang an darauf, dass Ihr Hund einen gemütlichen Ort auf dem Boot hat, an den er sich zurückziehen kann.

Wenn Ihr Hund nicht auf das Boot möchte, dürfen Sie ihn auf gar keinen Fall zwingen. Dies könnte die Panik Ihres Lieblings zusätzlich verstärken und die Eingewöhnungsphase erschweren. Bleiben Sie geduldig. Geben Sie Ihrem Hund Zeit und strahlen Sie Sicherheit aus. So merkt Ihre Fellnase, dass alles Ok ist.

Falls sich Ihr Vierbeiner trotz aller Maßnahmen unwohl fühlt, können Sie einen Hundetrainer um Hilfe bitten. Häufig gelingt es den Hund mit professioneller Unterstützung an das Bootfahren zu gewöhnen.

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