Pubertät beim Hund: Wenn Junghunde erwachsen werden

Wenn Junghunde in die Pubertät kommen, benötigt man als Halter starke Nerven und ein gutes Durchsetzungsvermögen. Wie die Pubertät beim Hund abläuft, was es während dieser Phase zu beachten gilt und wann Hunde in die Pubertät kommen erfahren Sie in diesem Beitrag.

Pubertät beim Hund – Was ist das?

Wie bei Teenagern stellt die Pubertät eine wichtige Phase im Leben eines Hundes dar.

Als Pubertät bezeichnet man die Zeit, in der Junghunde zu erwachsenen Hunden heranreifen.

Dabei kommt es zu Veränderungen des Hormonhaushaltes und des äußeren Erscheinungsbildes. Zudem setzt mit der Pubertät auch die Geschlechtsreife ein.

Wann kommen Hunde in die Pubertät?

Wann Hunde in die Pubertät kommen, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Während einige Vierbeiner relativ früh in die Pubertät kommen, dauert es bei anderen etwas länger, bis die Pubertät einsetzt.

Erfahrungsgemäß beginnt die Pubertät bei Hunden zwischen dem siebten Monat und dem zweiten Lebensjahr.

In der Regel setzt die Pubertät bei kleineren Hunderassen eher ein als bei größeren Vierbeinern.

Körperliche Veränderungen während der Pubertät beim Hund?

Wenn Sie sich als Hundehalter unsicher sind, ob Ihr Liebling in der Pubertät ist, sollten Sie diesen gut beobachten.

Neben diversen Verhaltensänderungen die sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen auftreten lässt sich die Pubertät beim Hund auch an Geschlechtsspezifischen Änderungen erkennen.

Die auffälligsten haben wir im folgenden Abschnitt zusammengefasst.

Pubertät bei Hündinnen

Obwohl beide Ereignisse nicht zwangsläufig zusammen eintreffen, werden Hündinnen häufig kurz vor, während oder nach ihrer Pubertät läufig. Die Läufigkeit hält zwischen 3 und 4 Wochen an. Bei Hündinnen, die läufig sind schwillt die Vulva sichtbar an. Weitere Indizien für die Läufigkeit stellen ein klarer Ausfluss aus der Vulva sowie ein erhöhter Urinabsatz dar.

Pubertät bei Rüden

Rüden werden im Alter von etwa 12 – 18 Monaten geschlechtsreif. Von diesem Zeitpunkt an können Sie sich – im Gegensatz zu Hündinnen – Fortpflanzen, ohne einem Zyklus unterworfen zu sein. Ein sicheres Zeichen für Rüden in der Pubertät ist das Heben des Beins beim Urinieren. Bereiten Sie sich außerdem darauf vor, dass die Hormone mit Ihrem Liebling durchgehen. Bei einigen Rüden führt der Testosteronüberschuss dazu, dass diese aggressiv auf männliche Artgenossen reagieren.

Pubertät beim Hund – Was verändert sich?

Mit Beginn der Pubertät wird sich das Verhalten Ihres Hundes ändern. Machen Sie sich schonmal drauf gefasst, dass gelernte Kommandos und antrainierte Verhaltensweisen plötzlich in Vergessenheit geraten.

Selbst die einfachsten Signale wie „Sitz“ oder „Platz“ werden von pubertierenden Hunden gekonnt ignoriert.

Auch bei zusammentreffen mit Artgenossen lassen sich häufig Unterschiede feststellen. Insbesondere Rüden fangen an, Ihre Männlichkeit für sich zu entdecken und mutieren vor lauter Testosteron zu wahren Machos.

Darüber hinaus kommt es bei vielen Hunden zu scheinbar schlagartigen Wesensänderungen. Souveräne Junghunde werden während der Pubertät zu ängstlichen Mimosen, während kleine Schisser mutig ihre Umgebung erkunden.

Tipps für die Pubertät beim Hund

Viele Hundefreunde haben uns nach Tipps für die Pubertät beim Hund gefragt. Die unserer Ansicht nach wichtigsten Ratschlägen finden Sie im nächsten Absatz.

  • Auch wenn Ihr Vierbeiner Sie mit seinem Benehmen während der Pubertät zur Weißglut treibt, ist es wichtig, dass Sie einen kühlen Kopf bewahren und sich mit liebevoller Konsequenz durchsetzen.
  • Ein professioneller Hundetrainer kann Ihnen dabei helfen mit Ihrem pubertierenden Liebling umzugehen. Professionelle Unterstützung ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn Sie keine Erfahrung im Umgang mit Hunden haben oder schlichtweg nicht weiterwissen.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Hundehaltern aus. Auf diese Art und Weise erhalten Sie Tipps und – manchmal noch viel wichtiger – emotionale Unterstützung.
  • Andere Hunde, die Vögel im Park oder verlockende Gerüche sind während der Pubertät oft deutlich interessanter als Herrchen und Frauchen. Damit Ihr Liebling sich vor lauter Ablenkung nicht selbstständig macht empfiehlt sich die Verwendung einer Schleppleine.
  • Geben Sie nicht auf. Wie bei uns Menschen ist die Pubertät beim Hund irgendwann vorbei.
  • In ihrem jugendlichen Leichtsinn sind Hunde während der Pubertät nicht dazu in der Lage Gefahren zu erkennen. Ihre Aufgabe ist es daher, Ihren Liebling so gut es geht von Ärger fernzuhalten.
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