Hilfe mein Hund wurde gebissen

Wenn der eigene Hund gebissen wird, handelt es sich dabei um ein absolutes Horrorszenario. Damit Sie im handlungsfähig bleiben und wissen was zu tun ist haben wir die wichtigsten Tipps für den Notfall für Sie zusammengefasst. Alles was es zu beachten gilt, wenn Ihr Hund gebissen wurde, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Mein Hund wurde gebissen – Handlungsempfehlung

Wir wollen nicht, dass Sie hilflos dastehen, wenn Ihr Hund gebissen- oder in eine Auseinandersetzung verwickelt wird. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Tipps für eine solche Situation zusammengesammelt und im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Trennen Sie die Hunde

Wenn Ihr Hund von einem Artgenossen gebissen wurde, ist es wichtig, beide Tiere voneinander zu trennen.

Bei einer ernsthaften Auseinandersetzung zwischen großen Hunden kann sich dies als schwierig erweisen. In jedem Fall sollten Sie nicht blindlings zwischen zwei kämpfende Hunde greifen.

Die Gefahr, dass einer der beiden Vierbeiner sich in der Hitze des Gefechts in Ihrer Hand verbeißt und dabei schwere Verletzungen verursacht ist groß. Auch ein unbedachtes Ziehen am Halsband oder der Leine kann die Situation nur unnötig verschlimmern.

Stattdessen sollten Sie die Kontrahenten mit Wasser bespritzen oder diesen eine Jacke über den Kopf schmeißen. Auch ein beherztes Hochheben beider Hunde an den Hinterbeinen kann dabei helfen, die beißerei zu stoppen.

Wichtig: Geraten Sie nicht in Panik. Ihre Gemütslage könnte sich auf die Hunde übertragen und diese weiter anheizen.

Sichern Sie Ihren Hund

Eine Beisserei zwischen zwei Hunden kann nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei den betroffenen Vierbeinern für Panik sorgen.

Damit Ihr Liebling nicht kopflos davonrennt, um sich – möglicherweise verletzt – irgendwo zu verstecken ist es wichtig, diesen unmittelbar zu sichern. Nehmen Sie Ihren Hund daher sofort an die Leine und sorgen Sie dafür, dass der andere Vierbeiner keine Chance bekommt erneut zu attackieren.

Sollte der Halter des angreifenden Hundes nicht in der Nähe sein ist hierzu jedes Mittel recht. Schnappen Sie sich zur Not einen Stock oder einen anderen Gegenstand, um Ihren Hund zu beschützen.

Suchen Sie nach Verletzungen

Sowie die Situation entschärft ist und keine unmittelbare Gefahr mehr besteht sollten Sie Ihren Hund gründlich nach Verletzungen absuchen.

Insbesondere bei langhaarigen Hunden sind einige Bisswunden nicht sofort erkennbar. Unentdeckt können sich diese entzünden und schlimmstenfalls zu einer potenziell tödlichen Blutvergiftung führen.

Tauschen Sie Kontaktdaten aus

Um nicht auf etwaigen Tierarztkosten sitzenzubleiben ist es ratsam nach den Kontaktdaten des anderen Hundehalters zu fragen.

Die meisten Hundebesitzer heutzutage verfügen über eine Versicherung für Ihren Vierbeiner und sind entsprechend abgesichert.

Weigert sich Ihr Gegenüber seine Kontaktdaten preiszugeben ist es ratsam, sich dessen Aussehen, das Nummernschild und/oder ähnliche Hinweise auf die Identität einzuprägen.

Sollte Ihr Liebling durch die Bisse tatsächlich verletzt worden sein sind solche Angaben wichtig, um eine Anzeige bei der Polizei stellen zu können.

Fahren Sie zum Tierarzt

Selbst wenn Sie keine oberflächlichen Verletzungen sehen, sollten Sie Ihren Hund in jedem Fall zum Tierarzt bringen und dort gründlich durchchecken lassen.

Dies gilt besonders dann, wenn ein kleiner Hund gebissen wurde. Dackel, Yorkshire Terrier und co. Verfügen über einen zarten Knochenbau und sind daher besonders gefährdet, Knochenbrüche oder innere Verletzungen davonzutragen.

Wenn Ihr Hund stark verletzt ist, empfiehlt es sich den Tierarzt bereits auf dem Weg dorthin über ihr eintreffen zu informieren. Auf diese Art und Weise kann sich das Team vor Ort vorbereiten und Ihren Liebling ohne Zeit zu verlieren versorgen.

Warum beißen Hunde einander?

Dies lässt sich pauschal nicht sagen. Zunächst einmal sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es äußerst selten zu Beißattacken kommt. Hunde sind soziale Wesen und versuchen in der Regel einer körperlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.

Wenn ein Hund einen Artgenossen beißt, liegt dies meist daran, dass dieser sich in die Enge getrieben fühlt und/oder weil Beschwichtigungsversuche durch den anderen Vierbeiner ignoriert wurden.

Auch ein starker Jagdtrieb kann dazu führen, dass ein Hund zubeißt. Dies passiert häufig dann, wenn ein kleinerer Hund mit einem Beutetier verwechselt wird.

Zu den weiteren Ursachen für eine Beißerei zählen mangelnde Sozialisierung sowie eine falsche/mangelhafte Erziehung.

So können Sie verhindern, dass Ihr Hund gebissen wird

Damit Ihr Liebling unverletzt bleibt ist es am besten eine Beißerei von vornherein zu verhindern. Hierzu eignen sich folgende Maßnahmen:

  • Sozialisieren Sie Ihren Hund so früh wie möglich und sorgen Sie für eine positive Grunderziehung. Gut sozialisierte Hunde sind deutlich souveräner im Umgang mit anderen Hunden und geraten statistisch gesehen seltener in Auseinandersetzungen mit Artgenossen.
  • In Ihnen unbekannten Gegenden sollten Sie Ihren Hund an der Leine führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Rückruf noch nicht einwandfrei sitzt.
  • Gehen Sie mit offenen Augen spazieren und achten Sie auf die Körpersprache anderer Hunde. Die wenigsten Vierbeiner greifen ohne Vorwarnung an. Zu den eindeutigen Warnsignalen zählen unter anderem knurren, eine steife Körperhaltung sowie hochgezogene Lefzen.
Weitere Beiträge
Menü