Können Hunde tauchen?

Hund taucht unter Wasser

Sie wollen wissen ob Hunde tauchen können? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen und haben ausgiebig zu diesem Thema recherchiert. Die verblüffenden Erkenntnisse haben wir im folgenden Beitrag für Sie zusammengefasst.

Gibt es Hunde die tauchen können?

An und für sich sind alle Vierbeiner dazu in der Lage, Ihren Atem anzuhalten. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Reflex, der einsetzt, so wie sich der Hund unter Wasser befindet. Da jedoch nicht alle Fellnasen begabte Schwimmer sind, gibt es nur wenige, die sich aus freiem Willen auf Tauchstation begeben würden.

Eine Besonderheit stellen wasseraffine Rassen wie der Norwegische Lundehund oder der Neufundländer dar. Diese wurden für die Arbeit am- und im Wasser gezüchtet, können ausgezeichnet schwimmen und teilweise sogar tauchen. Mit dem entsprechenden Training kommen solche Hunde auf eine erstaunliche Tauchtiefe von bis zu vier Metern.

Hunde die gerne tauchen

Folgende Hunde zählen zu den Tauchern:

  • Norwegischer Lundehund
  • Labrador
  • Portugiesischer Wasserhund
  • Otterhund
  • Golden Retriever
  • Neufundländer

Hunde die nicht gern tauchen

Anatomisch bedingt können folgende Hunde nur schwer unter Wasser tauchen:

  • Dackel
  • Französische Bulldogge
  • Mops
  • Corgi

Warum können manche Hunde besser tauchen als andere?

Dies liegt am Körperbau: Hunde mit einem länglichen Körper und kurzen Beinen sind von Natur aus nicht so athletisch und können sich im Wasser schlechter fortbewegen als größere Artgenossen. Aus diesem Grund halten sich kleinere Fellnasen auch eher am Wasserrand auf und planschen lieber, statt zu schwimmen oder zu tauchen.

Ein Hund der sich unter Wasser Pudelwohl fühlt ist der Norwegische Lundehund. Damit keine Feuchtigkeit eindringt, kann er seine Ohren verschließen. Zudem verfügt er über eine Art Schwimmhaut zwischen den Krallen, die für zusätzlichen Vortrieb im kühlen Nass sorgt.

Der Tauchreflex beim Hund

Beim Tauchreflex handelt es sich um eine angeborene Verhaltensweise, die dazu führt, dass die Atmung ausgesetzt wird, so wie die Atemwege mit Wasser in Berührung kommen.

Darüber hinaus geht der Organismus in einen „Ausnahmezustand“ über, wenn sich der Körper im Wasser befindet. Ähnlich wie bei einer Unterkühlung werden in diesem Moment nur noch die Lebenswichtigen Organe und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt.

Zudem wird der Puls heruntergefahren, so dass sich der Sauerstoffbedarf drastisch reduziert. Als

Hundehalter sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass dieser „Sparmodus“ dazu führt, dass Ihr Vierbeiner anfälliger für Krämpfe wird.

Speziell während längerer Schwimmsessions empfiehlt sich daher die Verwendung einer Schwimmweste.

Wie lange und wie tief tauchen Hunde?

Während professionelle Apnoetaucher eine Tiefe von bis zu 100 Metern und mehr erreichen liegt die maximale Tauchtiefe beim Hund bei zwischen 2 und 4 Metern.

Diese erstaunliche Leistungsfähigkeit machte sich ein Hundehalter aus den Vereinigten Staaten zunutze, indem er seinen beiden Vierbeinern das tauchen und apportieren von Hummern beibrachte. Bis die Fellnasen die Jagd nach den Meerestieren bis zur Perfektion beherrschten vergingen 2 Jahre.

Dennoch werden Hunde niemals dazu in der Lage sein, so gut zu tauchen wie wir Menschen.

Dies hat unter anderem folgende Gründe:

  • Hunde haben ein geringeres Lungenvolumen als wir Menschen
  • Die instinktiven Paddelbewegungen der Hinterbeine wirken beim Tauchen hinderlich
  • Hunde holen nicht tief Luft bevor sie abtauchen, sondern halten einfach die Luft an
  • Durch unnötige Bewegungen verbrauchen sie mehr Sauerstoff

Hund das tauchen beibringen: Eine Anleitung

Wenn Sie Ihrem Liebling beibringen wollen zu tauchen, können Sie folgendermaßen vorgehen:

Aufwärmphase

Um Ihren Hund langsam ans Wasser zu gewöhnen sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen und viel Geduld mitbringen. Am besten ist es, bereits im Welpenalter mit dem Training zu beginnen. Je älter ein Hund ist, desto schwieriger wird es, diesem das Schwimmen und/oder tauchen beizubringen.

Bei Hunden, die Wasser gegenüber skeptisch eingestellt sind, raten wir Ihnen mit gutem Beispiel voranzugehen. So können Sie Ihren Vierbeiner aus dem Wasser heraus mit Leckerlies dazu motivieren, Ihnen zu folgen.

Halten Sie die Trainingseinheiten kurz, schließen Sie diese immer mit einem Erfolgserlebnis ab und zwingen Sie Ihren Hund niemals dazu, etwas zu tun, was dieser nicht möchte.

Tauchstation

Wenn Ihre Fellnase ohne weiteres ins Wasser geht und sich dort auch schwimmend fortbewegen kann, ohne unterzugehen ist es an der Zeit für die ersten Tauchversuche. Hierzu benötigen Sie neben Leckerlis auch eine absinkendes Hundespielzeug.

Alternativ können Sie auch einen Apportierbeutel nehmen und diesen mit Belohnungen sowie einem Gewicht (z.B einem Stein) füllen.

Beginnen Sie mit einer geringen Tiefe – eventuell sogar mit einer Schüssel – und arbeiten Sie sich schrittweise vor. Loben Sie Ihren Hund für jeden noch so kleinen Fortschritt, um diesen zu bestärken.

Tauchzertifikat

Nachdem sich Ihr Hund zu einem selbstbewussten Schwimmer und Taucher entwickelt hat, können Sie langsam damit aufhören, diesen permanent mit Leckerlis zu belohnen.

Bei fortgeschrittenen Fellnasen genügen lobende Worte oder eine Streicheleinheit nach dem Auftauchen.

Wichtig: Das Training sollte nach Möglichkeit in einem klaren See stattfinden. Sowohl gechlorte Poolanlagen als auch salzhaltige Gewässer sind zum Tauchen nicht geeignet.

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