Der Hundeführerschein

In einigen Bundesländern benötigen Hundehalter einen Hundeführerschein. Dieser fungiert als Befähigungsnachweis und wird nach bestehen einer praktischen und theoretischen Prüfung verliehen. Wo Sie einen Hundeführerschein benötigen und wie Sie sich auf die Prüfung vorbereiten können verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was ist der Hundeführerschein?

Der Hundeführerschein gilt im Allgemeinen als Nachweis für den Hundehalter. Mit bestehen der Prüfung weist dieser nach, dass er seinen Vierbeiner im Alltag unter Kontrolle hat und über ein gewisses Fachwissen verfügt.

Die Prüfung zum Hundeführerschein setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen.

Im theoretischen Teil geht es darum 40 Fragen rund um die Hundehaltung zu beantworten.  Beim praktischen Teil beurteilt ein Prüfer, wie sich das Gespann aus Hund und Halter in Alltagssituationen verhält.

Brauche ich einen Hundeführerschein?

Ob Sie einen Hundeführerschein brauchen hängt davon ab in welchem Bundesland Sie leben und ob Ihr Hund in diesem als Listenhund gilt.

Während man in Berlin einen Hundeführerschein benötigt um seinen Hund ohne Leine laufen lassen zu dürfen, benötigen bayrische Hundehalter hierzu keinen Nachweis.

In anderen Bundesländern ist der Hundeführerschein lediglich für sogenannte Listenhunde verpflichtend.

Eine zuverlässige Auskunft über die Regelungen in Ihrem Bundesland erhalten Sie von den zuständigen Behörden.

Wo kann ich den Hundeführerschein machen?

Viele Hundeschulen bieten in regelmäßigen Abständen Prüfungstermine an. Die Prüfung an sich wird von geschulten Prüfern abgenommen.

Informationen über eine Prüfstelle in Ihrer Umgebung erhalten Sie zudem im Internet sowie bei den meisten Tierärzten.

Voraussetzungen für den Hundeführerschein

Bevor Sie sich für den Hundeführerschein anmelden sollten Sie Ihren Hund auf die Prüfung vorbereiten. Darüber hinaus gelten folgende Voraussetzungen:

  • Der Hund muss mindestens 12 Monate alt sein.
  • Der Hundeführer muss mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Es muss ein gültiger Impfschutz nachgewiesen werden können.
  • Hunde, die an der Prüfung für den Hundeführerschein teilnehmen benötigen eine Haftpflichtversicherung.
  • Ein Identifikationsnachweis in Form eines Hundechips ist erforderlich.

Ablauf der Prüfung

Um den Hundeführerschein zu erhalten muss ein theoretischer und ein praktischer Prüfungsteil absolviert werden. Erst wenn der Theoretische Teil bestanden wurde, findet eine Zulassung zum praktischen Prüfungsteil statt.

Der Theoretische Teil besteht aus 40 Multiple-Choice-Fragen. Werden mindestens 80% der Fragen richtig beantwortet gilt die Theoretische Prüfung als bestanden.

Im Rahmen der praktischen Prüfung müssen verschiedene Alltagssituationen gemeistert werden.

Dabei wird unter anderem festgestellt, wie der Hund auf Menschenmassen, Artgenossen und Grundkommandos reagiert und wie sich dessen Halter dabei anstellt.

Auf den Hundeführerschein vorbereiten

Um sich auf den Hundeführerschein vorzubereiten sollten Sie sich an eine Hundeschule in Ihrer Nähe wenden. Viele Hundeschulen bieten entsprechende Vorbereitungskurse an.

Hierzu finden unter der Aufsicht erfahrener Hundetrainer praxisnahe Übungen statt. Auf diese Art und Weise können etwaige Schwächen vor der Prüfung aufgedeckt und behoben werden.

Je nach Trainingsstand sollten Sie mit den Vorbereitungen für den Hundeführerschein etwa ein bis zwei Monate vor dem Prüfungstermin beginnen. So haben Sie ausreichend Zeit und geraten nicht unter Druck.

Was kostet der Hundeführerschein?

Die Kosten für den Hundeführerschein variieren und sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Um die zweiteilige Prüfung ablegen zu können müssen Sie mit Kosten zwischen 80 und 130 Euro rechnen.

In einigen Gemeinden werden Hundehalter, die den Hundeführerschein machen belohnt, indem man ihnen beispielsweise einen einmaligen Rabatt auf die Hundesteuer gewährt.

Unterschied zwischen Sachkundenachweis und Hundeführerschein

In den Medien werden die Begriffe „Hundeführerschein“ und „Sachkundenachweis“ häufig gleichwertig behandelt.

Für Hundebesitzer ist der Unterschied zwischen beiden Nachweisarten häufig nicht nachvollziehbar.  Auch wir haben uns schwergetan, den Hundeführerschein und den Sachkundenachweis voneinander abzugrenzen.

Im Wesentlichen handelt es sich bei beiden um Befähigungsnachweise zum Halten und Führen eines Hundes. Während beim Hundeführerschein auch praktische Übungen stattfinden, wird bei der Prüfung für den Sachkundenachweis ausschließlich theoretisches Wissen abgefragt.

Ob Sie in Ihrem Bundesland einen Hundeführerschein und/oder einen Sachkundenachweis benötigen entscheidet die verantwortliche Behörde. Im Zweifelsfall raten wir Ihnen vor der Buchung eines Kurses mit einem Mitarbeiter der Behörde Kontakt aufzunehmen.

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