Hundefreundliche Putzmittel

Sie wollen Ihren Haushalt sauber halten, ohne die Gesundheit Ihres Vierbeiners aufs Spiel zu setzen? Dann sollten Sie hundefreundliche Putzmittel verwenden. Welche Reinigungsmittel hundefreundlich sind und welche nicht verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Achtung Gesundheitsschädigend – Diese Putzmittel sind tabu

Putzmittel sollten generell mit Bedacht verwendet werden.

Ein Großteil, der im freien Handel erhältlichen Reinigungsmittel enthält, gesundheitsgefährdende Stoffe, welche zu Vergiftungserscheinungen oder sogar dem Tod führen können.

Insbesondere bei Mitteln, die Chlor, Ammoniak oder Benzalkoniumchlorid enthalten ist Vorsicht angesagt.

Als Hundehalter sollten Sie darauf achten, dass Ihr Liebling nicht in Kontakt mit entsprechenden Reinigungsmitteln gerät und diese nach der Anwendung sicher verwahren.

Folgende Putzmittel stellen eine Gefahr für Hunde dar:

  • Backofenreiniger
  • WC-Reiniger
  • – Badreiniger
  • Küchenreiniger
  • Abflussreiniger
  • Holzreiniger
  • Schimmelentferner
  • Waschmittel

Achtung: Viele Hundebesitzer glauben, dass „Bioreiniger“ unbedenklich sind. Dem ist allerdings nicht  so. Auch solche Putzmittel enthalten giftige Tenside und können somit zu einer Gefahr für Ihren Liebling werden.

Wie kommt es zu einer Putzmittelvergiftung beim Hund?

Um sich zu vergiften, muss Ihr Hund das Putzmittel nicht unbedingt direkt aufnehmen.

Häufig kommt es durch indirekten Kontakt zu einer Vergiftung. Folgende Situationen sind kritisch:

Frisch gewischte Böden

Beim Wischen des Bodens kommt in der Regel ein entsprechendes Reinigungsmittel zum Einsatz. Wenn Ihr Hund direkt nach dem Wischen durch die Wohnung läuft, kommen seine Pfoten dabei unvermeidbar mit den Rückständen des Reinigers in Berührung. Leckt sich Ihr Hund anschließend die Pfoten, kann dies zu einer Vergiftung führen.

Holzreiniger an Möbeln

Um Holzmöbel in frischem Glanz erstrahlen zu lassen, setzen viele auf spezielle Holzreiniger. Für Welpen, die gerne ihre Zähne ausprobieren, kann dies gefährlich werden. Beim Knabbern an den Tischbeinen oder der Schrankwand gelangen die Inhaltsstoffe des Putzmittels in den Organismus, wo sie unter Umständen großen Schaden anrichten können.

Abschlecken des Bodens

Die Fütterung findet meist in der Küche statt. Da nicht alle Hunde über Tischmanieren verfügen, kann es passieren, dass hier und da ein Krümel auf dem Boden landet. Werden die Futterreste nun voller Begeisterung vom Boden aufgeleckt, können dabei auch giftige Bestandteile des Putzmittels aufgenommen werden.

Der Putzeimer als Gefahrenquelle

Hundehalter, die beim Putzen gerne gedankenverloren Musik hören sollten in Zukunft etwas wachsamer sein. Häufiger als man denkt verwechseln Hunde das Putzwasser mit ihrem Napf.

Giftige Dämpfe

Nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Flasche können Putzmittel Ihrem Hund gefährlich werden. Sind die Flaschen nicht richtig verschlossen können giftige Dämpfe austreten. Dies geschieht meist ohne, dass wir als Menschen etwas davon mitbekommen. Da Hunde deutlich sensibler sind und sich zudem deutlich näher am Boden befinden können bereits kleinste Mengen zu Vergiftungssymptomen führen.

Sicherheitshinweise für Hundebesitzer

Damit Sie sich beim Putzen Ihrer Wohnung keine Sorgen um das Wohlergehen Ihres Vierbeiners machen müssen, können Sie sich an folgenden Sicherheitshinweisen orientieren:

Wenn Sie bei sich zuhause einen Bereich putzen wollen, sollten Sie Ihren Vierbeiner zuvor in ein anderes Zimmer sperren. Nach dem Putzen empfiehlt es sich alle Oberflächen mit frischem Wasser zu spülen. Wenn alles getrocknet ist, können Sie Ihren Hund wieder frei herumlaufen lassen.

Während und nach der Verwendung von Reinigungsmitteln sollten Sie die Fenster öffnen und für Durchzug sorgen.

Werfen Sie immer einen Blick auf die Verpackung und halten Sie sich an die Anwendungshinweise des Herstellers. Oftmals müssen Reinigungsmittel mit Wasser verdünnt werden. Unverdünnt geht von vielen Putzmitteln eine Gefahr aus.

Hunde sind von Natur aus neugierig! Damit Ihr Hund sich nicht an potenziell schädlichen Putzmitteln zu schaffen machen kann, sollten Sie diese immer sicher verstauen. Ein verschließbarer Schrank eignet sich hierzu am besten.

Leere Behältnisse sollten ohne Umweg im Müll landen. Da einige Hunde sich gerne am Mülleimer zu schaffen machen raten wir Ihnen diesen so abzudecken, dass Ihr Hund keinen Zugang hat.

Hundesichere Reinigungsmittel selbst machen

Wenn Ihnen das Risiko, dass sich Ihr Hund an Reinigungsmitteln aus dem Supermarkt vergiften könnte zu groß ist, bedeutet dies nicht, dass Sie auf Hygiene verzichten müssen. Hundesichere Reinigungsmittel lassen sich mit wenigen Handgriffen selbst herstellen.

Natron

Natron wird nicht nur zum Backen benötigt, sondern eignet sich auch hervorragend als hundefreundliches Putzmittel. Durch die feine Körnung lässt es sich sowohl als Scheuermittel als auch als Backofenreiniger verwenden.

Darüber hinaus kann man Natron zur Beseitigung hartnäckiger Kalkflecken nutzen.

Wer einen verstopften Abfluss hat muss nicht zwangsläufig auf die Chemiekeule zurückgreifen. Um dichte Rohre wieder freizubekommen, genügt es manchmal einige Esslöffel Natron in den Abfluss zu geben und zu warten. Nach ein paar Stunden ist die Verstopfung Geschichte.

Nicht zuletzt hilft Natron bei der Beseitigung unangenehmer Gerüche.

Hilfe mein Hund hat Putzmittel getrunken

Dein Hund hat Putzmittel getrunken und/oder verhält sich ungewöhnlich, nachdem er mit Reinigungsmitteln in Kontakt gekommen ist? Im nächsten Abschnitt erklären wir Ihnen, wie Sie eine Vergiftung erkennen und wie Sie sich im Notfall verhalten sollten.

Symptome die auf eine Vergiftung hindeuten:

  • Geschwüre oder gereizte Haut, auch im Mund
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Husten
  • Schwierigkeiten beim Essen
  • Übermäßiger Speichelfluss oder Schaumbildung im Mund
  • Pfotenscharren am Mund
  • Auschlag oder Verbrennungen
  • Lethargie oder Unwohlsein
  • Krämpfe

Maßnahmen bei einer Vergiftung:

  • Verfallen Sie nicht in Panik. Um Ihrem Liebling schnellstmöglich helfen zu können, müssen Sie ruhig bleiben und einen kühlen Kopf bewahren.
  • Probieren Sie nicht Ihren Vierbeiner mit Wasserstoffperoxid oder ähnlichen Hausmitteln zum Erbrechen zu bringen.
  • Sichern Sie das Putzmittel/die Substanz, welche die Symptome ausgelöst hat
  • Informieren Sie Ihren Tierarzt und machen Sie sich sofort auf den Weg in die Praxis. So hat dieser Zeit, sich auf Ihr eintreffen vorzubereiten.
  • Teilen Sie dem Tierarzt am besten vor Ihrer Ankunft mit, welches Putzmittel Ihr Hund aufgenommen hat.
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