Hund will nicht Treppensteigen

Ihr Hund will nicht Treppensteigen? Ursächlich für dieses Verhalten können verschiedene Faktoren sein. Welche Gründe für dieses Verhalten in Frage kommen und was Sie tun können, wenn Ihr Liebling nicht die Treppen hinunter laufen erfahren Sie in diesem Beitrag.  

Mein Hund will nicht Treppensteigen – Warum?

Ihr Hund will nicht Treppensteigen? Wenn ein Hund sich weigert die Treppen hoch- oder runterzusteigen kann dies verschiedene Ursachen haben.

Mögliche Auslöser für das Verhalten haben wir im folgenden Abschnitt für Sie zusammengefasst.

Angst: Wenn ein Hund nicht Treppensteigen will lässt sich dies meist darauf zurückführen, dass dieser Angst hat. Sollte ein Hund Angst vor dem Treppensteigen haben, erkennt man dies häufig an einem eingezogenen Schwanz, einer gedrungenen Körperhaltung, angelegten Ohren sowie anderen charakteristischen Körpersignalen.

Schlechte Erfahrung: Sollte ein Hund in seinem Leben schlechte Erfahrungen beim Treppensteigen gesammelt haben kann dies dazu führen, dass dieser auch in Zukunft skeptisch bleibt. Besonders Hunde aus dem Auslandstierschutz oder dem Tierheim haben meist eine ungewisse Vergangenheit. Oftmals sind solche Hunde traumatisiert und durch ein Leben auf der Straße weder ans Treppensteigen noch an andere alltägliche Handlungen gewohnt.

Äußere Umstände: Viele Hundehalter verstehen die Welt nicht mehr, wenn der geliebte Vierbeiner bei Spaziergängen und/oder im Urlaub nicht Treppensteigen möchte, obwohl es dabei zuhause keine Probleme gibt. In Fällen wie diesen sind häufig äußere Umstände, wie etwa ein bedrohlich aussehender Artgenosse am Ende der Treppen oder die Beschaffenheit der Treppe an sich für das Verhalten verantwortlich.

Schmerzen: Insbesondere größere Hunde haben im Alter oft mit Arthrose oder anderen schmerzhaften Gelenkerkrankungen zu kämpfen. Da das Treppensteigen eine starke Belastung für die Gelenke darstellt und mit Schmerzen verbunden ist, sträuben sich viele Hunde mit entsprechenden Problemen davor die Treppen hinunterzugehen.

Hund will nicht Treppensteigen – Mögliche Maßnahmen

Was Sie tun können, um Ihren Hund zum Treppensteigen zu bewegen hängt unter anderem davon ab, warum dieser sich verweigert. Die gängigsten Maßnahmen haben wir unten für Sie aufgelistet.

Gesundheitscheck

Bevor Sie Ihrem Hund das Treppensteigen beibringen oder versuchen diesem die Angst vor den Treppen zu nehmen sollten Sie Ihren Liebling gründlich durchchecken lassen.

Ein eingeklemmter Nerv, HD oder andere schmerzhafte Probleme mit dem Bewegungsapparat können ein Treppensteigen schlimmstenfalls unmöglich machen.

Generell sollten Hunde so wenig Treppensteigen müssen wie möglich. Dies gilt insbesondere für Hunde, die sich noch im Wachstum befinden.

Wenn Ihr Tierarzt grünes Licht gibt, können Sie damit beginnen Ihren Liebling langsam an das Treppensteigen zu gewöhnen.

Umgestaltung der Treppe

Als Hausbesitzer ist es ratsam, die Treppen so zu gestalten, dass Ihr Hund keine Angst mehr davor hat, diese hoch- und runterzulaufen.

Um die Treppen attraktiver zu machen können Sie beispielsweise Teppichfliesen auf den Stufen auslegen.

So hat Ihr Hund mehr Grip beim Treppensteigen und fühlt sich somit sicherer.

Darüber hinaus empfiehlt es sich „offene Treppen“ mit Spannplatten an den Rückseiten der Stufen zu versehen.

Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass Ihre Fellnase nicht steckenbleiben oder sogar durchrutschen kann. Außerdem wirken die Treppen durch diese Maßnahme nicht mehr so bedrohlich.

Training

Um Ihren Hund an das Treppensteigen zu gewöhnen und ihm die Angst zu nehmen benötigen Sie ausreichend Geduld. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund nicht dazu zwingen die Treppen hinunterzugehen, wenn dieser das nicht möchte.

Dadurch könnte Ihr Hund das Vertrauen in Sie verlieren wodurch sich die Situation nur unnötig verschlimmern würde.

Damit Ihr Hund freiwillig die Treppensteigt können Sie eine Spur aus Leckerlies legen.

Platzieren Sie hierzu auf jeder Stufe ein Leckerli und animieren Sie Ihren Hund dazu, sich diese zu holen.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund für jeden noch so kleinen Erfolg loben. Dadurch motivieren Sie Ihren Liebling und stärken dessen Selbstbewusstsein.

Zu Beginn des Trainings ist es schon ein deutlicher Fortschritt, wenn Ihr Hund seine Pfoten auf die Treppen stellt.

Tragen

Ihr Hund hat Schmerzen beim Treppensteigen? In diesem Fall sollten Sie Ihren Hund nach Möglichkeit tragen oder mit einer Treppenhilfe unterstützen.

Während kleinere/leichte Hunde sich problemlos unter den Arm klemmen lassen gestaltet sich das Tragen größerer Vierbeiner oft als schwierig.

In diesem Fall lohnt es sich, eine Tragehilfe für Hunde zu kaufen.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Art Hundegeschirr, die sich sowohl zur Rehabilitierung nach einer OP als auch zum Treppensteigen eignet.

Tragehilfen gibt es in verschiedenen Größen, so dass sich für jeden Hund ein passendes Modell findet.

Ist Treppensteigen schädlich für Hunde?

Ob Treppensteigen für Hunde schädlich ist lässt sich pauschal nicht sagen. Dabei kommt es unter anderem auf die körperliche Verfassung- und das Alter des jeweiligen Hundes an.

Auch die Art und Weise an, wie dieser die Treppen hinuntersteigt spielt eine Rolle.

Tiermediziner sind sich darüber einig, dass Welpen sowie Junge Hunde, die sich noch im Wachstum befinden keine Treppen laufen sollten. Auch für die Gelenke erwachsener Hunde stellt-  insbesondere das herab- -steigen von Treppen eine Belastung dar.

Hunde, die langsam und gesittet die Treppen runtergehen und nicht jeden Tag unzählige Stufen bewältigen müssen bekommen nur selten Probleme. Wenn ein Hund  allerdings die Treppen runter rennt sollte dies konsequent unterbunden werden.

Wir raten in diesem Fall zu einem entsprechenden Training.

Mit vielen Leckerlies, Konsequenz und Ausdauer lassen sich die meisten Vierbeiner von diesem selbstschädigenden Verhalten abhalten.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/fotosforyou_rk

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