Warum verkriecht sich mein Hund?

Ihr Hund versteckt sich unter dem Bett oder verkriecht sich hinter dem Sofa? Als Ursache für diese Verhaltensauffälligkeit kommen verschiedene Faktoren infrage. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, warum Hunde sich verkriechen und was Sie tun können, damit sich die Situation wieder normalisiert.

Hund verkriecht sich – Mögliche Ursachen

Wenn sich Ihr Hund unter dem Sofa verkriecht oder in der Ecke versteckt kann dies verschiedene Ursachen haben. Einige der möglichen Auslöser für dieses untypische Verhalten haben wir im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Angst

Falls Ihr Hund sich versteckt könnte dies auf psychische Ursachen zurückzuführen sein. In der Regel handelt es sich dabei um eine Form des Fluchtverhaltens.

Vierbeiner, die Angst haben oder unter starkem Stress stehen neigen dazu, sich zu verstecken. Als klassischer Auslöser kommt unter anderem der Lärm am Neujahrswechsel infrage.

Darüber hinaus können Baustellenlärm, fremde Menschen sowie ähnliche Faktoren dafür sorgen, dass sich ein Hund verkriecht.

Tipp: Hier erfahren Sie, wie Sie einen Ängstlichen Hund sozialisieren können.

Verhaltensstörung

Auch eine Verhaltensstörung kann einen Hund dazu bewegen sich zu verstecken. Insbesondere bei Hunden aus dem Auslandstierschutz haben meist eine bewegte Vergangenheit und sind dementsprechend traumatisiert.

Es ist keine Seltenheit, dass Auslandshunde misshandelt oder geschlagen wurden. Andere wiederum sind an ein Leben auf der Straße gewöhnt und verkriechen sich in ihrem neuen zuhause, weil Sie sich in einer Wohnung unwohl fühlen.

Damit Sie Ihrem Liebling in einem solchen Fall helfen können sollten Sie sich an einen Hundepsychologen wenden.

Schmerzen

Auch Schmerz kann dazu führen, dass sich ein Hund versteckt. Vierbeiner, die krank und/oder verletzt sind wollen meist allein sein und ziehen sich an einen Ort zurück, an dem sie ungestört sind.

Um herauszufinden, ob Ihr Hund sich aufgrund eines gesundheitlichen Problems versteckt sollten Sie auf weitere Anzeichen für Schmerzen achten und Ihren Liebling im Zweifelsfall vom Tierarzt durchchecken lassen.

Depressionen

Auch Depressionen beim Hund können dafür verantwortlich sein, dass dieser sich verkriecht. Der Verlust einer Bezugsperson, übermäßiger Stress, chronische Unterforderung sowie weitere Faktoren kommen als mögliche Ursache für eine Depression in Betracht.

Falls Sie die Vermutung haben, dass Ihr Hund sich versteckt, weil er depressiv ist sollten Sie sich an einen Tierarzt und/oder einen Hundepsychologen wenden.

Häufig lässt sich das Problem mit viel Geduld wieder in den Griff bekommen.

Schlafbedürfnis

Um sich wohlzufühlen benötigen Hund etwa 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tag. Während einige Vierbeiner kein Problem damit haben zu schlafen, wenn es um sie herum hektisch zugeht, benötigen andere zum Schlafen Ihre Ruhe.

Wenn Ihr Hund sich lediglich verkriecht, um sich auszuruhen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Damit Ihr Liebling ungestört schlafen kann sollten Sie ihm einen geeigneten Rückzugsort zur Verfügung stellen.

Mein Hund versteckt sich – was soll ich tun?

Bevor Sie irgendwelche Maßnahmen ergreifen, ist es ratsam das Verhalten Ihres Hundes hinterfragen und analysieren. Hierzu sollten Sie Ihren Vierbeiner gut beobachten und sich in erster Linie folgende Fragen stellen:

  • Zeigt Ihr Hund weitere Verhaltensauffälligkeiten
  • Haben Sie etwas an Ihrem Tagesablauf geändert
  • Gibt es äußere Einflussfaktoren – etwa eine Baustelle vor der Haustür – die dazu führen könnten, dass Ihr Hund sich unter dem Sofa verkriecht?
  • Seit wann versteckt sich Ihr Hund?

Mein Hund verkriecht sich – Sollte ich zum Tierarzt gehen?

Ob Sie zum Tierarzt gehen sollten lässt sich von außen schwer beurteilen.

Falls Ihr Hund sich erst seit kurzem versteckt und diese Verhaltensweise so untypisch ist, dass Sie sich Sorgen um Ihren Vierbeiner machen, kann ein Besuch beim Tierarzt nicht schaden.

Dieser wird Ihren Hund zunächst auf etwaige Gesundheitsprobleme hin untersuchen und Ihnen gegebenenfalls Handlungsempfehlungen für die Zukunft geben.

Verhaltenstherapie

Wenn der Tiermediziner Ihren Hund für gesund befindet und das Verstecken anhält können Sie sich an einen Hundepsychologen beziehungsweise einen Verhaltensexperten wenden.

Dieser sollte Sie nach Möglichkeit in Ihrer Wohnung besuchen kommen. Auf diese Art und Weise kann sich der Experte ein Bild von Ihrem Alltag mit Hund machen und etwaige „Probleme“ erkennen, die zum Verstecken führen könnten.

Weitere Maßnahmen

Damit Ihr Hund sich nicht immer verkriecht gibt es leider keine allgemeingültige Methode. Häufig lässt sich das Verhalten jedoch abstellen, indem zuhause eine sichere und ruhige Atmosphäre geschaffen wird.

Die folgenden Maßnahmen müssen nicht zwangsläufig zum Erfolg führen und sind lediglich als Anregung zu verstehen.

  • Kaufen Sie Ihrem Hund ein gemütliches Hundebett und stellen Sie dieses an einem Ort auf, an dem Ihr Hund seine Ruhe hat. Bestenfalls platzieren Sie mehrere Hundebetten in der Wohnung. So kann Ihr Hund den Schlafplatz wechseln und dabei in Ihrer Nähe sein.
  • Hunde sind Gewohnheitstiere, die einen festen Tagesablauf benötigen, an dem sie sich orientieren können. Um Ihrem Hund Sicherheit zu bieten sollten Sie Rituale schaffen und sich an einen gewissen Rhythmus halten.
  • Stellen Sie gegebenenfalls die Ernährung Ihres Vierbeiners an und verwenden Sie ein hochwertiges, leicht bekömmliches Futter.
  • Ein zweiter, selbstsicherer Hund könnte Ihrem Vierbeiner zusätzliche Sicherheit bieten.
  • Halten Sie Stress von Ihrem Hund fern und sorgen Sie für ein möglichst harmonisches Umfeld.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/falellorente

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