Hilfe mein Hund pinkelt nicht an der Leine

Es gibt einige Hunde, die nicht an der Leine pinkeln, sondern den Freilauf dafür brauchen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Pinkelt der Hund bei einem Leinenspaziergang überhaupt nicht, kann dies schnell in Frustration enden. Doch warum gibt es Hunde, die nicht an der Leine pinkeln und wie lässt sich das ändern? Genau das möchten wir Ihnen in unserem Artikel erklären. 

Warum pinkelt mein Hund nicht, wenn er an der Leine ist?

Für Hundehalter ist es eine frustrierende Situation: die Gassirunde wird immer länger, aber der Vierbeiner möchte sich einfach nicht entleeren. Nicht selten kommt es vor, dass Hunde an der Leine nicht pinkeln oder ihr großes Geschäft verrichten. Natürlich fragen man sich in dieser Situation, was das Problem ist.

Welche Gründe dahinterstecken können, haben wir im folgenden Abschnitt zusammengefasst.

Zeitumstellung oder einfach nur der falsche Zeitpunkt

Viele Vierbeiner haben nach der Zeitumstellung Probleme, sich zu entleeren. Sie müssen sich erst an die neuen Gassi-Zeiten gewöhnen. Schließlich waren sie vorher eine Stunde vorher oder später vor der Tür.

Ein Grund kann aber auch der falsche Zeitpunkt sein. Wer mit seinem Hund Gassi geht, weil man beispielsweise ins Bett möchte, sollte nicht immer davon ausgehen, dass dieser dann auch wirklich pinkeln muss.

Ungewohnte Umgebung

Führt die Gassi-Runde durch eine neue Gegend? Viele Hunde verrichten Ihr Geschäft nur in ihrer gewohnten Umgebung. Andere wiederum pinkeln beispielsweise nur auf Gras und nicht auf Erde oder anderen Untergründen.

Für den Hund ist das Entleeren nicht einfach nur ein Muss. Rüden beispielsweise markieren durchs Pinkeln ihr Revier. Nach einem Umzug müssen sich Hunde zunächst mit dem neuen Revier vertraut machen und brauchen eine Weile, bis sie pinkeln. Daher ist Geduld gefragt.

Ein grosser Hund an der Leine will sich nicht lösen

Ihr Hund muss gar nicht pinkeln

Vielleicht muss der Hund gar nicht pinkeln? Hat er sich eventuell schon vorher im Garten geleert? Ein Grund, warum der Hund nicht an der Leine pinkelt, kann es auch sein, dass er gar nicht muss.

Schließlich entleeren Hunde sich nicht unbedingt dann, wenn wir es für richtig halten, sondern nur, wenn sie auch wirklich müssen.

Ebenfalls interessant: Hilfe mein Hund pinkelt nicht nach einer Operation. 

Angst und Stress

Angst und Stress sind zwei Faktoren, die zu einem anderen Verhalten bei Hund sorgen können. Es kann sogar vorkommen, dass der Hund sich nicht traut an der Leine zu pinkeln. Gerade bei unsicheren Hunden ist dies nicht selten.

Sollte Angst und Stress beim Hund der Grund sein, ist es wichtig, den Ursachen auf den Grund zu gehen. In den meisten Fällen kann ein Hundetrainer helfen, die Angst zu bekämpfen. 

Ihr Hund benötigt Privatsphäre

Es ist nicht selten, dass Hunde für ihr Geschäft Privatsphäre brauchen. Sie möchten beim Entleeren einfach ihre Ruhe und wollen nicht beobachtet werden. Falls dies der Fall, ist kann es sinnvoll sein an einen Ort zu gehen, an dem sich der Hund ohne Leine entleeren kann.

Hunde aus dem Tierschutz haben oft Probleme mit der Leine

Kommt der Hund aus dem Tierschutz? Viele Hunde, die aus dem Tierschutz kommen, haben eine schreckliche und schwere Vergangenheit hinter sich. Sie haben häufig Probleme an der Leine zu laufen und auch zu pinkeln. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen sollte man seinem Vierbeiner die Sicherheit geben, die er braucht, damit er dieses Verhalten ablegen kann. 

Achtung: Sollte der Hund trotz Training und Ursachenforschung trotzdem nicht an der Leine pinkeln oder eines der oben genannten Ursachen nicht zutreffen ist es wichtig einen Tierarzt aufzusuchen. Besonders dann, wenn der Vierbeiner lange Zeit nicht pinkeln sollte. 

So gewöhnen Sie ihren Hund daran an der Leine zu pinkeln

Wie schon erwähnt gibt es mehrere Ursachen, die hinter einem solchen Verhalten stecken können. Es ist nicht nur wichtig die Ursache zu kennen, sondern auch, den Hund daran zu gewöhnen, an der Leine zu pinkeln. Nicht immer können Halter garantieren, ihrem Vierbeiner Freilauf zu bieten. Aufgrund dessen haben wir sechs Tipps zusammengestellt, mit denen es einfacher wird, seinen Hund umzugewöhnen. 

  1. Haben Sie Geduld: Geduld wird in der Hundeerziehung großgeschrieben. Klappt es zu Beginn noch nicht? Dann haben Sie weiterhin Geduld! Versuchen Sie es immer wieder oder gehen Sie zu einem späteren Zeitpunkt Gassi. Hunde spüren schnell, wenn der Mensch unruhig wird oder sich das Verhalten verändert. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen klappt es bestimmt bald.
  2. Loben Sie ihren Hund: Welche Leckerchen frisst der Vierbeiner am liebsten? Belohnen Sie ihn sofort, wenn er an der Leine gepinkelt hat, auch wenn es nur ein bisschen ist. Der Hund wird das Pinkeln an der Leine mit dem Lob und der Belohnung in verknüpfen. 
  3. Achten Sie auf das richtige Timing: Das richtige Timing ist immer entscheidend. Vielleicht wird der Hund unruhig und rennt immer wieder zur Tür? Dann gehen Sie sofort mit ihm nach draußen, bevor es zu spät ist. Meistens signalisieren Hunde einem, wann sie sich entleeren müssen.
  4. Benutzen Sie eine leichte Schleppleine: Braucht Ihr Vierbeiner viel Privatsphäre, um sein Geschäft zu erledigen? Dann nutzen Sie doch einfach eine Schleppleine. Schleppleinen sind deutlich länger, als normale Leinen und bieten Ihrem Vierbeiner ausreichend Freiraum. So bekommt der Hund das Gefühl, nicht angeleint zu sein.
  5. Bringen Sie ihrem Hund bei, auf Kommando zu pinkeln: Sie können Ihren Vierbeiner auch dazu trainieren, auf Kommando zu pinkeln. Wie alle anderen Trainingseinheiten auch, kann dies eine Weile dauern. Bei Hunden, die nicht gerne an der Leine pinkeln und gerne trainieren, kann es sinnvoll sein. Wichtig ist ein klares Signalwort zu wählen, wie beispielsweise „Töpfchen“ oder „mach Pipi“. Lernt der Hund schnell, wird er es schon bald umsetzen. 
  6. Wählen Sie Orte, die Ihr Hund kennt und mag: Suchen Sie am besten immer wieder Orte auf, an denen er schon einmal gepinkelt hat. Ob vor eine Laterne, in Büsche oder einfach in einen Park – Hunde wissen genau, wo sie schon einmal waren. Daher können die gewohnte Umgebung oder Plätze, an denen der Hund gerne ist, helfen. 

Tipps für die Zwischenzeit

In der Zwischenzeit gibt es natürlich auch einige Möglichkeiten, um den Hund langsam an die neue Situation zu gewöhnen. Kein Hund lernt von heute auf morgen an der Leine zu pinkeln. Daher ist es sinnvoll, in der Zwischenzeit die Anzahl der Spaziergänge zu erhöhen. Durch längere Spaziergänge wird das Verdauungssystem angeregt.

Außerdem heißt es in der Zwischenzeit üben, üben, üben. Training bedeutet nicht immer Spaß.

Jeder Hund lernt unterschiedlich schnell. Die einen schaffen es schneller an der Leine zu pinkeln, andere brauchen einige Wochen oder sogar Monate. Es ist wichtig durchzuhalten und den Hund immer wieder zu motivieren und ihm zu zeigen, dass das Pinkeln an der Leine nicht schlimm ist. 

Fazit

Wenn der Hund eine nicht an der Leine pinkelt, ist es wichtig die Ursache herauszufinden. Hat man diese gefunden, wird es deutlich leichter werden, den Hund nach und nach zu trainieren. Sollten die Ursachen allerdings nicht im Verhalten des Hundes liegen, sondern gesundheitlich bedingt sein, ist es ratsam, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann genau feststellen, ob das Nichtpinkeln an der Leine nicht doch andere Ursachen hat. 

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