Hund gefunden: Was tun?

Ihnen ist ein Hund zugelaufen und Sie wissen nicht, was Sie machen sollen. Welche Maßnahmen Sie treffen sollten, wenn Sie einen herrenlosen Hund gefunden haben und wie dieser schnellstmöglich zurück zu seinem Halter kommt verraten wir Ihnen in diesem Artikel. 

So sollten Sie sich Verhalten wenn Sie einen Hund finden

Im folgenden Abschnitt haben wir die wichtigsten Handlungstipps für Sie zusammengefasst:

Sichern Sie den Hund 

Oberste Priorität ist es, den Hund zu sichern. Da sich streunende Hunde häufig in erhöhter Alarmbereitschaft befinden ist es wichtig dabei behutsam vorzugehen.

Unbedachtes Verhalten könnte dazu führen, dass sich der Hund nicht einfangen lässt und sich wieder aus dem Staub macht.

Gehen Sie in die Hocke, wenden Sie sich von dem Hund ab und locken Sie diesen mit einigen Leckerlis an.

Zur Sicherung können Sie einen Schal, ein T-Shirt oder einen Gürtel verwenden. 

Achtung: Beim sichern eines Hundes ist Vorsicht angebracht. Nicht alle Hunde reagieren freundlich. Das Risiko bei einer Rettungsaktion gebissen zu werden sollte nicht unterschätzt werden.  

Hat der Hund eine Erkennungsmarke?

Wenn Ihnen ein Hund zugelaufen ist, sollten Sie zunächst prüfen, ob dieser eine Erkennungsmarke trägt.

Viele Hundehalter befestigen eine kleine Kapsel mit der Telefonnummer am Halsband oder gravieren diese in eine entsprechende Marke. 

Hat der Hund eine Tasso-Nummer?

In Deutschland dürfte Tasso das größte und wohl bekannteste Tierregister sein. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Plattform haben es sich zur Aufgabe gemacht, herrenlose Hunde wieder mit Ihren Besitzern zu vereinen.

Hierzu können Hundehalter Ihren Liebling kostenlos auf der Plattform registrieren. Die Nummer, die dem Hund imRahmen des Registrierungsprozesses zugeteilt wird, ist einmalig, so dass eine einwandfreie Zuordnung möglich ist. 

Hat der Hund einen Transponder? 

Bei der sogenannten Transpondernummer handelt es sich um die Nummer, die auf dem Chipimplantat Ihres Hundes gespeichert ist.

Diese kann mit einem Lesegerät ausgelesen werden. So lässt sich der Besitzer ausfindig machen und der zugelaufene Hund kommt schnell wieder nachhause. 

Hund aufgefunden: Die wichtigsten Anlaufstellen

Wenn Ihnen ein Hund zugelaufen ist, können Sie sich an folgende Adressen wenden: 

  • TASSO e.v – Deutschlands größtes Haustierregister. 24/7 erreichbar unter der Rufnummer: 06190-937300
  • FINDEFIX – Das Register, des Deutschen Tierschutzbundes kann rund um die Uhr unter der Telefonnummer: 0228 6049635 kontaktiert werden. 
  • Tierheim – Eine Liste der Tierheime in Ihrer Nähe finden Sie im Branchenverzeichnis oder über die Suche bei Google Maps. 
  • Tierarzt – In der Regel ist es kein Problem, einen gefundenen Hund zum Tierarzt zu bringen. Dies ist natürlich besonders dann ratsam, wenn der Vierbeiner offensichtlich verletzt ist.
  • Polizei – Gefundene Hunde gehören unter anderem auch zum Aufgabengebiet der Polizei. Da die Polizei sich unserer Meinung nach jedoch um „wichtigere Dinge“ kümmern sollte, ist es ratsam, diese nur im Notfall zu rufen. 

Darf ich einen zugelaufenen Hund behalten? 

Nein! Das Gesetz betrachtet zugelaufene Hunde sowie andere Haustiere als Gegenstände, so dass diese unter das Fundrecht nach §§965 -984 BGB fallen. 

Wenn Sie einen Hund finden und diesen einfach mitnehmen, wird dies folglich als Unterschlagung gewertet.

Um unnötigen Ärger mit dem Gesetz zu vermeiden ist es daher am besten die Polizei zu informieren. Alternativ können Sie den Streuner auch ins Tierheim bringen. Diese dienen als Sammelstelle für gefundene Haustiere und kümmern sich um deren sichere Verwahrung. 

Wenn sich kein Besitzer findet, besteht die Möglichkeit der sogenannten Eigenverwahrung. Meldet sich der rechtmäßige Hundehalter nicht innerhalb von 6 Monaten, geht der Hund nach §973 BGB in Ihren Besitz über. 

So finden Sie den Besitzer 

Wenn Sie einen Hund gefunden haben und diesen wieder mit seinem Besitzer zusammenbringen möchten, können Sie folgende Maßnahmen treffen: 

  • Infozettel: Eine besonders effektive Art und Weise denn Hundebesitzer zu finden stellt das Aufhängen von Flyern dar. Diese werden rund um die Fundstelle- in Supermärkten, an Haltestellen sowie an Bäumen aufgehangen und können erfahrungsgemäß schnell zum Erfolg führen. 
  • Internetgruppen: Veröffentlichen Sie Ihr Anliegen in regionalen Internetgruppen. Dadurch können Sie die Reichweite und damit die Chancen auf Erfolg deutlich erhöhen. Für einige Städte gibt es sogar Facebookgruppen die sich auf vermisste Hunde und Katzen spezialisiert haben. 
  • Zeitung: Anzeigen im lokalen Wochenblatt sind nicht teuer und werden kostenlos an die Bürger in Ihrer Region verteilt. 

Quellen und weiterführende Informationen: 947051 – pixabay.com

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