Hund frisst Obst im Garten: Gesund oder gefährlich?

Ihr Hund frisst Obst im Garten und Sie wissen nicht, ob Sie das Verhalten unterbinden sollen? Was Sie tun können, wenn Ihr Hund das Obst im Garten frisst und bei welchen Obstsorten Vorsicht angebracht ist, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • In der Regel müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Ihr Hund geringe Mengen Obst im Garten frisst.
  • Einige Obstsorten können jedoch zu Durchfall oder sogar Vergiftungserscheinungen führen.
  • Um zu verhindern, dass Ihr Hund Obst frisst können Sie die Bäume umzäunen, Fallobst aufsammeln oder andere Maßnahmen treffen.
  • Insbesondere bei Hunden mit einem sensiblen Magen ist es ratsam Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Ist es gefährlich, wenn mein Hund Obst im Garten frisst?

Bei geringen Mengen müssen Sie sich in der Regel keine Sorgen machen. Im folgenden Abschnitt haben wir einige Obstsorten mit Informationen zur Verträglichkeit für Sie aufgelistet:

Hund frisst Pflaumen im Garten

Pflaumen können in kleinen Mengen unbedenklich sein. Wenn Ihr Hund die Pflaumen frisch vom Baum beziehungsweise Boden frisst, besteht aufgrund der Kerne jedoch ein gewisses Risiko. Diese enthalten giftige Blausäure und können aufgrund ihrer Größe zu einem Darmverschluss führen. Beobachten Sie Ihren Hund nach dem Verzehr von Pflaumen und achten Sie auf Anzeichen von Unwohlsein wie Bauchschmerzen oder Durchfall.
Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Tierarzt konsultieren. Um Problemen vorzubeugen, raten wir Ihnen, Fallobst im Garten umgehend aufzusammeln.

Hund frisst Äpfel im Garten

Äpfel schmecken den meisten Hunden und sind aufgrund der enthaltenen Pektine und Vitamine sehr gesund. Der hohe Ballaststoffgehalt von Äpfeln wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und unterstützt die Zahnpflege. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund nicht mehr als einen Apfel aus dem Garten klaut. Kleinere Vierbeiner sollten maximal ein Stück fressen. Zu viel des guten kann Durchfall und ähnlichen Probleme zur Folge haben.

Hund frisst Birnen im Garten

Wenn Ihr Hund Birnen im Garten frisst, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Das Obst ist reich an Vitaminen, Ballaststoffen sowie Antioxidantien und gut zur Ergänzung der täglichen Portion Futter geeignet. Wie bei den meisten anderen Obstsorten sollten Sie allerdings auch hier darauf achten, dass Ihr Liebling das Obst nicht aus dem Garten klaut. Geschält und in kleine Häppchen geschnitten sind Birnen nämlich deutlich bekömmlicher. In größeren Mengen kann der Fruchtzuckeranteil Verdauungsprobleme auslösen.

Hund frisst Kirschen im Garten

Da Kirschkerne für Hunde potenziell gefährlich sein können, ist Vorsicht geboten. Halten Sie Ihren Liebling vom Kirschbaum fern und suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe auf, falls Ihr Hund unbeaufsichtigt größere Mengen Kirschen gefressen hat und/oder Symptome wie Erbrechen, Bauchschmerzen oder Unwohlsein zeigt.

Hund frisst Quitte im Garten

Quitten sind für Hunde grundsätzlich unbedenklich. Dies gilt jedoch nur für kleine Mengen und Obst ohne Kerne und Schale. Wenn Sie Quitten im Garten haben, sollten Sie ihm ausschließlich reife Quitten geben, da unreife Früchte hart und schwer verdaulich sein können. Hundefreunde, die einen Quittenbaum im Garten haben, sollten sich kurz vor der Erntesaison einmal täglich auf die Suche nach heruntergefallenem Obst machen und dieses aufsammeln.

Hund frisst Pfirsich im Garten

Vollständig reife Pfirsiche können in kleinen Mengen an Hunde verfüttert werden. Das Obst muss jedoch entkernt werden. Aufgrund des hohen Gehalts an Fruchtzucker ist bei Hunden mit einem empfindlichen Magen Vorsicht geboten. Falls Sie Ihrem Liebling hin und wieder Pfirsich geben wollen, sollten Sie wie bei allen Obstsorten aus dem Garten auf mögliche Indizien für allergische Reaktionen nach dem Verzehr achten.

Hund frisst Erdbeere im Garten

In geringen Mengen sind Erdbeeren für Hunde unbedenklich. Das rote Obst enthält viele Vitamine und Antioxidantien. Achten Sie darauf, dass die Erdbeeren reif sind und verwenden Sie keinen Dünger oder Insektenschutzmittel. Wenn Ihr Hund zum ersten Mal Erdbeeren isst, sollten Sie auf die Symptome einer allergischen Reaktion achten.

Hund frisst Johannisbeere im Garten

Johannisbeeren sind für Hunde grundsätzlich unbedenklich und können als gesunder Snack in Maßen gegeben werden. Die enthaltenen Nährstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe sind gut für das Immunsystem Ihres Lieblings.

Wie verhindere ich, dass mein Hund Obst im Garten frisst?

Um zu verhindern, dass Ihr Liebling sich über das Obst im Garten hermacht, können Sie folgendermaßen vorgehen.

Absperrungen: Errichten Sie einen Zaun oder eine andere Barriere um den Gartenbereich, in dem das Obst wächst.

Trainieren Sie ein Abbruchsignal: Bringen Sie Ihrem Hund den Befehl “Pfui” oder “aus” bei. Beginnen Sie das Training in einem kontrollierten Umfeld, indem Sie ein Stück Obst auf den Boden legen und Ihren Hund davon abhalten, es zu fressen. Belohnen Sie ihn, wenn er Ihr Kommando befolgt und das Obst ignoriert.

Belohnen Sie alternatives Verhalten: Bieten Sie Ihrem Vierbeiner ein Alternativverhalten an. Trainieren Sie ihn Beispielsweise darauf, das Obst aufzuspüren und mit der Nase anzustupsen. Geben Sie Ihrem Hund für jedes Stück Fallobst ein Leckerli. So können Sie Ihren Hund im Garten beschäftigen und dafür sorgen, dass er das Obst in Ruhe lässt.
Überwachen Sie Ihren Hund: Behalten Sie Ihren Hund immer im Blick, wenn Sie sich im Garten aufhalten oder leinen Sie ihn mit einer Schleppleine an. So können Sie schnell reagieren, falls Ihr Hund Obst fressen will und ihn von der Frucht wegziehen.

Ausgewogene Ernährung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung erhält. Eine gesunde Ernährung könnte das Verlangen Ihres Vierbeiners nach Obst verringern.

Konsultieren Sie einen Hundetrainer: Falls Ihr Hund weiterhin das Obst im Garten frisst und das Training trotz aller Maßnahmen nicht fruchtet, raten wir Ihnen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ein erfahrener Hundetrainer kann Ihnen spezifische Tipps und Ratschläge geben.

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Quellen und weiterführende Informationen:

Beitragsbild: pexels.com – Valeria Boltneva

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