Hilfe mein Hund bellt nicht mehr: Ursachen und Massnahmen

Hund versucht zu bellen

Ihr Hund bellt nicht und Sie fragen sich warum? Aus welchen Gründen Ihr Hund nicht bellt und welche Rassen allgemein etwas ruhiger sind als andere verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Warum bellt mein Hund nicht?

Sie wollen wissen warum Ihr Hund nicht bellt? Wir haben die gängigsten Ursachen für Sie zusammengefasst und im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Überlastete Stimmbänder

Einige Hunde bellen besonders oft. Ursächlich hierfür kann entweder eine individuelle Charaktereigenschaft oder ein bestimmter Auslöser sein.

Insbesondere Vierbeiner mit einem ausgeprägten Wachtrieb sowie Hunde die unter Trennungsangst leiden, neigen dazu viel zu bellen.

Wenn ein Hund dauerhaft bellt kommt es zu einer Überbelastung der Stimmbänder und einer damit einhergehenden Heiserkeit.

In manchen Fällen kann es sogar passieren, dass die Stimmbänder so stark beansprucht wurden, dass der Hund für eine gewisse Zeit gar nicht mehr bellt/bellen kann.

Bellen als Teil der Persönlichkeit

Jeder Hund ist anders. Während einige Fellnasen es eher ruhig angehen lassen, sind andere deutlich extrovertierter und bellen auffällig oft.

Junge, energiereiche Vierbeiner bellen häufiger und ausgiebiger, als dies beispielsweise bei älteren Hunden der Fall ist.

Eine Verhaltensänderung lässt sich oft auch dann beobachten, wenn Welpen langsam erwachsen werden.

Welpen bellen meist nicht oder nur sehr selten. Es scheint als würden Sie Ihre Stimme erst mit Eintritt in die Pubertät entdecken.

Gesundheitliche Ursachen

Wenn Ihr Hund nicht bellt könnte ein gesundheitliches Problem vorliegen.

Sollte Ihr Hund normalerweise viel bellen und dann – scheinbar grundlos – verstummen, raten wir Ihnen sich an einen Tierarzt zu wenden und Ihren Liebling untersuchen zu lassen.

Ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt sowie andere, dringend zu behandelnde Ursachen könnten dafür verantwortlich sein, dass Ihr Hund aufgehört hat zu bellen.

Hund aus dem Tierschutz

Sie haben einen Vierbeiner aus dem Tierheim adoptiert und sind nun verwundert, weil dieser nicht bellt?

Hunde aus dem Tierschutz haben teilweise eine bewegte Vergangenheit. Um herauszufinden, warum Ihr Hund nicht bellt, raten wir Ihnen, sich über dessen Herkunft zu informieren.

Manche Fellnasen sind stark traumatisiert und/oder wurden misshandelt.

Es ist daher möglich, dass Ihr Liebling keinen Laut von sich gibt, weil er Angst vor möglichen Konsequenzen hat.

Hunderassen die nicht bellen

Natürlich ist jeder Hund verschieden. Dennoch gibt es einige Hunderassen, die aufgrund ihres Wesens tendenziell weniger bellen als andere.

Sollte Ihre Fellnase einer eher ruhigen Hunderasse angehören, ist es daher nicht weiter verwunderlich, wenn diese kaum Laut gibt.

Welche Hunderassen nicht bellen verraten wir Ihnen im nächsten Abschnitt.

Basneji

Der Basenji stammt aus Zentralafrika, wo er von den Eingeborenen als Jagdbegleiter genutzt wurde und wird. Die Hunde sind bellen nicht, wenn Sie auf Wild stoßen, sondern fangen an zu „jodeln“. Hierzulande wird der Basenji als ruhige, ausgeglichene Hunderasse sehr geschätzt.

Französische Bulldogge

Der offizielle Rassestandard beschreibt die Französische Bulldogge als lustige, anhängliche Hunderasse die nicht viel bellt. Aufgrund dieser Eigenschaft sowie ihrer Anpassungsfähigkeit sind die Hunde für die Haltung in einer Stadtwohnung geeignet.

Rhodesian Ridgeback

Die Wurzeln des Rhodesian Ridgebacks liegen in Afrika. Dort wurden die Hunde als wachsame Jagdhunde gehalten. Im Alltag zeigen sich die Hunde als gelassen und souverän. Der Rhodesian Ridgeback bellt nur dann, wenn er sich oder seine Familie einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt sieht.

Irish Setter

Beim Irish Setter handelt es sich um eine alte Jagdhundrasse mit irischem Ursprung. Früher halfen die Vierbeiner beim apportieren von Enten und anderen Wasservögeln. Heutzutage gelten die Hunde als aktive Familienhunde.

Neufundländer

Um sich Respekt zu verschaffen genügt die Eindrucksvolle Erscheinung des Neufundländers. Das die Hunde nicht bellen ist folglich nicht weiter verwunderlich. Wenn Sie auf der Suche nach einem großen, liebevollen Hund sind und ausreichend Platz haben, könnte ein Neufundländer genau der richtige Begleiter für Sie sein.

Shiba inu

Die japanische Hunderasse ist für ihren einzigartigen Charakter bekannt. Shiba Inus bellen nicht viel, sind sehr reinlich und benötigen einen Halter mit viel Erfahrung sowie Einfühlungsvermögen.

Das können Sie tun wenn Ihr Hund nicht bellt

Wenn Ihr Hund nicht bellt ist dies kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen ist die Ursache für das Verstummen harmlos. Um besser abschätzen zu können, ob Sie mit Ihrem Liebling zum Tierarzt müssen oder nicht sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Frisst und trinkt mein Hund normal?
  • Gab es in der letzten Zeit eine Verletzung oder einen Zwischenfall, bei dem sich Ihr Liebling verletzt haben könnte?
  • Gibt es Verhaltensauffälligkeiten, die Ihnen Grund zur Sorge bereiten?
  • Ist Ihr Liebling gesund oder gibt es eine chronische Erkrankung die dafür verantwortlich sein könnte, dass Ihr Liebling nicht bellt?
  • Bellt Ihr Hund normalerweise viel oder ist er eher ruhig?

Helfen Sie Ihrem Tierarzt bei der Diagnose, indem Sie diesem so viele Informationen wie möglich geben.

Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei Familienmitgliedern oder Nachbarn nach Vorkommnissen oder Auffälligkeiten. Vielleicht ist Ihnen etwas entgangen, dass dazu geführt haben könnte, dass Ihr Hund nicht mehr bellt.

Hund beibringen zu bellen

Die meisten Hunde haben Spaß am Training und lernen neue Tricks mit Freude.

Als Hundehalter können Sie Ihrer Fellnase nicht nur „Sitz“ und „Platz“ sondern auch das Bellen auf Kommando beibringen.

Dies kann sich besonders dann als nützlich erweisen, wenn Ihr Hund nicht von sich aus bellt.

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht lassen sich auch ältere Hunde noch ohne weiteres trainieren.

Wichtig ist lediglich, dass Sie Ihren Liebling nicht überfordern und nicht die Geduld verlieren, falls dieser nicht auf Anhieb bellt.

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