Fitness für Hunde: Mehr Bewegung im Alltag

Ein grosser Hund beim Fitness im freien

Ein aktives Leben ist das A und O damit Ihr Liebling gesund bleibt. Welche Möglichkeiten es gibt, um Ihren Hund fit zu halten und wie viel Bewegung ausreichend ist erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Brauchen Hunde Fitness?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren „JA“ beantworten!

Gesunde, junge Hunde sollten mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung täglich bekommen.

Natürlich kann sich dieser Wert je nach Alter, Rasse und individuellem Gesundheitszustand verändern.

So wird es ein älterer Bolonka Zwetna wohl vorziehen, den Nachmittag auf dem Sofa zu verbringen, während ein junger, Rhodesian Ridgeback nach einem einstündigen Spaziergang erst warm wird.

Welche  Vorteile hat Fitness für meinen Hund?

Hunde, die sich beim Fitness auspowern und ihrem natürlichen Bewegungstrieb nachgehen können, sind im Alltag ausgeglichener.

Außerdem ist das Training gut für den Kreislauf, die Muskulatur und den Stoffwechsel.

Zudem stärken gemeinsame Aktivitäten die Bindung zwischen Ihnen Hund und Halter.

Darauf sollten Sie beim Fitness mit Hund achten

  • Wenn Sie anfangen, Ihren Hund bei gemeinsamen Fitness-Einheiten zu fördern sollten Sie es langsam angehen lassen. Arbeiten Sie an der Ausdauer und achten Sie auf Erschöpfungsanzeichen. Starkes hecheln, humpeln und winseln deuten darauf hin, dass Ihr Hund eine Pause braucht.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund zwischen den Trainingseineiten ausreichend Regenerationszeit hat.
  • Bei Temperaturen über 15 Grad sollte man das Fitnesstraining ausfallen lassen und/oder in die frühen Morgen- beziehungsweise späten Abendstunden verschieben.
  • Es ist wichtig, dass Ihr Hund immer frisches Wasser hat.
  • Die letzte Mahlzeit sollte Ihr Liebling etwa 5 Stunden vor dem Fitness bekommen.
  • Lassen Sie Ihren Vierbeiner vom Tierarzt untersuchen, bevor Sie mit dem Training starten.
  • Hunde, die regelmäßig körperlich gefordert werden, haben einen erhöhten Energiebedarf. Dieser Aspekt sollte bei der täglichen Futterportionierung berücksichtigt werden.

So bekommen Sie Ihren Hund fit

Um fit zu werden – oder zu bleiben – benötigen Hunde kein überteuertes Fitnessstudio. Die besten Möglichkeiten, um Ihren Hund fit zu halten haben wir unten für Sie aufgelistet.

Spaziergänge

Der klassische Spaziergang ist die wohl verbreitetste Form von Hundefitness. Für ältere Hunde, Welpen sowie kranke Vierbeiner ist das Gassigehen am besten.

Bei gemeinsamen Runden um den Block oder durch den Park hat Ihr Hund die Möglichkeit, sich zu lösen, zu schnuppern und seine Umgebung zu erkunden, ohne sich dabei unnötig anstrengen zu müssen.

Um für mehr Abwechslung zu sorgen können Sie unterschiedliche Wege gehen und/oder kleinere Übungen einbauen

Hundesport

Um Ihren Hund Fit zu halten können Sie auch im Hundesport aktiv werden.

Dabei ist es Ihnen überlassen, ob Sie einem Verein beitreten oder ob Sie sich einen Agility-Parcours im Garten aufbauen.

Um herauszufinden, welcher Hundesport zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passt sollten Sie sich zunächst mit den verschiedenen Alternativen auseinandersetzen.

Im nächsten Schritt können Sie dann an Probestunden teilnehmen oder sich von einem erfahrenen Hundetrainer beraten lassen.

Tipp: Hier finden Sie eine Übersicht der beliebtesten Hundesportarten.

Joggen  

Sie gehen gerne joggen? Wenn Ihr Hund gerne läuft, spricht nichts dagegen, diesen mitzunehmen. Um beim Laufen beide Hände frei zu haben, gibt es spezielle Hundeleinen zum Joggen.

Diese lassen sich um die Hüfte schnallen und sind insbesondere dann empfehlenswert, wenn Ihr Liebling noch nicht auf den Rückruf hört und/oder wenn Leinenzwang herrscht.

Wenn Sie sich fürs laufen entscheiden, sollten Sie es am Anfang nicht übertreiben.

Halten Sie die Routen zunächst kurz und beginnen Sie langsam, bevor Sie längere Strecken wählen und das Tempo steigern.

Wandern

Doghiking wird immer beliebter. Für Hundefreunde, die gerne in der Natur sind, stellen gemeinsame Wanderung einen Ausgleich zum Alltag dar.

Bevor Sie Ihre Wanderschuhe schnüren und mit Ihrem Vierbeiner aufbrechen, sollten Sie nach einer hundefreundlichen Route suchen und einen Rucksack mit der wichtigsten Ausrüstung packen.

Wie bei allen anderen Aktivitäten ist es am besten mit kurzen Wanderungen anzufangen und die Wetterbedingungen zu berücksichtigen.

Fahrradfahren

Für besonders bewegungsfreudige, fitte Hunde sind gemeinsame Radtouren genau das richtige.

Damit Ihr Liebling und Sie sicher sind, sollten Sie sich Zeit für das Vorbereitungstraining nehmen.

Gewöhnen Sie Ihren Hund an das Fahrrad und bringen Sie ihm bei, neben diesem herzulaufen.

Hundeleinen fürs Fahrrad erleichtern das Training und erhöhen die Sicherheit.

Bevor Sie sich ins kurvenreiche Gelände wagen, muss Ihr Vierbeiner dazu in der Lage sein, bei geradeaus Fahrten Schritt zu halten.

Spielen

Ob im Garten, im Wohnzimmer oder im Wald die meisten Hunde lieben es zu toben. Dabei ist es Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen, wie Sie mit Ihrem Liebling spielen.

Manche Hunde sind verrückt danach, einem Ball hinterherzurennen. Andere wiederum fahren auf Fährtensuche oder Zerrspiele ab.

Beim Toben gilt: Erlaubt ist was Spaß macht. Nehmen sich also ruhig die Zeit zum Spielen mit Ihrem Hund. So bleibt dieser nicht nur fit sondern wird zudem auch mental ausgelastet.

Schwimmen

Einige Hunde meiden das kühle Nass als wäre es Lava. Andere Vierbeiner wiederum können an keinem Tümpel vorbeigehen, ohne zu baden.

Schwimmen ist gut für die Gelenke und stärkt die Muskeln. An warmen Sommertagen stellt ein Sprung ins Wasser zudem eine willkommene Abkühlung dar.

Beim Schwimmen sollten Sie Ihren Hund nicht aus den Augen lassen. Bei einer starken Strömung sowie Blaualgen im Wasser ist es besser nach einer anderen Badestelle Ausschau zu halten.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com –  Mayalain

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