Brauchen Hunde nachts Licht?

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Sie fragen sich, ob Ihr Hund nachts Licht benötigt? Wir verraten Ihnen, woran Sie erkennen können, ob sich Ihr Liebling im Dunkeln unsicher fühlt, in welchen Fällen Sie das Licht anlassen sollten und wie sich eine Lichtquelle auf das Schlafverhalten Ihres Hundes auswirken kann. 

Können Hunde im Dunkeln sehen?

Ja, an und für sich sind gesunde Hunde dazu in der Lage, im Dunkeln zu sehen. Aufgrund des sogenannten Tapetum können Sie sich bei Nacht sogar deutlich besser orientieren, als wir Menschen. Dies liegt am sogenannten Tapetum lucidum, welches sich in der Aderhaut im hinteren Teil der Augen befindet.

Das Tapetum reflektiert Licht, das auf die Netzhaut trifft und gibt dieser sozusagen eine zweite Chance, Licht aufzunehmen. Für Hunde reichen daher auch schwache Lichtquellen, wie etwa eine Straßenlaterne oder Mondlicht aus, um bei Nacht mehr zu sehen als wir.

Bei vollkommener Dunkelheit hingegen tappen auch Hunde im Dunkeln.

In einem komplett unbeleuchteten Raum bewegen sich Hunde mithilfe ihres Geruchssinns fort. Auf diese Weise können Sie sich in einer vertrauten Umgebung auch ohne Licht problemlos zurechtfinden.

Muss ich für meinen Hund Nachts Licht anlassen?

Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Während sich einige Fellnasen im Dunkeln wohlfühlen, reagieren andere ängstlich.

Ob Ihr Hund nachts Licht benötigt beziehungsweise Angst vor der Dunkelheit hat, erkennen Sie an folgenden Anzeichen:

Zerstörerisches Verhalten: Wenn Ihr Hund an den Möbeln nagt oder die Zimmerpflanzen zerlegt, deutet dies darauf hin, dass er sich im Dunkeln unwohl fühlt.

Winseln und Bellen: Falls Ihr Hund tagsüber ohne weiteres alleine bleibt, nachts aber jault oder bellt, könnte dies ein Indiz für Stress sein.

Verkriechen: Auch wenn sich Ihr Liebling nachts an einem vermeintlich sicheren Ort verkriecht, ist das ein Signal dafür, dass er ohne Licht Angst hat.

Unsere Meinung: Auch wenn es bei einem selbstbewussten Hund mit guten Augen eigentlich nicht notwendig ist, das Licht an zu lassen, empfiehlt es sich, zumindest eine Lampe anzuschalten.

Dies gilt natürlich nur dann, wenn Sie Ihren Hund abends alleine lassen oder wissen, dass Sie erst im Dunkeln zurückkehren. So geben Sie Ihrem Vierbeiner zusätzliche Sicherheit und halten zudem Einbrecher fern.

Tipp: Ein Nachtlicht für Hunde ist genau das richtige, damit sich Ihr Vierbeiner nachts zurechtfindet.

Sollte ich für meinen Welpen in der Nacht das Licht anlassen?

Wenn Sie einen Welpen haben, gestaltet sich die Situation ähnlich wie bei einem erwachsenen Hund.

Hierzu sollte jedoch gesagt sein, dass Welpen und junge Hunde erst lernen müssen, alleine zu bleiben. Dabei ist es wichtig, so behutsam wie möglich vorzugehen und die Zeit der Trennung schrittweise zu erhöhen.

Falls Sie Ihren Welpen aufgrund eines Notfalls dennoch mal nachts beziehungsweise in der Dunkelheit unbeaufsichtigt zurücklassen müssen, können Sie ein Nachtlicht verwenden.

Was passiert mit dem Schlafrhythmus meines Hundes, wenn ich nachts das Licht anlasse?

Wird mein Hund mit dem Licht schlafen können oder wird sich dies negativ auf den Schlafrhythmus auswirken?

Jeder Hundehalter möchte, dass der Vierbeiner die Tageszeit zum Toben nutzt und die Nacht friedlich schlafend in seinem Körbchen verbringt.

Während sich ein kleines/schwaches Licht wohl kaum auf den Schlafrhythmus Ihres Hundes auswirken wird, könnte eine sehr helle Beleuchtung durchaus zu Problemen führen.

Wenn  sich Ihr Hund in einen anderen, dunklen Raum zurückzieht, um dort zu schlafen, oder sich unter einer Decke vergräbt, wird ihn das Licht wahrscheinlich nerven. In diesem Fall sollte das Licht unbedingt gedimmt werden.

Ist es sicher, wenn ich meinem Hund Licht anlasse?

Auch wenn es relativ unwahrscheinlich ist, dass etwas passiert, besteht ein gewisses Sicherheitsrisiko, wenn Sie Ihrem Hund das Licht anlassen.

Einige Hunde toben durch die Wohnung, wenn Sie alleine sind. Sollte Ihr Liebling dabei die Lampe umwerfen, könnte dies schlimmstenfalls einen Brand auslösen.

Aufgrund der hohen Stromkosten ist es darüber hinaus ziemlich teuer, das Licht über längere Zeit anzulassen. Zudem ist es schlecht für die Umwelt. Mit einem Bewegungsmelder hat Ihr Hund immer dann Licht, wenn er sich bewegt, ohne dass eine Gefahr besteht oder Sie unnötig viel Strom verbrauchen.

Wichtig: Es versteht sich von selbst, dass Kerzen als Lichtquelle während der Nacht nicht infrage kommen.

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