Ängstlichen Hund sozialisieren

Angst beim Hund kann ein ernsthaftes Problem darstellen. Um Ihrem Liebling etwas von der Angst zu nehmen und ihm zu mehr Lebensfreude zu verhelfen, gibt es viele Möglichkeiten. Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie vorgehen können, wenn Sie einen ängstlichen Hund sozialisieren wollen.

Wie sozialisiere ich einen ängstlichen Hund?

Wenn Ihr Vierbeiner besonders unsicher und nervös ist, besteht Handlungsbedarf. Unten finden Sie 10 Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen, einen ängstlichen Hund zu sozialisieren

Gehen Sie mit ihrem Hund in einen Tierhandel

Tierische Besucher sind in den meisten Futterläden willkommen. Um Ihren Liebling an ungewohnte Gerüche, fremde Menschen und eventuell sogar andere Tiere zu gewöhnen, können Sie ihn beim nächsten Einkauf mitnehmen. So können Sie das neue Geschirr direkt anprobieren und zugleich an der Sozialisierung Ihres Lieblings arbeiten.

Besuchen Sie Ihren Tierarzt

Tierarztbesuche müssen nicht immer unangenehm sein. Damit Ihr Hund merkt, dass Ihr Tierarzt eigentlich ganz nett ist, sollten Sie ihn auch mal ohne einen Termin besuchen. Für die meisten Tierärzte ist es kein Problem, wenn sich die vierbeinigen Patienten durch die Praxisräume schnüffeln und dabei die Angestellten kennenlernen.

Spaziergänge im Park

Um einen ängstlichen Hund zu sozialisieren ist ein Spaziergang durch den Park genau das richtige. Dort trifft Ihr Hund nämlich nicht nur auf Artgenossen, sondern auch auf Kinder, Radfahrer und Jogger. Da Ihr Hund im Park vielen Reizen ausgesetzt ist, sollten Sie ihn unbedingt an der Leine lassen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Ihren Liebling nicht überfordern und suchen Sie sich für die ersten Parkbesuche eine Uhrzeit aus, zu der nicht allzu viel los ist.

Obedience

Auch wenn Obedience allein nicht ausreicht, um einen ängstlichen Hund zu sozialisieren, verstärkt das gemeinsame Training die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner. Durch positive Bestätigung in Form von Leckerlies oder anderen Belohnungen sowie die damit einhergehenden Erfolgserlebnisse wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Wenn Sie vorhaben, an einem Obedience-Kurs teilzunehmen, sollten Sie sicherstellen, dass die anderen Hunde in der gleichen Altersstufe sind. Zudem ist es wichtig, dass keine aversiven Trainingsmethoden zum Einsatz kommen.

Ein Ausflug aufs Land

Auch wenn Hühner, Kühe und Pferde für uns etwas ganz Normales sind, können Sie auf einen ängstlichen Hund furchteinflößend wirken. Da es bei der Sozialisierung eines schüchternen Vierbeiners unter anderem darum geht, diesen mit so vielen Außenreizen wie möglich zu konfrontieren, ist ein Ausflug aufs Land hierzu optimal. Wichtig ist, dass Sie Ihren Liebling trotz der vermeintlich idyllischen Atmosphäre nicht unangeleint laufen lassen. Ein vorbeifahrender Traktor oder ein schnaufendes Pony könnte Ihren Liebling in Angst und Schrecken versetzen und diesen zur Flucht bewegen.

Stadtbummel

Wenn Sie vorhaben, einen ängstlichen Hund zu sozialisieren, sollten Sie diesen mit so vielen Außenreizen wie möglich konfrontieren. In der Stadt kann sich Ihr Hund an Verkehr, Baustellengeräusche, Fremde Menschen sowie die Hektik des Alltags gewöhnen. Dabei ist wichtig, immer auf die Reaktionen des Vierbeiners zu achten und ihm die nötige Sicherheit zu geben. Für einen ersten Besuch in der Stadt ist ein Sonntagnachmittag daher besser geeignet als die Rushhour.

Ein Besuch im Baumarkt

Während unsere Vierbeiner beim Einkauf im Supermarkt unerwünscht sind, steht einer Shoppingtour durch den nächstgelegenen Baumarkt nichts im Wege. Dort können Sie Ihren Liebling an umherwuselnde Menschen, ungewohnte Gerüche sowie verschiedene Untergründe gewöhnen. Um peinliche Situationen zu vermeiden, sollten Welpen und junge Hunde die Möglichkeit bekommen, sich vor Betreten des Ladens zu erleichtern.

Veranstalten Sie eine Party

Einen ängstlichen Hund zu sozialisieren kann durchaus Spaß machen. Feiern Sie den Fortschritt Ihres Vierbeiners bei einem gemütlichen zusammenkommen mit Ihren Freunden. Idealerweise animieren Sie Ihre Gäste dazu, ihre Kinder und/oder Hunde mitzubringen. So kann sich Ihr Hund in einer vertrauten Atmosphäre mit diesen vertraut machen und eventuell sogar Freundschaften schließen. Falls Sie Ihren Hund nicht richtig einschätzen können, sollte dieser aus Sicherheitsgründen einen Maulkorb tragen.

Treffen Sie Verwandte und Bekannte

Ein Besuch bei Freunden oder Familienangehörigen ist eine weitere Idee zur Sozialisierung eines ängstlichen Hundes. So können Sie das angenehme mit dem praktischen verbinden. Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte und stärken Sie gleichzeitig das Selbstbewusstsein Ihres Vierbeiners. Bitten Sie Ihre/n Gastgeber/in darum, vermeintliche Gefahrenquellen vor Ihrem Eintreffen zu „entschärfen“. Zudem sollten Sie diese/n im Vorfeld über eventuelle Besonderheiten Ihres Lieblings aufklären.

Gehen Sie zu einer Welpengruppe

Im Welpenalter durchleben viele Hunde eine Art „Angstphase“. Während dieser Zeit ist alles Unbekannte zunächst unheimlich und potenziell gefährlich. Wenn Ihr kleiner Liebling sich vor der plötzlich auf der Straße stehenden Mülltonne oder raschelnden Blättern fürchtet, ist dies kein Grund zur Sorge. Trotzdem ist es ratsam zu einer Welpengruppe zu gehen. Dort lernt Ihr Vierbeiner nicht nur den Umgang mit Artgenossen, sondern wird außerdem an verschiedene Alltagssituationen gewöhnt.

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