Weiße Hunderassen

Ein grosser weisser Hund mit langem Fell liegt mit geschlossenen Augen in der Sonne

Samojede

Herkunft und Geschichte

Seit wann es den Samojeden gibt, lässt sich nicht genau sagen. Experten sind sich jedoch darüber einige, dass die weiße Hunderasse zu den ältesten der Welt gehört. So sollen die Vierbeiner bereits vor vielen hundert Jahren an der Seite sibirischer Nomaden gelebt haben. Diese hielten sich die Hunde nicht nur zum Schutz vor Raubtieren sondern setzten Sie auch zum Ziehen von Lasten und als Wärmequelle während der Nacht ein. In Europa wurde die Rasse bekannt, nachdem der Zoologe Ernest Kilburn Scott von einer Expedition nach England zurückkehrte und dabei einige Exemplare mitbrachte. Die offizielle Anerkennung der seltenen Hunderasse fand im Jahr 1913 statt.

Wesen und Erziehung

Samojeden sind sehr ursprüngliche Hunde, die einen starken Willen haben und hoch intelligent sind. Unter Hundefreunden sind die Vierbeiner für ihr sanftes Wesen, ihre ruhige Art und ihren ausgeprägten Arbeitswillen bekannt. Da die Hunde eine sehr enge Bindung zu ihrer Familie aufbauen kann es Probleme mit dem Alleinbleiben geben. Wie bei allen Hunderassen empfiehlt es sich bereits im Welpenalter mit der Erziehung zu beginnen. Mit unnötiger Strenge oder gar Härte kommt man beim Samojeden nicht weiter. Wer jedoch über ausreichend Geduld und Einfühlungsvermögen verfügt erhält einen loyalen Begleiter fürs Leben.

Äußeres Erscheinungsbild

Das dichte, strahlend weiße-, bis cremefarbene Fell des Samojeden zählt zu den markantesten Erkennungsmerkmalen der Rasse. Es ist von mittlerer Länge und bildet eine löwenähnliche Mähne rund um den Hals. Je nach Geschlecht kommen ausgewachsene Exemplare auf eine Widerristhöhe von bis zu 57 Zentimetern. Das maximale Körpergewicht liegt bei etwa 30 Kilogramm. Seine lange, buschige Rute trägt der Samojede selbstbewusst über dem Rücken. Die verhältnismäßig kleinen, aufrechtstehenden Ohren haben die Form eines Dreiecks und sind gut befedert.

Malteser

Herkunft und Geschichte

Der Malteser ist eine weitere weiße Hunderasse, die wir Ihnen vorstellen möchten. Auch wenn sich die Geschichte des Maltesers bis ins alte Ägypten zurückverfolgen lässt, stammt die Rasse offiziell aus dem Mittelmeerraum. Dorthin gelangten die Vorfahren des Maltesers an der Seite mutiger Seefahrer. Sowohl heutzutage als auch in der Vergangenheit galten die Vierbeiner als beliebte Begleithunde. Insbesondere die adlige Bevölkerung Europas war ganz vernarrt in die kleinen Hunde. So soll unter anderem die französische Königin Marie Antoinette aber auch die britische Königin Victoria einen Malteser besessen haben.

Wesen und Erziehung

Mit einem Malteser zuhause wird Langeweile zu einem Fremdwort. Die weißen Fellbündel sind sehr verspielt und für jeden Spaß zu haben. Im Alltag zeigen sich die Hunde als anhängliche, wissbegierige sowie leichtführige Begleiter. Da sich die Hunde stark an ihre Menschen binden und hervorragend mit Kindern klarkommen sind Sie perfekt als Familienhunde geeignet. Da Malteser äußerst friedliebend sind, stellen Zusammentreffen mit Artgenossen oder andere Haustiere in der Regel kein Problem dar. Sich nährender Besuch wird von den wachsamen Hunden zuverlässig gemeldet.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer Schulterhöhe zwischen 21 und 25 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 4 Kilogramm gehört der Malteser zur Kategorie der kleinen Hunderassen. Das lange, seidig weiche Fell hat eine rein weiße Farbe und ist charakteristisch für das äußere Erscheinungsbild des Maltesers. Es sollte regelmäßig gebürstet werden um nicht zu verfilzen. Mit seinen runden, dunklen Knopfaugen und seinem verhältnismäßig großen Knopf wickelt der Malteser nicht nur seine Besitzer um den Finger. Der Körperbau der Hunde ist schlank aber durchaus robust.

West Highland Terrier

Herkunft und Geschichte

Der West Highland Terrier ist eine weiße Hunderasse, die nahezu jeder Hundefreund kennen dürfte. Dies liegt unter anderem daran, dass die Vierbeiner durch die Marketingkampagne eines großen Futtermittelherstellers berühmt wurden. In Ihrem Heimatland – Schottland – wurden der West Highland Terrier als Jagdhund gehalten. Der Begründer der West Highland Zucht, Colonel Edward Donald hatte es sich zum Ziel gesetzt, weiße Jagdhunde zu erschaffen, um diese besser von flüchtenden Wildtieren unterscheiden zu können. Als Vorfahren des West Highlands gilt der ebenfalls aus Schottland stammende Cairn Terrier.

Wesen und Erziehung

Fans der Rasse schätzen den West Highland Terrier für sein aufgewecktes Wesen und seine freundliche Art. Wie viele Jagdhunde lässt sich auch beim West Highland ein gewisser Hang zur Eigenständigkeit erkennen, so dass sich die Erziehung hier und da als schwierig erweisen kann. Westies gelten zudem als wachsam, mutig, anhänglich und verspielt sind aber im Gegensatz zu anderen Terriern deutlich ausgeglichener. Um sich wohlzufühlen benötigen die Hunde sowohl ausreichend Auslauf als auch geistige Beschäftigung. Bei gemeinsamen Spaziergängen sollte man immer den ausgeprägten Jagdtrieb im Hinterkopf haben.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Westie ist ein kleiner Hund mit einem kompakten Körperbau. Ausgewachsene Exemplare kommen bei einer Widerristhöhe von bis zu 28 Zentimetern auf ein Gewicht von bis zu 8 Kilogramm. Erkennbar ist die Rasse unter anderem an ihrem dichten, weißen Fell, welches die Hunde vor Wind und Wetter schützt. Typisch für den West Highland Terrier ist seine Rute. Diese ist bis zu 15 Zentimeter lang und steht senkrecht nach oben. Auch die breiten, dreieckigen Ohren stehen aufrecht. Sie sind stehts nach vorn gerichtet und unterstreichen den wachsamen Eindruck.

Bichon Frise

Herkunft und Geschichte

Ohne den Bichon Frise wäre unsere Liste weißer Hunderassen unvollständig. Erste Indizien für die Existenz kleiner, pudelähnlicher Vierbeiner stammen aus der Antike. Damals wie heute wurden die Hunde als niedliche Begleithunde gehalten. Experten sind sich darüber einig, dass der Bichon Frise auf den kanarischen Inseln entstand. Dort ging die Rasse aller Wahrscheinlichkeit nach aus Zwergpudeln hervor. Nachdem die Hunde während des 14. Jahrhunderts nach Europa gelangen erfreuten Sie sich insbesondere bei den Damen der feinen Gesellschaft großer Beliebtheit. Die offizielle Anerkennung durch die FCI erfolgte 1933. In Deutschland ist die weiße Hunderasse seit 1956 bekannt.

Wesen und Erziehung

Mit seiner freundlichen, anhänglichen und aufgeweckten Art ist der Bichon Frise ein perfekter Familienhund. Auch wenn die Vierbeiner wachsam sind, handelt es sich bei den wenigsten Rassevertretern um Kläffer. Bichon Frises sind äußerst neugierig und wissbegierig. Kommandos und/oder kleinere Kunststücke lernt der Bichon Frise im Handumdrehen. Nervosität ist ihm Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Hunderassen fremd. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Vierbeiner den ganzen Tag auf der Couch liegen. Im Gegenteil! Bichons sind für jeden Spaß zu haben und sehr verspielt. Für unerfahrene Hundefreunde ist die Rasse ideal.

Äußeres Erscheinungsbild

Dem Rassestandard zufolge sollte die Schulterhöhe beim Bichon unter 30 Zentimetern liegen. Das Gewicht der Vierbeiner liegt bei ungefähr 5 – 6 Kilogramm. Das weiße Fell der kleinen Hunderasse ist seidig weich und gelockt. Da die Vierbeiner keine Unterwolle haben und kaum haaren sind Sie für Allergiker gut geeignet. Typisch für den Bichon ist ein tiefer Brustkorb sowie ein flacher Kopf. Die tief angesetzte Rute wird leicht gebogen über dem Rücken getragen.

Bologneser

Herkunft und Geschichte

Der Bologneser zählt zur Familie der Bichons. Diese wurden bereits vor Jahrtausenden als Schoßhunde gehalten und waren insbesondere in den Hafenstädten des Mittelmeers verbreitet. Häufig wurden Bologneser als Gastgeschenke weitergegeben. So gelangten viele Vierbeiner in die Hände adliger Damen, die sich die Hunde zur Erheiterung hielten. Erstmals namentlich erwähnt wurde die Hunderasse vor etwa 200 Jahren durch den französischen Wissenschaftler Buffon. Über das Mittelmeer gelangte der Bologneser schnell nach Europa. Dort begannen englische Hundefreunde mit der Zucht der gefragten Familienhunde. Im Jahr 1956 wurde der Bologneser durch die FCI anerkannt.

Wesen und Erziehung

Das der Bologneser so beliebt ist liegt nicht nur am niedlichen Erscheinungsbild der Hunde. Auch vom Wesen her sind die Vierbeiner absolut liebenswert. Im Allgemeinen ist der Bologneser ein gelehriger, aufmerksamer und energiereicher Begleiter, der sich ohne weiteres überall mithinnehmen lässt. Da sich die Hunde leicht erziehen lassen sind Sie auch für Hundeanfänger gut geeignet. Aufgrund ihrer Anhänglichkeit sollte das Alleinbleiben von Anfang an trainiert werden. Trotz ihrer Größe sind Bologneser robuste Hunde, mit einem erstaunlich hohen Bewegungsdrang. Wie bei allen Hunderassen ist es ratsam frühzeitig mit der Erziehung anzufangen.

Äußeres Erscheinungsbild

Bologneser haben einen zierlichen Körperbau. Sie kommen auf eine Schulterhöhe von bis zu 30 Zentimetern und erreichen ein Gewicht zwischen 3 und 4 Kilogramm. Der offiziellen Rassebeschreibung zufolge müssen reinrassige Bologneser ein weißes, gelocktes Fell haben. Abweichungen bis hin zu einem elfenbeinfarbenen Fellkleid sind zulässig solange dieses keine Zeichnungen oder Flecken hat. Da das Fell schnell verfilzt ist eine regelmäßige Fellpflege unerlässlich. Mit seinen schwarz umrandeten Knopfaugen kann man dem Bologneser keinen Wunsch abschlagen.

Dogo Argentino

Herkunft und Geschichte

Eine weiße Hunderasse, die hierzulande nur selten vorkommt, ist der Dogo Argentino. Wie es der Name bereits erahnen lässt, stammt die Hunderasse aus Argentinien. Dort wurden die ersten Dogos bei Hundekämpfen auf Artgenossen gehetzt. Als man im Laufe der Zeit auf der Suche nach Hunden zur Jagd auf Pumas war, begann man damit Pointer und Mastiffs einzukreuzen. Ziel dieser Maßnahme war es, kräftige, belastbare Hunde mit einer höheren Reizschwelle und jagdlichen Fähigkeiten zu erhalten. Die weiße Fellfarbe sollte es dem Jäger ermöglichen, die Vierbeiner auch auf große Distanzen zu verfolgen und Unfällen vorzubeugen. 1973 wurde die Rasse von der FCI anerkannt.

Wesen und Erziehung

Entgegen seiner eher blutigen Hauptaufgabe – dem Jagen von Wildschweinen und Pumas – hat der Dogo Argentino den Ruf, ein gut gelaunter, sanftmütiger Hund zu sein. Im Umgang mit ihrer Familie verhalten sich die Vierbeiner stets liebevoll und aufgeschlossen. Fremde hingegen werden mit einer gehörigen Portion Misstrauen empfangen und gemeldet. Da der Dogo Argentino dazu neigt, ein starkes Territorialverhalten an den Tag zu legen, liegt es in der Verantwortung des Halters für eine gute Sozialisierung und ein gesichertes Grundstück zu sorgen. Dogo Argentinos sind keine Hunde für Anfänger und gehören in die konsequenten Hände einer führungsstarken Persönlichkeit.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit seinem gut bemuskelten Körper und seinem imponierenden Erscheinungsbild ist der Dogo Argentino ein wahrer Hingucker, der potenzielle Einbrecher allein aufgrund seiner Anwesenheit abschrecken dürfte. Für Rüden fordert der Rassestandard eine Schulterhöhe zwischen 60 und 65 Zentimetern. Hündinnen bleiben mit einer Schulterhöhe von etwa 55 – 60 Zentimetern etwas kleiner.  Das glatte, kurze Fell der Hunde darf ausschließlich weiß sein. Lediglich ein kleiner dunkler Fleck am Kopf ist zulässig.

Kuvasz

Herkunft und Geschichte

Ursprünglich kommt der Kuvasz aus Ungarn. Die ländliche Bevölkerung Ungarns setzt bis heute auf die großen Herdenschutzhunde, welche sich zuverlässig um den Schutz der Schafherden kümmern. Darüber hinaus gilt der Kuvasz als unbestechlicher Wachhund, der das Hab und Gut seines Halters zur Not auch mit seinen Zähnen verteidigt. Man nimmt an, dass die Rasse ursprünglich aus Verpaarungen zwischen dem Komondor und anderen ungarischen Hirtenhunden entstand. Obwohl der erste Rassestandard bereits im Jahr 1905 erstellt wurde, erfolgte die endgültige Anerkennung erst 1954.

Wesen und Erziehung

Da der Kuvasz über einen ausgeprägten Schutztrieb, eine hohe Eigenständigkeit und ein starkes Territorialbewusstsein verfügt ist eine konsequente Erziehung das A und O. Für Menschen ohne Hundeerfahrung ist die Rasse nicht empfehlenswert. Wer es sich zutraut einen Kuvasz aufzunehmen sollte ein großes Grundstück- und ausreichend Fachwissen haben. Mit der richtigen Führung kann der Kuvasz ein toller, liebevoller Familienhund sein. Vor Einbrechern oder anderen Zwielichtigen Gestalten muss man sich mit einem Kuvasz im Haus keine Sorgen machen. Zur Not würde dieser seine Familie mit seinem Leben verteidigen.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Kuvasz ist die größte weiße Hunderasse auf unserer Liste. Rüden erreichen eine Widerristhöhe zwischen 71 und 76 Zentimetern erreichen und werden bis zu 62 Kilogramm schwer. Hündinnen fallen nur unwesentlich kleiner aus. Die stark pigmentierte Haut der Vierbeiner wird durch langes, leicht gewelltes Fell bedeckt. Die schwarzen Lefzen, Lidränder und Ballen stehen in starkem Kontrast zum reinweißen Fellkleid. Kuvasz haben wachsame Augen, denen nichts entgeht.

Japanischer Spitz

Herkunft und Geschichte

Der Japanische Spitz ist die letzte Hunderasse mit weißem Fell auf unserer Liste. Während alle anderen Spitze früher als Jagdhunde gehalten wurden, züchtete man den japanischen Spitz seit jeher als Begleithund. Seit wann der japanische Spitz gezüchtet wird, ist ein Mysterium. Ebenso ungeklärt ist die Frage nach seinen Vorfahren. Wissenschaftler vermuten, dass der Japan-Spitz ein direkter Nachfahre der sogenannten Ur-Spitze ist und vor etwa dreihundert Jahren nach Japan gelangte. 1948 erstellte der japanische Kennel Club den Rassestandard. Zur Anerkennung durch den FCI kam es jedoch erst 1964.

Wesen und Erziehung

Wenn Sie einen Japan-Spitz zuhause haben müssen Sie sich keine Sorgen um Ärger mit den Nachbarn machen. Die Hunde gelten als ruhige, unauffällige Zeitgenossen, die nur dann anschlagen, wenn Sie Ihre Familie unmittelbar bedroht sehen. Darüber hinaus ist der Japan-Spitz ein freundlicher Hund, der viel Bewegung benötigt und sich am wohlsten fühlt, wenn er körperlich und geistig gefördert wird. Bei Zusammentreffen mit Fremden verhält er sich zurückhaltend aber keineswegs ängstlich. Da die intelligenten Vierbeiner nur ungern allein bleiben sollte man als Halter ausreichend Zeit für seinen Japan-Spitz mitbringen. In seinem Herkunftsland gilt der Japan-Spitz als geeignete Rasse für Hundeanfänger.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit seinem weißen, flauschigen Fell sieht der Japan-Spitz aus wie ein Wollknäuel auf vier Pfoten. Unterstrichen wird das herzerweichende Erscheinungsbild durch zwei mandelförmige Augen und eine spitz zulaufende Schnauze. Erwachsene Hunde werden zwischen 30 und 38 Zentimetern hoch und kommen auf ein Gewicht von 5 bis 11 Kilogramm. Die kurzen Beine des Japan-Spitz ändern nichts an der Schnelligkeit, die die kleinen Vierbeiner beim Freilauf erreichen können. Rund um den Hals bildet das Deckhaar eine stattliche Halskrause. Diese passt zur stark behaarten Rute, welche im Normalfall über dem Rücken liegt.

Pudel

Herkunft und Geschichte

Die genaue Geschichte des Pudels ist ungewiss. Man vermutet, dass sich die Vierbeiner bereits im frühen Mittelalter als Jagdhunde nützlich machten. Speziell als Apportierhunde bei der Jagd auf Wasservögel waren die Hunde eine große Hilfe. Später machte man sich die Gelehrigkeit der Hunde zunutze, indem man den Pudel als Zirkushund ausbildete und den jubelnden Menschenmassen vorführte. Der internationale Siegeszug der Rasse begann in den 1960er Jahren. Heutzutage gilt der Pudel als Hund für alte Leute, hat jedoch eine feste Fanbase, die ihn für seine liebevolle, wachsame und ausgeglichene Art schätzt.

Wesen und Erziehung 

Vom Wesen her ist der Pudel absolut einzigartig. Er ist überaus neugierig, wissbegierig und lässt sich leicht trainieren. Tricks lernt er im Handumdrehen. Ohne Beschäftigung fühlen sich die aktiven Fellnasen schnell unwohl. Exemplare die nicht regelmäßig ausgelastet werden, neigen zur Zerstörungswut oder versinken in Depressionen. Für Hundehalter, die auf der Suche nach einem sportlichen Begleiter sind und sich die nötige Zeit nehmen können, ist der Pudel genau das Richtige. Er weicht seinen Menschen nicht von der Seite und liebt nichts mehr als intensive Streicheleinheiten.

Äußeres Erscheinungsbild

Das lockige Fell der Hunde kann weiß, braun, cremefarben oder schwarz sein. Es ist überaus dicht und hält den Pudel selbst bei tiefen Temperaturen kuschelig warm. Die Größe hängt von der Zuchtlinie ab. Die Rasse wird als Zwerg-, Königs sowie Toypudel gezüchtet. Zu den typischen Erkennungsmerkmalen aller Varianten gehören aufmerksame Augen, eine verhältnismäßig lange Rute und große Schlappohren. Der Nasenschwamm kann braun oder schwarz gefärbt sein. Der kräftige, athletische Körper ist etwas länger als hoch, wobei die kleineren Pudelvarianten naturgemäß immer etwas kompakter erscheinen.

Sealyham Terrier

Geschichte und Herkunft

Unter den weißen Hunderassen ist der Sealhyam Terrier definitiv ein Exot. Die Wurzeln der Vierbeiner liegen in England, wo sie vor rund 100 Jahren aus Kreuzungen zwischen Fox Terriern, Bullterriern, Bassets und West Highland Terriern hervorgingen. Auch der Dandie Dinmont Terrier soll bei der Entstehung der Rasse eine Rolle gespielt hat. Die Direkte Verwandtschaft des Sealyham Terriers lässt erahnen, dass es sich bei den Vierbeinern um waschechte Jagdhunde mit einem furchtlosen Charakter handelt. Offiziell anerkannt sind die weißen Hunde seit 1910. Während es hierzulande nur etwa 700 Exemplare gibt, kommen die Fellnasen in England, Schottland und Südafrika deutlich häufiger vor.

Wesen und Erziehung

Entgegen seines eigentlichen Einsatzgebiets als Jagdhund gilt der Sealyham Terrier heutzutage als Begleithund. Die charakterstarken Hunde sind aktiv, aufgeweckt und für jeden Schabernack zu haben. Wie es bei Terriern häufiger der Fall ist, neigt auch der Sealhyam Terrier zu einer gewissen Rauflust. Insbesondere dominante Rüden lassen es gerne mal auf ein Kräftemessen ankommen. Um sich solch unangenehme Zusammentreffen zu ersparen sollte man seinen Liebling gut sozialisieren. Mit dem richtigen Training bekommt man nicht nur mit dem latenten Jagdtrieb sondern auch dem Dickkopf der Rasse gut zurecht. Andere Haustiere (Katzen, Hasen und co) sind dem Sealyham Terrier ein Dorn im Auge.

Äußeres Erscheinungsbild

Von weitem könnte man den Sealyham- leicht mit dem West Highland Terrier verwechseln. Erst bei näherer Betrachtung fallen einige wesentliche Unterschiede auf. Gut zu erkennen ist er an seinem üppigen Bart, seinem kompakten Körperbau und seinen mittelgroßen Hängeohren. Seine Rute trägt er stets aufrecht. Das nach unten hin leicht wellig werdende, glänzende Fell der Vierbeiner liegt eng am Körper an und ist relativ pflegeleicht. Es ist entweder reinweiß oder hat einen leichten Gelbstich. Das Körpergewicht ausgewachsener Hunde liegt je nach Geschlecht bei etwa 9 Kilogramm.

Porcelaine

Geschichte und Herkunft

Der aus Frankreich stammende Porcelaine ist ein weißer Hund mit blauem Blut. Neben König Ludwig IX sollen viele andere Persönlichkeiten adliger Abstammung eine Meute der Jagdhunde besessen haben. Als Vorfahren gelten der Chien Blanc du Roy sowie der Blanc Greffier. Besonders beliebt waren die Vierbeiner in Italien, Frankreich und der Schweiz. Nachdem die Rasse durch die Französische Revolution und die damit einhergehenden Umwürfe beinahe in Vergessenheit geraten wäre, bemühten sich Züchter aus der Schweiz um den Erhalt der Rasse. Hierzu kreuzte man unter anderem den Somerset Harrier ein. Offiziell anerkannt ist der auch als  Chien de Franche-Comté, bekannte Vierbeiner seit dem Jahr 1964

Wesen und Erziehung

Wie es für Meutehunde üblich ist, ist der Porcelaine ein durch und durch verträglicher Hund, der mit so ziemlich allen Artgenossen klarkommt. Seinen Jagdtrieb hat er im Laufe der Zeit nicht eingebüßt. Die Hunde sind immer auf der Suche nach einer Fährte und durchstöbern auf der Suche nach Wild jeden Busch sowie hohes Gras. Wer nicht vorhat, seinen Porcelaine jagdlich zu führen sollte sich dringend mit dem Thema Jagdersatztraining beschäftigen. Ohne entsprechende Auslastung fühlt sich der Porcelaine unwohl. Bekommt er ausreichend Freilauf und mentales Training zeigt er sich von seiner besten Seite. Damit das Rückrufsignal zuverlässig befolgt wird empfiehlt sich eine konsequente Erziehung.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Porcelaine ist ein bildhübscher Hund mit einem athletischen Körper an dem sich kein Gramm Fett zu befinden scheint. Die tiefe Brust sowie die langen Beine unterstreichen das sportliche Erscheinungsbild der Rasse. Die langen Schlappohren sind dezent nach innen gedreht. Das dichte, kurze, weiße Fell der Vierbeiner ist mit orange- beigefarbenen Flecken versehen. Da es die Rasse kaum vor Kälte schützt sollte man seinem Porcelaine im Winter einen Mantel anziehen. Die lange, dünne Rute wird sichelförmig getragen. Das Gewicht der zwischen 50 und 58 Zentimeter hohen Vierbeiner liegt bei etwa 25 Kilogramm.

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