Rennen und toben: Verspielte Hunderassen

Sie suchen nach einem Hund, der gerne spielt? Auch wenn die meisten Hunde es lieben zu toben gibt es Hunderassen, die ganz besonders verspielt sind. Im folgenden Beitrag haben wir acht verspielte Hunderassen für Sie aufgelistet. 

Boxer

Geschichte und Herkunft

Die als Brabanter Bullenbeißer bekannten Vorfahren des Boxers gehörten definitiv nicht zu den verspielten Hunderassen. Im Gegenteil! Die Hunde wurden zur Jagd auf Wildschweine und sogar Bären eingesetzt. Darüber hinaus mussten die Vierbeiner bei grausamen Hundekämpfen ihre Kraft unter Beweis stellen. Als entsprechende Veranstaltungen verboten- und die Jagd mit Hunden immer unbeliebter wurde, begann man damit Englische Bulldoggen einzukreuzen. So entstand eine Rasse, die dem Bullenbeißer nur noch rein äußerlich ähnlich ist. Der offizielle Rassestandard stammt aus dem Jahr 1905.

Wesen und Erziehung

Obwohl der Boxer in erster Linie als Familienhund gehalten wird, kommen die Vierbeiner auch im Wach-, Schutz- und Rettungsdienst zum Einsatz. Die verspielten Hunde gelten als gutmütig. Im Umgang mit Kindern übernimmt der Boxer die Rolle des Beschützers und Spielkameraden. Mit dem nötigen Sachverstand lassen sich die Vierbeiner zu loyalen, anhänglichen Begleitern erziehen. Im Alltag zeigt sich der Boxer als wachsam, selbstbewusst und neugierig. Fremde werden zunächst mit Misstrauen begrüßt, müssen aber keinerlei Angst haben, wenn sie gute Absichten haben.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer Schulterhöhe von bis zu 55 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm gehört der Boxer zu den mittelgroßen Hunderassen. Die kurze Schnauze, die ausgeprägten Lefzen sowie der gut bemuskelte Körper zählen ebenso zu den charakteristischen Merkmalen, wie die kleinen Schlappohren. Das pflegeleichte Fell ist kurz und verfügt über einen natürlichen Glanz. Der Rassestandard erlaubt alle Farben von hellgelb bis rötlich. Auch ein gestromtes Fell ist zulässig.

Labrador

Geschichte und Herkunft

Auf einer Liste über verspielte Hunderassen darf der Labrador nicht fehlen. Ursprünglich stammt der Labrador aus Kanada – Neufundland -. Dort wurden seine Vorgänger beim Bergen der Fischnetze und beim Einfangen verlorengegangener Fische eingesetzt. Als die ersten Exemplare vor etwa 200 Jahren nach England gelangten, erkannte man dort, dass sich die Vierbeiner äußerst geschickt beim Apportieren anstellten. Die Wasseraffinen Hunde sind sehr ausdauernd bei der Arbeit und durch ihr weiches Maul wird die Beute kaum beschädigt. Es ist also nicht verwunderlich, dass aus dem Labrador ein besonders beliebter Begleiter bei der Entenjagd wurde. Seit 1954 gilt der Labrador als offiziell anerkannte Hunderasse.

Wesen und Erziehung

Der Labrador ist nicht nur für seine unermüdlichen Leistungen beim Apportieren, sondern auch für seinen Will to Please bekannt. Dank ihres ausgeprägten Arbeitseifers lassen sich die Hunde von engagierten Anfängern gut erziehen. Menschen und Artgenossen gegenüber verhält sich der Labrador uneingeschränkt freundlich. Um sich wohlzufühlen, benötigen die intelligenten Vierbeiner geistige und körperliche Beschäftigung. Bei Hundesportarten wie Agility, Mantrailing oder Dog Diving kann der verspielte Labi zeigen was in ihm steckt. Da viele Labradore zu Übergewicht neigen sollte man bei den Belohnungen auf Fettarme Leckerlies zurückgreifen.

Äußeres Erscheinungsbild

Das im Labrador Molosserblut fließt, kann man bereits am äußeren erkennen. Der kräftige Körperbau passt zum breiten Schädel der Vierbeiner und sorgt für eine imposante Erscheinung. Während Rüden ein Stockmaß von bis zu 57 Zentimetern erreichen, liegt die Schulterhöhe von Hündinnen zwischen 47 und 52 Zentimetern. Labradore haben einen tiefen Brustkorb, kurze Schlappohren sowie eine sogenannte Otterrute, welche zum besseren manövrieren beim Schwimmen dient. Das kurze Fell ist hart und mit einer sehr dichten Unterwolle versehen, die den Labrador vor Feuchtigkeit schützt. Je nach Zuchtlinie ist der Labbi entweder schwarz, beige oder braun gefärbt.

Australian Shepherd

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte dieser verspielten Hunderasse begann ursprünglich in den USA. Dort wurden die Hütehunde insbesondere von der ländlichen Bevölkerung sehr geschätzt. Man nimmt an, dass die Vorfahren des Australian Shepherds an der Seite australischer Einwanderer nach Amerika kamen. Einige von diesen nahmen neben ihren Hunden auch ihre Schafe mit, welchen die Rasse höchstwahrscheinlich ihren Namen verdankt. Allgemein bekannt wurde der Australian Shepherd in den 50er Jahren, nachdem einige Rassevertreter ihr können bei Rodeo Shows präsentierten. Auch hierzulande erfreut sich der Australian Shepherd seit jeher großer Beliebtheit.

Wesen und Erziehung

Unter Hundefreunden gilt der Australian Shepherd als verspielter, lernwilliger und fokussierter Hund. Mit dem richtigen Beschäftigungsprogramm zeigen sich die Vierbeiner als freundlich und unausgeglichen. Unbekannte Personen werden misstrauisch beäugt und dank des ausgeprägten wachtriebs frühzeitig angezeigt. Da der Australian Shepherd unbedingt eine konsequente und klare Führung benötigt ist er nichts für Anfänger. Hunde, die nicht regelmäßig beim Agility oder anderen Aktivitäten gefordert werden, entwickeln häufig Verhaltensauffälligkeiten.

Äußeres Erscheinungsbild

Australian Shepherds kommen auf eine Schulterhöhe von bis zu 58 Zentimetern und werden bis zu 30 Kilogramm schwer. Zu erkennen ist der Australian Shepherd unter anderem an seinem athletischen Körperbau und seinem markanten Fell. Dieses ist meistens leicht gewellt und entweder rot, schwarz, red-merle oder blue-merle. Damit es nicht verfilzt sollte man das Fell regelmäßig kämmen und bürsten. Ein weiteres Merkmal stellen die blauen/bernsteinfarben Augen dar. Die Kippohren sind leicht abgerundet und stets aufmerksam.

Golden Retriever

Geschichte und Herkunft

Wenn Sie nach einer unkomplizierten und verspielten Hunderasse suchen, kommen Sie nicht drumherum, sich mit dem Goldie zu beschäftigen. Der Urvater dieser aus England stammenden Hunderasse ist Sir Dudley Majoribanks. Dudleys Ziel war es, einen Apportierhund für die Jagd zu erschaffen. Hierzu kreuzte er einen gelben Wavy Coated Retriever mit einer Tweet Water Spaniel Hündin. Darüber hinaus kreuzte er später Irish Setter und sogar Bluthunde ein. Von Dodleys Zuchtbeginn im Jahr 1864 bis hin zur Offiziellen Anerkennung durch die FCI vergingen 49 Jahre.

Wesen und Erziehung

Es gibt wohl kaum eine Hunderasse, die so verspielt ist, wie der Golden Retriever. Viele Rassevertreter apportieren ihr Lieblingsspielzeug bis ins hohe Alter und zeigen sich immer gut gelaunt. Aufgrund der grundlegend freundlichen Einstellung, die der Goldie Menschen gegenüber hat, ist er als Wachhund geeignet. Wer sich jedoch einen treuen, sanftmütigen Familienhund wünscht, der sich leicht erziehen lässt und gern überall dabei ist, wird sich dem Charm des Goldies nur schwer entziehen können.

Äußeres Erscheinungsbild

Das der Golden Retriever so begehrt ist, liegt nicht zuletzt an seinem beeindruckenden Erscheinungsbild. Das goldfarbene, mittellange, wellige Fell sorgt für einen nahezu majestätischen Auftritt, welcher durch den athletischen Körperbau zusätzlich unterstrichen wird. Der Rassestandard schreibt eine Widerristhöhe von maximal 61 Zentimetern für Rüden vor. Hündinnen sind wie üblich etwas kleiner. Erwachsene Hunde erreichen ein Gewicht zwischen 30 und 42 Kilogramm.

Welsh Corgi

Geschichte und Herkunft

Wie es der Name erahnen lässt, stammt der Welsh Corgi aus Wales/England. Ursprünglich dienten sie als Arbeitshunde der Bauern. Sie beschützten die Ländereien und halfen beim Treiben der Rinder. Um diese davon zu überzeugen in die gewünschte Richtung zu laufen setzt der Welsh Corgi seine Zähne ein. Er beißt dem Rind in die Fesseln und weicht dem darauffolgenden Tritt des Rindviehs geschickt aus, indem er sich abduckt. Hierbei kommt den Hunden ihre Kurzläufigkeit entgegen. Heutzutage wird der Corgi in zwei Varianten – Cardigan und Pembroke – gezüchtet. Obwohl sogar die Queen zeitweilig mehrere Corgis hatte, ist die Rasse außerhalb Englands selten.

Wesen und Erziehung

Corgis sind smarte, arbeitsfreudige und aktive Hunde, mit einem ausgeprägten Schutztrieb. Wenn man nicht möchte, dass einem der Corgi auf der Nase herumtanzt, sollte man ihn mit der nötigen Konsequenz erziehen. Ein gut trainierter Corgi, ist ein anpassungsfähiger Begleiter, auf den man sich verlassen kann. Es ist jedoch wichtig ein Rassegerechtes Entertainmentprogramm für den Corgi zu entwickeln. Die verspielten Hunde lassen sich leicht begeistern und lernen neue Tricks innerhalb kürzester Zeit. Unausgelastet kommt es schnell zu unerwünschten Verhaltensweisen. Hundeanfänger, die sich einen Corgi wünschen, sollten ausreichend Engagement mitbringen.

Äußeres Erscheinungsbild

Corgis sind kleine Hunde mit auffällig kurzen beinen und einem kräftigen Körperbau. Die beiden Varianten Pembroke und Cardigan kann man unter anderem anhand der Länge der Rute voneinander unterscheiden. Das Fellkleid der Hunde ist mittellang und hat viel Unterwolle. Während beim Cardigan viele verschiedene Farben erlaubt sind, dürfen Pembrokes ausschließlich rötliches Fell haben. Um dem Rassestandard zu entsprechen, muss die Schulterhöhe zwischen 25 und 30 Zentimetern liegen. Das Maximalgewicht erwachsener Hunde beträgt 12 Kilogramm.

Jack Russell

Geschichte und Herkunft

Weil wir keine Hunderasse kennen, die so verspielt ist wie der Jack Russell, konnten wir Ihnen diesen nicht vorenthalten. Ursprünglich kommt die Hunderasse aus England. Hinweise auf eine Existenz ähnlicher Hunde gehen auf das alte Rom zurück. Bereits damals hielt man sich die kleinen Terrier, um diese auf Füchse und Hasen abzurichten. Mit der gezielten Reinzucht der Hunde begann der englische Pastor „Parson Jack Russell“, der selbst passionierter Jäger war.

Wesen und Erziehung

Temperamentvoll wie der Jack Russell Terrier ist, könnte er durchaus auch aus Spanien stammen. Die aktiven Hunde erfordern viel Aufmerksamkeit und geben sich mit kurzen Spaziergängen durch den Park nur selten zufrieden. Insbesondere Rüden neigen zu einer extremen Dominanz und geraten dabei schnell mit anderen Hunden aneinander. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Jack Russell Terrier anzuschaffen, sollte aktiv, konsequent und durchsetzungsstark sein. Entsprechend erzogen bekommt man einen wachsamen, verspielten Hund mit dem einem nie langweilig wird.

Äußeres Erscheinungsbild

Nicht nur charakterlich ist der Jack Russell durch und durch Terrier. Auch von außen kann man den Jack Russell klar als Arbeitsterrier identifizieren. Die kurzen Beine stellen einen Vorteil bei der Arbeit unter der Erde dar. Der Körper ist an den richtigen Stellen bemuskelt und kompakt proportioniert. Ob das Fell glatt-,rau- oder stichelhaarig ist hängt von der Zuchtlinie ab. Es ist überwiegend weiß und mit schwarzen/lohfarbenen Abzeichen versehen. Bei einer Widerristhöhe von 25 bis 30 Zentimetern bringen die Vierbeiner bis zu 6 Kilogramm auf die Waage.

Französische Bulldogge

Geschichte und Herkunft

Obwohl sie deutlich kleiner ist, reiht sich die Französische Bulldogge neben Mastiff, Bordeaux Dogge und Co in die Reihe der Molosser ein. Mit der gezielten Reinzucht der Vierbeiner begann man erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der offizielle Rassestandard stammt aus dem Jahr 1888. Bei den ersten englischen Hundeausstellung an denen Französische Bulldoggen teilnahmen, wurden die Rassevertreter vor Ort mit englischen Bulldoggen verwechselt und dementsprechend schlecht beurteilt. Heutzutage gilt die Französische Bulldogge weltweit als beliebter Begleithund. Zu den prominenten Fans der verspielten Hunderasse gehören Sängerin Madonna und Schauspieler Hugh Jackman.

Wesen und Erziehung

Die Französische Bulldogge wickelt sogar Hundeskeptiker um den Finger. Mit ihrer freundlichen, verspielten und witzigen Art eignen sich die Vierbeiner gut als Familienhunde. Mit anderen Haustieren sowie anderen Hunden im Haushalt hat die Französische Bulldogge in der Regel kein Problem. Auch darüber hinaus sind die anpassungsfähigen Fellnasen eher unkompliziert. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass man die Erziehung schleifen lassen kann. Man benötigt aber keine besonderen Vorkenntnisse, so dass sich die Rasse für Anfänger empfiehlt.

Äußeres Erscheinungsbild

Typisch für die Französische Bulldogge sind die großen Fledermausohren, die einen in Verbindung mit dem niedlichen Gesicht leicht zum Lachen bringen können. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 35 Zentimetern und etwa 13 Kilogramm Körpergewicht gehört sie zur Kategorie der kleinen Rassen. Leider werden immer noch Hunde mit einer zu kurzen Schnauze gezüchtet. Züchter, denen die Gesundheit der Hunde egal ist, sollten Sie meiden und gegebenenfalls melden. Das enganliegende Fell ist kurz, pflegeleicht und kann diverse Farben haben.

Portugiesischer Wasserhund

Geschichte und Herkunft

Der portugiesische Wasserhund ist sehr selten. Nicht nur rein optisch ähnelt er dem Pudel. Auch genetisch ist er mit der seinem französischen Artgenossen verwandt. Erste Hinweise auf eine Existenz des Wasserhundes stammen aus dem Jahr 1297.  In der Vergangenheit halfen die Vierbeiner den Fischern des Mittelmeers beim Ausbringen und Einholen der Netze. Anschließend bewachten die Hunde den Tagesfang. Als offiziell anerkannt gilt der Portugiese seit 1955. Als Obama mit seinem Wasserhund Bo ins weiße Haus einzog kam es zu einem wahren Run auf die Hunderasse.

Wesen und Erziehung

Seinen Platz auf unserer Liste verspielter Hunderassen hat sich der Portugiesische Wasserhund redlich verdient. Dank seiner freundlichen Art und seiner hohen Ausdauer macht es viel Spaß mit dem Wasserhund zu arbeiten. Die Unermüdlichkeit der Rasse beim Training ist wahrlich einzigartig. Zudem ist es faszinierend zu sehen, wie schnell die intelligenten Vierbeiner lernen. Wenn der Wasserhund genügend gefordert wird und regelmäßig schwimmen darf, fühlt er sich am wohlsten. Um Kinder oder weitere Haustiere muss man sich als Halter keine Sorgen machen.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit bis zu 57 Zentimetern Widerristhöhe und einem Gewicht von etwa 27 Kilogramm ist der Portugiese ein mittelgroßer Hund. Sein Fell ist entweder einfarbig schwarz, weiß, braun oder mehrfarbig. Bei einigen Rassevertretern ist es gelockt. Bei anderen eher wellig. Da der Portugiesische Wasserhund keine Unterwolle hat und nicht haart ist er ideal für Allergiker.

Weitere Beiträge
Menü