Tamaskan

Tamaskan steht am Waldrand Sonnenuntergang

Der Tamaskan ist ein echter Hingucker. Ob es sich beim Tamaskan tatsächlich um einen Wolfshund handelt, was man bei der Erziehung beachten sollte und wie Sie Ihren Tamaskan am besten ernähren verraten wir Ihnen in diesem Artikel. 

Herkunft: Finnland
FCI: -
Gewicht: 25 - 50 Kg
Widerristhöhe: 61 - 84 cm
Lebenserwartung: 14 Jahre
Fellfarbe: Wolfsgrau, rot-grau, schwarz-grau
Besonderheiten: Dem Wolf sehr ähnlich

Geschichte

Tamaskan kommt aus der Sprache der nordamerikanischen Ureinwohner und bedeutet „mächtiger Wolf“. Die Geschichte des Tamaskan ist erst relativ neu geschrieben. Das Ziel dieser Züchtung ist es, aus der Kreuzung verschiedener Haushundrassen, zu einem wolfsähnlichen Phänotyp zu gelangen, welcher die Eigenschaften des Haushundes besitzt.

Diese vom FCI leider noch nicht anerkannte Hunderasse stammt aus Finnland. 

Geschichtlich wurden in den achtziger Jahren Schlittenhunde aus den USA nach England importiert und dort mit Huskies, Schäferhunden und kanadischen Eskimohunden gekreuzt. Die daraus hervorgegangenen Nachkommen wurden nach Finnland gebracht und dort weiter gezüchtet. Zunächst bestehende gesundheitliche Probleme bei einzelnen Würfen wurden durch intensive Unterstützung der Interessengemeinschaft  Tamaskan, kurz IG-Tamaskan, gezielt entgegengewirkt, so dass heute von einer gesunden Zucht dieser ansprechenden Hunderasse die Rede sein kann.

Äußeres Erscheinungsbild

Das äußere Erscheinungsbild dieser edlen Hunderasse gleicht der eines Wolfes. Der Tamaskan besitzt einen athletischen Körperbau. Seine Rute ist buschig angelegt. Mit einer Widerresthöhe von 63-84cm bei Rüden und 61-71 cm bei Hündinnen. Das dicke, raue Fell variiert zwischen Wolfsgrau, Rot-Grau und Schwarz-Grau. Die aufgerichteten Ohren sind mittelgroß. Das Gesicht ziert die charakteristische Wolfsmaske. Der Nasenspiegel ist schwarz. Seine Augen können bernsteinfarben, gelb oderbraun sein.

Interessant ist, das der Tamaskan analog zum Wolf ein Scherengebiss aufweist. Aufgrund dieser Zahnstellung kann er Knochen und Fleisch besonders gut  zerkleinern.

Wesen

Der Tamaskan ist eine sehr temperamentvolle und intelligente Fellpfote. Seinen Besitzern gegenüber verhält er sich stets loyal und zugewandt, so dass man ihn ihm einen wundervollen Begleiter und Partner haben kann.

Allerdings sollten einem bestimmte Besonderheiten des Tamaskans bewusst sein und es gilt diese mit in seinen Entscheidung zum Kauf dieses Hundes einzuplanen. So ist der Tamaskan ein recht eigenständige Persönlichkeit, der nicht unbedingt gehorsam ist, wenn bestimmte Verhaltensweisen für ihn keinen Sinn ergeben. Daher wird er auch oft als stur bezeichnet.

Ferner ist der Tamaskan aufgrund seines genetischen Hintergrundes ein ausgesprochenes Rudeltier und sollte nach Möglichkeit zumindest mit einem zweiten Artgenossen gehalten werden. Tamaskane bleiben nicht gerne alleine und versuchen dann schon mal einen Ausbruchsversuch bzw. dekorieren die Wohnung um, welches nicht immer den Geschmack des Besitzers trifft.

Ein gut sozialisierter Tamaskan verträgt sich gut mit Kindern, anderen Hunden und unterschiedlichen Haustieren. Der Tamaskan ist kein Stadt- und Wohnungshund. Sie benötigen ausreichend Auslauf, zum Beispiel in einem Haus mit Garten. Aktivsportarten wie Agility Training oder Canicross sind sehr zu empfehlen. Der angeborene Jagdtrieb des Tamaskans kann durch Trainingseinheiten, wie zum Beispiel Schleppleinentrainig, in geregelte Bahnen gelenkt werden. 

Viele Tamaskane  heulen mehr als das sie bellen. Ihre Körpersprache in Bezug auf Mimik und Körperhaltung ist sehr vielfältig, so dass man mit diesen intelligenten Fellnasen gut kommunizieren kann.

Tamaskane sind wundervolle Hunde, die allerdings nicht für Anfänger geeignet sind.

Erziehung

Tamaskane sind wie andere Wolfshundrassen Spätentwickler und erst mit ca. drei Jahren körperlich und geistig ausgereift. Während seiner Pubertätsphase testet der Tamaskan seine Grenzen aus und es kann innerhalb dieser Zeit zu Trainingsrückschritten kommen. Tamaskane benötigen eine konsequente, klar strukturierte Erziehung. Schwächen innerhalb der Erziehung nutzt diese Fellnase rasch aus und übernimmt die Führung. 

Eine Welpen – und Junghundschule ist empfehlenswert, um ihre Sozialisierung zu vervollkommnen. Abgesehen von den Grundkommandos sollte der Tamaskan beizeiten auf das Rückrufkommando trainiert werden, um seinen Jagdtrieb unter Kontrolle zu halten. 

Zur Auslastung des Tamaskans empfehlen sich wie oben erwähnt Agility Training, Turnierhundesport oder Zughundesport. 

Rassetypische Krankheiten

Tamaskane sind in der Regel robuste, witterungsresistente Hunde. Sie werden vom Züchter auf HD / Hüftdysplasie und ED / Ellbogendysplasie  als auch auf Zwergenwuchs untersucht.  Bei einigen Hunden wurde Epilepsie diagnostiziert. Diese Linien werden nicht weiter verpaart. Sonst zeigt diese noch junge Hunderasse keine auffälligen Krankheitsbilder.

Wie alt werden Tamaskane?

Tamaskane können zwischen 14-16 Jahre alt werden.

Ernährung

Tamaskane benötigen hochwertiges, proteinreiches Futter.  Beim Welpen sollten eine Futtermischung aus ausreichend Eiweiß, Mineralien, Omega-Fettsäuren,  und Lachsöl enthalten, die den Knochenaufbau fördern. Ihr Züchter wird sie dahingehend beraten. Ältere Hunde benötigen Futter welches Gelenke und Organe schont. Hochwertiges Dosenfutter kann verfüttert werden Das Barfen ist für diese Hunderasse ebenfalls eine geeignete Ernährungsform. 

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – Wirestock

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