Spanische Hunderassen

Insgesamt kommen 23 Hunderassen aus Spanien. Auch wenn nicht alle davon international anerkannt werden, stellen diese einen Teil der spanischen Geschichte dar. Um Ihnen einen ersten Überblick über die verschiedenen spanischen Hunderassen zu geben möchten wir Ihnen im folgenden Artikel 8 verschiedene Rassen vorstellen. So können Sie in Ruhe überlegen ob- und wenn ja welche spanische Hunderasse zu Ihnen passt.

Spanischer Mastiff

Der spanische Mastiff (Mastin Espanol) wurde bereits während des 12. Jahrhunderts als Herdenschutzhund eingesetzt. Die Vorfahren der kräftigen, eindrucksvollen Vierbeiner wurden von griechischen- und phönizischen Seefahrern nach Spanien gebracht.

Bei den Schäfern Spaniens hatten die Hunde seit jeher einen hohen Stellenwert.

Es galt als großes Privileg einen spanischen Mastiff halten zu dürfen und jeder der seinen Mastin schlecht behandelte musste mit empfindlichen Strafen rechnen.

Während die Hunde im europäischen Ausland eher selten anzutreffen sind, werden sie in Spanien bis heute zum Bewachen der Schafsherden verwendet.

Der spanische Mastiff ist ein unabhängiger Hund, der über sehr territorial veranlagt ist und über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt sowie einen starken Willen verfügt.

Das maximale Körpergewicht des spanischen Mastiffs ist mit bis zu 100 Kilogramm wahrlich stattlich. Auch die Widerristhöhe von bis zu 90 Zentimetern passt zu dem eindrucksvollen Eindruck, den die Hunde hinterlassen, wenn sie an einem vorbeilaufen.

Spanischer Wasserhund

Das besondere am Spanischen Wasserhund ist das außergewöhnliche lockige Fell, dass von der Struktur her an Wolle erinnert und im nassen Zustand in langen Kordeln herunterhängt.

Die Rasse wurde gezüchtet, um auf den Farmen als Arbeitshund zu helfen. So halfen die spanischen Wasserhunde nicht nur beim Hüten der Tiere, sondern auch bei der Bekämpfung von Ratten und anderen Schädlingen. Da der Spanische Wasserhund über herausragende Schwimmfähigkeiten verfügt wurden die Vierbeiner zudem als Apportierhunde bei der Jagd auf Wasservögel und zum Einholen der Netze auf Fischerbooten verwendet.

Spanische Wasserhunde verfügen über ein hohes Energielevel, sind wachsam und hochgradig intelligent. Ohne die richtige Sozialisierung kann es zu Problemen mit fremden Menschen und/oder Artgenossen kommen.

Der Spanische Wasserhund ist mit bis zu 50 Zentimetern Widerristhöhe ein Hund mittlerer Größe. Sie wiegen bis zu 23 Kilogramm und haben einen athletischen Körperbau.

Katalanischer Schäferhund

Das es sich beim Katalanischen Schäferhund um eine spanische Hunderasse handelt verrät bereits der Name.

Ursprünglich wurden die mittelgroßen Hunde von katalanischen Hirten gehalten, die die Vierbeiner zum Schutz und zum Treiben ihrer Herden einsetzten. Als Schutz gegen das raue Klima in den Bergen ist das dichte Fell der Hunde optimal geeignet.

Außerhalb ihres Herkunftslandes ist der Katalanische Schäferhund nahezu unbekannt. In Spanien hingegen werden die Vierbeiner bis heute als hochintelligente und zuverlässige Arbeitshunde geschätzt.

Wenn der Katalanische Schäferhund keine Aufgabe hat und nicht ausreichend Bewegung erhält kann es schnell zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Da die Hunde über einen ausgeprägten Schutztrieb verfügen sollte man als Halter frühzeitig mit einer konsequenten Erziehung beginnen und auf eine gute Sozialisierung achten.

Für die Haltung in einer Stadtwohnung ist der Katalanische Schäferhund nicht geeignet.

Katalanische Schäferhunde können bis zu 20 Kilogramm schwer werden und erreichen ein Stockmaß zwischen 45 und 55 Zentimeter.

Das lange, vielfarbige Fell gehört zu den charakteristischen Merkmalen der Rasse. Während es auf einige Entfernung beige, sandgelb oder grau aussieht, kann man bei näherer Betrachtung viele unterschiedliche Töne erkennen.

Galgo

Zu einer der wohl bekanntesten Hunderassen aus Spanien zählt zweifelsohne der Galgo.

Dieser sieht dem Greyhound zum Verwechseln ähnlich ist jedoch deutlich kleiner.

Nach Spanien gelangten die Hunde an der Seite der Kelten. Diese setzten bereits um 600 vor Christus auf die Schnelligkeit der Windhunde und verwendeten diese insbesondere bei der Jagd auf Kaninchen.

Ihren Namen haben die Hunde den Römern zu verdanken. Als diese die iberische Halbinsel unter ihre Kontrolle brachten bezeichneten sie die Hunde als „Canis gallicus“ was soviel wie gallischer Hund bedeutet.

Bis heute werden Galgos zur Hasenjagd eingesetzt.

Wie die Podencos werden auch viele Galgos zum Opfer von Misshandlungen durch ihre Halter. Dies ist unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass es sich um sanftmütige, äußerst anhängliche Hunde handelt, die sich bei genügend Bewegung gut als Familienhunde eignen.

Um Zwischenfälle zu vermeiden sollte man als Besitzer eines Galgos von Anfang an einem funktionierenden Rückruf arbeiten.

Galgos sind Windhund-typisch schlank. Dies bedeutet, dass es die Vierbeiner bei einer Schulterhöhe von 70 Zentimetern auf ein Gewicht von Maximal 25 Kilogramm bringen. Der Kopf der Hunde ist lang und schmal. Das Fell ist unterschiedlich gefärbt, ist aber häufig schwarz oder gestromt.

Podenco

Auch der Podenco zählt zu den spanischen Hunderassen. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort „Podenco“ so viel wie Jagdhund.

Im Mittelmeerraum gibt es Podencos in unterschiedlichen Größen und Farben.

Die Geschichte der Hunde reicht bis in die Antike zurück. Bis heute werden die Vierbeiner bei der Jagd auf Kaninchen eingesetzt.

In Ihrem Herkunftsland werden die robusten Vierbeiner leider immer wieder zum Opfer schlechter Halter, die die Hunde teilweise als reines Werkzeug auf der Jagd – und nicht als fühlendes Wesen – ansehen. Dies ist auch der Grund, warum mehr und mehr Podencos durch Tierschutzorganisationen nach Deutschland gelangen.

Als Halter eines Podencos sollte man sich des ausgeprägten Jagdtriebs der Hunde bewusst sein. Darüber hinaus sind Podencos großartige Familienhunde, die sich bei ausreichend Beschäftigung als verspielte, menschenbezogene Begleiter zeigen.

Der Podenco ist von schmaler, sportlicher Statur und kann unterschiedlich gefärbt sein. In der Regel ist das Fell bräunlich oder rötlich und mit weißen Flecken versehen. Zu erkennen sind die Hunde außerdem an den typischen Fledermausohren.

Ibiza Hund

Der Ibiza Hund – oder auch Podenco ibicenco – gehört zu den Podencos.  Ibiza Hunde stammen von den Kanarischen Inseln und gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt.

Ihre Geschichte kann man bis ins alte Ägypten zurückverfolgen. Wie die anderen Podencos wurde auch der Ibiza Hund zur Hetzjagd auf Kaninchen verwendet. Durch ihre Ausdauer und ihre Schnelligkeit waren die Ibiza Hunde hierzu bestens geeignet.

Ihr Jagdtrieb ist den Vierbeinern bis zur heutigen Zeit erhalten geblieben, so dass man einen Ibiza Hund beim täglichen gassigehen gut im Blick behalten sollte, wenn man verhindern will, dass dieser sich auf die Jagd begibt.

Im Umgang mit Fremden sind die Vierbeiner eher zurückhaltend. Auch darüber hinaus lässt sich das Wesen der Hunde als eher ruhig bezeichnen.

Als Familienhunde in einem sportlichen Haushalt fühlen sich Ibiza Hunde sehr wohl. Sie wollen allerdings überall dabei sein und sollten daher nicht zulange allein bleiben müssen.

Bei einer Widerristhöhe von bis zu 64 Zentimetern bringen die Hunde ein Gewicht von 20 – 25 Kilogramm auf die Waage.

Dogo Canario

In seinem Herkunftsland wird der Dogo Canario auch als „Presa Canario“ bezeichnet.

Wie man anhand des äußeren Erscheinungsbildes der Vierbeiner unschwer erkennen kann, wurde der Dogo Canario ursprünglich als Wach- und Schutzhund gezüchtet.

Leider wurden die kräftigen Tiere auch im Rahmen blutiger Hundekämpfe auf Artgenossen und sogar Stiere gehetzt.

Dieser Teil der Geschichte gehört zum Glück der Vergangenheit an. Heutzutage gelten die Hunde als Natursymbol von Gran Canaria.

Presa Canarios haben einen ruhigen Charakter und zeigen sich mit der richtigen Erziehung als sanftmütige, beschützende Familienmitglieder. Als Halter sollte man sowohl über ein gewisses Durchsetzungsvermögen- als auch über Erfahrungen im Umgang mit Hunden verfügen.

Um Auseinandersetzungen mit anderen Artgenossen zu vermeiden empfiehlt sich eine frühe Sozialisierung.

Die kanarische Dogge zeichnet sich durch einen kräftigen Körperbau und einen mächtigen Kopf aus. Bei einer Schulterhöhe zwischen 61 und 68 Zentimetern kommen die Hunde auf ein Gewicht von maximal 55 Kilogramm. Das glatte, kurze Fell kann viele unterschiedliche Farben haben.

Bichon Frise

Viele sind der Ansicht, der Bichon Frise würde aus Frankreich stammen. Dies liegt daran, dass die Hunde dort während des 16. Jahrhunderts äußerst beliebt waren. Die Herkunft des Bichons liegt dennoch auf den Kanarischen Inseln.

Dort begleiteten die Hunde die Seefahrer und dienten als liebevolle Begleiter im Alltag.

Der Bichon Frise ist dafür bekannt ein verspielter, fröhlicher und anpassungsfähiger Familienhund zu sein.

Die Hunde benötigen im Gegensatz zu größeren Hunderassen relativ wenig Auslauf und lassen sich problemlos in einer Wohnung halten.

Das flauschige Fell sollte mehrmals wöchentlich gepflegt werden, damit es nicht verfilzt. Bichon Frises werden höchstens 5 Kilogramm schwer und werden bis zu 28 Zentimeter hoch.

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