Schweizer Hunderassen

Wenn Sie sich über Hunderassen aus der Schweiz informieren möchten oder sich sogar auf der Suche nach einem neuen Vierbeiner befinden sind Sie bei uns genau richtig. Im folgenden Beitrag stellen wir Ihnen 5 Schweizer Hunderassen vor.

Bernhardiner

Geschichte und Herkunft

Eine Schweizer Hunderasse, die nahezu jeder kennt, ist der Bernhardiner. Die genaue Geschichte der Rasse ist nur schwer rekonstruierbar. Die meisten Kynologen sind allerdings davon überzeugt, dass die Rasse ursprünglich vom Molosser abstammen. Diese gelangten bereits vor tausenden von Jahren an der Seite römischer Legionäre nach Europa. Die gezielte Zucht der Hunde begann mit ziemlicher Sicherheit in einem Augustiner Hospiz in den Alpen. Dort gelangten die Bernhardiner als Lawinenspürhunde zu Ruhm und Ehre. Heutzutage gilt der Bernhardiner als Schweizer Nationalhund und erfreut sich sowohl in seinem Heimatland als auch international wachsender Beliebtheit.

Wesen und Erziehung

Trotz seiner massigen Erscheinung handelt es sich beim Bernhardiner um einen sanften Riesen. Mit der richtigen Sozialisierung lassen sich die geduldigen Vierbeiner ohne weiteres als wachsame Familienhunde halten. Bernhardiner sind dafür bekannt eine enge Bindung zu ihrem Halter einzugehen und dessen Nähe zu suchen. Im Alltag zeigen sich Bernhardiner als gemütliche Hunde mit einem liebenswerten Dickkopf. Halter eines Bernhardiners sollten sich nicht nur der Kraft, sondern auch den Bedürfnissen der großen Hunderasse bewusst sein. Bernhardiner benötigen nicht nur eine konsequente Führung, sondern auch ein großes Haus mit Grundstück damit sie sich gut fühlen.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm und einer Schulterhöhe von etwa 90 Zentimetern gehört der Bernhardiner unzweifelhaft zu den XXL Hunderassen. Passend zu ihrem mächtigen Körperbau verfügen die Hunde über einen breiten Schädel und einen ebenso breiten Hals. Das Fell ist je nach Zuchtlinie Stockhaarig oder langhaarig. Es ist entweder weiß mit rotbraun oder rotbraun mit weiß und häufig leicht gewellt. Die buschige Rute wird locker herabhängend getragen.

Appenzeller Sennenhund

Geschichte und Herkunft

Der Appenzeller Sennenhund blickt auf eine lange Geschichte als Bauernhund zurück. Er gehört zur Familie der Schweizer Sennenhunde und wurde von der ländlichen Bevölkerung als Arbeitshund gehalten. Zu den Aufgaben der Hunde gehörte nicht nur die Verteidigung von Haus und Hof, sondern auch das Ziehen leichterer Lasten sowie das Treiben der Milchkühe. In der Schweiz ist der Appenzeller Sennenhund ein beliebter Familienhund. Hierzulande ist die Rasse noch selten anzutreffen, findet aber mehr und mehr Liebhaber.

Wesen und Erziehung

Der Appenzeller Sennenhund ist mutig, aktiv und äußerst menschenbezogen. Er gilt im Allgemeinen als Kinderlieb. Seinen Menschen gegenüber ist der Appenzeller Sennenhund stets loyal. Die ausgeprägte Wachsamkeit des Appenzellers kann dazu führen, dass dieser hin und wieder anfängt zu bellen, wenn sich Besuch nährt. Appenzeller sind nicht nur sehr intelligent, sondern verfügen zudem über einen starken Arbeitswillen dem man als Halter nachkommen sollte. Viele Rassevertreter machen eine gute Figur beim Agility oder ähnlichen Hundesportarten.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm sowie einer Schulterhöhe zwischen 48 und 56 Zentimetern gehört der Appenzeller Sennenhund zu den mittelgroßen Hunderassen. Der Körperbau der Hunde ist muskulös und passt somit perfekt zum agilen Erscheinungsbild. Seine auch als „Posthorn“ bezeichnete Rute trägt der Appenzeller typischerweise zusammengekringelt über dem Rücken. Das stockhaarige Fell muss dem Rassestandard zufolge dreifarbig sein.

Berner Sennenhund

Geschichte und Herkunft

Der Berner Sennenhund dürfte zu den beliebtesten Schweizer Hunderassen zählen. Wie beim Bernhardiner vermutet man, dass auch beim Berner Sennenhund ein verwandtschaftliches Verhältnis zu den kampferprobten Molossern der Römer besteht. In der Vergangenheit erfreute sich der Berner Sennenhund bei den Bauern der Alpen größter Beliebtheit. Diese setzten die kräftigen Vierbeiner als Lasten- und Treibhunde ein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann man mit der Reinzucht der Hunde, die bis heute beliebte Familienhunde sind.

Wesen und Erziehung

Der Berner Sennenhund mag zwar ein wahrer Koloss sein, ist aber ein sanftmütiger Riese, vor dem man nur dann Angst haben muss, wenn man böses im Schilde führt. Im täglichen zusammenleben präsentieren sich die Hunde als anhängliche, ausgeglichene und geduldige Begleiter. Auch wenn man von einem Berner Sennenhund kein „Kadavergehorsam“ erwarten kann, lassen sich die Vierbeiner mit Geduld und Einfühlungsvermögen gut erziehen. Entsprechend sozialisiert kann man die anpassungsfähigen Hunde überall mithinnehmen, ohne negativ aufzufallen.

Äußeres Erscheinungsbild

Vom Aussehen her ähnelt der Berner Sennenhund unzweifelhaft einem großen Teddybären. Während Rüden auf ein Stockmaß von bis zu 70 Zentimetern kommen bleiben Hündinnen mit einer Höhe von bis zu 65 Zentimetern nur unwesentlich kleiner. Das Gewicht ausgewachsener Hunde liegt zwischen 45 und 60 Kilogramm. Typisch für die Rasse ist das lange, dreifarbige Fell, welches schwarz, weiß und braunrot gefärbt ist.

Weißer Schweizer Schäferhund

Geschichte und Herkunft

Auch der als Berger Blanc Suisse bekannte Schäferhund zählt zu den Hunderassen aus der Schweiz. Der Schweizer Schäferhund ist eng mit dem deutschen Schäferhund verwandt und wird seit Ende der 1960er Jahre gezüchtet. Die Zuchtbemühungen begannen, nachdem man weiße Tiere von der Zucht deutscher Schäferhunde ausschloss. Ursächlich hierfür war die Angst vor Erbkrankheiten wie sie bei anderen Hunden mit weißem Fell oft vorkommen. Bis heute scheint es jedoch als wären solche Befürchtungen beim Schäferhund unbegründet.  Seit dem Jahr 2003 gilt der Schweizer Schäferhund auch beim FCI als eigenständige Hunderasse.

Wesen und Erziehung

Vom Wesen her ähnelt der Schweizer Schäferhund seinem deutschen Verwandten. Liebhaber schätzen die Rasse für ihre hohe Auffassungsgabe, ihre Arbeitsbereitschaft und ihre soziale Kompetenz. Der Schweizer Schäferhund eignet sich zwar sehr gut als loyaler Familienhund, muss aber unbedingt gefordert und gefördert werden. Viele Rassevertreter machen beim Hundesport eine gute Figur und freuen sich, wenn Sie an der Seite ihres Menschen die Welt erkunden können. Wie alle Hunderassen sollte auch der Schweizer Schäferhund eine liebevolle, aber konsequente Erziehung erfahren.

Äußeres Erscheinungsbild

Bis auf sein weißes Fell sieht der Schweizer Schäferhund aus wie sein deutscher verwandter. Der Körperbau der Hunde ist kräftig und robust. Tiere, die aus einer guten Zuchtlinie stammen verfügen über eine gerade Rückenlinie sowie eine natürlich angewinkelte Hinterhand. Das dichte Haarkleid benötigt viel Pflege und ist von mittlerer Länge. Die dichte Unterwolle schützt den Schweizer Schäferhund zuverlässig vor Kälte, Regen und Hitze.

Schweizer Laufhund

Geschichte und Herkunft

Der Schweizer Laufhund ist die letzte Schweizer Hunderasse auf unserer Liste. Die Geschichte der Rasse reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits während des 15. Jahrhunderts wurden die Vorfahren des Schweizer Laufhundes zur Jagd eingesetzt. Dabei agierten die Vierbeiner entweder allein oder in einer Meute mit anderen Jagdhunden. In die Schweiz kamen die Hunde mit französischen Soldaten. Durch Verpaarungen mit Porcelaine, Petit Gascon-Saintongeois, Petit Bleu de Gascogne sowie Ariégeois entstand dann schließlich der Schweizer Laufhund wie man ihn heute kennt.

Wesen und Erziehung

Wie man anhand der Rassebezeichnung bereits erahnen kann ist der Schweizer Laufhund ein äußerst aktiver Hund, der viel Auslauf braucht. Für ausgedehnte Wanderungen ist der Schweizer Laufhund folglich ein perfekter Begleiter. Rassevertreter, die eine entsprechende Beschäftigung erfahren dürfen, sind ausgeglichen und liebevoll. Um ein Entlaufen oder gar schlimmeres zu verhindern sollte man als Besitzer eines Schweizer Laufhundes frühzeitig am Jagdtrieb arbeiten. Der eiserne Willen sowie die Eigenständigkeit können einen manchmal zur Weißglut treiben, machen aber auch den Charme der Rasse aus.

Äußeres Erscheinungsbild

Geschlechtsabhängig erreicht der Schweizer Laufhunde eine Schulterhöhe zwischen 46 und 48 Zentimeter. Das optimal Gewicht liegt zwischen 15 und 20 Kilogramm. Das kurze Fell ist nicht besonders pflegeintensiv und hat eine schwarze oder weiß beige Färbung. Ein typisches Erkennungsmerkmal stellen die langen, gefalteten und gedrehten Ohren dar, welche sehr weit hinten angesetzt sind.

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