Schwarze Hunderassen

Sie wünschen sich einen schwarzen Hund oder wollen einfach nur wissen, welche Hunderassen mit schwarzem Fell gezüchtet werden? Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen 8 schwarze Hunderassen vor. 

Affenpinscher

Herkunft und Geschichte

Wie der – offiziell aus Deutschland stammende – Affenpinscher entstand, lässt sich nicht mit abschließender Sicherheit sagen. Fakt ist, dass kleine Hunde mit struppigem Fell früher weit verbreitet waren. Experten sind der Ansicht, dass der Affenpinscher aus Verpaarungen zwischen mopsartigen Hunden und Pinschern hervorging. Erste Abbildungen ähnlich aussehender Vierbeiner wurden schon von Albrecht Dürer angefertigt. Schriftliche Eintragungen über die Existenz des Affenpinschers wurden auf das Jahr 1879 datiert. Während die Hunde früher zur Schädlingsbekämpfung als Haus- und Hofhunde gehalten wurden, gelten Affenpinscher heutzutage als wachsame Familienhunde.

Wesen und Erziehung

Von seinem Wesen her ähnelt der Affenpinscher dem klassischen Pinscher. Unter Hundefreunden gilt der Affenpinscher als wachsamer, loyaler und robuster Vierbeiner mit einer ausgeprägten Neugier. Im Alltag zeigen sich die Hunde als temperamentvolle, ausdauernde Begleiter, die sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit problemlos in einer Stadtwohnung halten lassen. Um sich wohlzufühlen benötigen die Hunde genügend Auslauf. Auch Agility oder beispielsweise Dogdancing sind zur Auslastung des Affenpinschers gut geeignet. Im Allgemeinen gelten die Hunde als leicht erziehbar und sind somit auch für Hundeanfänger geeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer maximalen Schulterhöhe von circa 35 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 3 und 6 Kilogramm ist der Affenpinscher den kleineren Vierbeinern zuzuordnen. Zu den charakteristischen Erkennungsmerkmalen dieser schwarzen Hunderasse zählt die spezielle Kopfform. Affenpinscher haben einen rundlichen Kopf mit einer flachen Nase und einem verkürzten Oberkiefer, der zu einem leichten Vorbiss führt. In Kombination mit einer ausgeprägten Bartbehaarung erinnert das Gesicht des Affenpinschers tatsächlich an das eines Affen. Seine kleinen Ohren sind nach vorne geklappt. Die säbelförmige Rute wird über dem Rücken getragen. Der Körper ist gut bemuskelt.

Groenendael

Herkunft und Geschichte

Die ersten Groenendaels kamen um 1900 in Belgien vor. Offiziell ist der Groenendael eine von vier Varietäten des belgischen Schäferhunds, welche sich ausschließlich durch das Fell voneinander unterscheiden. Als Namensgeber gilt das Dorf „Groenendael“, welches sich unweit von Brüssel befindet. Früher wurden die Vierbeiner – wie der Deutsche Schäferhund – zum Treiben und Beschützen der Vieherden verwendet. Darüber hinaus galten die Hunde als zuverlässige Wachhunde der ländlichen Bevölkerung. Im Jahr 1901 wurde der Groenendael durch die FCI anerkannt. Hierzulande ist die Rasse nur selten anzutreffen.

Wesen und Erziehung

Der Groenendael verfügt von Natur aus über einen starken Schutztrieb. Es liegt in der Verantwortung des Halters diesen durch eine gute Erziehung in die richtigen Bahnen zu lenken. Da unterforderte Exemplare oftmals auffällig werden ist es wichtig, die Hunde körperlich und geistig auszulasten. Hierzu ist der Schutzhundesport ebenso geeignet, wie Obedience oder Agility. Mit der nötigen Beschäftigung ist der Groenendael ein aktiver, freundlicher Vierbeiner, der eine enge Verbindung zu seiner Familie eingeht und absolut zuverlässig ist. Wer mit dem Gedanken spielt einen Groenendael aufzunehmen sollte über ausreichend Erfahrung im Umgang mit Hunden verfügen.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Rassestandard sieht eine Schulterhöhe zwischen 58 und 63 Zentimetern vor. Mit einem Gewicht von bis zu 32 Kilogramm gehört der Groenendael somit zu den mittelgroßen Hunderassen. Das glänzende, dichte Fell der Vierbeiner ist in der Regel komplett schwarz. Ein weißes Abzeichen auf der Brust oder an den Pfoten ist jedoch zulässig. Groenendaels haben einen athletischen Körperbau und einen tiefen Brustkorb. Ihr keilförmiger Kopf mit dem langen Nasenrücken reiht sich nahtlos in das sportliche Erscheinungsbild ein.

Russischer Terrier

Herkunft und Geschichte

Bei dem Russischen Schwarzen Terrier handelt es sich um eine junge Rasse, die in den 1940er Jahren entstand und erst seit 1984 offiziell anerkannt wird. Damals hatte man es sich zum Ziel gesetzt, eine Hunderasse zu erschaffen, die man in allen Klimazonen Russlands als Wach- und Schutzhunde einsetzen konnte. Als Urvater des Russischen Schwarzen Terriers gilt ein Riesenschnauzer. Dieser wurde mit Airedale Terriern und Rottweilern verpaart. Später kreuzte man Schäferhunde, Deutsche Doggen und Schäferhunde ein. Als dann schließlich die ersten Rassevertreter in Gefängniseinrichtungen ihren Dienst taten stellte man schnell fest, dass die Hunde sich nicht für die Zwingerhaltung eigneten und zu aufwendig in der Pflege waren. Heute ist der Russische schwarze Terrier ein beliebter Familienhund.

Wesen und Erziehung

Wenn Sie auf der suche nach einem ruhigen und ausgeglichenen Hund sind, sollten Sie sich näher mit dem Russischen Terrier beschäftigen. Auch wenn die Vierbeiner tief zu schlafen scheinen sind sie stets wachsam und dazu bereit Ihre Familie zu beschützen. Russische Terrier verfügen über eine gewisse Mannschärfe und gehören daher nur in verantwortungsvolle, fachkundige Hände. Während Fremde eher misstrauisch empfangen werden, verhalten sich die Tiere ihrer Familie gegenüber stets sanftmütig. Mit der richtigen Erziehung und der notwendigen Auslastung präsentieren sich die Hunde als zuverlässige, loyale Begleiter mit einem starken Arbeitswillen.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Russische schwarze Terrier dürfte nicht nur auf Passanten, sondern auch auf potenzielle Einbrecher respekteinflößend wirken. Eine Schulterhöhe von bis zu 72 Zentimetern und ein Maximalgewicht von circa 50 Kilogramm machen den Russischen Terrier zu einer der größten schwarzen Hunderassen. Die massiven Pfoten sowie der kräftige Körperbau runden den imposanten Eindruck ab. Dank ihres dichten, enganliegenden Fells haben die Vierbeiner auch mit extrem niedrigen Temperaturen keine Probleme. Besonders markant ist der raue, ausgeprägte Bart und die kleinen dreieckigen Ohren, welche nach vorn gekippt sind.

Labrador

Herkunft und Geschichte

Was wäre eine Liste über schwarze Hunderassen ohne den Labrador? Die weltweit bekannten Vierbeiner stammen aus Neufundland/Kanada und wurden vor ungefähr 200 Jahren nach England gebracht. Dort erwies sich der ursprünglich als Helfer der Fischer eingesetzte Labrador als ausgezeichneter Apportierhund bei der Jagd auf Enten und andere Wasservögel. Auch wenn man es den Hunden nicht ansieht, sind sie eng mit den Molossern verwandt, welche bei der Entstehung – des ebenfalls aus Kanada stammenden – Neufundländers „mitwirkten“. Die Anerkennung des Labradors durch den Welthundeverband fand im Jahr 1954 statt. Unter Hundefreunden gilt der Labrador bis heute als eine der beliebtesten Rassen.

Wesen und Erziehung

Das der Labrador so gefragt ist kommt nicht von ungefähr! Die arbeitswilligen Hunde verfügen über einen ausgeprägten „Will to Please“ und sind sehr sanftmütig. Wenn der Labrador die Beschäftigung erhält, die er benötigt, um sich wohlzufühlen kann er ohne weiteres als anhänglicher Familienhund gehalten werden. Der Labrador ist allen Menschen gegenüber freundlich eingestellt und auch im Umgang mit Artgenossen unproblematisch. Generell lässt sich der Labbi als intelligent, ausgeglichen, liebevoll und ausdauernd beschreiben. Mit dem notwendigen Engagement ist die Rasse durchaus für Anfänger geeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Labrador ist ein mittelgroßer Hund, der eine Widerristhöhe zwischen 50 und 56 Zentimetern erreicht und dabei bis zu 35 Kilogramm schwer wird. Besonders markant ist die spitz zulaufende Otterute, die beim Schwimmen als Steuerruder dient. Labradore sind gut bemuskelte Hunde mit einem tiefen Brustkorb, einem breiten Schädel und großen Hängeohren. Das dichte Fell ist wasserdicht. Es schützt die Vierbeiner vor Wind und Wetter. Es ist entweder schwarz, braun oder gelb gefärbt und pflegeleicht.

Neufundländer

Herkunft und Geschichte

Namensgeber des Neufundländers ist die gleichnamige Atlantikinsel vor der kanadischen Küste. Wie der Labrador wurde auch der Neufundländer als Arbeitshund eingesetzt. Mit ihrer enormen Kraft halfen die Vierbeiner den Fischern beim Einholen der Netze und beim Landen der Boote. Wissenschaftler vermuten, dass die Rasse aus Kreuzungen zwischen den Hunden der Eingeborenen und europäischen Mischlingshunden entstand. Erste Belege für die Existenz des Neufundländers stammen aus dem Logbuch von Kapitän Cartwright, der in seinen Aufzeichnungen über den „Newfoundland dog“ berichtet. Während des 19. Jahrhunderts erfreute sich die Rasse auch in Europa wachsender Beliebtheit.

Wesen und Erziehung

Der Neufundländer ist ein sanfter Riese. Hektik scheint den großen Vierbeinern fremd. Die Hunde scheinen in sich zu ruhen und strahlen eine enorme Gelassenheit aus. Auch wenn der Neufundländer in der Regel sehr gutmütig ist, kann er von jetzt auf gleich auf Angriff umschalten, wenn er seine Familie in Gefahr sieht. Neufundländer sind für ihre kinderliebe, anhängliche Art bekannt. Zudem lieben es die Hunde zu schwimmen und im Wasser zu planschen. Da sie sehr kräftig sind und einen starken Willen haben ist eine konsequente Erziehung unabdinglich. Wie bei allen Hunden sollte man hiermit schon im Welpenalter beginnen. Unserer Meinung nach ist der Neufundländer eine Rasse für erfahrene Hundehalter.

Äußeres Erscheinungsbild

Neufundländer sind massige, große Vierbeiner mit einem gut bemuskelten Körper, einem breiten Kopf und einer langen Rute. Ausgewachsene Rüden kommen auf eine Schulterhöhe von bis zu 72 Zentimetern und bringen bis zu 70 Kilogramm auf die Waage. Hündinnen sind etwas „zierlicher“. Dank ihres dichten, schwarzen oder braunen Fells kommen die Hunde mit extremer Kälte klar. Zudem wirkt das ölige Fell wasserabweisend, so dass die Vierbeiner auch im Winter schwimmen, gehen können, ohne zu frieren. Zwischen den Zehen befindet sich eine Art Schwimmhaut, die für zusätzlichen Vortrieb im Wasser sorgen. Die Pfoten sind auffällig groß.

Mops

Herkunft und Geschichte

Eine schwarze Hunderasse die wahrscheinlich jeder Hundefreund kennt ist der Mops. Während die Rasse lange Zeit extrem selten war, ist der Mops in letzter Zeit immer beliebter geworden. In Asien hingegen werden die Vierbeiner bereits seit Jahrhunderten als Schoßhunde gehalten. Die genauen Wurzeln der Rasse liegen bis heute im Dunkeln. Interessant ist, dass der Mops dem Wolf nähersteht, als beispielsweise der Deutsche Schäferhund. Es gilt allerdings als erwiesen, dass die ersten Möpse schon 1425 in Europa vorkamen.

Wesen und Erziehung

Der Mops ist ein lustiger Hund, der für jeden Spaß zu haben ist und weiß, wie er seinen Halter zum Lachen bringen kann. Die verspielten Vierbeiner sind erstaunlich bewegungsfreudig haben aber kein Problem damit es sich an einem verregneten Nachmittag auf dem Sofa gemütlich zu machen und zu schlafen. Sowohl Fremden Menschen als auch Artgenossen gegenüber tritt der Mops stets aufgeschlossen und freundlich auf. Zu ihrem Halter gehen die loyalen Hunde eine enge Bindung ein. Auch wenn der Mops hier und da etwas eigensinnig sein kann, ist die Rasse gut für unerfahrene Hundefreunde geeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Anhand seines Äußeren Erscheinungsbildes lässt sich der Mops leicht von anderen Hunderassen unterscheiden. Auffällig sind nicht nur die großen, leicht hervorstehenden Augen, sondern auch die kurze Schnauze und der faltige Kopf. Als Käufer eines Mopses sollten Sie jedoch darauf achten, dass diese nicht zu kurz ist. Viele Hunde leiden aufgrund von Überzüchtung unter – zum Teil schweren – Atemproblemen. Das kurze, glänzende Fell des Mopses ist schwarz, gräulich-silber oder Cremefarben. Die kurze Ringelrute ist hoch angesetzt.

Schottischer Terrier

Herkunft und Geschichte

Der Sottish Terrier ist eine von vier schottischen Terrier-Rassen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er eng mit diesen verwandt ist. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen blickt der schottische Terrier auf eine kurze Historie zurück. Hundeexperten sind der Ansicht, dass die ersten Scottish Terrier vor etwa 150 Jahren in der Grafschaft Perthshire gezüchtet wurden. Damals wurden die kräftigen Hunde bei der Jagd auf Kleinwild eingesetzt. Nachdem man den Scottish Terrier auf Hundeausstellungen zu sehen bekam wuchs das Interesse an der Rasse im Ausland. So wurde der Scottish Terrier in den 1930er Jahren zum Modehund und zog an der Seite mehrerer US-Präsidenten ins weiße Haus ein.

Wesen und Erziehung

Der schottische Terrier ist ein ausgeglichener Vierbeiner mit einem würdevollen auftreten und einem ausgeprägten Territorialverhalten. Besucher sowie Fremde werden vom Scottish Terrier frühzeitig registriert und angezeigt. Ein typischer Kläffer ist der kleine Schotte aber nicht. Im Normalfall genießen es die Hunde, wenn sie ihre Ruhe haben. Da die Vierbeiner über einen starken Jagdtrieb verfügen sollte man frühzeitig am Rückruf arbeiten. Wie für Terrier üblich hat auch der schottische Terrier keine Angst vor Konfrontationen mit Artgenossen. Auseinandersetzungen lassen sich jedoch durch eine gute Sozialisierung weitestgehend verhindern.

Äußeres Erscheinungsbild

Der schottische Terrier wird etwa 10 Kilogramm schwer und erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 29 Zentimetern. Das drahtige Fell verfügt über ein dichtes Unterfell, welches die Vierbeiner vor Nässe sowie Kälte schützt. Die großen, spitzzulaufenden Ohren und der prächtige Bart gehören ebenso zu den Erkennungsmerkmalen wie der längliche Schädel und die ausgeprägte Muskulatur. Das Fell der Hunderasse kann schwarz, dunkelbraun aber auch weizenfarben sein.

Puli

Herkunft und Geschichte

Der Puli ist die letzte schwarze Hunderasse auf unserer Liste. Die aus Ungarn stammenden Vierbeiner sind eng mit dem Kommondor verwandt und wurden bereits vor rund 1000 Jahren von den Magyaren – einem nomadisch lebenden Volksstamm gehalten -. Man geht davon aus, dass die Ursprünge der Rasse in Tibet liegen. Darauf deutet unter anderem auch die Ähnlichkeit mit Tibet Terrier hin. Obwohl die Vierbeiner schon seit Ewigkeiten als Hüte- und Wachhunde eingesetzt werden, fand die offizielle Anerkennung der Rasse erst 1935 statt. In Deutschland und den meisten anderen Ländern zählt der Puli zu den Exoten.

Wesen und Erziehung

Im alltäglichen Zusammenleben präsentiert sich der Puli als wachsamer, intelligenter und anhänglicher Hund mit einer hohen Ausdauer und einem starken Willen. Nicht nur sein Grundstück, sondern auch seine Familie beschützt der Puli entschlossen und ohne Rücksicht auf Verluste. Fremde werden vom Puli mit einer gesunden Portion Skepsis begrüßt. Besonders wohl fühlen sich die Vierbeiner, wenn sie einen großen Garten haben, den sie bewachen können. Für die Haltung in einer Stadtwohnung hingegen sind die Hunde eher ungeeignet. Mit der Erziehung des Pulis beginnt man am besten vom Welpenalter an.

Äußeres Erscheinungsbild

Für den Puli sieht der Rassestandard eine Widerristhöhe zwischen 38 und 45 Zentimetern vor. Das Gewicht erwachsener Hunde beträgt bis zu 15 Kilogramm. Erkennbar ist die schwarze Hunderasse an ihrem außergewöhnlichem Fellkleid. Dieses besteht aus sogenannten Zotten oder Schnüren und muss dementsprechend gepflegt werden. Halter eines Pulis sollten darauf achten, dass das Fell weder die Sicht noch die Bewegungsfähigkeit einschränkt. Unter dem Fell versteckt sich ein etwas hagerer, aber gut bemuskelter Körper.

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