Riesenschnauzer auf einer Wiese am Wald

Riesenschnauzer

Im folgenden Beitrag machen wir Sie mit den Besonderheiten des Riesenschnauzers bekannt. Alles was Sie über die Hunderasse wissen müssen erfahren Sie hier. 

Herkunft und Geschichte

Der Riesenschnauzer wird der Familie der Schnauzer und Pinscher zugeordnet. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen aus dieser Familie handelt es sich beim Riesenschnauzer um eine vergleichsweise junge Rasse.

Die Geschichte der Vierbeiner lässt sich ins Jahr 1850 zurückverfolgen. Zu dieser Zeit gelangten große, Schnauzerähnliche Hunde an der Seite ungarischer Hirten nach Deutschland.

Welche Hunderassen bei der Entstehung des Riesenschnauzers eine Rolle spielten lässt sich heutzutage nicht mit Gewissheit sagen. Es gilt jedoch als erwiesen, dass die ersten Riesenschnauzer als Metzger- und Bauernhunde in Süddeutschland lebten.

Die großen Vierbeiner hatten die Aufgabe das Vieh zu treiben und den Hof zu bewachen.

Als man am Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Rassehundezucht begann, fing man mit der Reinzucht der Riesenschnauzer an.

Einer breiteren Masse wurde der Riesenschnauzer erstmalig im Jahr 1909 auf einer Münchner Hundeausstellung präsentiert.

Während des ersten Weltkrieges machte man sich die Tiere als Diensthunde beim Militär zu eigen. Heutzutage wird der Riesenschnauzer nur noch selten von den Behörden eingesetzt. Er gilt aber als weltweit beliebter Familienhund.

Äußeres Erscheinungsbild

Rein äußerlich ist der Riesenschnauzer klar als Mitglied der Schnauzerfamilie zu identifizieren.

Im Gegensatz zu den anderen Schnauzern sticht er insbesondere durch seine stattliche Größe hervor. Die Hunde können eine Widerristhöhe von bis zu 70 Zentimetern erreichen und kommen auf ein Gewicht von 35 bis 46 Kilogramm.

Typisch für den Riesenschnauzer sind unter anderem der längliche Schädel, der ausgeprägte Schnauzbart und das raue Fell. Dieses ist meist reinschwarz und mit einer dichten Unterwolle versehen.

Vom Körperbau her sind die Vierbeiner kräftig. Die Säbelförmige Rute wird aufrecht getragen

Die spitz zulaufenden Klappohren des Riesenschnauzers sind hoch angesetzt.

Wesen

Riesenschnauzer sind loyale Begleiter, die mit ihrem Menschen durch dick und dünn gehen.

Die Hunde sind sehr wachsam und würden sich jederzeit schützend vor ihre Familie stellen. Fremden gegenüber verhalten sich die Wachhunde eher zurückhaltend.

Ängstlich sind die wenigsten dieser stattlichen Vierbeiner. Im Gegenteil! Mit der richtigen Sozialisierung kann man die anpassungsfähigen Hunde nahezu überall mit hinnehmen.

Ausreichend beschäftigt zeigen sich die ausdauernden Riesenschnauzer als verschmuste, kinderfreundliche Familienhunde.

Erziehung

Die Hundeerziehung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders bei einem so kräftigen, wachsamen Hund wie dem Riesenschnauzer ist eine konsequente Erziehung das A und O. Da die Vierbeiner spätreif- und erst mit 2,5 Jahren ausgreift sind, benötigt man als Halter starke Nerven und einen langen Atem. Da Riesenschnauzer sehr gelehrig sind ist das Training mit diesen leistungsbereiten Vierbeinern relativ einfach. Bringen Sie Ihrem Liebling nicht nur „Platz“ und „bleib“ bei, sondern gewöhnen Sie ihn zudem an das Alleinbleiben, den Tierarzt, das Bahnfahren und weitere Situationen des Alltags. In der Welpenschule lernt ihr Riesenschnauzer spielerisch den Umgang mit Artgenossen. So lassen sich speziell bei – zur Dominanz neigenden – Rüden, Raufereien verhindern.

Rassetypische Krankheiten

Vor bestimmten Erkrankungen ist auch der Riesenschnauzer nicht gefeit. Zu den häufiger auftretenden Krankheiten zählen in erster Linie Probleme mit dem Bewegungsapparat. Neben HD, ED und Knorpeldefekten kann es sogar zu Knochentumoren kommen.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass jeder Riesenschnauzer zwangsläufig krank wird.

Hunde, die aus einer guten Zuchtstätte stammen und artgerecht gehalten werden, können ohne weiteres ein gesundes Leben führen.

Um Gelenkproblemen und den damit einhergehenden Schmerzen vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen, Ihren Liebling nicht zu überlasten.

Zu häufiges Treppensteigen, Agility sowie ähnliche Aktivitäten sind Gift für die Gelenke und sollten vermieden werden. Darüber hinaus sollten Sie Ihren Liebling den Vorgaben entsprechend impfen lassen.

Wie alt wird ein Riesenschnauzer?

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Riesenschnauzers liegt zwischen 12 und 15 Jahren. Damit Ihr Riesenschnauzer ein möglichst hohes Alter erreicht raten wir Ihnen dazu, diesen mindestens einmal jährlich durchchecken zu lassen. Auch die Ernährung und die Haltungsbedingungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Lebenserwartung.

Ernährung

Das Thema Hundeernährung ist sehr polarisierend. Während einige Hundeliebhaber seit jeher auf Trockenfutter setzen, schwören andere auf Feuchtfutter oder Barf.

Für welche Ernährungsform Sie sich entscheiden bleibt Ihnen überlassen.

Hilfe bei der Entscheidungsfindung erhalten Sie bei einem Ernährungsexperten für Hunde oder Ihrem Tierarzt.

Sollte Ihr Riesenschnauzer eine Futtermittelallergie haben oder eventuell sogar chronisch krank sein ist das Futter besonders wichtig. Passen Sie das Futter immer an die individuellen Lebensumstände an und führen Sie hin und wieder eine Gewichtskontrolle durch.

Im Alter können Sie Ihrem Riesenschnauzer Grünlippmuschelpulver, Teufelskralle oder CBD-Öl geben, um Gelenkerkrankungen vorzubeugen beziehungsweise bereits bestehende Beschwerden zu lindern.

Was kostet ein Riesenschnauzer?

Der Kaufpreis hängt maßgeblich von der Zuchtstätte ab.

Seriöse Züchter, die mit Leidenschaft und dem notwendigen Sachverstand vorgehen verlangen ungefähr 1350€ bis 1600€ für einen Welpen. Im Preis inklusive ist die Gewissheit, dass das neue Familienmitglied liebevoll aufgezogen wurde. Zudem ist das kleine  Kerlchen bei der Abgabe  bereits gechippt und erstmalig geimpft.

Bei den vermeintlich günstigen Hundewelpen, die immer wieder auf einschlägigen Verkaufsplattformen zu finden sind ist dies nicht  der Fall. Im Gegenteil viele Welpen sind krank und/oder haben Erbkrankheiten, die später zu hohen Tierarztrechnungen führen können.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – Julia_Siomuha

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