Norfolk Terrier

Grossaufnahme von einem Norfolk Terrier

Der Norfolk Terrier ist ein quirliger, liebevoller Zeitgenosse. Alles was Sie über den Norfolk Terrier wissen müssen verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag. 

Herkunft und Geschichte

Bis 1964 galten der Norfolk Terrier und der Norwich Terrier als ein- und dieselbe Rasse. Die beiden sehen sich tatsächlich zum Verwechseln ähnlich, differenzieren sich allerdings durch ihre Ohrform.

Die aus England stammenden Vierbeiner wurden früher als wachsame Schädlingsbekämpfer von der ländlichen Bevölkerung geschätzt. Insbesondere bei der Jagd auf Ratten und Mäuse kann dem Norfolk Terrier so schnell niemand das Wasser reichen.

Im Laufe der Zeit wurde der Norfolk Terrier zu einem beliebten Begleithund und fand schnell seinen Weg in die Städte.

Seit 1954 galt der Norwich als offizielle Hunderasse. Die Anerkennung der kippohrigen Variante durch die FCI erfolgte dann schließlich im Jahr 1962.

Hierzulande übernimmt der seit 1894 bestehende Klub für Terrier die Vertretung der Hunderasse.

Sonderlich verbreitet ist die Rasse in Deutschland jedoch nicht. So werden lediglich 100 Norwich Terrier jährlich registriert.

Nahaufnahme von einem Norfolk Terrier

Äußeres Erscheinungsbild

Der Norfolk Terrier ist ein kleiner Wegbegleiter, der sich mit einem Gewicht zwischen 5 und 7 Kilogramm auch mal schnell auf den Arm nehmen lässt. Die Schulterhöhe liegt je nach Geschlecht und Zuchtlinie bei maximal 26 Zentimetern. Trotz seiner geringen Größe handelt es sich beim Norfolk Terrier um einen robusten, widerstandsfähigen Vierbeiner, der sich dank seines rauen Fells auch bei niedrigen Temperaturen wohlfühlt. Wer sich einen Norfolk Terrier anschaffen möchte, hat die Wahl zwischen folgenden Farben: Grau, rot, schwarz mit Loh, Beige. Das Haupterkennungsmerkmal der Hunde stellen die nach vorne gekippten, V-förmigen Ohren dar, die eng am Kopf anliegen. Die mittellange Rute wird senkrecht getragen.

Wesen

Trotz seiner geringen Größe ist der Norfolk Terrier ein selbstbewusster Hund, der furchtlos durchs Leben geht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Vierbeiner übermäßig dominant sind. Im Gegenteil: Norfolk Terrier zeichnen sich durch ihre liebenswerte, freundliche Art aus, mit der sie Menschen und Artgenossen gegenüber auftreten. Wer sich einen Schoßhund wünscht, sollte sich lieber eine andere Hunderasse suchen. Norfolk Terrier fühlen sich am wohlsten, wenn sie an der Seite ihres Menschen auf Erkundungstour gehen können. Die Hunde genießen das rennen, schnuppern und buddeln an der frischen Luft sowie geistige Herausforderungen. Der durchaus vorhandene Jagdtrieb lässt sich in der Regel gut kontrollieren.

Erziehung

Besitzer kleiner Hunde neigen dazu, die Erziehung auf die leichte Schulter zu nehmen. Damit Ihnen Ihr Norfolk Terrier später nicht auf der Nase herumtanzt, empfehlen wir Ihnen dringend sich von Beginn an mit dem Training und der Sozialisierung Ihres Vierbeiners auseinanderzusetzen. Ohne entsprechende Maßnahmen, wird der Norfolk Terrier schnell das Zepter in die Hand nehmen. Um dies zu verhindern, sollten Sie mit Ihrem Liebling zur Hundeschule gehen und fleißig üben. Mit Geduld, liebevoller Konsequenz sowie Sachverstand entwickeln sich die gelehrigen Kerlchen zu großartigen Alltagsbegleitern. Norfolk Terrier, die nicht ausreichend gefordert werden neigen dazu unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln.

Rassetypische Krankheiten

Norfolk Terrier sind widerstandsfähige Kerlchen.

Wie so manch andere kleine Hunderassen neigen die Vierbeiner zu Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten.

Auch HD sowie Probleme mit den Kniegelenken sind bei den Hunden nicht unüblich.

Neben einer ausgewogenen Ernährung sind sowohl ausreichend Bewegung als auch eine gute Parasitenprävention wichtig.

Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht Ihres Norfolks, schauen Sie sich das Gebiss an und achten Sie auf etwaige Wesensveränderungen.

Bestimmte Erkrankungen können so schnell erkannt und behandelt werden.

Ob Sie mit Ihrem Norfolk häufiger zum Tierarzt müssen, hängt nicht zuletzt von der Genetik ab. Wählen Sie daher einen seriösen Züchter mit entsprechenden Reputationen.

Wie alt wird ein Norfolk Terrier?

Norfolk Terrier können zwischen 12 und 15 Jahre alt werden.

Ernährung

Zum Thema Ernährung hat jeder Hundehalter eine andere Meinung.

Noch bis vor wenigen Jahren machte man sich kaum Gedanken um das richtige Hundefutter oder gar Nahrungsergänzungsmittel.

Heutzutage hingegen haben Hundefreunde die Qual der Wahl.

Um ein gesundes Futter zu finden, dass Ihrem Norfolk Terrier schmeckt sollten Sie sich mit den Inhaltsangaben der verschiedenen Hersteller beschäftigen. Achten Sie auf einen hohen Fleischanteil und auf die Qualität der verwendeten Rohstoffe.

So ist sichergestellt, dass Ihr Liebling alle wichtigen Nährstoffe zu sich nimmt und gesund bleibt.

Zahnfleischentzündungen und Karies können Sie mit Kauknochen vorbeugen. Ein Napf mit sauberem Wasser sollte immer zugänglich sein. CBD-Öl, Bierhefe, Teufelskralle und Co. eignen sich zur Vorbeugung und/oder ergänzenden Behandlung gesundheitlicher Probleme.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – CaptureLight

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