Gut gepflegter Lhasa Apso

Lhasa Apso: Ein tibetischer Klosterhund

Wir haben uns  intensiv mit dem Lhasa Apso beschäftigt und die Ergebnisse unserer Recherche im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst 

Herkunft: Tibet
FCI: Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithund
Gewicht: 5 - 8 Kg
Widerristhöhe: 25 - 28 cm
Lebenserwartung: 12 - 14 Jahre
Fellfarbe: Sandfarben, honigfarben, dunkel-grizzlefarben, rauchgrau, schwarz
Besonderheiten: Alte und seltene Hunderasse

Herkunft und Geschichte des Lhasa Apsos

Beim Lhasa Apso handelt es sich um eine sehr alte Hunderasse, die aus dem tibetischen Hochgebirge stammt.

Bereits vor 2000 Jahren sollen die Hunde in den Klöstern ihres Heimatlandes gelebt haben.

Die Mönche behandelten die kleinen Vierbeiner mit größtmöglichem Respekt und sahen sie als Glücksbringer.

Die Bauern der Region hingegen hielten sich die wachsamen Lhasa Apsos, damit diese ihnen bei der Schädlingsbekämpfung halfen. Außerdem nutzten sie das dichte, flauschige Fell um daraus wärmende Kleidung herzustellen.

Unter der adligen Bevölkerung galt der Lhasa Apso als begehrtes Gastgeschenk.

Als solches gelangten die Hunde bis an den chinesischen Kaiserhof, wo man den Lhasa Apso als „Shi-tzu-kou“ – zu Deutsch Hund aus Tibet stammend“ bezeichnete.

Heutzutage ist der Lhasa Apso auch als Löwenhund bekannt.

So kam die Rasse aus dem Himalya nach Europa

Nach Europa – genauer gesagt England – kamen die ersten Exemplare zu beginn des 20. Jahrhunderts.

Auch der Dalai-Lama brachte einige Lhasa-Apsos mit auf den Inselstaat.

1933 gründete man in Großbritannien den ersten Lhasa-Apso Rasseklub. Am 19.11.1960 wurde die Rasse durch die FCI anerkannt.

Hierzulande werden die Hunde seit den 70er Jahren gezüchtet. Nichtsdestotrotz sind nur wenige Züchter in Deutschland aktiv.

Äußeres Erscheinungsbild

Als Haupterkennungsmerkmal des Lhasa Apsos gilt das üppige Fellkleid der kleinen Vierbeiner. Dieses ist lang, dicht und mit einer Unterwolle versehen, welche die Hunde auch bei Schnee und Kälte warmhält.

Zu den zulässigen Fellfarben zählen beige, grau, braun und schwarz.

Die muskulösen Hinterläufe sowie der kräftige Hals sind unter dem – zum Teil bodenlangen – Fellkleid nicht zu erkennen.

Passend zum restlichen Erscheinungsbild sind auch die langen Schlappohren sowie die kurze Rute stark behaart. Letztere wird in der Regel aufrecht getragen.

Wie groß wird der Lhasa Apso?

Die Schulterhöhe des Lhasa Apsos sollte bei maximal 26 Zentimetern liegen. Das Gewicht beträgt zwischen fünf und acht Kilogramm.

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Wesen

Die wichtigsten Charaktereigenschaften im Überblick:

  • Eigensinnig
  • Aktiv
  • Freundlich
  • Wachsam
  • Clever
  • Verspielt

Lhasa Apsos sind quirlige kleine Hunde, die für jeden Spaß zu haben sind und trotz ihrer Körpergröße über ein gehöriges Selbstvertrauen verfügen.

Obwohl sich die Vierbeiner recht gut führen lassen, haben sie einen starken Willen.

Wer auf der Suche nach einem reinen Schoßhund ist, sollte sich lieber nach einer anderen Rasse umsehen.

Der Lhasa Apso will als vollwertgier Hund wahrgenommen werden und hält bei Spaziergängen ohne weiteres mit größeren Artgenossen mit.

Neben körperlicher Auslastung müssen die lernwilligen Hunde auch mental gefordert werden, damit sie sich wohlfühlen.

Im Alltag zeigen sich Lhasa Apsos als unkomplizierte, anpassungsfähige Begleiter, die eine hohe Bindung zu ihrer Familie eingehen.

Wachsam wie der Lhasa Apso von Natur aus ist, werden Gäste und Fremde an der Tür lautstark angekündigt.

Erziehung

Halter kleinerer Hunde neigen dazu, die Erziehung zu vernachlässigen. Damit Ihnen Ihr Lhasa Apso später nicht auf der Nase herumtanzt, raten wir Ihnen bereits im Welpenalter mit dem Training sowie der Sozialisierung anzufangen.

Bringen Sie Ihrem Liebling bei, was Sie im Alltag von ihm erwarten und gewöhnen Sie ihn an den Umgang mit Artgenossen.

Hierzu empfiehlt sich die Teilnahme an einer Welpenstunde. Dort werden die Hunde unter Aufsicht zusammengelassen, so dass sie spielerisch den konfliktfreien Umgang miteinander lernen.

Rassespezifische Krankheiten

Die raue, unerbittliche Gegend, die der Lhasa Apso seine Heimat nennt, hat die Hunde widerstandsfähig gemacht. Der Lhasa Apso ist Kälte und Hitze gegenüber nicht so empfindlich wie andere Artgenossen. Krank werden die Vierbeiner eher selten.

Es gibt allerdings Hunde, die vom Brachycephalsyndrom betroffen sind. Die auch als „Kurzköpfigkeit“ bezeichnete Brachycephalie ist auf die andauernde Überzüchtung zurückzuführen. Sie hat zur Folge, dass die Nasenlöcher und/oder der Luftröhrendurchmesser zu eng sind.

Dies führt zu teilweise schweren Atemproblemen. Lhasa Apsos mit dem Brachycephaliesyndrom sind nicht so leistungsfähig wie gesunde Hunde. Sie müssen – falls möglich – operiert werden oder sind zu einem Leben mit Handicap verdammt.

Ersparen Sie sich und Ihrem Liebling unnötiges Leid und gehen Sie nur zu einem Züchter, der Wert auf den Gesundheitszustand seiner Welpen legt.

Wie alt wird ein Lhasa Apso?

Lhasa Apsos, die aus einer seriösen Zuchtstätte stammen sind überaus langlebig. Sie können ohne weiteres 15 Jahre und älter werden.

Ernährung

Wie alle anderen Hunde ist auch der Lhasa ein Karnivor. Hauptbestandteil der Ernährung sollte daher Fleisch sein.

Bei der Futterwahl sollten Sie sich nicht von den trügerischen Slogans der Futtermittelhersteller irritieren lassen, sondern die Inhaltsstoffe genau studieren.

Schlachtabfälle, Geschmacksverstärker, Zucker und Co. haben in gesundem Hundefutter nichts zu suchen.

Bei der Portionierung des Futters können Sie sich an den Empfehlungen des jeweiligen Produzenten orientieren. Der exakte Energiebedarf ist vom Alter, dem Aktivitätslevel sowie weiteren Faktoren abhängig.

Gewichtsschwankungen nach oben und unten lassen sich durch regelmäßige Gewichtskontrollen verhindern.

Auf Schweineohren oder einem Stück Rinderkopfhaut kaut der Lhasa Apso gern herum. Entsprechende Kauartikel tragen nicht nur zur Beschäftigung- sondern auch zur Zahnhygiene bei.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com –  f8grapher

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