Japanischer Terrier

Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen den Japanischen Terrier vor. 

Geschichte und Herkunft

Seinen Namen hat der japanische Terrier seinem Heimatsland – den japanischen Inseln – zu verdanken. Dort tauchten sehr ähnliche Hunde erstmalig während des 17. Jahrhunderts auf.

Man geht davon aus, dass der Japanische Terrier ursprünglich aus einer Kreuzung zwischen kleinen, einheimischen Hunden und englischen Foxterriern entstand. Letztere gelangten mit holländischen Handelsschiffen nach Japan. Später wurden außerdem italienische Windhunde eingekreuzt.

Gegen Ende der Meiji-Ära im 19. Jahrhundert galten die Vorfahren der Japanischen Terrier als beliebte Begleiter der reichen und Schönen.

Unter Hundefreunden waren die Vierbeiner auch als „Kobe- oder Mikado Terrier“ bekannt.

Im Jahr 1916 wurde in der Nähre der Region Kobe ein schwarzer Mischling geboren, der aus einer Verpaarung zwischen einem Miniaturbull Terrier und einem Englischen Toy Terrier entstammte.

Dieser Hund Namens Kuro wird heute als direkter Vorfahre aller Japanischen Terrier gehandelt.

1932 gründeten Japanische Hundezüchter den „Nihon Teria Club“.

Die landesweite Verbreitung fand allerdings erst mit der zunehmenden Landflucht statt. Da die kleinen Japanischen Terrier sich gut als Stadthunde eigneten, stieg die Nachfrage stetig an.

Während des zweiten Weltkrieges wäre der Japanische Terrier beinahe ausgestorben. Den Bemühungen engagierter Züchter ist es zu verdanken, dass der fortbestand der Rasse sichergestellt werden konnte.

Die offizielle Anerkennung der Hunderasse durch die FCI fand im Jahr 1964 statt.

Äußeres Erscheinungsbild

Beim Japanischen Terrier handelt es sich um einen kleinen Hund mit einem quadratischen Körperbau.

Die Widerristhöhe der Fellnasen liegt zwischen 30 und 34 Zentimetern.

Typisch für das Äußere Erscheinungsbild sind ein kurzer, muskulöser Rücken, ein kurzes, glänzendes Fell, sowie nach vorne gekippte Ohren.

Der kräftige Hals ist von mittlerer Länge.

Das Fellkleid ist weiß und mit schwarz-Lohfarbenen Abzeichen versehen. Bei japanischen Züchtern hat die Verteilung der Abzeichen Traditionell einen hohen Stellenwert. So stehen Exemplare mit auffällig dunklen, symmetrischen Abzeichen am Kopf besonders hoch im Kurs.

Wesen

Wie es für Terrier üblich ist, handelt es sich beim Japanischen Terrier um einen quirligen, aufgeweckten Zeitgenossen. Im Gegensatz zu manch anderen Terrierrassen ist der Japanische Terrier allerdings wesentlich leichter zu handeln.

Der Japanische Terrier wirkt keinesfalls nervös, ist hoch intelligent und lässt sich leicht motivieren.

Wenn er eine Aufgabe hat, geht er dieser fokussiert nach.

Im Alltag zeigen sich die verspielten Hunde als feinfühlige, harmoniebedürftige Begleiter.

Unter Kennern gilt der Japanische Terrier als Einmannhund, der ausreichend Aufmerksamkeit sowie eine feste Bezugsperson benötigt, an der er sich orientieren kann.

Besucher, die er nicht kennt begrüßt der Japanische Terrier mit einer gewissen Zurückhaltung.

Kinder im Haushalt stellen in der Regel ebenso wenig ein Problem dar, wie Katzen, Meerschweinchen oder andere Haustiere.

Erziehung

Als Anfängerhunde sind japanische Terrier gut geeignet. Da heißt jedoch nicht, dass sich die Erziehung erübrigt. Wie alle anderen Hunde muss auch der Mikado Terrier lernen, was erlaubt ist und was nicht.

Während der Erziehungsphase sollten Sie möglichst konsequent sein und darauf achten, dass alle Familienmitglieder am gleichen Strang ziehen.

Mit ausreichend Training, Einfühlungsvermögen und gegenseitigem Respekt lässt sich der Japanische Terrier ohne weiteres zu einem sozialverträglichen Vierbeiner erziehen.

Unerfahrenen Hundehaltern empfehlen wir den Besuch einer Hundeschule.

Dort bekommt Ihr Liebling Kontakt mit Artgenossen und Sie lernen den richtigen Umgang mit Ihrem Liebling.

Im Rahmen eines Einzeltrainings können Sie und Ihr Trainer gezielt an der Leinenführigkeit, den Grundkommandos und anderen typischen „Baustellen“ arbeiten.

Rassespezifische Krankheiten

Der Japanische Terrier ist grundsätzlich gesund. Mit der richtigen Ernährung und Pflege können die Vierbeiner ein hohes Alter erreichen.

Von Erbkrankheiten wie Sie bei vielen anderen Hunderassen verbreitet sind, wurde der Japanische Terrier dank verantwortungsvoller Züchter verschont.

Besonderes Augenmerk sollten Halter eines Mikado Terriers jedoch auf die Wetterbedingungen legen. Da die Vierbeiner keine Unterwolle- und nur ein sehr dünnes Deckhaar haben, ist es ratsam während der Winterzeit für zusätzliche Wärme zu sorgen. Eine Hundejacke ist ideal geeignet, um Ihren Vierbeiner bei winterlichen Temperaturen warmzuhalten.

Im Sommer empfiehlt es sich die Spaziergänge auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden zu verlegen.

Durch regelmäßige Gesundheitschecks beim Tierarzt lassen sich unentdeckte Erkrankungen diagnostizieren und rechtzeitig behandeln.

Wie alt wird ein Japanischer Terrier?

Japanische Terrier haben eine Lebenserwartung von bis zu 14 Jahren.

Ernährung

Damit es Ihrem Vierbeiner gut geht, sollten Sie ausschließlich hochwertiges Futter verfüttern.

Zudem ist es wichtig, die Ernährung an die individuellen Lebensumstände anzupassen.

Bei der Futterwahl und der Portionierung müssen Aspekte wie das Aktivitätslevel, der Gesundheitszustand sowie das Alter berücksichtigt werden.

Gutes Hundefutter besteht zu einem Großteil aus Fleisch ist – weitestgehend – frei von Getreide und enthält keine chemischen Zusatzstoffe.

Ein Ernährungsberater für Hunde kann Ihnen bei Fragen rund um das Futter behilflich sein.

Insbesondere wenn Ihr Japanischer Terrier unter einer Futtermittelallergie leidet, kann es sinnvoll sein, sich einen Ernährungsplan erstellen zu lassen.

Kauknochen, Leckerlies sowie bestimmte Nahrungsergänzungsmittel ergänzen eine gesunde Ernährung.

Frisches Wasser und ein stets sauberer Napf sind ebenso selbstverständlich, wie eine angemessene Ruhephase nach der Fütterung Ihres Japanischen Terriers.

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