Irische Hunderassen

Sie interessieren sich für Hunderassen aus Irland? Im folgenden Beitrag haben wir die beliebtesten Irischen Hunderassen für Sie aufgelistet

Irish Red Setter

Geschichte und Herkunft

Der Irish Red Setter dürfte wohl eine der bekanntesten irischen Hunderassen darstellen. Zu früheren Zeiten wurden die Vierbeiner als Vorstehhunde bei der Jagd auf Federwild eingesetzt. Die gezielte Zucht des Irish Red Setters fing zu beginn des 19. Jahrhunderts an. Experten gehen davon aus, dass sowohl der aus Frankreich stammende Pointer als auch Pointer zu den Vorfahren des Irish Setters gehören. Der offizielle Rassestandard wurde im Jahr 1886 festgelegt.

Wesen und Erziehung

Fans der Hunderasse schätzen den Irish Red Setter insbesondere für sein sanftes und freundliches Wesen. Irish Red Setter gelten im allgemeinen als treue, arbeitsfreudige und hochintelligente Hunde, die sich gut erziehen lassen. Um den ausgeprägten Jagdtrieb unter Kontrolle zu bekommen sollte man bereits im Welpenalter an einem gutsitzenden Rückrufsignal arbeiten. Mantrailing, Apportiertraining oder ähnliche Aufgaben sind genau das richtige, um die Hunde geistig auszulasten. Ohne entsprechende Beschäftigung fühlen sich Irish Red Setter unwohl und neigen zu Verhaltensauffälligkeiten.

Äußeres Erscheinungsbild

Irish Red Setter erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 67 Zentimetern und bringen bis zu 32 Kilogramm auf die Waage. Wichtigstes Erkennungsmerkmal der Hunderasse stellt das kastanienrote, seidig weiche Fellkleid dar. Dieses ist von mittlerer Länge, glatt und muss regelmäßig gepflegt werden. Das elegante Erscheinungsbild wird durch einen athletischen Körperbau und einen schlanken, länglichen Schädel unterstrichen.

Irischer Wolfshund

Geschichte und Herkunft

Diese Irische Hunderasse zählt zu den größten der Welt. Irische Wolfshunde stammen ursprünglich von den arabischen Windhunden ab. Die Vorfahren des Irischen Wolfshundes wie wir ihn heutzutage kennen gelangten an der Seite keltischer Krieger nach Irland. Während des Mittelalters wurden die Hunde zur Jagd auf Hirsche, Wildschweine und sogar Wölfe abgerichtet. Der Besitz der Hunde war ein Privileg der adligen Bevölkerung, welche sich diese nicht nur zu Jagdzwecken sondern auch als Statussymbol hielten. Infolge der zunehmenden Verbreitung von Schusswaffen wäre die Rasse beinahe von der Bildfläche verschwunden. Engagierte Züchter konnten die Rasse jedoch vor dem Aussterben bewahren.

Wesen und Erziehung

Der Irische Wolfshund ist ein sanfter Riese, der eine enge Bindung zu seinem Halter eingeht und sich aufgrund seiner hohen Reizschwelle sowie seiner ausgeglichenen Art auch gut als Familienhund eignet. Für die Haltung in einer Stadtwohnung sind die Hunde größenbedingt mehr als ungeeignet. Wer seinem Wolfshund ein Haus mit Garten sowie ausreichend Bewegung bieten kann findet einen loyalen Begleiter. Die Erziehung eines Irischen Wolfshundes kann sich aufgrund der ausgeprägten Eigenständigkeit als schwierig erweisen, so dass man als Halter bereits über eine gewisse Erfahrung verfügen sollte. Um bei Spaziergängen ohne Leine keine böse Überraschung zu erleben empfiehlt es sich frühzeitig am ausgeprägten Jagdtrieb zu arbeiten.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer Widerristhöhe von beachtlichen 81 Zentimetern und mehr bei Rüden sowie einem Gewicht zwischen 50 und 65 Kilogramm stellt der Irische Wolfshund eine wahrhaft eindruckserweckende Erscheinung dar. Der Irische Wolfshund verfügt über eine athletische Statur, welche durch den mächtigen Brustkorb und den schmalen Schädel zusätzlich betont wird. Das raue Fellkleid der Hunde ist in den meisten Fällen gräulich gefärbt. Der Rassestandard erlaubt allerdings auch rot, weiß, beige sowie schwarz.

Irish Terrier

Herkunft und Geschichte

Wie man unschwer am Namen erkennen kann handelt es sich beim Irish Terrier um eine Hunderasse mit irischen Wurzeln. In Ihrem Heimatland halfen die Vierbeiner überwiegend bei der Fuchsjagd. Darüber hinaus galten die Hunde als zuverlässige Wächter und Schädlingsbekämpfer auf den Höfen der ländlichen Bevölkerung. Überlieferungen zufolge begann man bereits im Jahr 1847 mit der Zucht des Irish Terrier. Schnell wurden die Vierbeiner auch in England und den USA bekannt. Vertreten wird die Hunderasse bis heute durch den Irish Terrier Club welcher 1879 gegründet wurde.

Wesen und Erziehung

Irish Terrier sind furchtlose Draufgänger mit einem großen Ego. Dies ist auch der Grund, warum es immer wieder mal zu Auseinandersetzungen mit Artgenossen kommen kann, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen. Irish Terrier gelten jedoch nicht nur als Raufbolde, sondern sind darüber hinaus begeisterte Jäger, die keine Gelegenheit für eine Hatz auslassen. Wer seinen Irish Terrier von kleinauf sozialisiert und dazu in der Lage ist, dem Jagdtrieb einen Riegel vorzuschieben erhält einen loyalen, aktiven Begleiter. Für Anfänger stellt diese Hunderasse jedoch eine echte Herausforderung dar.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Irish Terrier ist ein hochläufiger Hund, der eine Widerristhöhe von bis zu 46 Zentimetern erreichen kann. Je nach Geschlecht beträgt das Gewicht zwischen 11 und 13 Kilogramm. Der Körper der Vierbeiner ist gut bemuskelt und trägt zu dem robusten Gesamteindruck bei, den der Irish Terrier hinterlässt. Das kurze, rötliche Fell der Hunde ist extrem dicht und von drahtiger Textur. Rund um die Schnauze bildet sich ein charakteristischer Bart. Zu den weiteren Erkennungsmerkmalen gehören kleine, V-förmige Klappohren sowie große, runde Augen.

Lurcher

Geschichte und Herkunft

Während die anderen irischen Hunderassen auf unserer Liste relativ bekannt sind gehört der Lurcher ganz klar zu den Exoten der Hundewelt. Auch wenn sich die Geschichte der Rasse nicht hundertprozentig nachvollziehen lässt geht man davon aus, dass der Lurcher erstmals von angehörigen des fahrenden Volks gezüchtet wurde. Die Arbeitshunde entstanden aus Verpaarungen zwischen Greyhounds, Collies, Windhunden, Whippets sowie Terriern und halfen unter anderem bei der Hasenjagd. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen gibt es beim Lurcher keine reinrassige Zucht im klassischen Sinne. Stattdessen werden immer wieder Einkreuzungen vorgenommen.

Wesen und Erziehung

Lurcher gelten als freundliche, intelligente Vierbeiner mit einem hohen Aktivitätslevel und einem ausgeprägten Jagdtrieb. Aufgrund ihrer engelsgleichen Geduld sowie ihrer Lernbereitschaft sind die Hunde auch gut für Hundeanfänger und/oder Familien mit kleinen Kindern geeignet. Mit der nötigen Auslastung zeigen sich die Hunde im Alltag als loyale, liebevolle Begleiter. Lurcher die als Welpen entsprechend sozialisiert wurden sind unkompliziert im Umgang mit anderen Hunden.

Äußeres Erscheinungsbild

Ausgewachsene Lurcher erreichen eine Höhe zwischen 68 und 76 Zentimetern. Das Gewicht der Hunde liegt bei bis zu 32 Kilogramm. Wie alle anderen Windhundrassen zeichnet sich auch der Lurcher durch einen schlanken, athletischen Körperbau aus. Die langen Beine und der kräftige Brustkorb lassen erahnen welche Geschwindigkeiten die Vierbeiner beim Toben erreichen können. Das lange, dichte Fell kommt in den verschiedensten Farben. Es ist enganliegend und relativ pflegeleicht.

Kerry Blue Terrier

Geschichte und Herkunft

Der Kerry Blue Terrier stammt aus der gleichnamigen Region „Kerry“ welche sich im Südwesten Irlands befindet. Kerry Blue Terrier wurden als reine Arbeitshunde gehalten. Sie dienten dem Schutz von Hab und Gut, halfen beim Viehtreiben und machten sich als Schädlingsbekämpfer nützlich. Wie genau die Rasse entstand ist ein Rätsel. Es gibt jedoch die Vermutung, dass der Kerry Blue Terrier aus einer Mischung zwischen verschiedenen Terriern und Wolfhounds heraus entstanden sein soll. Auch wenn sich die Rasse relativ langsam verbreitete erfolgte im Jahr 1922 die offizielle Anerkennung des Kerry Blue Terriers durch den American Kennel Club.

Wesen und Erziehung

Kerry Blue Terrier sind als menschenfreundliche, souveräne und wissbegierige Hunde bekannt, die über einen starken Willen verfügen. Entsprechend ihrer ursprünglichen Aufgabe als Hofhunde gelten die Hunde nach wie vor als äußerst wachsam. Besucher sowie vermeintlich verdächtige Aktivitäten werden zuverlässig gemeldet ohne das hierzu ein entsprechendes Training erforderlich wäre. Kerry Blue Terrier brauchen viel Bewegung und sollten beim Hundesport oder während privater Übungseinheiten gefordert werden, um richtig ausgelastet zu sein.

Äußeres Erscheinungsbild

Während Hündinnen eine Widerristhöhe von bis zu 47 Zentimetern erreichen kommen Rüden auf eine Höhe von bis zu 52 Zentimetern. Ausgewachsene Hunde wiegen zwischen 14 und 18 Kilogramm. Der muskulöse Körperbau dieser muskulösen Hunde ist typisch für hochläufige Terrier. Das üppige, leicht gewellte Fell dient als zuverlässiger Wetterschutz und zeigt sich in vielen verschiedenen Blauschattierungen

Irish Water Spaniel

Geschichte und Herkunft

Der Irisch Water Spaniel ist die letzte Irische Hunderasse die wir Ihnen vorstellen möchten. Auch die Entstehungsgeschichte dieser Rasse lässt sich heutzutage nur schwer rekonstruieren. Es gibt Hundeexperten, die glauben, der Irish Water Spaniel könnte ein Verwandter des Pudels und/oder des portugiesischen Wasserhundes sein. Fest steht, dass die Vierbeiner zu früheren Zeiten als Apportierhunde bei der Jagd auf Enten und andere Wasservögel eingesetzt wurden. Mit der gezielten Zucht des Irish Water Spaniels begann man gegen 1830. Im Jahr 1862 erfolgte dann schließlich die Anerkennung durch den British Kennel Club.

Wesen und Erziehung

Der Irish Water Spaniel ist ein ausdauernder, arbeitswütiger Hund mit einem ausgeprägten Schutzrieb und einem gehörigen Dickkopf. Während sich die Vierbeiner fremden gegenüber zurückhaltend verhalten, gehen Sie eine enge Bindung zu ihren Besitzern ein. Damit es nicht zu unerwünschten Verhaltensauffälligkeiten kommt ist eine konsequente Erziehung genauso wichtig wie ein abwechslungsreiches Alltagsprogramm und eine gute Sozialisierung. Irish Water Spaniel die entsprechend aufwachsen zeigen sich im Alltag als liebenswerte Begleiter mit einer hohen Affinität zum Wasser.

Äußeres Erscheinungsbild

Das Markenzeichen des Irish Water spaniels ist ein krauses dichtes Fellkleid, dass an das Fell eines Pudels erinnert und die Hunde auch bei Starkregen weitestgehend trocken hält. Auch der sogenannte „Rat Tail“ gehört zu den Rassemerkmalen. Als solcher wird die Rute bezeichnet, deren Ende fast haarlos wirkt. Dieser Bei einer Widerristhöhe zwischen 53 und 61 Zentimetern kommen ausgewachsene Exemplare auf ein Körpergewicht von bis zu 30 Kilogramm. Dem offiziellen Rassestandard zufolge muss das Fell eine dunkelbraune Färbung haben.

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