Hunderassen mit langen Ohren

Bloodhound

Geschichte und Herkunft

Nicht nur die Ohren-, sondern auch die Geschichte des Bloodhounds ist sehr lang. So werden Bloodhounds seit mehr als 150 Jahren gezüchtet. Ursprünglich stammt die Hunderasse aus Belgien, wo man die Vierbeiner auch „Chien de St. Hubert“ nennt. Als Begründer der Bloodhound-Zucht gelten Mönche aus den Ardennen. Bis heute werden Bloodhounds verwendet um verschollene/flüchtige Personen aufzuspüren. Zudem werden die Hunde seit jeher bei der Jagd eingesetzt. Hierzulande trifft man nur sehr selten auf Bloodhounds.

Wesen und Erziehung

Bloodhounds sind für Ihre ausgeglichene, liebevolle Art bekannt. Viele Halter schätzen die Ruhe, die ein Bloodhound ausstrahlt. Mit dieser ist es jedoch vorbei, sowie der Bloodhound eine Fährte aufnimmt. Es liegt in der Natur der Tiere jeder Spur nachzugehen. Um diesen Trieb in den Griff zu bekommen bedarf es eines konsequenten Trainings sowie einer geeigneten Beschäftigung. Entsprechend ausgelastet zeigt sich der Hubertushund als etwas eigensinniger, aber verträglicher und loyaler Familienhund.

Äußeres Erscheinungsbild

Wenn Sie nach einer Hunderasse mit langen Ohren suchen, werden Sie zwangsläufig über den Bloodhound stolpern. Zu den weiteren Erkennungsmerkmalen zählt eine lose Haut, die zu einer starken Faltenbildung am Hals führt. Das kurze Fell der Hunde ist weich und glatt. Laut Rassestandard sind die Farben „Liver and tan“, „black and ten“ sowie „black“ zugelassen. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 68 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 54 Kilogramm bei Rüden zählt der Bloodhound zu den großen Hunderassen.

Afghanischer Windhund

Geschichte und Herkunft

Wie es der Name bereits erahnen lässt, liegt der Ursprung der Afghanischen Windhunds in Afghanistan. Dort lebten die Vorgänger des Afghanen bereits vor mehreren hundert Jahren an der Seite von Nomaden. Diese setzten die schnellen Vierbeiner in erster Linie bei der Jagd  auf Kaninchen ein. Da es lange Zeit verboten war, Windhunde aus dem Land herauszuschaffen gelangten die ersten Tiere erst im Jahr 1890 nach Europa. Dort nahmen sich englische Züchter den Hunden an. Einige Zeit später entstand der Afghanische Windhund wie wir ihn kennen.

Wesen und Erziehung

Kadavergehorsam darf man von einem Afghanischen Windhund nicht erwarten. Die intelligenten Vierbeiner verfügen über einen starken Willen und sind sehr eigenständig. Entsprechend schwer ist es auch, mit dem stark ausgeprägten Jagdtrieb klarzukommen. Dieser ist auch der Grund dafür, dass die Hunderasse sich eher für erfahrene Hundehalter eignet. Gut erzogene Hunde sind loyal und wachsam. Wird ein Afghanischer Windhund ausreichend ausgelastet verhält er sich zuhause eher unauffällig. Fremde werden vom Afghanen vorsichtig aber in keiner Weise ängstlich unter die Lupe genommen.

Äußeres Erscheinungsbild

Auch der Afghanische Windhund gehört zu den Hunderassen mit langen Ohren. Ausgewachsene Hunde können eine Schulterhöhe von bis zu 73 Zentimetern erreichen. Das Gewicht liegt zwischen 25 und 30 Kilogramm. Die langen Beine sowie der athletische Körperbau lassen erahnen zu welchen Höchstleistungen der Afghane fähig ist. Das dichte Fell der beeindruckenden Vierbeiner ist lang und kann viele verschiedene Farben haben.

Amerikanischer Cocker Spaniel

Geschichte und Herkunft

Eine weitere Hunderasse mit langen Ohren stellt der American Cocker Spaniel dar. Wie bei vielen Rassen lässt sich die Geschichte der Hunde nicht mehr genau rekonstruieren. Es gilt jedoch als erwiesen, dass die Rasse entstand, nachdem amerikanische Züchter anfingen, europäische Cocker Spaniel miteinander zu verpaaren. Zur offiziellen Anerkennung des American Cocker Spaniels als eigenständige Hunderasse kam es im Jahr 1951. Während die Hunde in den USA nach wie vor sehr beliebt sind, kommen sie hierzulande nur selten vor.

Wesen und Erziehung

Der American Cocker Spaniel ist ein intelligenter, freundlicher und aufmerksamer Vierbeiner, der eine enge Bindung zu seinen Menschen eingeht. Obwohl die Hunde für ihre Wachsamkeit berühmt sind, zeigen sie keine Aggressionen. Wenn Sie sich einen American Cocker Spaniel anschaffen möchten, sollten Sie frühzeitig mit der Erziehung beginnen. Der American Cocker Spaniel neigt nämlich dazu eigenständige Entscheidungen zu treffen und verfügt über einen intakten Jagdtrieb, den es zu kontrollieren gilt.

Äußeres Erscheinungsbild

Im Vergleich zu den anderen Spaniels ist der American Cocker Spaniel relativ klein. Bei einem Körpergewicht von etwa 12 Kilogramm erreichen die Hunde eine Widerristhöhe von etwa 38 Zentimetern. Zu den typischen Erkennungsmerkmalen der Hunderasse gehören neben den langen Ohren ein runder Kopf sowie ein kompakter Körperbau. Das üppige Fellkleid ist von mittlerer Länge. Zu den möglichen Färbungen zählen unter anderem schokobraun, Creme, rot und schwarz.

Basset Hound

Geschichte und Herkunft

Die Wurzeln des Basset Hounds liegen in England. Damals wie heute werden die Vierbeiner als Meutehunde bei der Jagd eingesetzt. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Schnelligkeit sind die Hunde dazu in der Lage dem Wild selbst durch dichtes Unterholz zu folgen. Als Vorfahren des Bassets gelten Bloodhounds und aus Frankreich stammende Bracken. Wie viele Hunderassen hat auch der Basset stark unter den Folgen der Überzüchtung zu leiden. Viele Tiere haben extrem kurze Beine, zu viele Falten und leiden unter entsprechenden Folgeerkrankungen. Aktuell versucht man diesen Auswüchsen durch strengere Regulationen bei der Zucht entgegenzuwirken.

Wesen und Erziehung

Basset Hounds lassen es zwar gerne gemütlich angehen, können aber auch voll aufdrehen, wenn Sie einer Fährte nachgehen. Wie alle Meutehunde hat auch der Basset Hound kein Problem mit Artgenossen. Konfrontationen sind aufgrund der hohen Reizschwelle äußerst selten. Bedingungslose Unterordnung ist dem Basset fremd. Die Hunde haben einen starken Willen und neigen dazu Kommandos zu hinterfragen. Wer damit klarkommt und auf der Suche nach einem kinderlieben, loyalen Familienhund ist wird viel Freude am Basset Hound haben.

Äußeres Erscheinungsbild

Beim Basset handelt es sich um eine Hunderasse mit langen Ohren aber kurzen Beinen. Faltige Haut, kräftige Pfoten sowie große Augen gehören zu den weiteren Erkennungsmerkmalen der Vierbeiner. Bei einer Widerristhöhe zwischen 33 und 39 Zentimetern erreichen Bassets ein Gewicht von bis zu 31 Kilogramm. Das glatte, pflegeleichte Fell liegt dicht an und hat eine gröbere Struktur. Dem offiziellen Rassestandard zufolge sind die Hunde entweder dreifarbig (schwarz, weiß, braun) oder zweifarbig (lemon, weiß).

Beagle

Geschichte und Herkunft

Der Beagle ist eine weitere Hunderasse mit langen Ohren, die wir Ihnen unbedingt vorstellen müssen. Obwohl die Rasse offiziell aus England kommt, liegen die Wurzeln des Beagles in Südfrankreich. Dort gab es zur Zeit des 14. Jahrhunderts Jagdhunde, die als Southern Hounds bezeichnet wurden. Beeindruckt von den jagdlichen Fähigkeiten der Vierbeiner gelangten diese an der Seite englischer Soldaten schließlich nach Großbritannien, wo man die Zucht fortführte. Deutlich später (1890) kam es zur Anerkennung des Beagles durch den englischen Kennel Club.

Wesen und Erziehung

Im Allgemeinen gilt der Beagle als anpassungsfähig, verspielt und kinderlieb. Aggressives Verhalten scheint dem Beagle fremd zu sein. Dennoch ist er durchaus wachsam und macht durch lautstarkes Bellen auf sich aufmerksam, sollte ihm etwas nicht geheuer vorkommen. Obwohl Beagle eher unkompliziert sind, sollte man den Jagdtrieb der Vierbeiner nicht unterschätzen. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung vom Welpenalter an ist daher unumgänglich. Fremden gegenüber ist der Beagle aufgeschlossen.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Körperbau des Beagles ist kräftig. Dennoch wirken die Hunde in keiner Weise behäbig. Im Gegenteil! Ein ausgeprägter Brustkorb, sowie große Pfoten und muskulöse Beine geben einen Eindruck davon, zu welchen Leistungen die Vierbeiner fähig sind. Das Fell ist kurz, liegt eng am Körper an und lässt sich leicht pflegen. Die meisten Rassevertreter sind dreifarbig (weiß, hellbraun, schwarz). Es gibt aber auch zweifarbige Beagles mit einem weiß, braunem/rötlichem Fell. Beagle erreichen eine Schulterhöhe zwischen 33 und 40 Zentimetern und können bis zu 18 Kilogramm schwer werden.

Weimaraner

Geschichte und Herkunft

Der Weimaraner ist eine altdeutsche Hunderasse, die nicht nur für seine langen Ohren, sondern auch seine silberne Fellfärbung bekannt ist. Während die Hunde heutzutage als Familienhunde gehalten werden, galt der Weimaraner früher als beliebter Jagdhund. Die ersten Weimaraner kamen aus der gleichnamigen Stadt in Thüringen. Überlieferungen zufolge hielt sich bereits der Großherzog Karl August mehrere Weimaraner. Mit der Hündin von Präsident Eisenhower zog viele Jahre später sogar ein Weimaraner ins weiße Haus ein.

Wesen und Erziehung

Weimaraner sind clevere, arbeitsfreudige und wissbegierige Vierbeiner, die über einen ausgeprägten Will to Please verfügen. Aufgrund ihres starken Schutztriebs und ihrer Kraft gehören die Hunde ausschließlich in verantwortungsbewusste sowie erfahrene Hände. Gut erzogene Weimaraner sind loyale aber nicht unbedingt leichtführige Begleiter. Um sich wohlzufühlen benötigt der Weimaraner ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung. Hunde die nicht ausreichend gefördert werden neigen dazu Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln. Für die Haltung in einer Stadtwohnung ist der Weimaraner nicht geeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Weimaraner ist zweifelsohne eine imposante Erscheinung. In Kombination mit bernsteinfarbenen Augen wirkt das silbergrau schimmernde Fell sehr edel. Der athletische Körperbau und die stolze Haltung der Hunde runden das Gesamtbild ab. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 70 Zentimetern bei Rüden und einem Gewicht zwischen 30 und 40 Kilogramm gehört der Weimaraner eindeutig zu den größeren Hunderassen mit langen Ohren. Das silber- bis mausgraue Fell kann mit weißen Flecken an den Pfoten oder der Brust versehen sein.

Lhasa Apso

Geschichte und Herkunft

Experten gehen davon aus, dass die ersten Lhasa Apsos bereits vor mehreren hundert Jahren als Wach- und Schoßhunde in tibetischen Klöstern lebten. Es ist davon auszugehen, dass der Lhasa Apso vom Tibet Terrier und Tiber Spaniel abstammt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erstmalig Lhasa Apsos nach England gebracht. Obwohl sich die Vierbeiner dort schnell zunehmender Beliebtheit erfreuten fand die offizielle Anerkennung des Lhasa Apsos als eigene Rasse erst 1934 statt. Heutzutage wird der Lhasa Apso von Hundefreunden weltweit geschätzt.

Wesen und Erziehung

Fans der Rasse bezeichnen die Lhasa Apsos nicht ohne Grund als „Little people/kleine Menschen“. Die Hunde können durchaus ein nahezu menschenähnliches Benehmen an den Tag legen. Zu ihrer Familie gehen die Hunde eine sehr enge Bindung ein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Vierbeiner bedingungslos gehorchen. Lhasa Apsos können sehr eigensinnig sein und haben häufig Probleme mit dem Alleinbleiben. Darüber hinaus sind die anpassungsfähigen Vierbeiner unkomplizierte, wachsame und freundliche Begleiter, die sich am wohlsten fühlen, wenn sie bei ihrer Familie sein können.

Äußeres Erscheinungsbild

Neben den langen Ohren zählt insbesondere das üppige Fellkleid zu den Rassetypischen Erkennungsmerkmalen des Lhasa Apsos. Zusammen mit der dichten Unterwolle stellt es einen zuverlässigen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit dar. Dem offiziellen Rassestandard zufolge sind nahezu alle Färbungen zulässig. Mit einer Widerristhöhe von circa 25,5 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 5 und 8 Kilogramm ist der Lhasa Apso insbesondere für all diejenigen interessant die auf der Suche nach einem kleinen Hund sind.

Chihuahua

Geschichte und Herkunft

Um die Geschichte des Chihuahuas ranken sich viele Mythen. Als gesichert gilt, dass die Hunderasse mit den langen Ohren aus Mexiko kommt. Dort gibt es bis heute Wildhunde, die eine gewisse Ähnlichkeit zum Chihuahua aufweisen. Ob Chihuahuas tatsächlich als Opferhunde herhalten mussten oder nicht ist nach wie vor unklar. Fest steht hingegen, dass die ersten Chihuahuas Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA kamen. Von dort aus trat die Rasse ihren Siegeszug rund um die Welt an.

Wesen und Erziehung

Ihrer geringen Größe zum Trotz sind Chihuahuas wachsame und tapfere Vierbeiner, die sich auch von deutlich größeren Artgenossen nicht beeindrucken lassen. Chihuahuas sind bei weitem nicht die kleinen Kläffer, für die Sie häufig gehalten werden. Die intelligenten und energiegeladenen Vierbeiner sind äußerst robust und halten auch bei längeren Spaziergängen problemlos schritt. Wenn Sie sich einen vierbeinigen Begleiter wünschen, der mit Ihnen durch dick und dünn geht, ist ein Chihuahua genau das richtige für Sie. Obwohl sich Chihuahuas größenbedingt leicht führen lassen, sollte man die Erziehung nicht vernachlässigen.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Chihuahua ist ein Hund mit geringer Körpergröße. Der Rassestandard gibt keine Widerristhöhe, dafür aber ein Idealgewicht von 1,5 bis 3 Kilogramm vor. Erkennbar ist der Chihuahua nicht nur an seinen langen Ohren, sondern auch an seinen großen Augen. Je nach Zuchtlinie ist das Fell kurz oder lang. Es kommt in allen erdenklichen Farben und Schattierungen und sollte regelmäßig durchgebürstet werden.

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