Hunderassen für Senioren

Nicht alle Hunderassen sind für Senioren geeignet. Welche Hunderassen für ältere Menschen geeignet sind und warum verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

So wählen Sie einen Hund für ältere Personen aus

Wenn Sie bereits etwas älter sind und sich einen Hund anschaffen wollen oder wenn Sie eine ältere Person kennen, die sich einen Vierbeiner wünscht sollten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien achten:

  • Aktivitätslevel: Ältere Menschen sind häufig nicht mehr so mobil und lassen es bei Spaziergängen gerne ruhiger angehen. Damit es nicht zu Verhaltensstörungen beim Hund kommt, weil dieser unausgelastet ist, empfiehlt es sich einen Vierbeiner zu wählen, der in etwa dem eigenen Aktivitätslevel entspricht.
  • Alter: Überlegen Sie sich genau, ob es unbedingt ein Welpe sein muss. Junge Hunde machen viel Arbeit und benötigen deutlich mehr Beschäftigung als dies bei erwachsenen/älteren Tieren der Fall ist. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich für einen älteren Hund aus dem Tierheim zu entscheiden.
  • Fellpflege: Während die Fellpflege bei einer Französischen Bulldogge oder einem Greyhound relativ unkompliziert ist, machen langhaarige Vierbeiner deutlich mehr Arbeit. Da das Bürsten nicht nur Zeit in Anspruch nimmt, sondern auch körperlich anstrengend sein kann, sollten Sie sich im Vorfeld überlegen ob eine regelmäßige Fellpflege gewährleistet werden kann.
  • Größe: Im Gegensatz zu großen, kräftigen Hunden lassen sich Kleinere Hunde auch dann unter Kontrolle halten, wenn sie mal stärker an der Leine ziehen. Zudem benötigen kleine Hunde weniger Platz und fühlen sich somit auch in einer durchschnittlichen Wohnung wohl. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass so mach kleinerer Vierbeiner dazu neigt unruhig zu sein und viel zu bellen.

Bichon Frise

Geschichte und Herkunft

Der Bichon Frise stellt die erste Hunderasse für Senioren dar, die wir Ihnen vorstellen möchten.

Hunde, die dem Bichon Frise ähnlich sahen, existierten bereits während der Antike. Welche Hunderassen letztendlich an der Entstehung des Bichons beteiligt waren lässt sich heutzutage nicht mit Gewissheit sagen.

Während einige Kynologen vermuten, dass das die Hunde von spanischen Wasserspaniels abstammen gehen andere davon aus, dass der Pudel zu den Urahnen der Rasse zählt.

Nachdem man im Jahr 1933 einen offiziellen Rassestandard für den Bichon Frise wurden die kleinen Vierbeiner immer beliebter.

Wesen und Erziehung

Der Bichon Frise ist nicht nur aufgrund seiner geringen Größe für Senioren geeignet.

Auch das liebevolle, sanfte Wesen der unkomplizierten Hunde passt perfekt zu einem ruhigeren Lebensstil. Bichon Frises lassen sich leicht erziehen, sind im Umgang mit Artgenossen unkompliziert und geben sich mit verhältnismäßig wenig Bewegung zufrieden.

Streicheleinheiten auf dem Sofa genießen die Vierbeiner ebenso sehr wie gemeinsame Unternehmungen, bei denen sich die Vierbeiner fremden gegenüber stets freundlich zeigen.

Mit seiner wachsamen Art sorgt der Bichon Frise für zusätzliche Sicherheit in einem Seniorenhaushalt.

Äußeres Erscheinungsbild

Das niedliche Erscheinungsbild des Bichons allein lässt die Herzen vieler Hundefreunde schmelzen.

Das flauschig weiche Fell der Hunde ist leicht gelockt und erreicht eine länge von bis zu 10 Zentimetern. Um nicht zu verfilzen sollte das Fell ein bis zweimal wöchentlich gebürstet werden.

Mit einem Maximalgewicht von 6 Kilogramm kann ein Bichon Frise problemlos von Menschen mit wenig Kraft geführt werden. Auch ein Tragen und/oder hochheben ist aufgrund des geringen Gewichts problemlos möglich.

Französische Bulldogge

Geschichte und Herkunft

Während die Englische Bulldogge wohl deutlich zu schwer wäre ist die Französische Bulldogge eine perfekte Hunderasse für Senioren.

Die Geschichte der Französischen Bulldogge beginnt im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gelangten die ersten englischen Bulldoggen nach Frankreich, wo man die Vierbeiner mit Möpsen und Terriern verpaart haben soll.

Obwohl der erste Rasseverein bereits 1880 gegründet wurde, legte man den offiziellen Rassestandard erst im Jahr 1888 auf.

Zu den Fans der weit verbreiteten Hunderasse gehören neben dem US-Schauspieler Hugh Jackman auch der Rapper Fler sowie viele weitere Berühmtheiten aus Film und Fernsehen.

Wesen und Erziehung

Die Sorgen des Alters sind mit einer Französischen Bulldogge schnell vergessen. Nicht umsonst gelten die Vierbeiner als die Wichtel der Hundewelt.

Mit ihrer immer gut gelaunten Art und ihrem unermüdlichen Spieltrieb bringt die Französische Bulldogge sogar Hundeskeptiker zum Lachen.

Aufgrund ihres fehlenden Jagdtriebs sind die Vierbeiner bei Spaziergängen mit oder ohne Leine leicht zu führen.

Da Französische Bulldoggen sehr anpassungsfähig sind und nicht übermäßig viel Bewegung benötigen kommen Sie auch mit der Haltung in einer Stadtwohnung gut klar.

Äußeres Erscheinungsbild

Bei einer Schulterhöhe von circa 30 Zentimetern erreicht die Französische Bulldogge ein Gewicht zwischen 8 und 13 Kilogramm.

Die Fledermausartigen Ohren gehören ebenso zu den Rassemerkmalen wie die auffällig kurze Schnauze und die Stummelrute.

Das glänzende Fell ist sehr pflegeleicht und kann verschiedene Farben haben. Neben weiß und schwarz lässt der Rassestandard unter anderem auch eine beige oder braune Fellfärbung zu.

Golden Retriever

Geschichte und Herkunft

Für Senioren, die sich einen größeren Hund wünschen ist der Golden Retriever eine geeignete Rasse.

Die Vierbeiner stammen ursprünglich aus Großbritannien und worden dort in erster Linie als Apportierhunde bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt.

Als Begründer der Golden Retriever zucht gilt der adlige „Dudley Marjoribanks“. Um Wasseraffine Jagdhunde zu züchten kreuzte er Spaniel mit Wavy-Coated-Retrievern sowie Irish Settern.

Im Anschluss an die offizielle Anerkennung der Rasse im Jahre 1913 entstand ein wahrer Hype um die Rasse, der in einigen Ländern bis heute andauert.

Wesen und Erziehung

Der Golden Retriever ist nicht zuletzt aufgrund seiner freundlichen und liebevollen Art ideal für Senioren. Auch darüber hinaus präsentieren sich die Hunde als leicht führige und unkomplizierte Begleiter im Alltag.

Bis auf den latenten Jagdtrieb einiger Rassevertreter gibt es kaum Retriever, die Aggressiv oder sonst wie auffällig wären.

Aufgrund des ausgeprägten „Will to Please“ gestaltet sich die Erziehung als einfach.

Im Gegensatz zu den kleineren Hunden auf unserer Liste benötigt der Golden Retriever deutlich mehr Auslauf, um sich wohlzufühlen.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit seinem athletischen Körperbau und seinem ästhetischen äußeren reiht sich der Golden Retriever zweifelsohne in die Liste der schönsten Hunderassen ein.

Ausgewachsene Hunde erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 60 Zentimetern und können bis zu 40 Kilogramm schwer werden.

Das Fell ist von mittlerer Länge, leicht wellig und verfügt über eine dichte Unterwolle, die den Goldie warm und trocken hält. Farblich sind alle Töne zwischen Gelb und Creme erlaubt.

Greyhound

Geschichte und Herkunft

Der Greyhound ist eine aktive Hunderasse für Rentner, die sich auch im Alter gerne an der frischen Luft aufhalten. Die Vorgänger des Greyhounds wie wir ihn heutzutage kennen halfen ihren Besitzern bereits während der Antike bei der Jagd.

Angesehene Kynologen konnten die Geschichte der Vierbeiner bis in die Zeit vor Christis Geburt rekonstruieren. Nach England kamen die – aus Ägypten stammenden – Vierbeiner mit den Kelten, welche die Inseln im 4. Jahrhundert für sich entdeckten.

Auch wenn Greyhounds heutzutage beliebte Familienhunde sind werden die Vierbeiner in manchen Ländern nach wie vor bei Hunderennen ausgebeutet.

Wesen und Erziehung

Obwohl es sich auf den ersten Blick nicht um eine typische Hunderasse für Senioren handelt gibt es viele ältere Menschen, die ihren Greyhound nicht mehr missen möchten.

Solange die sportlichen Vierbeiner regelmäßig die Möglichkeit bekommen Vollgas zu geben, verhalten sie sich im Alltag ruhig und ausgeglichen.

Greyhounds entwickeln eine enge Bindung zu ihrem Halter und können sehr anhänglich sein.

Ein Problem stellt lediglich der starke Jagdtrieb einiger Greyhounds dar. Um diesen unter Kontrolle zu bekommen ist eine konsequente Erziehung unabdingbar.

Äußeres Erscheinungsbild

Greyhounds gehören zu den Hunderassen mittlerer Größe. Bei einer Widerristhöhe zwischen 68 und 72 Zentimetern erreichen die Hunde jedoch nur ein Gewicht etwa 25 Kilogramm.

Da Greyhounds kein überflüssiges Gramm Fett an ihrem Körper tragen und kein Unterfell haben fangen sie bei niedrigen Temperaturen schnell an zu frieren.

Charakteristisch für die Vierbeiner ist ein länglicher, schmaler Kopf, ein gut ausgeprägter Brustkorb und auffällig lange Beine.

Das pflegeleichte Fell kann die verschiedensten Farben haben.

Havaneser

Geschichte und Herkunft

Wer auf der Suche nach einer Hunderasse für Senioren ist sollte sich unbedingt mal mit dem Havaneser beschäftigen. Der Havaneser teilt sich seine Wurzeln mit dem aus Frankreich stammenden Bichon Frise.

Im Gegensatz zu seiner französischen Verwandtschaft liegen die Ursprünge des Havanesers jedoch auf Kuba.

Dort verpaarte man aus Übersee mitgebrachte Bichons mit einheimischen Hunden, bis der Havaneser entstand.

Obwohl die Rasse nach der Revolution beinahe von der Bildfläche verschwunden wäre schaffte es der Havaneser zu internationalem Bekanntheitsgrad.

Wesen und Erziehung

Ältere Menschen und Senioren wünschen sich meist einen unkomplizierten Hund, den sie überall mithinnehmen können. Der Havaneser erfüllt genau dieses Kriterium.

Die kleinen Hunde sind aufgeweckt, neugierig, smart und wachsam.

Fremden Menschen und Tieren gegenüber verhält sich der Havaneser stets friedfertig, so dass weder andere Haustiere noch zusammentreffen mit Artgenossen ein Problem darstellen.

Die Erziehung eines Havanesers erledigt sich zwar nicht von allein, kann aber auch von Hundeanfängern gemeistert werden.

Äußeres Erscheinungsbild

„Was für ein niedliches Fellknäuel“ Solche oder ähnliche Sätze dürften Besitzer eines Havanesers zur Genüge kennen.

Das Äußere Erscheinungsbild der Vierbeiner wird durch einen kompakten Körperbau, große Knopfaugen sowie langes, weiches Fell geprägt. Letzteres ist relativ pflegebedürftig und sollte mehrmals wöchentlich gebürstet werden.

Mit einem Gewicht von 6 Kilogramm und einer Widerristhöhe von circa 27 Zentimetern findet der Havaneser selbst in der kleinsten Wohnung einen Platz.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/winterseitler

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