5 Liebevolle Hunderassen für Senioren

Ein Mops liegt im Arm eines aelteren Menschen

Nicht alle Hunderassen sind für Senioren geeignet. Welche Hunderassen für ältere Menschen geeignet sind und warum verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

So wählen Sie einen Hund für ältere Menschen aus

Wenn Sie bereits etwas älter sind und sich einen Hund anschaffen wollen oder einen Senioren kennen, der sich einen Vierbeiner wünscht sollten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien achten:

  • Aktivitätslevel: Ältere Menschen sind häufig nicht mehr so mobil und lassen es bei Spaziergängen gerne ruhiger angehen. Damit es nicht zu Verhaltensstörungen beim Hund kommt, weil dieser unausgelastet ist, empfiehlt es sich einen Vierbeiner zu wählen, der in etwa dem eigenen Aktivitätslevel entspricht.
  • Alter: Überlegen Sie sich genau, ob es unbedingt ein Welpe sein muss. Junge Hunde machen viel Arbeit und benötigen deutlich mehr Beschäftigung als dies bei erwachsenen/älteren Tieren der Fall ist. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich für einen älteren Hund aus dem Tierheim zu entscheiden.
  • Fellpflege: Während die Fellpflege bei einer Französischen Bulldogge oder einem Greyhound relativ unkompliziert ist, machen langhaarige Vierbeiner deutlich mehr Arbeit. Da das Bürsten nicht nur Zeit in Anspruch nimmt, sondern auch körperlich anstrengend sein kann, sollten Sie sich im Vorfeld überlegen ob eine regelmäßige Fellpflege gewährleistet werden kann.
  • Größe: Im Gegensatz zu großen, kräftigen Hunden lassen sich Kleinere Hunde auch dann unter Kontrolle halten, wenn sie mal stärker an der Leine ziehen. Zudem benötigen kleine Hunde weniger Platz und fühlen sich somit auch in einer durchschnittlichen Wohnung wohl. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass so mach kleinerer Vierbeiner dazu neigt unruhig zu sein und viel zu bellen.

1. Bichon Frise

Der Bichon Frise stellt die erste Hunderasse für Senioren dar, die wir Ihnen vorstellen möchten. Ähnliche Hunde existierten bereits während der Antike.

Man geht davon aus, dass der Bichon Frise vom spanischen Wasserspaniels oder dem  Pudel abstammt.

Der Bichon Frise ist nicht nur aufgrund seiner geringen Größe für Senioren geeignet. Auch das liebevolle, sanfte Wesen der unkomplizierten Hunde passt perfekt zu einem ruhigeren Lebensstil.

Bichon Frises sind leicht erziehbar und unkompliziert im Umgang mit Artgenossen. Zudem geben sie sich mit wenig Bewegung zufrieden.

Streicheleinheiten auf dem Sofa genießen die Vierbeiner ebenso sehr wie gemeinsame Unternehmungen. Mit seiner wachsamen Art sorgt der Bichon Frise für zusätzliche Sicherheit in einem Seniorenhaushalt.

Das flauschig weiche Fell der Hunde ist leicht gelockt und erreicht eine länge von bis zu 10 Zentimetern. Um nicht zu verfilzen sollte das Fell ein bis zweimal wöchentlich gebürstet werden.

Mit einem Maximalgewicht von 6 Kilogramm kann ein Bichon Frise problemlos von Menschen mit wenig Kraft geführt werden. Auch ein Tragen und/oder hochheben ist aufgrund des geringen Gewichts problemlos möglich.

2. Französische Bulldogge

Während eine Englische Bulldogge wohl deutlich zu schwer wäre ist eine Französische Bulldogge nahezu perfekt für Senioren. Die Geschichte der Rasse begann im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit gelangten die ersten englischen Bulldoggen nach Frankreich, wo man sie mit Möpsen und Terriern kreuzte.

Zu den Fans der weit verbreiteten Hunderasse gehören neben dem US-Schauspieler Hugh Jackman diverse weitere Berühmtheiten aus Film und Fernsehen.

Die Sorgen des Alters sind schnell vergessen wenn man einen lustigen Zeitgenossen, wie die Französischen Bulldogge an seiner Seite hat. Mit ihrer gut gelaunten Art und ihrem unermüdlichen Spieltrieb bringen Frenchies sogar Hundeskeptiker zum Lachen.

Aufgrund ihres fehlenden Jagdtriebs sind die Vierbeiner bei Spaziergängen mit- und  ohne Leine leicht zu führen.

Da Französische Bulldoggen sehr anpassungsfähig sind und nicht übermäßig viel Bewegung benötigen kommen Sie auch mit der Haltung in einer Stadtwohnung gut klar.

Bei einer Schulterhöhe von circa 30 Zentimetern erreichen die Fellnasen ein Gewicht zwischen 8 und 13 Kilogramm. Die Fledermausartigen Ohren gehören ebenso zu den Rassemerkmalen wie die auffällig kurze Schnauze und die Stummelrute.

3. Golden Retriever

Für Senioren, die sich einen größeren Hund wünschen ist der Golden Retriever eine geeignete Rasse.

Die Vierbeiner stammen ursprünglich aus Großbritannien und wurden dort in erster Linie als Apportierhunde bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt.

Als Begründer der Golden Retriever-Zucht gilt der adlige „Dudley Marjoribanks“. Um Wasseraffine Jagdhunde zu züchten kreuzte er Spaniel mit Wavy-Coated-Retrievern sowie Irish Settern. Im Anschluss an die offizielle Anerkennung der Rasse im Jahre 1913 entstand ein wahrer Hype um die Rasse, der in einigen Ländern bis heute andauert.

Der Golden Retriever ist nicht zuletzt aufgrund seiner freundlichen und liebevollen Art ideal für Senioren. Auch darüber hinaus präsentieren sich die Hunde als leicht führige und unkomplizierte Begleiter im Alltag.

Bis auf den latenten Jagdtrieb einiger Rassevertreter gibt es kaum Retriever, die Aggressiv oder sonst wie auffällig wären.

Ausgewachsene Hunde erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 60 Zentimetern und können bis zu 40 Kilogramm schwer werden.

Das Fell ist von mittlerer Länge, leicht wellig und verfügt über eine dichte Unterwolle, die den Goldie warm und trocken hält. Farblich sind alle Töne zwischen Gelb und Creme erlaubt.

Quelle: vivienstocks – depositphotos.com

4. Greyhound

Der Greyhound ist eine aktive Hunderasse für Rentner, die sich auch im Alter gerne an der frischen Luft aufhalten. Die Vorgänger des Greyhounds wie wir ihn heutzutage kennen halfen ihren Besitzern bereits während der Antike bei der Jagd.

Angesehene Kynologen konnten die Geschichte der Vierbeiner bis in die Zeit vor Christis Geburt rekonstruieren. Nach England kamen die – aus Ägypten stammenden – Vierbeiner mit den Kelten, welche die Inseln im 4. Jahrhundert für sich entdeckten.

Obwohl es sich auf den ersten Blick nicht um eine typische Hunderasse für Senioren handelt gibt es viele ältere Menschen, die ihren Greyhound nicht mehr missen möchten. Solange die sportlichen Vierbeiner regelmäßig die Möglichkeit bekommen Vollgas zu geben, verhalten sie sich im Alltag ruhig und ausgeglichen.

Greyhounds entwickeln eine enge Bindung zu ihrem Halter und können sehr anhänglich sein. Ein Problem stellt lediglich der starke Jagdtrieb einiger Greyhounds dar. Um diesen unter Kontrolle zu bekommen ist eine konsequente Erziehung unabdingbar.

Greyhounds gehören zu den Hunderassen mittlerer Größe. Bei einer Widerristhöhe zwischen 68 und 72 Zentimetern erreichen die Hunde jedoch nur ein Gewicht etwa 25 Kilogramm.

Charakteristisch für die Vierbeiner ist ein länglicher, schmaler Kopf, ein gut ausgeprägter Brustkorb und auffällig lange Beine. Das pflegeleichte Fell kann die verschiedensten Farben haben.

5. Havaneser

Wer auf der Suche nach einer Hunderasse für Senioren ist sollte sich unbedingt mal mit dem Havaneser beschäftigen. Dieser teilt sich seine Wurzeln mit dem aus Frankreich stammenden Bichon Frise.

Im Gegensatz zu seiner französischen Verwandtschaft liegen die Ursprünge des Havanesers jedoch auf Kuba. Dort verpaarte man aus Übersee mitgebrachte Bichons mit einheimischen Hunden, bis der Havaneser entstand.

Obwohl die Rasse nach der Revolution beinahe von der Bildfläche verschwunden wäre schaffte es der Havaneser zu internationalem Bekanntheitsgrad.

Ältere Menschen und Senioren wünschen sich meist einen unkomplizierten Hund, den sie überall mitnehmen können. Der Havaneser erfüllt genau dieses Kriterium.

Fremden Menschen und Tieren gegenüber verhält sich der Havaneser friedfertig, so dass weder andere Haustiere noch Zusammentreffen mit Artgenossen ein Problem darstellen. Die Erziehung eines Havanesers erledigt sich nicht von allein, kann aber auch von Hundeanfängern gemeistert werden.

Das Äußere Erscheinungsbild der Vierbeiner wird durch einen kompakten Körperbau, große Knopfaugen sowie langes, weiches Fell geprägt.

Mit einem Gewicht von 6 Kilogramm und einer Widerristhöhe von circa 27 Zentimetern findet der Havaneser selbst in der kleinsten Wohnung einen Platz.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/winterseitler

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