Hunderassen für Anfänger

Es ist kein Geheimnis, dass einige Hunderassen besser für Anfänger geeignet als andere. Welche acht Hunderassen für Anfänger am besten sind erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Bichon Frise

Herkunft und Geschichte

Wenn Sie nach einer Hunderasse für Anfänger suchen, sollten Sie sich unbedingt mit dem Bichon Frise beschäftigen. Die ersten Bichons kamen während des 15. Jahrhunderts an der Seite spanischer Seefahrer nach Europa. Dort waren die Hunde in erster Linie bei der adligen Bevölkerung Frankreichs beliebt. Als niedliche Schoßhunde begleiteten Sie die Frauen des Hauses und spielten mit dem Nachwuchs. Ein erster Rassestandart wurde 1933 entworfen. Die offizielle Anerkennung der Rasse erfolgte 1959.

Wesen und Erziehung

Dem ganz speziellen Charm des Bichons können sich nur die wenigsten Hundefreunde entziehen. Die kleinen Vierbeiner gelten als anpassungsfähige, lustige und aktive Hunde, die es lieben im Mittelpunkt zu stehen. Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Hunderassen ist der Bichon Frise ausgeglichen und hat kein Problem damit, einen entspannten Nachmittag auf dem Sofa zu verbringen. Obwohl Fremde zuverlässig angezeigt werden, verhält sich der Bichon stets friedlich gegenüber Fremden. Da sich die intelligenten Hunde relativ leicht erziehen lassen ist die Hunderasse für Anfänger gut geeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Das der Bichon Frise auch als wandelnde Wolke bezeichnet wird kommt nicht von ungefähr. Das üppige, weiße Fell der Vierbeiner kann bis zu 10 Zentimeter lang werden und ist leicht gelockt. Es zählt neben den runden Knopfaugen zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen der Rasse, sondern ist auch für den Namen der Rasse verantwortlich. Bichon Frise bedeutet so viel wie „Schoßhund mit lockigem Haar“ Mit einer Widerristhöhe von etwa 30 Zentimetern und einem maximalen Körpergewicht von 6 Kilogramm zählt der Bichon zu den kleineren Vierbeinern.

Golden Retriever

Herkunft und Geschichte

Der Golden Retriever ist eine weitere Hunderasse für Anfänger. Ursprünglich wurden die Vierbeiner als Apportierhunde gezüchtet. Hauptaufgabe der wasseraffinen Hunde war es, geschossene Enten und Gänse aus dem Wasser zu holen, ohne die Beute dabei zu beschädigen. Als Begründer der Retrieverzucht gilt Sir Dudley Majoribanks.  1865 begann der Schotte damit, Wasserspaniel mit anderen Jagdhunden zu verpaaren. Majoribanks war so erfolgreich, dass die Golden Retriever schnell bekannt wurden. Bis heute gehört der Golden Retriever in vielen Ländern zu den beliebtesten Hunderassen.

Wesen und Erziehung

Wie viele Hunderassen für Anfänger zeichnet sich auch der Goldie durch einen ausgeprägten Will to Please sowie ein sanftes Wesen aus. Im Allgemeinen sind Golden Retriever leicht erziehbare Begleiter, die sowohl Menschen als auch Artgenossen gegenüber friedlich eingestellt sind. Um sich wohlzufühlen, muss der Golden Retriever – wie jeder andere Hund auch – beschäftigt werden. Zur Artgerechten Auslastung der Vierbeiner eignen sich Apportierübungen sowie Obidience und andere Hundesportarten. Für engagierte Hundeneulinge, die sich einen loyalen, intelligenten und sanftmütigen Begleiter suchen ist ein Golden Retriever genau das Richtige.

Äußeres Erscheinungsbild

Erwachsene Golden Retriever können eine Widerristhöhe von bis zu 60 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 33 Kilogramm erreichen. Die mittelgroßen, kräftigen Hunde sind für ihr goldenes, leicht gewelltes Fellkleid bekannt. Dieses ist von mittlerer Länge und kann je nach Zuchtlinie weiß bis cremefarben sein. Der freundliche Ausdruck wird durch die dunkelbraunen Augen unterstrichen. Seine gut befederte Rute trägt der Goldie stets auf Höhe der Rückenlinie.

Labrador

Herkunft und Geschichte

Auch der Labrador zählt zu den Hunderassen für Anfänger. Die Ursprünge der aus Kanada stammenden Fellnasen gehen auf den St. John Hund zurück, welcher während des 15. Jahrhunderts von den Fischern Neufundlands gehalten wurde. Als der englische Lord Malmesbury während einer Reise auf die arbeitsfreudigen Hunde traf, beschloss er einige Labradore nach Großbritannien zu bringen. Dort setzte man die Vierbeiner zunächst ausschließlich als Apportierhunde bei der Jagd ein. Es dauerte aber nicht lange, bis der Labrador zu einem begehrten Belgleithund wurde.

Wesen und Erziehung

Durch sein freundliches, sanftmütiges Wesen ist der Labrador für Familien mit Kindern bestens geeignet. Als Halter eines Labradors sollte man aber immer im Hinterkopf haben, dass man einen Arbeitshund zuhause hat, der sowohl geistig als auch körperlich gefördert werden möchte. Im Alltag zeigen sich die Vierbeiner als verträgliche, temperamentvolle und anhängliche Hunde. Wie bei allen Hunden empfiehlt es sich auch beim Labrador frühzeitig mit der Erziehung zu beginnen. Als Labradorhalter sollten Sie regelmäßig Ausflüge ans Wasser unternehmen. Beim Planschen und Schwimmen sind die Vierbeiner voll in ihrem Element.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 57 Zentimetern bei Rüden und einem Gewicht zwischen 26 und 36 Kilogramm gehört der Labrador zu den größeren Anfängerrassen. Erkennbar ist der Labrador unter anderem an seinem breiten Schädel und seinem tiefen Brustkorb. Der kräftige Körperbau verstärkt das massige Erscheinungsbild und verstärkt das eindruckserweckende Erscheinungsbild. Das kurze Fell der Hunde verfügt über eine dichte Unterwolle, welche vor Kälte sowie Nässe schützt. Es darf rötlich, braun, schwarz oder cremefarben sein und ist pflegeleicht. Die buschige Otterrute ist außergewöhnlich kräftig. Im Wasser wird sie als eine Art Steuerruder benutzt.

Papillon

Herkunft und Geschichte

Der auch als „Zwergspaniel“ bezeichnete Papillon ist eine Hunderasse, die es nicht nur Anfängern, sondern auch erfahrenen Hundehaltern angetan hat. Vermutungen zufolge kamen die Vorfahren der Hunde während des 13. Jahrhunderts aus Asien nach Europa. Erste Hinweise auf die Existenz der kleinen Vierbeiner stammen aus dem 14. Jahrhundert. Auf vielen Ölgemälden aus dieser Zeit sind Hunde abgebildet, die dem Papillon sehr ähnlichsehen. Ein erster Rassestandard wurde im Jahr 1905 verfasst. Während die Vierbeiner zu früheren Zeiten als Schoßhunde durch die wohlhabende Bevölkerung gehalten wurden, ist die Rasse heutzutage bei Hundefreunden aller Gesellschaftsschichten beliebt.

Wesen und Erziehung

Da der Papillon bereits seit Jahrhunderten als Begleithund diente, ist er prädestiniert für Anfänger, die sich einen leichtführigen, anpassungsfähigen Vierbeiner wünschen. Mit einem Papillon im Haus wird Ihnen garantiert nie langweilig. Die niedlichen Hunde sind für jeden Spaß zu haben, überaus lernbegierig und verfügen über einen einzigartigen Charakter, der das zusammenleben zu einer wahren Freude macht. Obwohl der Papillon einen starken Willen hat, lassen sich die liebevollen Hunde relativ leicht erziehen. Auch im Umgang mit anderen Hunden gilt die Rasse als unkompliziert.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Papillon ist ein wahrer Winzling. Die zierlichen Vierbeiner erreichen eine maximale Schulterhöhe von ungefähr 27 Zentimetern und wiegen lediglich 5 Kilogramm. Zu den charakteristischen Erkennungsmerkmalen gehören ein ausgeprägter Stopp und eine lang behaarte Rute. Besonders markant sind jedoch die Stehohren. Diese sind sehr groß und sollen an einen Schmetterling erinnern. Das lange Fell hat einen seidigen Glanz und kommt in den verschiedensten Farben. Die Grundfarbe jedoch, muss dem Rassestandard zufolge immer weiß sein.

Pudel

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte des Pudels lässt sich wie bei vielen Hunderassen nicht eindeutig klären. Hunde mit lockigem Fall existierten bereits vor über 2000 Jahren. Damals setzt man die Vorgänger des Pudels bei der Jagd auf Wasservögel ein. Später ging man dann dazu über, die gelehrigen Vierbeiner zu Zirkushunden auszubilden. Auch beim Adel erfreuten sich die stattlichen Hunde großer Beliebtheit, so dass die jagdlichen Fähigkeiten mehr und mehr in Vergessenheit gerieten. Heute ist der Pudel in vielen Ländern ein gefragter Familienhund.

Wesen und Erziehung

Nicht nur aufgrund seiner liebevollen Art ist der Pudel eine Hunderasse für Anfänger. Die ausgesprochene Intelligenz der Hunde und ihre Arbeitsbereitschaft vereinfachen die Erziehung enorm, so dass Hundeneulinge kaum Probleme haben sollten. Zu seiner Familie geht der Pudel eine enge Bindung ein. Die sensiblen Vierbeiner benötigen unbedingt einen direkten Familienanschluss, um sich wohlzufühlen. Auch wenn Pudel sich gut in einer Stadtwohnung halten lassen, brauchen die Hunde viel Auslauf sowie mentale Beschäftigung. Um Auseinandersetzungen mit anderen Hunden zu vermeiden, raten wir Ihnen, sich zur Sozialisierung einer Welpengruppe anzuschließen.

Äußeres Erscheinungsbild

Pudel werden in vier verschiedenen Varianten gezüchtet, die sich lediglich durch die Größe voneinander unterscheiden. So differenziert man zwischen dem Groß-/ beziehungsweise Königspudel, dem Pudel, dem Zwergpudel und dem Toypudel. Das lockige Fell der Vierbeiner kann unterschiedliche Farben haben. Zulässig sind grau, apricot, schwarz, braun sowie weiß. Die langen, abgerundeten Schlappohren stellen ein ebenso wichtiges Rassemerkmal dar, wie die hoch angesetzte Rute und die mandelförmigen Augen.

Yorkshire Terrier

Herkunft und Geschichte

Der Yorkshire Terrier stammt ursprünglich aus England. Während der Industrialisierung suchte man dort in den Arbeitervierteln nach Hunden, die man zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen verwenden konnte. Hierzu verpaarte man gezielt kleine Terrier, die dieser Aufgabe gewissenhaft nachgingen. Später wurde auch die reiche Bevölkerung auf die kleinen Vierbeiner aufmerksam, so dass die Zucht fortgesetzt wurde. Obwohl die Rasse bereits 1874 ins Zuchtbuch eingetragen wurde, fand die offizielle Anerkennung erst 1886 statt.

Wesen und Erziehung

Das der Yorkshire Terrier als Anfängerrasse so beliebt ist liegt unter anderem daran, dass die quirligen Vierbeiner sehr menschenbezogen ist. Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Hunderassen handelt es sich beim Yorkshire Terrier jedoch nicht um einen Schoßhund. Der Jagdtrieb und das Temperament der Rasse werden oftmals unterschätzt. Mit dem nötigen Durchsetzungsvermögen lassen sich die wachsamen Hunde allerdings gut führen. Im Umgang mit Kindern sowie Artgenossen sind Yorkshire Terrier unproblematisch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie eine Auseinandersetzung scheuen, wenn es ihr gegenüber darauf anlegt.

Äußeres Erscheinungsbild

Obwohl Yorkshire Terrier ein großes Ego haben sind die Hunde eher klein. Ausgewachsene Exemplare wiegen nicht mehr als 3 Kilogramm und erreichen eine Widerristhöhe von etwa 23 Zentimetern. Die kleinen, aufrechtstehenden Ohren sowie die runden Knopfaugen verstärken den wachsamen Eindruck. Das lange, seidig weiche Fell des Yorkshire Terriers ist Stahlblau und muss regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verfilzt.

Cavalier King Charles

Herkunft und Geschichte

Auch der Cavalier King Charles Spaniel zählt zu den Hunderassen, die sich für Anfänger eignen. Die Rasse stammt ursprünglich von den Hunden der englischen Royals ab. Diese hielten sich die Vierbeiner in erster Linie, um ihre Kinder zu bespaßen sowie als zusätzliche Wärmequelle während kalter Winternächte. Im Jahr 1945 wurde der Cavalier King Charles Spaniel als eigenständige Rasse durch den englischen Kennel Club anerkannt. Auch wenn die Rasse längst nicht mehr so beliebt ist wie zu beginn des 19. Jahrhunderts, wird der Cavalier King Charles Spaniel nach wie vor in vielen Ländern als leichtführiger Anfängerhund geschätzt.

Wesen und Erziehung

Vom Wesen her ist der Cavalier King Charles Spaniel ein durch und durch sanftmütiger und freundlicher Hund. Da die Hunde allgemeinhin als anspruchslos sowie anpassungsfähig gelten, eignen sie sich gut als Stadthunde. Wie die meisten Hunde genießt der Cavalier King Charles Spaniel ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft. Aggression scheint den friedliebenden Vierbeinern ein Fremdwort zu sein. Die kleinen Spaniel gehen eine innige Bindung zu ihrem Halter ein und lieben nichts mehr als Streicheleinheiten, welche Sie regelmäßig einfordern. Da die Hunde sich allen Menschen gegenüber freundlich verhalten sind sie als Wachhunde eher ungeeignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Auch wenn der Cavalier king Charles Spaniel dem King Charles Spaniel sehr ähnlich sieht, gibt es bestimmte Erkennungsmerkmale an denen sich beide Rassen voneinander unterscheiden lassen. Dabei handelt es sich zum einen um die Länge der Schnauze und zum anderen um die Körpergröße. Während der King Charles Spaniel eher zierlich ist, bringt der sichtlich größere Cavalier King Charles Spaniel bis zu 8 Kilogramm auf die Waage. Das lange, glatte Fell ist weich und entweder rot, weiß-loh, schwarz-loh oder dreifarbig.

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Herkunft und Geschichte

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever ist die letzte Hunderasse für Anfänger auf unserer Liste. Die Zucht der aus Kanada stammenden Hunde begann im 19. Jahrhundert. Ziel war es, eine Hunderasse zu erschaffen, die zum Apportieren geschossener Wildvögel aus dem Wasser verwendet werden konnte. Allerdings setzte man die Vierbeiner nicht nur zum Apportieren, sondern auch zum Anlocken der Vögel ein. Als Vorfahren des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers gelten schottische Hütehunde. Da die Rasse bis heute sehr selten- und der Genpool damit sehr klein ist, kommt es immer wieder zu Inzucht. Die offizielle Anerkennung fand am 30.11.1981 statt.

Wesen und Erziehung

Da der Nova Scotia Duck Tolling Retriever schnell lernt und sehr freundlich ist, ist er bei unerfahrenen Hundehaltern sehr beliebt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man die Erziehung auf die leichte Schulter nehmen sollte. Der Jagdtrieb der Hunde sowie ihr starker Wille ist nicht zu unterschätzen und ohne ausreichende Beschäftigung neigen die Hunde dazu unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln. Fans der Rasse schätzen den Nova Scotia Duck Tolling Retriever für seine kinderliebe, aufgeschlossene Art, welche die Vierbeiner zu perfekten Familienhunden macht.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever ist ein athletischer Hund mittlerer Größe. Bei einem Gewicht von 17 bis 22 Kilogramm kommen die Vierbeiner auf eine Schulterhöhe von ungefähr 51 Zentimetern. Wie für Wasserhunde typisch verfügt auch der Nova Scotia Duck Tolling Retriever über ein dichtes Fellkleid mit einer ausgeprägten Unterwolle, welche ihn vor Nässe und kälte schützt. Die Fellfarbe geht von rot bis hin zu einem sanften orange. Viele Rassevertreter haben weiße Abzeichen auf der Brust, an den Pfoten oder an der Schwanzspitze.

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