Hunderassen die lange leben

Manche Hunderassen leben länger als andere. Insbesondere kleinere Vierbeiner werden häufig etwas älter. Welche Hunderassen besonders alt werden verraten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Malteser

Herkunft und Geschichte

Zu den wohl bekanntesten Hunderassen mit einer hohen Lebenserwartung gehört der Malteser. Die Vorfahren des Maltesers wie wir ihn heutzutage kennen, kamen aller Wahrscheinlichkeit nach als Mitbringsel aus dem antiken Ägypten in den Mittelmeerraum. Indizien für die Existenz Malteser-ähnlicher Hunde wurden im Grab von Pharao Ramses dem 2. gefunden, welcher 1225 vor Christus verstarb. Damals wie heute galten die kleinen Vierbeiner als beliebte Begleithunde.

Wesen und Erziehung

Langeweile kommt mit einem Malteser im Haushalt mit Sicherheit nicht auf. Die kleinen Energiebündel haben einen ganz eigenen Charm und schaffen es sogar Hundeskeptiker vom Gegenteil zu überzeugen. Im Alltag zeigen sich die Vierbeiner als gelehrige, wachsame und äußerst loyale Begleiter, die nur ungern allein bleiben. Malteser lassen sich leicht erziehen und können mit der nötigen Sozialisierung problemlos überall mit hingenommen werden. Da die Hunde über so gut wie keinen Jagdtrieb verfügen sind Spaziergänge ohne Leine kein Thema.

Äußeres Erscheinungsbild und Lebenserwartung

Nicht nur aufgrund seines einmaligen Charakters hat der Malteser viele Fans. Auch das niedliche äußere der kleinen Fellnasen trägt seinen Teil dazu bei, dass sich die Rasse seit jeher größter Beliebtheit erfreut. Die schwarzen, runden Knopfaugen und das weiche, weiße Fell gehören zu den Erkennungsmerkmalen des Maltesers. Mit einem Gewicht von etwa 4 Kilogramm und einer Widerristhöhe von ungefähr 22 Zentimetern zählen Malteser eindeutig zu den kleineren Hunderassen. Die erstaunlich hohe Lebenserwartung liegt bei bis zu 16 Jahren.

Chihuahua

Herkunft und Geschichte

Auch der Chihuahua gehört zu den Hunderassen die lange leben. Die lange Geschichte des Chihuahuas genaustens zu rekonstruieren ist unmöglich. Kynologen sind sich allerdings darüber einige, dass die Hunderasse aus der gleichnamigen, mexikanischen Provinz stammt. Höchstwahrscheinlich hatten nicht alle Chihuahuas ein langes Leben. Eine große Zahl dürfte im Rahmen ritueller Opferungen getötet worden sein, um als Führer der toten Seelen im Jenseits zu dienen. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt dieser Theorien ist der Chihuahua mittlerweile zu einem international beliebten Begleithund geworden.

Wesen und Erziehung

Obwohl Chihuahuas deutlich kleiner sind als viele ihrer Artgenossen handelt es sich um furchtlose Zeitgenossen, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Darüber hinaus sind die Hunde wissbegierig, anhänglich und wachsam. Wer glaubt einen Chihuahua in Watte packen zu müssen wird schnell eines bessern belehrt werden. In ihrem Bewegungsbedürfnis stehen die aktiven Vierbeiner größeren Hunden in nichts nach. Die Erziehung eines Chihuahuas ist verhältnismäßig einfach sollte aber dennoch nicht unterschätzt werden.

Äußeres Erscheinungsbild und Lebenserwartung

Chihuahuas sind nicht nur anhand ihrer geringen Körpergröße, sondern auch durch ihre großen, aufrechtstehenden Ohren gut zu erkennen. Zudem verfügt der Chihuahua über große, runde, leicht hervorstehende Augen, eine spitzzulaufende Nase und eine buschige Rute, welche meist eingekringelt über dem Rücken getragen wird. Das Fell ist je nach Zuchtlinie lang oder kurz und kann jede nur erdenkliche Farbe haben. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 17 Jahren gehört der Chihuahua eindeutig zu den Hunderassen, die besonders alt werden.

Deutscher Pinscher

Herkunft und Geschichte  

Der Deutsche Pinscher gehört nicht nur zu den Hunderassen mit der höchsten Lebenserwartung sondern auch zu den ältesten Rassen. Das der Deutsche Pinscher so alt wird/werden kann liegt unter anderem daran, dass es – im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen – nie einen Hype um die Vierbeiner gab. Eine Überzüchtung und die damit einhergehende Entstehung von Erbkrankheiten blieben somit bislang aus. Man geht davon aus, dass Deutsche Pinscher schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Bauernhunde gehalten wurde, wo sie sich als Rattenfänger nützlich machten. Bis im Jahr 1917 eine Umbenennung erfolgte galt der Schnauzer als rauhaariger Pinscher.

Wesen und Erziehung

Der Deutsche Pinscher strotz nur so vor Energie. Die temperamentvollen Hunde brauchen viel Bewegung, um sich gut zu fühlen und sind sehr verspielt. Als Halter eines Deutschen Pinschers sollte man über viel Geduld und Ausdauer verfügen. Nur mit dem entsprechenden Durchhaltevermögen hat man eine Chance sich gegen den Dickkopf der Vierbeiner durchzusetzen. Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ab dem Welpenalter an ist folglich unabdinglich. Bei Ausflügen in die Natur zeigen einige Rassevertreter einen starken Jagdtrieb. Deutsche Pinscher sind sehr wachsam und neigen dazu viel zu bellen.

Äußeres Erscheinungsbild und Lebenserwartung

Bei einem Gewicht von 14 – 20 Kilogramm erreicht der Deutsche Pinscher eine Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimetern. Neben einem muskulösen Körperbau zeichnen sich die Fellnasen durch V-förmige Klappohren und einen länglichen Kopf aus. Das anspruchslose Fell ist dicht und verfügt über einen natürlichen Glanz. Dem Rassenstandard zufolge ist dieses entweder schwarz mit roten Abzeichen oder rötlich gefärbt. Wenn Sie nach einer Hunderasse die alt wird suchen, könnte der Deutsche Pinscher etwas für Sie sein. Mit der richtigen Pflege und etwas Glück können die Vierbeiner stolze 14 Jahre alte werden.

Zwergpudel

Herkunft und Geschichte

Auch der Zwergpudel zählt zu den Hunderassen die alt werden können. In der Vergangenheit wurden die – von Wasserhunden abstammenden – Vierbeiner als Apportierhunde bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Die Geschichte des Zwergpudels ist bis ins antike Griechenland des 14. Jahrhunderts rückverfolgbar. Nachdem der Pudel zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Jagdhund ausgedient hatte wurde er zu einem beliebten Familienhund. Heute gelten vier verschiedene Pudelgrößen als offiziell anerkannt.

Wesen und Erziehung

Obwohl es nach wie vor viele Vorurteile gegenüber dem als „Oma-Hund“ verschrienen Zwergpudel gibt sind die Vierbeiner alles andere als langweilige Spießer. Im Gegenteil! Zwergpudel sind bekannt dafür, überaus temperamentreich, neugierig und intelligent zu sein. Am wohlsten fühlen sich die Hunde wenn sie es sich nach einem langen Spaziergang durch die Natur auf dem Sofa bequem machen können. Zwergpudel sind leicht führig, wachsam und sind nur selten jagdlich ambitioniert.

Äußeres Erscheinungsbild und Lebenserwartung

Bis auf seine geringe Größe sieht der Zwergpudel seinen gleichnamigen Verwandten zum Verwechseln ähnlich. Das äußere Erscheinungsbild der Hunde wird besonders durch das krause Fell geprägt. Dieses hat eine Länge von mindestens 20 Zentimetern und ist braun, weiß, grau, schwarz oder Fawn. Seinen Platz auf der Liste von Hunderassen die alt werden hat sich der Zwergpudel mit einer Lebenserwartung zwischen 14 und 16 Jahren redlich verdient.

Dackel

Geschichte und Herkunft

Der Dackel gehört ebenfalls zu den Hunderassen die alt werden. Aufgrund ihrer geringen Größe waren die Hunde dazu in der Lage Füchsen, Dachsen und Hasen in ihren Bau zu folgen und dort zur Strecke zu bringen oder wieder herauszutreiben. Die Geschichte des aus Deutschland stammenden Dackels reicht bis in die Antike zurück. Bereits die Germanen sollen sich die genetisch bedingte Niederläufigkeit der Vierbeiner zunutze gemacht- und diese durch entsprechende Zuchtbemühungen gefestigt haben. Heutzutage erlebt der Dackel ein Comeback als beliebter Familienhund.

Wesen und Erziehung

Mit einem Dackel zuhause wird einem niemals langweilig. Die kleinen Vierbeiner sind scheinbar immer gut gelaunt und verfügen über einen ausgeprägten Arbeitswillen, dem sie am liebsten bei der Fährtensuche oder ähnlichen Übungen nachkommen. Das starke Ego der Hunde sorgt dafür, dass schlecht sozialisierte Rassevertreter schnell in Auseinandersetzungen mit Artgenossen geraten. Im täglichen zusammenleben sind Dackel aktive, wachsame und tapfere Hunde mit einem hohen Jagdtrieb und einem eigenen Willen. Letzterer kann die Erziehung eines Dackels zu einer Herausforderung für Hundeanfänger machen.

Äußeres Erscheinungsbild und Lebenserwartung

Anhand ihres länglichen Körperbaus, ihren kurzen Beinen sowie den kleinen Schlappohren sind Dackel schon von weitem erkennbar. Die Hunde sind muskulös, wendig und werden in drei unterschiedlichen Felltypen gezüchtet. Dackelfreunde können zwischen der Langhaarigen-, der kurzhaarigen- und der Rauhaarvariante wählen. Das Fell ist entweder ein- oder zweifarbig. Dackel die aus einer seriösen Zuchtstätte stammen können 15 Jahre und älter werden.

Weitere Beiträge
Menü