Hunderassen die aussehen wie Bären

Sie sind auf der Suche nach Hunderassen, die aussehen wie Bären? Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen einige Hunderassen vor, die Bären ähneln.

Kaukasischer Owtscharka

Der auch als Kaukasischer Schäferhund bekannte Owtscharka bewachte bereits vor mehr als 600 Jahren die Höfe und Tiere in der Region des Kaukasus. Um ihre Schutzbefohlenen zu verteidigen stellten sich die Hunde auch vor Bären und Wölfe. Während die Vierbeiner in der östlichen Hemisphäre weit verbreitet sind, ist die Rasse in Amerika und Europa nahezu unbekannt. Der Kaukasische Owtscharka sieht nicht nur eindruckserweckend aus, sondern hat auch ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Unter Hundehaltern sind die Hunde für ihren starken Willen, ihre Selbstständigkeit und ihren Schutztrieb bekannt. Kaukasische Schäferhunde gehen ein enges Verhältnis zu ihren Besitzern ein. Fremden gegenüber verhalten sie sich zunächst reserviert aber keinesfalls ängstlich. Da die kräftigen Hunde sehr territorial veranlagt sind benötigen sie einen erfahren, ausgeglichenen Halter an ihrer Seite und sollten nicht in einer Wohnung gehalten werden. Das Fell des Owtscharkas ist grob und mittellang. Es verfügt über ein dichtes Unterfell und ist dem FCI-Standard zufolge strohgelb, grau oder rostfarben. Bei einer Widerristhöhe von bis zu 72 Zentimetern bringen die Vierbeiner ein Gewicht von bis 80 Kilogramm auf die Waage.

Akita

In Japan – dem Herkunftsland des Akitas – bezeichnet man die Hunde auch als lautlose Jäger. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Vorfahren der Vierbeiner schon vor tausenden von Jahren zur Jagd auf Bären und Wildschweine verwendet wurden.

Die Hunde sind generell eher ruhig, verfügen aber nach wie vor über einen ausgeprägten Jagd- und Schutztrieb. In Kombination mit der enormen Kraft, die die Hunde haben, ist eine konsequente Erziehung unerlässlich. Hierzu benötigt man neben der nötigen Erfahrung auch jede Menge Geduld. Die damit verbundene Arbeit zahlt sich allerdings aus! So kann sich ein gut sozialisierter Akita als loyaler Begleiter zeigen, der gut mit Kindern klarkommt. Damit sich die Vierbeiner wohlfühlen brauchen die intelligenten und wachsamen Vierbeiner viel Bewegung und regelmäßiges Training.

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 70 Zentimetern, einem muskulösen Körperbau sowie dem dichten Fell lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu Bären nicht absprechen. Auch die dreieckigen Stehohren der Hunde erinnern ein wenig an die eines Bären.

Wolfsspitz

Im Ausland kenn man die bärenähnlichen Hunde auch unter dem Namen „Keeshond“. Wolfsspitze stammen ursprünglich aus Deutschland und stammen von Spitzen ab. Experten sind sich darüber einig, dass es sich beim Wolfsspitz um eine der ältesten Hunderassen Deutschlands handelt. Im Laufe der Geschichte wurden die Vierbeiner in erster Linie als Haus- und Hofhunde gehalten. Dabei zeichnete sich der Wolfsspitz durch sein loyales Wesen, seine Intelligenz sowie seine Wachsamkeit aus. Da die Hunde eine innige Bindung zu ihrem Halter eingehen, sollte man das Alleinbleiben schon im Welpenalter trainieren. Auch wenn Wolfsspitze ausgedehnte Spaziergänge mögen sind sie genügsam und haben kein Problem damit, mal einen Tag auf dem Sofa zu verbringen. Das äußere Erscheinungsbild der Hunde ähnelt dem eines flauschigen Teddybärs. Bei einer Widerristhöhe von bis zu 55 Zentimetern gehört der Wolfspitz zu den Hunderassen mittlerer Größe. Das dichte, mittellange Fell verfügt über viel Unterwolle und hat eine silberne Färbung mit schwarzen Spitzen. Seine buschige Rute trägt der Wolfsspitz voller Stolz über dem Rücken.

Pyrenäenberghund

Die Geschichte der Pyrenäenberghunde lässt sich bis weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Bereits vor hunderten von Jahren wurden die auch als „Patou“ bekannten Vierbeiner dazu verwendet, die Tierherden der Bauern vor Wölfen, Dieben und Bären zu beschützen. Wie alle Herdenschutzhunde verfügt der Pyrenäenberghund über ein ausgeprägtes Territorialverhalten und einen starken Schutztrieb, der in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss und eine gute Sozialisierung unabdingbar macht. Wie viele Herdenschutzhunde hat der Pyrenäenberghund einen starken Willen, der die Erziehung erschweren kann. Mit entsprechender Ausdauer und einer klaren Führung sind die Vierbeiner aber gut als Familienhunde geeignet. Als Halter sollte man idealerweise ein großes Stück – eingezäuntes – Land besitzen, dass der Pyrenäenberghund bewachen kann. Mit der Haltung in einer Stadtwohnung macht man den Hunden definitiv keine Freude. Von ihrem äußeren Erscheinungsbild her sehen die Hunde aus wie zu klein geratene Polarbären. Trotz Ihrer enormen Größe und einem Gewicht von bis zu 70 Kilogramm verfügen die Vierbeiner über einen athletischen Körperbau. Das meist weiße oder weiß-graue Fell ist von mittlerer Länge und leicht gewellt. Die Bernsteinfarbenen Augen wirken sanft, lassen aber keinen Zweifel daran, dass der Patou stets alles was um ihn herum geschieht genaustens beobachtet.

Neufundländer

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 68 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 80 Kilogramm geht der Neufundländer ohne weiteres als Bär durch. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den massigen Vierbeinern um sanftmütige, geduldige und menschenbezogene Hunde. Neufundländer stammen ursprünglich von der gleichnamigen Insel, welche vor der kanadischen Küste liegt. Dort wurden die Hunde bereits vor tausenden Jahren von den ersten europäischen Einwanderern als Zug- und Jagdhunde verwendet. Später begleiteten die Neufundländer die Fischer und halfen diesen beim Einholen der Netze. Auch als Rettungshunde leisteten die Hunde wertvolle Dienste indem sie in Seenot geratene Menschen aus dem Wasser holten. Auch nach Europa gelangten die Hunde an der Seite von Fischern. Diese brachten die Hunde gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach England, wo sich die Vierbeiner bei Hundefreunden bis heute größter Beliebtheit erfreuen. Neufundländer gelten als ruhige Zeitgenossen mit einem sanften, majestätischen Wesen. Neufundländer sind äußerst Menschenbezogen und würden ihre Familie jederzeit gegen Bedrohungen verteidigen. Für unerfahrene Halter sowie die Haltung in einer Wohnung ist diese Rasse generell ungeeignet. Obwohl Neufundländer bis zu 68 Kilogramm auf die Waage, wirken die mächtigen Hunde in keiner Weise behäbig. Das dichte Fell sorgt dafür, dass der Neufundländer aussieht wie ein Bär und sollte gut gepflegt werden. Als offiziell anerkannte Fellfarben sind braun, schwarz und schwarz-weiß erlaubt.

Samojede

Auch der Samojede zählt zu den Hunderassen, die aussehen wie Bären. Die Vorfahren des Samojeden wie man ihn heute kennt wurden bereits vor mehreren tausend Jahren von den Urvölkern Sibiriens als Schlittenhunde eingesetzt. Dabei profitierten die Hunde von ihrem ausgeprägten Orientierungssinn. Dieser ermöglichte es den Hunden, den richtigen Weg durch die Eiswüsten zu finden und ihre Besitzer sicher an ihr Ziel zu bringen. Während der kalten Nächte schliefen die Vierbeiner als zusätzliche Wärmequelle mit in den Zelten ihrer Halter. Samojeden gelten als äußerst menschenbezogene, ausdauernde und intelligente Hunde, die über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügen und sich mit der entsprechenden Erfahrung gut erziehen lassen. Da der Samojede äußerst wachsam ist und als Schlittenhund viel Bewegung benötigt ist er für die Haltung in einer Wohnung eher ungeeignet. Das dichte Fell ist – immer – weiß gefärbt und muss regelmäßig gepflegt werden. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 57 Zentimetern, während Hündinnen bis zu 53 Zentimeter hoch werden. Das Gewicht beträgt zwischen 18 und 30 Kilogramm. Ihre Rute tragen die Vierbeiner eingekringelt über dem Rücken.

Chow Chow

Wenn man über Hunderassen spricht, die Aussehen wie Bären darf der Chow Chow nicht fehlen. Die aus China stammenden Vierbeiner zählen zu den ursprünglichen Rassen mit einer langen Historie. So wurden Chow Chows bereits während der Antike als Tempelwächter verwendet. Später wurden die Vierbeiner auch als Jagdbegleiter und/oder zur Bewachung von Haus und Hof eingesetzt. Obwohl sich die Chow Chows unter der „einfachen“ Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuten, galten besonders schöne Rassevertreter als Statussymbole der Adligen. Nach Europa gelangten die ersten Chow Chows im 19. Jahrhundert. Das der Chow Chow aufgrund auch als „Bärenhund“ bekannt ist, lässt sich auf das äußere Erscheinungsbild der Vierbeiner zurückführen.

Vom Wesen her gilt die Rasse als dickköpfig, anpassungsfähig, zurückhaltend und misstrauisch Fremden gegenüber. Damit es beim zusammentreffen mit Artgenossen nicht zu Auseinandersetzungen kommt, ist eine frühe Sozialisierung das A und O.

Das Fellkleid der Chow Chows ist plüschig weich und je nach Zuchtlinie kurz oder lang. Es ist entweder rot, schwarz, blau oder cremefarben und bildet rund um den Hals eine Art Mähne, die – wie die blau gefärbte Zunge – als charakteristisches Erkennungsmerkmal der Rasse gilt. Dem offiziellen Rassestandard zufolge können Chow Chows eine Widerristhöhe von bis zu 56 Zentimetern erreichen und bis zu 31 Kilogramm schwer werden.

Leonberger

Der Leonberger – oder auch Leo – ist eine Rasse mit einer verhältnismäßig kurzen Historie. Die Hunde stammen ursprünglich vom Bernhardiner ab. Diese waren zu Beginn des 18. Jahrhunderts so begehrt, dass die Züchter der wachsenden Nachfrage nicht nachkommen konnten und beschlossen, Bernhardiner mit anderen großen Hunden aus Süddeutschland zu kreuzen. Das Ergebnis dieser Zuchtbemühungen war der Leonberger wie wir ihn heute kennen. Auch wenn Leonberger aufgrund ihrer Größe und ihrer Masse aussehen wie Bären handelt es sich um sanftmütige Vierbeiner, die sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit überall mit hinnehmen lassen. Das selbstsichere, gelassene und furchtlose Wesen sowie die hohe Reizschwelle der Hunde machen den Leonberger zu einem zuverlässigen Begleiter in jeder Situation. Auch wenn die Vierbeiner zu einer gewissen Sturheit neigen, lassen sie sich mit ein wenig Erfahrung gut erziehen und sind durchaus bereit sich unterzuordnen. Heutzutage werden Leonberger als beschützende Familienhunde gehalten, die relativ wenig Auslauf benötigen, sich aber freuen, wenn sie einen Garten haben, den sie bewachen können. Das üppige Fellkleid ist pflegeleicht und bildet rund um den Hals eine ausgeprägte Mähne. Es ist gelb bis rotbraun gefärbt und bildet eine schwarze Maske im Gesicht. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 80 Zentimetern. Bei Hündinnen liegt diese bei bis zu 75 Zentimetern. Ausgewachsene Leonberger können ein Gewicht von etwa 80 Kilogramm erreichen.

Eurasier

Der Eurasier gehört zu einer der jüngeren Deutschen Hunderassen. Seine Entstehung lässt sich auf den Nobelpreisträger und Verhaltensforscher „Konrad Lorenz“ zurückführen. Dieser hatte in den 1960er Jahren den Wunsch einen – dem Polarhund ähnlichen – Familienhund von mittlerer Größe zu erschaffen. So entstand im Laufe der Zeit der Eurasier wie man ihn heutzutage kennt. Eurasier sind allgemeinhin als freundliche, souveräne bekannt, die sich nicht zuletzt aufgrund ihres Aussehens wachsender Beliebtheit erfreuen. Auch wenn Eurasier ein wenig so aussehen wie zu klein geratene Bären handelt es sich um Freundliche, ausgeglichene und leicht führige Hunde, die mit einem Tag auf der Terrasse ebenso gut klarkommen wie mit langen Wanderungen. Der Jagdtrieb der Vierbeiner ist zwar schwach, sollte aber dennoch nicht unterschätzt werden. Fremden gegenüber verhalten sich die Hunde zunächst skeptisch, was sie zu hervorragenden Wachhunden macht. Während Rüden eine Schulterhöhe zwischen 50 und 60 Zentimetern erreichen liegt diese bei Hündinnen zwischen 45 und 55 Zentimetern. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Zuchtlinie zwischen 18 und 27 Kilogramm. Das Fell kann nahezu alle erdenklichen Farben und Farbkombinationen haben.

Zwergspitz

Der auch als Pomerian bekannte Zwergspitz ist mit Abstand die kleinste Rasse in unserer Liste. Trotz ihrer geringen Größe sehen die Vierbeiner aus wie winzige, niedliche Bären. Zu diesem Erscheinungsbild tragen nicht zuletzt die runden Ohren sowie das flauschige Fell der Hunde bei. Zwergspitze sind energiegeladene Gesellen, die sehr anhänglich sind und sich gerne im Mittelpunkt stehen. Obwohl der Pomerian nicht so aussieht ist er äußerst wachsam und mitteilungsbedürftig. Nahende Fremde oder ähnlich verdächtig wirkende Geschehnisse werden von den mutigen Vierbeinern lautstark angekündigt. Um das gute Verhältnis mit den Nachbarn nicht aufs Spiel zu setzen sollte man unnötiges Gekläffe von Anfang an unterbinden. Darüber hinaus handelt es sich beim Zwergspitz um freundliche, verspielte und aufgeweckte Hunde, die sehr anpassungsfähig sind und am liebsten überall dabei sind. Das ausgeprägte Selbstbewusstsein der Hunde kann beim Zusammentreffen mit größeren Artgenossen zu einem Problem werden. Um Zwischenfälle gilt es das Temperament des Zwergspitzes im Zaum zu halten und diesem seine Grenzen aufzuzeigen. Das Fell ist lang, kräftig und kann sandfarben, cremefarben, weiß oder schwarz sein. Auch Kombinationen der Fellfarben sind möglich. Aufgrund der Tatsache, dass Zwergspitze stark haaren muss das Fell regelmäßig gebürstet- und die Wohnung häufiger gesaugt werden.

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