Französische Hunderassen

Eine Hunderasse die jedem Hundehalter beim Thema „Französische Hunderassen“ sofort einfallen dürfte ist die Französische Bulldogge. Es gibt jedoch noch viele weitere Hunderassen mit französischen Wurzeln. Um welche Rassen es sich dabei handelt verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.  

10 Französische Hunderassen

Wenn Sie sich über Französische Hunderassen informieren wollen oder sogar vorhaben sich einen Hund mit französischem Ursprung anzuschaffen sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Die 10 bekanntesten Rassen haben wir unten für Sie aufgelistet.

Basset Hound

Der aus Frankreich und Belgien stammende Basset Hound wurde ursprünglich gezüchtet um als Spürhund bei der Jagd zu dienen. Da die Hunde beim Verfolgen einer Fährte die Nase dicht am Boden halten wurden Sie als Basset Hounds bezeichnet – Basset bedeutet übersetzt so viel wie „tief“ -. Heutzutage werden Basset Hounds in erster Linie als ausgeglichene Familienhunde gehalten.

Basset Hounds können eine Widerristhöhe von bis zu 38 Zentimetern- und ein Gewicht von bis zu 28 Kilogramm erreichen.

Die Hunde haben kurze Beine, einen stabilen Körperbau und lange Schlappohren, die in Kombination mit den traurig wirkenden Augen herzzerreißend niedlich wirken können. Das kurze, weiche Fell ist weiß, braun und schwarz gefleckt.

Da die Vierbeiner im Allgemeinen als dickköpfig gelten, sollte man bei der Erziehung eines Bassets ausreichend Geduld mitbringen. Beim Training kann man sich die Verfressenheit der Basset Hounds zunutze machen, die für ein Leckerlie nahezu alles tun würden. Dabei muss man aber darauf achten, dass der geliebte Vierbeiner nicht übergewichtig wird.

Hinsichtlich der Fellpflege nehmen Basset Hounds nicht viel Zeit in Anspruch. Um Infektionen oder ähnliche Probleme zu vermeiden sollte man in regelmäßigen Abständen die Ohren säubern.

Beauceron

Der auch als Berger de Beauce bekannte Beauceron stammt aus der gleichnamigen Region rund um Paris zu verdanken. Dort wurden die ersten Beaucerons bereits während des 16. Jahrhunderts als Hütehunde verwendet. Während des zweiten Weltkriegs entschied man sich dann dazu, die Hunde auch an der Front einzusetzen. Dort schätzte man die Vierbeiner für ihre Stärke, ihre Intelligenz und ihren Mut.

Mit einer Widerristhöhe zwischen 65 und 72 Zentimeter und einem Gewicht von bis zu 45 Kilogramm stellt der Beauceron eine imposante Erscheinung dar. Das kurze und dichte Fell der muskulösen Vierbeiner ist schwarz gefärbt. Auf der Brust sowie den Pfoten befinden sich hellbraune Flecken.

Außerhalb Frankreichs ist der Beauceron fast gänzlich unbekannt. Im Alltag zeigt sich der Beauceron als ruhiger und zugewandter Begleiter. Dennoch brauchen die Hunde viel Bewegung und eine konsequente Erziehung, damit Sie sich nicht selber auf die Suche nach einer Aufgabe machen und/oder unerwünschte Verhaltensweisen zeigen.

Epagneul Breton

Auch der Epagneul Breton ist eine von der FCI anerkannte französische Hunderasse. Die genaue Herkunft der Rasse liegt – wie der Name erahnen lässt – in der Bretagne. In der Vergangenheit dienten die Vierbeiner Wilderern und Bauern als zuverlässige Jagdbegleiter. Diese hatten kein Geld um sich mehrere Hunde für verschiedene Einsatzzwecke zu halten und schätzten die Vielseitigkeit des Espagneul Breton.

Die Schulterhöhe des Bretons liegt bei Rüden zwischen 47 und 52- und bei Hündinnen zwischen 46 und 51 Zentimetern. Bretons erreichen ein Gewicht von bis zu 18 Kilogramm und haben einen sportlichen Körperbau. Das Fell ist äußerst dicht und liegt entweder eng am Körper an oder ist leicht wellig. Es verfügt über eine weiße Färbung mit orangenen/hellbräunlichen Flecken

Da der Breton eine sehr aktive Hunderasse ist sollte man als Halter ebenfalls sportlich aktiv- beziehungsweise bewegungsfreudig sein. Die enge Bindung, die der Espagneul Breton zu seinem Besitzer eingeht, kann zu Problemen mit dem Alleinbleiben führen. Auch der Jagdtrieb kann eine Baustelle darstellen, an der man als Halter eines Bretons arbeiten muss.

Berger de Picardie

Ihren Namen verdankt die französische Hunderasse Ihrem ursprünglichen Herkunftsort, der „Picard-Region“ im Norden Frankreichs. Dort wurde der Berger de Picardie vor mehreren hundert Jahren als Hütehund gehalten. Die Schäfer der Region wissen die Ausdauer, den Arbeitswillen und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen bis heute zu schätzen. Während des zweiten Weltkrieges wäre der Berger de Picardie fast von der Bildfläche verschwunden. Es ist den Bemühungen engagierter Züchter zu verdanken, dass es die Rasse noch gibt.

Berger de Picardies können eine Widerristhöhe von bis zu 65 Zentimetern erreichen und wiegen zwischen 23 und 32 Kilogramm. Das raue Fell der Vierbeiner wird durch ein weiches Unterfell ergänzt, dass zuverlässigen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit bietet. Es ist kurz und dunkel gefärbt. Auch die spitzzulaufenden Ohren sind charakteristisch für diese französische Hunderasse.

Hundehalter, die nach einem bewegungsfreudigen Hund suchen, der abenteuerlustig, smart und menschenbezogen ist sollten sich den Berger de Picardie genauer anschauen. Fremden gegenüber verhalten sich die Vierbeiner misstrauisch und benötigen etwas Zeit, um warm zu werden.

Briard

Der Briard gilt unter einigen Hundehaltern als eine der ältesten Rassen. So soll die französische Hunderasse bereits seit dem 8. Jahrhundert existieren. Zu früheren Zeiten wurden die Hunde von der ländlichen Bevölkerung Frankreichs als Haus- und Hofhunde gehalten. Dabei machten die Vierbeiner nicht nur als Wach- sondern auch als Hütehunde eine gute Figur.

Aufgrund ihrer Ausdauer, ihrer Intelligenz sowie ihrer Tapferkeit wurden die Hunde während des ersten Weltkriegs auch beim Militär eingesetzt.

Der Briard hat einen kräftigen Körperbau. Bei einem Gewicht von bis zu 41 Kilogramm bei Rüden erreichen Briards eine Schulterhöhe von etwa 56 bis 70 Zentimeter. Das Fell ist entweder schwarz-, weiß-, Grau- oder schwarz- und grau- gefärbt und muss regelmäßig gebürstet werden.

Briards sind äußerst eigenständige, friedliche Hunde mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt, die eine enge Bindung zu ihrem Halter eingehen. Auch im Bezug auf Kinder gelten die sanften Vierbeiner allgemeinhin als sehr verträglich. In erfahrenen Händen und mit der richtigen Erziehung sind Briards gute Familienhunde, die sich am wohlsten fühlen, wenn sie viel Bewegung bekommen.

Basset Griffon Vendéen

Wie die meisten anderen französischen Hunderassen kann man auch beim Basset Griffon Vendeen vom Namen auf die geographische Abstammung schließen. Die Geschichte der Rasse lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals halfen sie als Jagdhunde dabei größeres Wild zu Fall zu bringen. Seit Anfang des 20 Jahrhunderts hat man sich darauf geeinigt zwei Ausprägungen des Griffons zuzulassen. So gibt es auf der einen Seite den „Grande Basset Griffon Vendeen“ und einmal die kleinere Ausführung, den „Petite Basset Griffon Vendeen“. In Deutschland ist der Griffon nur sehr selten anzutreffen. Kenner der Rasse mögen die Hunde für ihr loyales und zugewandtes Wesen. Griffons haben einen eigenen Willen und einen starken Jagdtrieb, so dass die Erziehung nicht unbedingt einfach ist.

Der Griffon gehört mit einer Widerristhöhe zwischen 60 und 69 Zentimetern zu den größeren französischen Hunderassen. Das Gewicht beträgt bis zu 30 Kilogramm. Aufgrund des langen und rauen Fells müssen die Hunde viel gebürstet werden. Das Erscheinungsbild ist edel.

Französische Bulldogge

Die Französische Bulldogge dürfte wohl eine der bekanntesten französischen Hunderassen sein. Die Hunde entstanden ursprünglich aus Kreuzungen zwischen kleinen Bulldoggen, die von englischen Arbeitern nach Frankreich gebracht wurden. Aufgrund ihres niedlichen Erscheinungsbildes und ihrer geringen Größe erfreute sich die französische Bulldogge beim Adel und den feinen Damen Frankreichs größter Beliebtheit. Unter Hundehaltern sind die Vierbeiner für ihre witzige Art und Ihr menschenbezogenes, nettes Wesen bekannt.

Mit einer Schulterhöhe von etwa 30 Zentimetern gehört die französische Bulldogge zu den kleineren Hunderassen. Das Fell ist weich und hat meist eine schwarze, weiße oder beige Farbe. Der Körperbau der Hunde ist kompakt und kräftig. Charakteristisch sind ein breiter Kopf, eine kurze Schnauze sowie große Fledermausartige Ohren.

Leider kommt es aufgrund der enormen Nachfrage der Welpen zu einer Überzüchtung, so dass viele Hunde mit Kurzatmigkeit und ähnlichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Bordeaux Dogge

Aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbilds wird die Bordeaux Dogge auch als „Französischer Mastiff“ bezeichnet. Nach Frankreich gelangten die Hunde an der Seite römischer Soldaten, die sich die Hunde als Unterstützung im Kampf hielten. Später hielt sich die adlige Bevölkerung Bordeaux Doggen als Wachhunde und zur Jagd auf Wildschweine und anderes Großwild.

Die maximale Schulterhöhe der Bordeaux Dogge liegt bei ungefähr 67 Zentimetern beim Rüden – Hündinnen sind nur geringfügig kleiner -. Bordeaux Doggen erreichen ein Maximalgewicht von 65 Kilogramm und haben einen kräftigen Körperbau sowie einen Kopf mit entsprechenden Ausmaßen. Das Fell ist kurz und je nach Zucht hell bis dunkel rot gefärbt.

Bordeaux Doggen verfügen über einen stark ausgeprägten Schutztrieb und sind ihren Besitzern treu ergeben. Die schiere Kraft in Kombination mit dem Beschützerinstinkt machen eine konsequente Erziehung erforderlich.

Papillon

Im Gegensatz zu den vorhergehenden französischen Hunderassen handelt es sich beim Papillon um einen Schoßhund, der ursprünglich aus Kreuzungen mit kleinen Spaniels entstand. In Ihrem Herkunftsland waren die Vierbeiner bei den edlen Damen der französischen Bevölkerung beliebt. Sogar auf uralten Gemälden aus dem 13. Jahrhundert soll der Künstler Gioto Papillons verewigt haben.

Das Gewicht der Zwerghunde beträgt zwischen 2 und 5 Kilogramm bei einer Widerristhöhe von etwa 28 Zentimetern. Das leicht gewellte Fell ist lang, verfügt über einen natürlichen Glanz und bedarf regelmäßiger Pflege. Die Stehohren sind charakteristisch für den Papillon.

Papillons gelten als sehr verspielte, energetische Hunde, die sich aufgrund ihres Arbeitseifers leicht trainieren lassen und auch beim Agility oder anderen Hundesportarten eine gute Figur machen. Papillons sind trotz ihrer geringen Größe mutige, wachsame Hunde, die Fremde und Besucher durch ihr bellen zuverlässig anzeigen. Darüber hinaus sind Papillons clevere, freundliche Familienhunde, die sehr menschenbezogen sind und ihren Menschen am liebsten überall hinbegleiten.

Pyrenäenberghund

Der auch unter der Bezeichnung „Patou“ bekannte Pyrenäenberghund stammt aus den Pyrenäen. Dort wurden die Vierbeiner bereits vor hunderten von Jahren gezüchtet, um die Nutztiere der Bauern zu bewachen und diese gegen Wölfe und Bären zu verteidigen. Die Furchtlosigkeit und die Geduld des Pyrenäenberghunds gelten als legendär. Durch ihr nahezu königliches auftreten und ihre ausgeglichene Art waren die Vierbeiner an den französischen Adelshäusern beliebt.

Das dichte Fell hält die Vierbeiner bei Wind und Wetter warm und hat eine weiße Färbung. Die Schulterhöhe bei Hündinnen liegt zwischen 65 und 74 Zentimeter. Rüden können sogar eine Schulterhöhe von bis zu 82 Zentimetern erreichen. Das Gewicht variiert je nach Körperbau und kann zwischen 36 und 54 Kilogramm betragen.

Auch heutzutage verrichten die Pyrenäenberghunde ihre Arbeit in den unwirtlichen, rauen Pyrenäen. Dort verbringen die Hunde Tage und Wochen allein mit Ihrer Herde. Mit Artgenossen und Kindern kommen die sanftmütigen Riesen in der Regel gut klar. Die Power und die enorme Größe der Hunde sowie deren ausgeprägter Wachtrieb machen eine gute Erziehung und eine klare Führung unersetzlich.

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