12 Extrem süße Englische Hunderassen

Ein Golden Retriever vor einer englischen Landschaft

Aus England stammen viele berühmte Hunderassen. Die meisten von Ihnen wurden- und werden als Jaghunde sowie zur Schädlingsbekämpfung gezüchtet. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen verschiedene englische Hunderassen vor.  

1. Englische Bulldoge

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Bulldoggen gehören zu den wohl bekanntesten Hunderassen weltweit. In den Vereinigten Staaten sind die Hunde sogar so begehrt, dass man die Englische Bulldogge dort im Jahr 2018 zur beliebtesten Hunderasse kürte.

Die  gezielte Zucht der Rasse begann im 17. Jahrhundert. Die Geschichte der Rasse begann allerdings deutlich früher. Bereits zu Beginn des 6. Jahrhunderts kam es zu Kreuzungen zwischen Molossern und doggenartigen Vierbeinern aus denen aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorfahren der Bulldogge entstanden.

Die Hundekämpfe bei denen man die Vierbeiner lange Zeit auf Artgenossen und sogar Bullen hetzte, wurden 1835 endgültig für illegal erklärt.

Bulldoggen sind für ihre ausgeglichen- und verspielte Art bekannt. Sie sind gut als Familienhunde geeignet und vertragen sich problemlos mit anderen Haustieren.

Obwohl die Vierbeiner manchmal etwas melancholisch wirken können, handelt es sich um aufgeweckte, lustige Zeitgenossen, die den Alltag ihrer Familie bereichern können.

Da die Hunde sehr sensibel sind, sollte man bei der Erziehung mit dem nötigen  Feingefühl vorgehen. Scharfe Kommandos oder Gehorsamkeitstraining kommen bei den gemütlichen Hunden überhaupt nicht an.

Englische Bulldoggen sind kinderlieb und als Spielpartner bestens geeignet.

Die Englische Bulldogge erreicht eine Widerristhöhe von bis zu 48 Zentimetern und bringt bis zu 30 Kilogramm auf die Waage. Das weiche Fell kann verschieden gefärbt sein und benötigt nicht viel Pflege.

Im Laufe der Zeit führten die Anforderungen der Hundekäufer dazu, dass sich das äußere Erscheinungsbild der englischen Hunderasse maßgeblich veränderte. So wurde der Kopf deutlich kürzer und faltiger. Auch die Körperform wurde quadratischer und weniger sportlich.

Diese Verwandlung lässt sich in erster Linie auf die gezielten Verpaarungen skrupelloser Züchter zurückführen, welche nicht zuletzt auch für diverse gesundheitliche Schwierigkeiten verantwortlich sind, mit denen die Bulldogge bis heute zu kämpfen hat.

2. Yorkshire Terrier

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Mit dem Beginn der Industrialisierung wurden große Jagd- und Gebrauchshunde mehr oder weniger überflüssig. Kleine Hunde hingegen, die sich zudem als Rattenfänger nützlich machen konnten wurden zu dieser Zeit immer gefragter.

Auch der Yorkshire Terrier wurde als wachsamer Schädlingsbekämpfer eingesetzt. Welche Hunderassen an der Entstehung mitwirkten lässt sich heutzutage nicht mehr nachvollziehen. Bekannt ist jedoch, dass die Zucht in der Grafschaft Yorkshire begann, der die Hunde auch ihren Namen verdanken.

Die offizielle Anerkennung des Yorkshire Terriers fand 1886 statt. Während die Hunde in den 70er Jahren überaus beliebt waren, fristet er heute eher ein Schattendasein.

Vom äußeren Erscheinungsbild des Yorkshire Terriers sollte man sich nicht täuschen lassen. Die cleveren Vierbeiner sind wachsam, überaus treu und verfügen über einen ausgeprägten Schutztrieb.

Wie fast alle Terrier neigt der Yorkie dazu viel zu bellen. Der Nachbarschaft zuliebe sollte man diese Angewohnheit frühzeitig unterbinden.

Da die Vierbeiner recht eigensinnig sind benötigt man als Halter eines Yorkshire Terriers Geduld und Durchsetzungsvermögen. Wer sich ausreichend Zeit für die Erziehung nimmt bekommt einen temperamentvollen, verschmusten, selbstbewussten Begleiter. 

Yorkshire Terrier sind kleine Hunde mit einem zierlichen Körperbau und dreieckigen, aufrecht stehenden Ohren. Die großen, dunklen Augen bringen die Herzen vieler Hundefreunde zum schmelzen und passen zum niedlichen Erscheinungsbild der Fellnasen.

Die mittellange Rute der Vierbeiner ist stark behaart und wird im Normalfall senkrecht getragen. Die Schulterhöhe beträgt 20 bis 26 Zentimeter. Das Gewicht liegt bei ungefähr 3,5 Kilogramm.

Das lange, glänzende Fell muss regelmäßig gebürstet werden. Es ist glatt und hat eine Stahlblaue Grundfarbe. Das Gesicht, die Beine und die Brust sind meist hellbraun/beige. 

3. Bullmastiff

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Auch der Bullmastiff hat sich einen Platz in unserer Liste englischer Hunderassen verdient. Die Tapferen und kräftigen Vierbeiner wurden schon vor mehreren hundert Jahren als Wach- und Jagdhunde verwendet. Es gab sogar Zeiten in denen man Bullmastiffs als Kriegshunde einsetzte.

Um den Mastiff wie wir ihn heutzutage kennen zu erschaffen kreuzte man Old English Bulldogs mit Mastiffs. Ziel war es, Hunde zu züchten, die dazu in der Lage waren, die Wildhüter bei ihrer Jagd auf Wilddiebe zu unterstützen.

Um unnötige Verletzungen zu vermeiden, achtete man darauf, ausschließlich ausgeglichene Hunde mit einer hohen Reizschwelle miteinander zu verpaaren.

Endgültig anerkannt wurde die Rasse 1955. 

Auch wenn die Hunde mächtig erscheinen, sind Bullmastiffs heutzutage deutlich sanftmütiger und menschenbezogener, als dies früher der Fall war. Diese Wesensveränderung lässt sich auf die strengen Zuchtrichtlinien zurückführen und ist der Grund, warum die Vierbeiner als wachsame Familienhunde immer beliebter werden.

Allerdings ist zum Teil viel Training notwendig, um den ausgeprägten Schutztrieb der Bullmastiffs unter Kontrolle zu bekommen.

Als Halter eines Bullmastiffs sollte man neben genügend Platz über ein gutes Durchsetzungsvermögen verfügen.

Bullmastiffs sind wahre Schwergewichte. Rüden können bis zu 70 Kilogramm wiegen und erreichen dabei eine Widerristhöhe von bis zu 65 Zentimetern. Ein breiter, kräftiger Schädel mit vielen Falten sowie ein muskulöser Körperbau sind charakteristisch für diese Rasse.

Das kurze, pflegeleichte Fell kann beige-, rötlich oder gestromt sein. Ebenfalls typisch ist die schwarze Maske sowie der verhältnismäßig kurze Fang.

Die kräftige, hoch angesetzte Rute der Vierbeiner verjüngt sich zum Ende hin und wird entweder gerade oder leicht gebogen getragen.

Bullmastiffs haben stämmige Beine, die sich nahtlos in das imposante Äußere einfügen. 

4. Beagle

Mit der Zucht des Beagles begann man aller Wahrscheinlichkeit nach schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die englischen Jagdhunde wurden von Beginn an als Meutehunde gezüchtet und kamen in erster Linie bei der Jagd auf Niederwild zum Einsatz.

Die Urahnen der mittelgroßen Hunde stammten aus Frankreich und wurden nach Kriegsende durch Britsische Soldaten mit zurück nachhause genommen. Dort kreuzte man sie mit einheimischen Hunden und schuf so den Beagle.

Obwohl die Rasse auf eine lange Historie zurückblickt kam es erst im Jahr 1890 zur Anerkennung durch den Kennel Club.

Aufgrund ihrer ausgeprägten Freundlichkeit werden Beagle bis heute als Laborhunde missbraucht. 

Falls Sie nach einer englischen Hunderasse suchen, die zu einem sportlichen und aktiven Lebensstil passt, ist der Beagle genau richtig für Sie.

Die kleinen Vierbeiner sind für jeden Spaß zu haben und verfügen über jede Menge Energie. Sie gelten als Familienhunde und stehen in vielen Ländern ganz oben auf der Liste der beliebtesten Hunderassen.

Auch wenn Beagle aussehen, als könnten Sie kein Wässerchen trüben haben die Hunde einen starken Jagdtrieb an dem man als Halter unbedingt arbeiten muss, wenn man seinem Liebling Freilauf gewähren möchte.

Darüber hinaus können Beagle dickköpfig sein, so dass ein konsequentes Training unbedingt erforderlich ist. Da Beagle zu Übergewicht neigen sollte man zudem auf die Ernährung achten.

Mit einer Schulterhöhe zwischen 33 und 41 Zentimetern gehören die Vierbeiner zu den Hunderassen mittlerer Größe. Das Gewicht der Hunde liegt zwischen 10 und 17 Kilogramm.

Die auffälligen Schlappohren sind tief angesetzt. In Kombination mit den mandelförmigen, treuen Augen prägen sie das perfekt ins Kindchenschema passende Aussehen der Hunde.

Beagle haben verhältnismäßig kurze, muskulöse Beine mit denen sie eine Spur kilometerweit verfolgen können.

Das dichte Fell ist weiß mit schwarzen und braunen/beigefarbenen Flecken. Die langen Schlappohren sowie eine aufrechte Rute gehören zu den Erkennungsmerkmalen des Beagles.

5. English Springer Spaniel

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Eine weitere englische Hunderasse, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, ist der English Springer Spaniel. Die Rasse wurde während des 19. Jahrhunderts zu Jagdzwecken gezüchtet.

Dabei hatten die Vierbeiner die Aufgabe, Wild aufzuspüren und dieses aus dem Unterholz zu treiben, um dem Jäger die Chance zu geben, dieses zu erlegen.

Der etwas eigentümlich erscheinende Name der Hunderasse lässt sich aus der Jägersprache ableiten. Als „Springing“ wird in England das „aufscheuchen“ bezeichnet.

In Deutschland kommen jährlich etwa 200-300 Springer Welpen zur Welt.  

Der English Springer Spaniel ist dafür bekannt, ein energiegeladener, ausdauernder und zugewandter Hund zu sein, der eine enge Bindung zu seinem Halter eingeht.

Die Hunde brauchen viel Beschäftigung damit sie sich wohlfühlen. Aufgrund ihrer quirligen Art eignen sich die Vierbeiner nur bedingt für eine Familie mit Kindern.

Am liebsten ist der English Springer Spaniel überall dabei, so dass es schnell zu Problemen mit dem Alleinsein kommen kann. Die meisten Rassevertreter verfügen über einen starken Jagdtrieb und durchstöbern beim gassigehen jeden Busch.

Der English Springer Spaniel ist ein mittelgroßer Hund mit langen Beinen. Er kann bis zu 25 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Schulterhöhe von circa 45 bis 55 Zentimeter.

Das seidig glänzende Fell ist von mittlerer Länge, leicht gewellt und meist weiß-schwarz oder schwarz-weiß gefärbt.

Der kräftige Hals geht in einen muskulösen Rücken über. Seine befederte Rute trägt er entweder locker herabhängend oder senkrecht. 

6. Cavalier King Charles Spaniel

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Mit einer Geschichte, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, gehört der Cavalier King Charles Spaniel zu einer der älteren englischen Hunderassen.

Wie der Name bereits erahnen lässt, waren die Hunde über lange Zeit beim englischen Adel beliebt. Bis heute hat der Cavalier King Charles Spaniel viele Fans. Insbesondere in England stehen die Hunde weit oben auf der Liste der beliebtesten Rassen.

Das die Vierbeiner so bekannt sind, haben sie unter anderem ihrem Wesen zu verdanken. So gilt der Cavalier King Charles Spaniel als äußerst leichtführig und problemlos im Umgang mit kleinen Kindern sowie Artgenossen.

Im Gegensatz zum Cocker Spaniel gibt sich der King Charles auch mit etwas weniger geistiger- und körperlicher Beschäftigung zufrieden, was nicht bedeutet, dass es sich um Couchpotatos handelt.

Das Fell ist lang und fühlt sich sehr weich an. Um nicht zu verfilzen muss es gut gepflegt werden.

Zu den Merkmalen des King Charles Spaniels gehören lange Hängeohren sowie tropfenförmige, treue Augen.

7. Airedale Terrier

Diese englische Hunderasse ist unter Hundehaltern auch als König der Terrier bekannt. Diese Bezeichnung hat der Airedale Terrier der Tatsache zu verdanken, dass es sich um die größte aller Terrier-Rassen handelt.

Zu früheren Zeiten wurden Airedale Terrier als Hüte- und Wachhunde eingesetzt. Auch bei der Jagd leisteten die Hunde großartige Dienste.

Die unabhängigen, schlauen und kraftvollen Hunde sind nicht unbedingt etwas für unerfahrene Halter, können sich aber mit der richtigen Erziehung zu loyalen Begleitern entwickeln.

Der Jagdtrieb sowie der Arbeitswille ist dem Airedale Terrier bis heute erhalten geblieben.

Da Airedale Terrier viel Bewegung benötigen, um sich wohl zu fühlen sollte man als Halter bewegungsfreudig und/oder sportlich aktiv sein.

Während sich die Vierbeiner Menschen gegenüber liebevoll, loyal und aufgeschlossen verhalten, kann es mit Artgenossen ohne gute Sozialisierung schnell zu Problemen kommen.

Das kurze, raue Fell der Hunde benötigt nur wenig Pflege. Es ist gelockt, dicht und ist bräunlich-schwarz gefärbt.

Seinem Ruf als König der Terrier wird der Airedale Terrier mit einer Schulterhöhe von circa 61 Zentimetern mehr als gerecht. Das Gewicht der Hunde kann bis zu 30 Kilogramm betragen.

8. English Cocker Spaniel

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Wenn man von Hunderassen aus England spricht darf der English Cocker Spaniel nicht fehlen.

Wie der Springer Spaniel hatte auch der Cocker Spaniel die Aufgabe, Wild zu finden und aufzuscheuchen. Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße wurden die Hunde insbesondere zur Jagd auf Waldschnepfen eingesetzt. Diese werden im englischen als „Woodcock“ bezeichnet und sind höchstwahrscheinlich für die Rassebezeichnung verantwortlich.

Wie viele Jagdhund-Rassen braucht der English Cocker Spaniel viel mentale- und körperliche Beschäftigung.

Im Gegensatz zum amerikanischen Cocker Spaniel hat der English Cocker Spaniel eine kürzere Schnauze und eine quadratische Kopfform.

Hündinnen können eine Widerristhöhe von bis zu 41 Zentimetern erreichen, während diese bei Rüden zwischen 38 und 43 Zentimetern liegt.

Bei einem Gewicht von rund 13 bis 16 Kilogramm haben die Hunde einen sportlichen Körperbau. Das Fell ist von mittlerer Länge.

9. Bullterrier

Die Geschichte der Bullterrier ist blutig. Während des 19. Jahrhunderts wurden die Vierbeiner dazu gezwungen, an Hundekämpfen teilzunehmen, um Geld für ihre Halter zu verdienen.

Heutzutage sind Bullterrier nicht mehr für ihr Kampfvermögen, sondern für ihre liebevolle und äußerst verspielte Art bekannt.

Insbesondere im Umgang mit Kindern zeigen sich die Hunde häufig sanftmütig und beschützend. Mit anderen Hunden kann es unter Umständen zu Auseinandersetzungen kommen. Diese lassen sich aber in der Regel durch eine frühzeitige Sozialisierung sowie intensives Training verhindern.

Damit Bullterrier ausgelastet sind brauchen sie viel Auslauf und müssen geistig gefordert werden.

Dem offiziellen Rassestandard zufolge können die Hunde ein Gewicht von bis zu 38 Kilogramm- und eine Schulterhöhe von etwa 45 – 55 Zentimetern erreichen. Das Fell kann viele verschiedene Farben haben. Hierzu gehören weiß, weiß-rot, braun-weiß und gestromt.

10. Whippet

Der – oftmals mit dem Greyhound verwechselten – Whippet gehört zu den kleineren Windhundrassen.

Da es der „gewöhnlichen“ Bevölkerung Englands früher verboten war mit Windhunden auf die Jagd zu gehen wurden Whippets früher von Wilderern zur Jagd verwendet.

Diese machten sich die geringe Größe der Vierbeiner zunutze und versteckten diese bei ihren verbotenen Aktivitäten zum Teil im Rucksack.

Die Vierbeiner sind vom Wesen her eher ruhig, sanftmütig und verspielt. Im Umgang mit anderen Artgenossen sowie kleinen Kindern gelten Whippets als unkompliziert.

Da Sie kaum bellen sind sie auch für die Haltung in einer Wohnung geeignet, brauchen aber dennoch viel Bewegung und Beschäftigung. Während des Freilaufs sollte man aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs immer nach Wild Ausschau halten und einen gut sitzenden Rückruf eintrainieren.

Bei einem Körpergewicht von ungefähr 6 bis 14 Kilogramm kommen die Vierbeiner auf eine Schulterhöhe von bis zu 56 Zentimetern – Rüden sind meist etwas größer als Hündinnen -.

Das Fell ist kurz und kann weiß-, schwarz-, bläulich-, beige-  oder rötlich gefärbt sein. Whippets verfügen über eine tiefe Brust und eine schmale Taille.

11. Lancashire Heeler

Geschichte und Herkunft 

Die ersten Berichte über Hunde, die dem Lancashire Heeler ähnelten stammen aus dem Jahr 1600. Experten gehen daher davon aus, dass die Rasse auf eine lange Geschichte zurückblickt. In England wurden die Vierbeiner als Treibhunde gehalten. Wie der Corgi hatten sie die Aufgabe, dass Rindvieh durch ihr energisches Vorgehen in die gewünschte Richtung zu treiben. Nachdem die Rasse zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galt, begann man damit, die Rasse von Grund auf neu zu züchten. Hierzu kreuzte man Welsh Corgis und Manchester Terrier. Im Jahr 2016 entschloss sich die FCI dazu, die Rasse als solche (wieder) anzuerkennen. 

Wesen und Erziehung 

Im Allgemeinen gilt der Lancashire Heeler als menschenbezogener, liebevoller Vierbeiner. Da die Hunde als Gebrauchshunde gezüchtet wurden, sind sie überaus arbeitseifrig und arbeiten mit einer erstaunlichen Ausdauer. Damit sich die aktiven Fellnasen wohlfühlen brauchen Sie nicht nur viel Bewegung, sondern auch geistige Beschäftigung. Für aktive Familien mit älteren Kindern sind die anpassungsfähigen Hunde gut geeignet. Unerfahrene Hundehalter, mit einem Baby oder einem anderen Haustier sollten sich lieber nach einer anderen Rasse umsehen. Da der Lancashire Heeler Fremde oder Gäste lautstark bellend begrüßt sollte man eine Gute Beziehung zu seinen Nachbarn haben. 

Äußeres Erscheinungsbild 

Beim Lancashire Heeler handelt es sich um einen widerstandsfähigen, kleinen Hund mit einem kräftigen Körperbau. Auffällig sind sowohl die verhältnismäßig großen, aufrecht stehenden Ohren sowie die hoch angesetzte Rute, welche gebogen über dem Rücken getragen wird. Auch die kurzen, stämmigen Beine zählen zu den Erkennungsmerkmalen der englischen Rasse. Das überwiegend schwarze Fell ist kurz, glatt und verfügt über rostbraune Färbung an den Beinen, dem Hals und der Brust.   Das Gewicht liegt zwischen 3 und 7 Kilogramm. Lancashire Heeler erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 30 Zentimetern. 

12. Bedlington Terrier

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Geschichte und Herkunft 

Der Bedlington Terrier stammt von den Jagdterriern der alten Römer ab. Aus alten Schriftstücken geht hervor, dass die Hunde zu früheren Zeiten als Northumerland Terrier bezeichnet wurden. In England sind die Hunde seit jeher als Jagdbegleiter bekannt. Zudem konnten sich die Vierbeiner einen Namen als Rattenfänger machen. Sie beschützten die Vorräte der Bauern vor den Nagern und deren Hühner vor diebischen Füchsen und Mardern. Vor etwa hundert Jahren fing man damit an, ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen und den Bedlington Terrier auf Ausstellungen zu präsentieren. In Deutschland gilt er als Exot. 

Wesen und Erziehung 

Der Bedlington Terrier wird als loyaler, wachsamer Begleiter mit einer kinderlieben, freundlichen Art beschrieben. Deutlich temperamentvoller verhält sich der Vierbeiner bei gemeinsamen Ausflügen in die Natur. Dort erwacht nicht nur der Jagdtrieb, sondern auch die Rauflust der Vierbeiner. Speziell Rüden können sehr dominant sein und gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Als Hundeanfänger sollte man sich nach Möglichkeit professionelle Hilfe bei der Erziehung suchen. Mit Konsequenz, Durchsetzungsvermögen und Geduld entwickeln sich Bedlington Welpen zu tollen Begleitern. Damit es bei Zusammentreffen mit Artgenossen nicht zu Problemen kommt, empfiehlt es sich an der Sozialisierung zu arbeiten und eine Hundeschule aufzusuchen. 

Äußeres Erscheinungsbild 

Wie man es von einem Jagdhund erwarten würde, ist der Bedlington Terrier ein sportlicher Hund mit einem muskulösen Körperbau. Auffällig für die Rasse ist besonders das dichte, sandfarbene Fellkleid, welches eine Wollähnliche Struktur hat. Auf eine gewisse Entfernung könnte man den Bedlington Terrier daher glatt mit einem Schaf verwechseln. Der birnenförmige Schädel ist mit zwei langen Schlappohren und großen, dunklen Augen versehen. Bei einem Stockmaß von etwa 40 Zentimetern liegt das Gewicht zwischen 8 und 11 Kilogramm. Die mittellange, spitz zulaufende Rute wird locker herabhängend getragen.

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