Englische Hunderassen

Aus England stammen viele berühmte Hunderassen. Die meisten von Ihnen wurden- und werden als Jaghunde sowie zur Schädlingsbekämpfung gezüchtet. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen verschiedene englische Hunderassen vor.  

Englische Bulldoge

Bulldoggen gehören zu den wohl bekanntesten Hunderassen weltweit.

In den Vereinigten Staaten sind die Hunde sogar so begehrt, dass man die Englische Bulldogge dort im Jahr 2018 zur beliebtesten Hunderasse kürte.

Bulldoggen sind für ihre ausgeglichen- und verspielte Art bekannt. Sie sind gut als Familienhunde geeignet und vertragen sich problemlos mit anderen Haustieren.

Im Laufe der Zeit führten die Anforderungen der Hundekäufer dazu, dass sich das äußere Erscheinungsbild der englischen Hunderasse maßgeblich veränderte. So wurde der Kopf deutlich kürzer und faltiger. Auch die Körperform wurde quadratischer und weniger sportlich.

Diese Verwandlung lässt sich in erster Linie auf die gezielten Verpaarungen skrupelloser Züchter zurückführen, welche nicht zuletzt auch für diverse gesundheitliche Schwierigkeiten verantwortlich sind, mit denen die Bulldogge bis heute zu kämpfen hat.

Dazu gehören neben Atemproblemen auch Beschwerden mit den Gelenken sowie den Augen.

Die Englische Bulldogge erreicht eine Widerristhöhe von bis zu 48 Zentimetern und bringt bis zu 30 Kilogramm auf die Waage. Das weiche Fell kann verschieden gefärbt sein und benötigt nicht viel Pflege.

Yorkshire Terrier

Auch der Yorkshire Terrier gehört zu den englischen Hunderassen, die nahezu überall auf der Welt bekannt sind.

Durch ihr niedliches Aussehen ist es kein Wunder, dass die Rasse seit jeher bei Frauen beliebt ist.

Dabei sollte man sich von vom äußeren Erscheinungsbild des Yorkshire Terriers nicht täuschen lassen.

Die cleveren Vierbeiner sind wachsam, überaus treu und verfügen über einen ausgeprägten Schutztrieb.

Yorkshire Terrier  neigen dazu viel zu bellen. Diese sollte man diese Verhaltensweise – der Nachbarschaft zuliebe – unterbinden.

Da die Vierbeiner recht eigensinnig sind sollte man als Halter eines Yorkshire Terriers über ausreichend Geduld verfügen und mit Rückschlägen beim Training rechnen. Außerdem sollte man genügend Zeit für die regelmäßige Fellpflege haben.

Bullmastiff

Auch der Bullmastiff hat sich einen Platz in unserer Liste englischer Hunderassen verdient.

Die Tapferen und kräftigen Vierbeiner wurden schon vor einigen hundert Jahren als Wach- und Jagdhunde verwendet. Es gab sogar Zeiten in denen man Bullmastiffs als Kriegshunde einsetzte.

Auch wenn die Hunde nach wie vor eine mächtige Erscheinung darstellen, sind Bullmastiffs heutzutage deutlich sanftmütiger und menschenbezogener, als dies früher der Fall war. Diese Wesensveränderung lässt sich auf die strengen Zuchtrichtlinien zurückführen und ist der Grund, warum die Vierbeiner als wachsame Familienhunde immer beliebter werden.

Allerdings ist zum Teil viel Training notwendig, um den ausgeprägten Schutztrieb der Bullmastiffs unter Kontrolle zu bekommen.

Als Halter eines Bullmastiffs sollte man neben genügend Platz über ein gutes Durchsetzungsvermögen und ausreichend finanzielle Mittel für Hundefutter verfügen.

Bullmastiffs sind wahre Schwergewichte. Rüden können bis zu 70 Kilogramm wiegen und erreichen dabei eine Widerristhöhe von bis zu 56 Zentimetern. Ein breiter, kräftiger Schädel mit vielen Falten sowie ein muskulöser Körperbau sind charakteristisch für diese Rasse. Das kurze Fell kann beige-, rötlich oder gestromt sein.

Beagle

Falls Sie nach einer englischen Hunderasse suchen, die zu Ihrem sportlichen und aktiven Lebensstil passt, ist der Beagle genau richtig für Sie.

Die kleinen Vierbeiner sind für jeden Spaß zu haben und verfügen über jede Menge Energie. Sie gelten allgemeinhin als beliebte Familienhunde und stehen in vielen Ländern ganz oben auf der Liste der beliebtesten Hunderassen.

Auch wenn Beagle aussehen, als könnten Sie kein Wässerchen trüben haben die Hunde einen starken Jagdtrieb an dem man als Halter unbedingt arbeiten muss, wenn man seinem Liebling etwas Freilauf gewähren möchte.

Darüber hinaus können Beagle äußerst dickköpfig sein, so dass konsequentes Training unbedingt erforderlich ist.

Da Beagle häufig sehr verfressen sind und zu Übergewicht neigen sollte man zudem auf die Ernährung achten.

Mit einer Schulterhöhe zwischen 33 und 41 Zentimetern gehören die Vierbeiner zu den Hunderassen mittlerer Größe. Das Gewicht beim Rüden liegt bei 10 bis 11 Kilogramm – Hündinnen wiegen etwa gleich viel-.

Das Fell ist weiß mit schwarzen und braunen/beigefarbenen Flecken. Die langen Schlappohren sowie eine aufrechte Rute gehören zu den Erkennungsmerkmalen des Beagles.

English Springer Spaniel

Eine weitere englische Hunderasse, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, ist der English Springer Spaniel.

Die Rasse wurde während des 19. Jahrhunderts zu Jagdzwecken gezüchtet. Dabei hatten die Vierbeiner die Aufgabe, Wild aufzuspüren und dieses aus dem Unterholz zu treiben, um dem Jäger die Chance zu geben, dieses zu erlegen.

Der English Springer Spaniel ist dafür bekannt, ein energiegeladener, ausdauernder und zugewandter Hund zu sein, der eine enge Bindung zu seinem Halter eingeht.

Die Hunde brauchen viel Beschäftigung damit sie sich wohlfühlen. Aufgrund ihrer quirligen Art eignen sich die Vierbeiner nur bedingt für eine Familie mit Kindern.

Am liebsten ist der English Springer Spaniel überall dabei, so dass es schnell zu Problemen mit dem Alleinsein kommen kann.

Der English Springer Spaniel kann bis zu 25 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Schulterhöhe von circa 45 bis 55 Zentimeter.

Das seidig glänzende Fell ist von mittlerer Länge, leicht gewellt und ist meist weiß-schwarz oder schwarz-weiß gefärbt.

Cavalier King Charles Spaniel

Mit einer Geschichte, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, gehört der Cavalier King Charles Spaniel zu einer der älteren englischen Hunderassen.

Wie der Name bereits erahnen lässt, waren die Hunde über lange Zeit beim englischen Adel beliebt. Bis heute hat der Cavalier King Charles Spaniel viele Fans. Insbesondere in England stehen die Hunde weit oben auf der Liste der beliebtesten Rassen.

Das die Vierbeiner so bekannt sind, haben sie unter anderem ihrem Wesen zu verdanken. So gilt der Cavalier King Charles Spaniel als äußerst leichtführig und problemlos im Umgang mit kleinen Kindern sowie Artgenossen.

Im Gegensatz zum Cocker Spaniel gibt sich der King Charles auch mit etwas weniger geistiger- und körperlicher Beschäftigung zufrieden, was nicht bedeutet, dass es sich um Couchpotatos handelt.

Das Fell ist lang und fühlt sich sehr weich an. Um nicht zu verfilzen muss es gut gepflegt werden.

Zu den Merkmalen des King Charles Spaniels gehören lange Hängeohren sowie tropfenförmige, treue Augen.

Airedale Terrier

Diese englische Hunderasse ist unter Hundehaltern auch als König der Terrier bekannt. Diese Bezeichnung hat der Airedale Terrier der Tatsache zu verdanken, dass es sich um die größte aller Terrier-Rassen handelt.

Die unabhängigen, schlauen und kraftvollen Hunde sind nicht unbedingt etwas für unerfahrene Halter, können sich aber mit der richtigen Erziehung zu loyalen Begleitern entwickeln.

Zu früheren Zeiten wurden Airedale Terrier als Hüte- und Wachhunde eingesetzt. Auch bei der Jagd leisteten die Hunde großartige Dienste.

Der Jagdtrieb sowie der Arbeitswille ist dem Airedale Terrier bis heute erhalten geblieben.

Da Airedale Terrier viel Bewegung benötigen, um sich wohl zu fühlen sollte man als Halter bewegungsfreudig und/oder sportlich aktiv sein.

Während sich die Vierbeiner Menschen gegenüber liebevoll, loyal und aufgeschlossen verhalten, kann es mit Artgenossen ohne gute Sozialisierung schnell zu Problemen kommen.

Das kurze, raue Fell der Hunde benötigt nur wenig Pflege. Es ist gelockt, dicht und ist bräunlich-schwarz gefärbt.

Seinem Ruf als König der Terrier wird der Airedale Terrier mit einer Schulterhöhe von circa 61 Zentimetern mehr als gerecht. Das Gewicht der Hunde kann bis zu 30 Kilogramm betragen.

English Cocker Spaniel

Wenn man von Hunderassen aus England spricht darf der English Cocker Spaniel nicht fehlen.

Wie der Springer Spaniel hatte auch der Cocker Spaniel die Aufgabe, Wild zu finden und aufzuscheuchen. Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße wurden die Hunde insbesondere zur Jagd auf Waldschnepfen eingesetzt. Diese werden im englischen als „Woodcock“ bezeichnet und sind höchstwahrscheinlich für die Rassebezeichnung verantwortlich.

Wie viele Jagdhund-Rassen braucht der English Cocker Spaniel viel mentale- und körperliche Beschäftigung.

Im Gegensatz zum amerikanischen Cocker Spaniel hat der English Cocker Spaniel eine kürzere Schnauze und eine quadratische Kopfform.

Hündinnen können eine Widerristhöhe von bis zu 41 Zentimetern erreichen, während diese bei Rüden zwischen 38 und 43 Zentimetern liegt.

Bei einem Gewicht von rund 13 bis 16 Kilogramm haben die Hunde einen sportlichen Körperbau. Das Fell ist von mittlerer Länge.

Bullterrier

Die Geschichte der Bullterrier ist blutig. Während des 19. Jahrhunderts wurden die Vierbeiner dazu gezwungen, an Hundekämpfen teilzunehmen, um Geld für ihre Halter zu verdienen.

Heutzutage sind Bullterrier nicht mehr für ihr Kampfvermögen, sondern für ihre liebevolle und äußerst verspielte Art bekannt.

Insbesondere im Umgang mit Kindern zeigen sich die Hunde häufig sanftmütig und beschützend. Mit anderen Hunden kann es unter Umständen zu Auseinandersetzungen kommen. Diese lassen sich aber in der Regel durch eine frühzeitige Sozialisierung sowie intensives Training verhindern.

Damit Bullterrier ausgelastet sind brauchen sie viel Auslauf und müssen geistig gefordert werden.

Dem offiziellen Rassestandard zufolge können die Hunde ein Gewicht von bis zu 38 Kilogramm- und eine Schulterhöhe von etwa 45 – 55 Zentimetern erreichen. Das Fell kann viele verschiedene Farben haben. Hierzu gehören weiß, weiß-rot, braun-weiß und gestromt.

Whippets

Der – oftmals mit dem Greyhound verwechselten – Whippet gehört zu den kleineren Windhundrassen.

Da es der „gewöhnlichen“ Bevölkerung Englands früher verboten war mit Windhunden auf die Jagd zu gehen wurden Whippets früher von Wilderern zur Jagd verwendet.

Diese machten sich die geringe Größe der Vierbeiner zunutze und versteckten diese bei ihren verbotenen Aktivitäten zum Teil im Rucksack.

Die Vierbeiner sind vom Wesen her eher ruhig, sanftmütig und verspielt. Im Umgang mit anderen Artgenossen sowie kleinen Kindern gelten Whippets als unkompliziert.

Da Sie kaum bellen sind sie auch für die Haltung in einer Wohnung geeignet, brauchen aber dennoch viel Bewegung und Beschäftigung. Während des Freilaufs sollte man aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs immer nach Wild Ausschau halten und einen gut sitzenden Rückruf eintrainieren.

Bei einem Körpergewicht von ungefähr 6 bis 14 Kilogramm kommen die Vierbeiner auf eine Schulterhöhe von bis zu 56 Zentimetern – Rüden sind meist etwas größer als Hündinnen -.

Das Fell ist kurz und kann weiß-, schwarz-, bläulich-, beige-  oder rötlich gefärbt sein. Whippets verfügen über eine tiefe Brust und eine schmale Taille.

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