Dobermann

Dobermann vor einer Haustuer

Der Dobermann ist ein loyaler Begleiter und zuverlässiger Beschützer im Ernstfall. Alle Informationen rund um die Geschichte, das Wesen sowie die Ernährung des Dobermanns erhalten Sie hier bei uns. 

Geschichte und Herkunft

Die Wurzeln des Dobermanns liegen in Deutschland, genauer gesagt in Thüringen.

Dort lebte und arbeitete der Nachtwächter Friedrich Louis Dobermann, welcher sich zur Ausübung seines Berufes auf die Suche nach einem zuverlässigen Schutzhund machte.

Da er nebenberuflich als Hundefänger tätig war, kam Louis Dobermann mit vielen Hunden in Kontakt.

Exemplare, die besonders wachsam und scharf waren, behielt er zu Zuchtzwecken in seiner Obhut. Heutzutage geht man davon aus, dass neben Pinschern und Windhunden auch Deutsche Schäferhunde, Doggen sowie Rottweiler zu den direkten Vorfahren des Dobermanns gehören.

1899 wurde in Apolda – der Heimatstadt von Louis Dobermann – der erste offizielle Rasseklub gegründet.

Im Laufe der Zeit wurden die Vierbeiner immer beliebter. Die Fähigkeiten des Dobermanns waren so herausragend, dass die Hunde sogar vom Militär und der Polizei eingesetzt wurden.

Die Anerkennung des Dobermanns als eigenständige Hunderasse durch den FCI fand 1955 statt.

Bis heute stehen viele Dobermänner im Dienst der Rettungs- und Polizeibehörden. Überwiegend gelten die Vierbeiner jedoch als wachsame Familienhunde.

Äußeres Erscheinungsbild

Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 74 Zentimetern.

Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Körperbau zwischen 30 und 35 Kilogramm.

Vom Körperbau her ist der Dobermann ein muskulöser Hund mit einem athletischen Körperbau.

Dobermänner verfügen über einen langen, kräftigen Rücken, einen ausgeprägten Stop und lange Läufe.

Das dichte Fellkleid der Energiepakete ist kurz. Es ist enganliegend und kommt in zwei Farbvarianten vor. Je nach Zuchtlinie ist es entweder schwarz oder braun mit rostroten Abzeichen an der Brust sowie den Pfoten.

Die Rute des Dobermanns ist lang und wird säbelförmig über dem Rücken getragen.

Obwohl man im Ausland nach wie vor viele Rassevertreter mit kupierten, aufrechtstehenden Ohren findet, haben Dobermänner von Natur aus Schlappohren.

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Wesen

Der Dobermann ist ein Wachhund durch und durch. Die Hunde sind tapfer, stets souverän und eignen sich hervorragend für den Schutzdienst.

Gut erzogen und sozialisiert sind die Vierbeiner alles andere als furchterweckend. Die Hunde sind friedliebend sowie äußerst einfühlsam. Sie zeigen sich gerne von ihrer besten Seite und lassen sich problemlos als kinderliebe Familienhunde halten.

Nichtsdestotrotz kann der Dobermann in Sekundenbruchteilen umschalten und in den „Verteidigungsmodus“ wechseln. Fremde werden mit einem Dobermanntypischen Argwohn – aber keinesfalls aggressiv – begrüßt.

Die arbeitsfreudigen Vierbeiner gelten als sehr intelligent. Sie wollen und müssen eine Aufgabe haben, um sich wohlzufühlen. Beim Agility, Mantrailing oder dem Schutzundsport können die Hunde zeigen was in ihnen steckt und sich auspowern.

Erziehung

Anfänger sollten vom Dobermann die Finger lassen. Rassevertreter, die keine konsequente und klare Führung erfahren zeigen sich häufig unsicher und neigen zu Verhaltensauffälligkeiten.

Wer jedoch weiß was er tut findet im Dobermann einen zuverlässigen Begleiter.

Um Ihren Welpen auf das Leben als erwachsener Hund vorzubereiten, raten wir Ihnen bereits ab der 8. Lebenswoche mit der Sozialisierung und der Erziehung zu beginnen.

Gehen Sie mit Ihrem Liebling in die Stadt, besuchen Sie den Tierarzt und gewöhnen Sie ihn an die gängigen Alltagssituationen. Indem Sie Ihren Dobermann frühzeitig an entsprechende Situationen heranführen, wird dieser auch im späteren Leben kein Problem mit diesen haben und gelassen reagieren.

Scheuen Sie sich nicht bei Problemen oder Fragen einen Hundetrainer zu konsultieren. Das Hauptaugenmerk bei der Erziehung eines Dobermanns sollte unbedingt auf dem Schutztrieb liegen.

Rassespezifische Krankheiten

Leider ist der Dobermann anfällig für eine Reihe unterschiedlicher Herzerkrankungen. Hierzu zählen unter anderem folgende Krankheiten:

Pulmonal Stenose:

Bei der sogenannten „Pulmonal Stenose“ ist die Lungenarterie verengt. Dies führt dazu, dass das Herz deutlich schneller schlagen muss, als es normal wäre. Im Laufe der Zeit weitet sich die rechte Herzkammer so weit aus, dass sich der Blutfluss reduziert. Zu den charakteristischen Symptomen einer Pulmonal Stenose gehören Herzrhythmusstörungen, Antriebslosigkeit und Leistungsschwäche. Zur Behandlung dieser Erbkrankheit stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Häufig empfiehlt der Tierarzt ein spezielles Futter. Auch eine Supplementierung mit Taurin ist in einigen Fällen sinnvoll. Je nach Gesundheitszustand kann ein operativer Eingriff helfen.

Dilatative Kardiomyopathie (DCM):

Als DCM bezeichnet man eine Kontraktionsschwäche des Herzmuskels. Im Laufe der Zeit resultiert daraus eine Erweiterung des Herzens. Da der Blutzufluss bei Hunden mit DCM deutlich schwächer ist, als bei gesunden Vierbeinern, kommt es zu Leistungsabfall und Husten. Häufig wird die Erkrankung erst spät erkannt. In besonders schweren Fällen und/oder einer Fehldiagnose kann es zum plötzlichen Herztod kommen. Grundsätzlich wird zwischen einer genetisch bedingten DCM und einer DCM aufgrund einer Infektion differenziert.

Wie alt wird ein Dobermann?

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 13 Jahren.

Ist der Dobermann ein Listenhund?

Ja, aber nur in Brandenburg. Dort zählt die Rasse zur Kategorie zwei. Das bedeutet, dass die Gefährlichkeit vermutet wird aber widerlegt werden kann.

Um einen Dobermann ohne Auflagen halten zu dürfen muss man folglich nicht nur einen Sachkundetest bestehen, sondern auch einen Wesenstest mit seinem Hund durchführen.

Ernährung

Welches Futter das richtige für Ihren Dobermann ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Bevor Sie sich für ein Futter entscheiden, sollten Sie sich Gedanken über das individuelle Aktivitätslevel, den Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners und etwaige Allergien machen.

Zudem ist es ratsam, dass Futtermittel an das Alter anzupassen. So benötigen Welpen beispielsweise ein energiereiches Futter, während man bei Hundesenioren häufig auf ein Futter mit einem niedrigeren Proteingehalt zurückgreift.

Damit Ihr Dobermann nicht zu dünn oder zu dick wird, sollte die Portionsgröße immer dem Aktivitätsgrad Ihres Lieblings entsprechen.

Kauartikel unterstützen die Zahnpflege.

Leckerlies helfen beim Training und runden die Ernährung ab, dürfen aber nur in Maßen verfüttert werden.

Stellen Sie Ihrem Dobermann immer eine Schale mit frischem Wasser zur Verfügung.

Was kostet ein Dobermann?

Wie viel Sie für Ihren Liebling bezahlen müssen hängt in erster Linie von der Zuchtstätte ab. Bei einem seriösen Züchter mit Herz und Sachverstand liegen die Preise zwischen 1200€ und 1600€.

Für diesen Preis bekommt man einen gesunden Welpen, der mit seinen Geschwistern und dem Muttertier aufwachsen durfte. Zudem sind Hunde aus guten Zuchtstätten bei der Abgabe bereits geimpft und gechippt.

Hundewelpen, die auf den einschlägigen Verkaufsplattformen angeboten werden sich nicht selten krank und/oder leiden unter Erbkrankheiten.

Wir bitten unsere Leser ausdrücklich, die Strukturen, die hinter einer Vielzahl entsprechender Inserate stecken nicht zu unterstützen.

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