Chinesische Hunderassen – Hunde aus dem Reich der Mitte

Kennen Sie alle chinesischen Hunderassen? Um herauszufinden, welche Hunderassen aus dem Reich der Mitte stammen haben wir eine intensive Recherche betrieben. Das Resultat unserer Nachforschungen stellen wir Ihnen im folgenden Artikel vor. Dort finden Sie eine Liste mit den interessantesten chinesischen Hunderassen.

8 Chinesische Hunderassen

Mit einer Geschichte die so weit in die Vergangenheit reicht, wie die Chinesische ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch eine Reihe von Hunderassen gibt, die aus dem viertgrößten Land der Welt stammen.

So haben neben dem Shar-Pei und dem Chow Chow viele weitere berühmte Rassen chinesische Wurzeln. Um welche es sich dabei handelt verraten wir Ihnen im nächsten Abschnitt.

Shar-Pei

Man geht davon aus, dass der Shar-Pei aus dem Süden Chinas stammt.

Auch wenn sich die Geschichte der Rasse nicht mit Gewissheit rekonstruieren lässt ist davon auszugehen, dass die ersten Shar-Peis bereits vor 2000 Jahren an der Seite Ihrer Menschen lebten.

Insbesondere die ländliche Bevölkerung machte sich die Wachsamkeit und den Jagdtrieb der Hunde zunutze. So wurden diese nicht nur als Wachhunde gehalten, sondern waren zudem wertvolle Begleiter bei der Jagd.

Heutzutage gilt der Shar-Peis in erster Linie als Familienhund.

Da die meisten Rassevertreter ihren Jagd- und Schutztrieb bis heute nicht verloren haben, sollten Sie über Erfahrung im Umgang mit Hunden verfügen, wenn Sie sich einen Shar-Pei anschaffen wollen.

Hat man den Jagdtrieb erstmal im Griff stellt ein Shar-Pei einen loyalen und anhänglichen Begleiter dar, der sich mit einem Mindestmaß an Auslauf zufriedengibt und über einen liebevollen Dickkopf verfügt.

Chow Chow

Die zweite chinesische Hunderasse, die wir Ihnen präsentieren möchten, ist der Chow Chow.

Die Hunderasse, die heutzutage in erster Linie für Ihre faltige Haut und eine blau gefärbte Zunge bekannt ist, lebte vor hunderten von Jahren Seite an Seite mit mongolischen und chinesischen Nomaden.

Während die Hunde damals als mutige Beschützer und ausdauernde Jäger gehalten wurden sind Chow Chows heutzutage als Familienhunde international beliebt.

Wenn Sie sich für die Anschaffung eines Chow Chows interessieren sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass es sich um unabhängige Hunde mit einem starken Willen handelt, die gut sozialisiert werden müssen und einen Halter benötigen, der Sie mit der notwendigen Konsequenz erzieht.

Pekingese

Pekingesen wurden bereits vor Jahrhunderten durch die chinesische Kaiserfamilie gezüchtet.

Seine adlige Herkunft merkt man dem Pekingesen bis heute an. Eine gewisse Arroganz lässt sich den Vierbeinern nicht absprechen.

Der Pekingese gilt als verschmuster Schoßhund, der trotz seiner geringen Größe ein vollwertiges Familienmitglied ist und am liebsten mittendrin statt nur dabei ist.

Fremden gegenüber verhalten sich die wachsamen Hunde eher reserviert.

Wie die meisten kleineren Hunde geben sich Pekingesen mit wenig Auslauf zufrieden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die intelligenten Tiere nicht beschäftigt werden möchten.

Wenn Sie einen Pekingesen bei sich zuhause haben sollten Sie kein Problem damit haben, Ihren Liebling mehrmals wöchentlich zu bürsten.

Shih Tzu

Auch diese chinesische Hunderasse wurde von Mitgliedern der Kaiserfamilie gezüchtet.

So kamen die kleinen Hunde bereits zu Zeiten der Ming Dynastie zu großer Bekanntheit.

Im Gegensatz zum Pekingesen sind Shih Tzus Fremden gegenüber äußerst aufgeschlossen und möchten sich am liebsten von jedem streicheln lassen. Es ist also kein Problem einen Shih Tzu mit ins Restaurant oder zur Arbeit zu nehmen.

Mit Ihrem weichen langen Fell und einem Gesichtsausdruck zum Dahinschmelzen wickelt der Shih Tzu sogar Skeptiker um den Finger.

Bei der Erziehung ist – wie bei jedem Hund – Geduld und Ausdauer gefragt. Shih Tzus sind sehr intelligent und haben einen ausgeprägten Dickkopf.

Etwaige Schwächen nutzen die Vierbeiner schamlos aus und das ohne das man ihnen Böse sein könnte.

Mit konsequentem Training wird aus einem Shih Tzu ein Familienhund, der aufgrund seiner Verspieltheit auch für Familien mit Kindern geeignet ist. Regelmäßige Fellpflege ist beim Shih Tzu ein Muss.

Mops

Der Mops ist eine weitere Hunderasse aus China, zu deren Merkmalen eine kurze Kopfform gehört.

Experten gehen davon aus, dass die Vorgänger des Mops wie wir ihn heute kennen bereits während der Han Dynastie gezüchtet wurden.

Dies bedeutet, dass die ersten Möpse etwa 200 Jahre vor Christie entstanden sein müssen.

Während der Renaissance fanden die ersten Rassevertreter dann schließlich Ihren Weg nach Europa, wo Sie insbesondere von der adligen Bevölkerung geschätzt wurden.

So soll unter anderem Napoleons Ehefrau einen Mops besessen haben. An Popularität hat der Mops seitdem kaum verloren. In Amerika beispielsweise steht die Rasse auf Platz 32 (von 194) auf der Beliebtheitsskala.

Vom Wesen her sind Möpse neugierig, verspielt und aufgeschlossen. In der Regel kommen die Vierbeiner mit Kindern, anderen Haustieren und fremden gleichermaßen klar.

Da viele Möpse zu Übergewicht neigen sollte man das Futter streng rationieren und auf ausreichend Bewegung achten.

Das Normalgewicht liegt je nach Geschlecht zwischen 8 und 11 Kilogramm.

Japan Chin

Obwohl der Japan Chin offiziell aus Japan stammt sind Experten sich sicher, dass es sich um eine Hunderasse mit chinesischer Herkunft handelt.

Chins erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 25 Zentimetern haben ein langes dichtes Fell, dass entweder weiß/schwarz oder weiß/rot gefärbt ist und sind kurznasig.

Die ersten Chins gelangten ab 1860 nach Europa, wo Sie heutzutage kaum noch relevant sind.

Halter eines Japan Chins berichten häufig von einem nahezu katzenartigen Verhalten Ihrer Vierbeiner. So haben die kleinen Vierbeiner unter anderem die Angewohnheit, erhöhte Schlafplätze zu erklimmen und sich dort zur Ruhe zu legen.

Größenbedingt benötigen Japan Chins nicht viel Bewegung und gewöhnen sich problemlos an das Leben in einer Wohnung.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die intelligenten Fellnasen keine Beschäftigung brauchen. Um ausgelastet zu sein sind regelmäßige Denksportaufgaben genau das richtige für einen Chin, der sich sonst schnell unwohl fühlt.

Xiasi Hund

Der Xiasi stammt aus der gleichnamigen Stadt und wurde als intelligenter Jäger und Beschützer eingesetzt.

Ausgewachsene Exemplare bringen bei einer Widerristhöhe von etwa 60-70 Zentimetern ein Gewicht von bis zu 32 Kilogramm auf die Waage.

Auch wenn die Hunde deutlich kleiner sind als beispielsweise die Tibet Dogge gehört der Xiasi mit diesen Maßen definitiv zu den größeren chinesischen Hunderassen.

Während die schlauen Hunde in Europa und den USA kaum verbreitet sind werden Sie in China nach wie vor gezüchtet.

Weder die FCI noch der AKC erkennen den Xiasi als offizielle Rasse an.

Do Khyi – Tibet Dogge

Die politische Situation rund um Tibet bleibt angespannt und die Tatsache, dass wir uns dazu entschlossen haben, die Tibet Dogge zu den chinesischen Hunderassen zu zählen spiegelt nicht unsere Meinung in diesem Konflikt dar.

Wir waren allerdings der Ansicht, dass die Tibet Dogge so außergewöhnlich ist, dass diese unbedingt erwähnt werden muss.

Wer schonmal eine Tibet Dogge auf der Straße getroffen hat weiß, was für ein mächtiges Erscheinungsbild diese imposanten Hunde darstellen.

Bei einer Widerristhöhe von 70 Zentimetern – und mehr – sowie einem Gewicht von etwa 80 Kilogramm bei ausgewachsenen Hunden gehört die Tibet Dogge unzweifelhaft zu den größten Hunderassen der Welt.

Das dichte, lange Fell dient als Schutz vor Kälte und vor Verwundungen durch Wölfe oder Bären, vor denen die Tibet Dogge die Viehherden der Tibetischen Mönche beschützte.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer Größe und ihrem Schutztrieb sind diese Vierbeiner eher etwas für erfahrene Hundehalter.

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