Briard

Das der Briard bis heute als Rettungshund verwendet wird, ist nicht weiter verwunderlich. Die Vierbeiner sind extrem leistungsfähig und sehr menschenbezogen. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen alles, was Sie über den Briard wissen müssen. 

Herkunft: Frankreich
FCI: Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde
Gewicht: 23 - 41 Kg
Widerristhöhe: 56 - 68 cm
Lebenserwartung: 10 - 12 Jahre
Fellfarbe: Schwarz, grau, weiß
Besonderheiten: Anhänglicher und intelligenter Familienhund

Herkunft und Geschichte

Wie die gleichnamige Käsespezialität stammt auch der Briard aus der französischen Region in Frankreichs Mitte. Dort wurde der Briard schon vor mehreren hundert Jahren als Hütehund gehalten.

Beweise für die lange Geschichte der Rasse stammen aus den Jahren 1387 und 1578. Im Jahr 1785 erwähnt der Forscher Comte de Buffon einen langhaarigen „Chien de Brie“ in seinen Aufzeichnungen. 1809 werden die Hunde vom Abt Rozier erstmalig als „Berger de Brie“ bezeichnet.

Sowohl während des ersten- als auch während des zweiten Weltkrieges wurden Briards als Wach- und Botenhunde des Militärs verwendet.

Bis heute sind die Hunde bei Rettungsstaffeln rund um die Welt beliebt.

Die offizielle Anerkennung des Briards erfolgte im Jahr 1896. Deutlich später, im Jahr 1975 gründete sich der „Deutsche Briard-Club“, welcher heutzutage unter dem Namen „Club für französische Hirtenhunde“ aktiv ist.

Tipp: Hier finden Sie weitere Hunderassen aus Frankreich.

Ein Briard liegt neben einem Knochen auf einer Wiese

Äußeres Erscheinungsbild

Der Briard ist ein großer Hund. Rüden können eine Schulterhöhe von bis zu 69 Zentimetern erreichen und bringen bis zu 40 Kilogramm auf die Waage.

Durch ihr üppiges Fell wirken die Hunde massig aber dennoch gut proportioniert. Es hält die Hunde auch bei extremer Kälte warm und ist leicht gelockt. Zu den erlaubten Farben gehören rehbraun, grau und schwarz.

Der Stop ist stark ausgeprägt. Rund um Schnauze und Kinn bildet sich ein charakteristischer Bart.

Ihre säbelförmige, stark befiederte Rute tragen Briards hängend.

Ein besonderes Rassemerkmal stellen die doppelten Afterkrallen dar. Diese befinden sich weit unten an den Hinterläufen und sollten regelmäßig gekürzt werden.

Briards haben mittelgroße mit langem Fell bewachsene Hängeohren.

Wesen

Von seinem Wesen her ist der Briard ein cleverer, arbeitsfreudiger Hund, der gerne etwas zu tun hat.

Briards gelten als kinderlieb und sind somit gut für Familien mit Kindern geeignet.

Obwohl die Hunde sehr aktiv sind, können Sie sich bei entsprechender Auslastung auch gut auf dem Sofa entspannen.

Fans der Hunderasse schätzen den Briard für seine Ausgeglichenheit und seine ausgeprägte Auffassungsgabe.

Mit Artgenossen und anderen Haustieren kommen die Vierbeiner gut zurecht.

Wie für Hirtenhunde üblich fühlt sich der Briard am wohlsten, wenn er bei seiner Familie ist. Seine Anhänglichkeit geht soweit, dass es zu Problemen beim Alleinbleiben kommen kann.

Freunde und andere Besucher werden laut angekündigt aber in der Regel freundlich begrüßt.

Erziehung

Es versteht sich von selbst, dass die Erziehung bei einem so kräftigen Hund wie dem Briard das A und O ist.

Um Ihren Liebling zur Leinenführigkeit zu erziehen und ihm die gängigen Kommandos beizubringen, sollten Sie immer nach dem Prinzip der positiven Bestärkung vorgehen.

Mit einer „harten Hand“ und unfairem Verhalten erreicht man beim Briard nicht das was man eigentlich möchte.

Die Beziehung zwischen Hund und Halter sollte auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt beruhen.

Wir empfehlen Ihnen den Besuch einer Hundeschule. Insbesondere für Welpen ist das Zusammentreffen mit Artgenossen wichtig. So lernt Ihr Vierbeiner spielerisch den Umgang mit anderen Hunden und Sie werden von Kompetenten Trainern in der Hundesprache geschult.

Rassetypische Krankheiten

Beim Briard besteht die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie.

Eine HD kommt bei relativ vielen größeren Hunderassen vor und kann im fortgeschrittenen Stadium zu starken Schmerzen und einer verminderten Lebensqualität führen.

Um die Gesundheit der Rasse nicht weiter zu gefährden, wurden die Zuchtauflagen mittlerweile angepasst. Sogenannte Zuchtwarte sind dafür verantwortlich, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren und etwaige Verstöße zu melden.

Eine Haltungsbedingte HD kann durch entsprechende Maßnahmen während der Wachstumsphase verhindert werden.

Eine weitere Rassetypische Krankheit stellt CNSB dar. CNSB ist eine Netzhauterkrankung, die eine vollständige Erblindung des betroffenen Vierbeiners zur Folge haben kann.

Wie alt wird ein Briard?

Der Briard kann zwischen 10 und 12 Jahre alt werden.

Ernährung

Bewegungsfreudig wie der Briard nun mal ist benötigt er jede Menge Energie. Damit Ihr Liebling bei gemeinsamen Erkundungstouren Vollgas geben kann, sollten Sie ihm hochwertiges Hundefutter kaufen.

Anzeichen für eine gute Qualität sind ein hoher Fleischgehalt, natürliche Zusatzstoffe sowie vollkommene Transparenz bezüglich der Futterzusammensetzung.

Auch wenn nichts gegen eine Fütterung mit Feucht- oder Trockenfutter spricht, gibt es immer mehr Hundehalter, die ihren Briard barfen. Bei dieser Form der Ernährung landen neben frischem Fleisch auch Innereien, Öle sowie Obst und Gemüse im Napf.

Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten Sie sich unbedingt mit der richtigen Ernährung von Hunden auseinandersetzen oder sich einen Ernährungsplan ausarbeiten lassen.

Belohnungen aus Trockenfleisch, Käse und Co. dürfen ebenso wenig fehlen, wie Kauartikel und ein stets gefüllter Wassernapf.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – Wirestock

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