Boston Terrier: Größe, Wesen und Erziehung

Nahaufnahme eines Boston Terriers

Der Boston Terrier ist ein aufgeschlossener, loyaler Zeitgenosse und gehört zu den Amerikanischen Hunderassen. In unserem Steckbrief klären wir Sie über die Eigenschaften und Besonderheiten des Boston Terriers auf. 

Herkunft: Vereinigte Staaten
FCI: Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
Gewicht: 7 - 11 Kg
Widerristhöhe: 38 - 43 cm
Lebenserwartung: 13 - 15 Jahre
Fellfarbe: schwarz oder gestromt
Besonderheiten: Mit hohen Temperaturen können die Hunde nicht gut umgehen

Herkunft und Geschichte des Boston Terriers

Da der Boston Terrier erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand, lässt sich seine Geschichte leicht nachverfolgen. Leider ist diese eng mit den zu dieser Zeit nahezu weltweit stattfindenden Hundekämpfen verknüpft.

In den USA waren Hundekämpfe zwar seit 1826 verboten, fanden aber dennoch in Kellern und Hinterhöfen statt.

Auf der Suche nach einem brauchbaren Kampfhund begann man damit weiße englische Terrier mit englischen Bulldogen zu kreuzen. Die Hunde, die bei diesen Zuchten entstanden, bezeichnete man als „American Bullterrier“ und/oder „Boston Bulldog“.

Vom Kampfhund zum Familienliebling

Die Anerkennung des Boston Terriers als eigenständige amerikanische Hunderasse erfolgte im Jahr 1893.

Mit der Zeit wurden Französische Bulldoggen eingekreuzt. Ziel dieser Maßnahme war es, denn Boston Terrier zu einem alltagstauglichen Familienhund zu machen.

Das Vorhaben gelang und der Boston Terrier wurde auch nach dem endgültigen Ende der Hundekämpfe weiter gezüchtet.

Merkmale, Fell und Farben des Boston Terriers

Ein Boston Terrier steht im Wald

Typisch für die Rasse ist ein großer Kopf mit einer kurzen Schnauze und dunklen, runden Augen.

Die charakteristischen Stehohren werden von Fans der Rasse auch als „Fledermausohren“ bezeichnet und tragen zum unverwechselbaren Erscheinungsbild der niedlichen Vierbeiner bei.

Eine weitere Besonderheit stellt die Rute der Vierbeiner dar. Diese ist entweder kurz und gerade oder als sogenannte „Schraubenrute“ ausgebildet.

Das kurze Fell der Hunde ist enganliegend und pflegeleicht.

Es kann

  • gestromt
  • braun
  • grau
  • oder schwarz sein

und weist weiße Abzeichen auf.

Wie groß wird ein Boston Terrier?

Bei einer Widerristhöhe zwischen 38 und 43 Zentimetern erreicht der Boston Terrier ein Gewicht von maximal 11 Kilogramm. Damit gehört er zu den kleineren Rassen.

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Wesen und Charakter des Boston Terriers

Die wichtigsten Eigenschaften im Überblick: 

  • Clever
  • Temperamentvoll
  • Freundlich
  • Anpassungsfähig
  • Neugierig
  • Verspielt

Der Boston Terrier ist ein aufgeweckter, verspielter Zeitgenosse, der für jeden Spaß zu haben ist.

Anpassungsfähig wie der Boston Terrier ist, lässt er sich problemlos überall mit hinnehmen und eignet sich somit hervorragend für Menschen, die nach einem Bürohund suchen.

Aufgrund ihrer ausgesprochen hohen Intelligenz benötigen die Vierbeiner ausreichend mentale Beschäftigung. Tricks und kleine Kunststücke lernen die Fellnasen im Handumdrehen.

Trotz seiner Größe ist der Boston Terrier ein selbstbewusster Hund, der sich von größeren Artgenossen nicht unterbuttern lässt.

Im Gegensatz zu manch anderen kleinen Hunden gilt der Boston Terrier nicht als Kläffer.

Ist der Boston Terrier ein Familienhund?

Ja, der Umgang mit Fremden und Kindern stellt für den aufgeschlossen Vierbeiner kein Problem dar. Insbesondere, wenn der Boston Terrier mit Kindern aufwächst muss man sich um das spätere Zusammenleben kaum Sorgen machen.

Ist der Boston Terrier ein Listenhund?

Nein! Obwohl er früher als Kampfhund auf Artgenossen gehetzt wurde wird der Boston Terrier in keinem deutschen Bundesland als Listenhund geführt. Die Hunde sind nicht aggressiv und fallen statistisch gesehen kaum auf.

Erziehung und Sozialisierung

Ein Boston Terroer liegt neben einem gelben Ball auf einer wiese

Bei der Erziehung Ihres Lieblings sollten Sie sich nicht nur auf die gängigen Grundkommandos wie Sitz, Platz und bleib sondern auch auf die Sozialisierung konzentrieren.

Indem Sie Ihren Vierbeiner bereits im Welpenalter an das Alleinbleiben, den Tierarzt und andere Alltagssituationen gewöhnen, legen Sie das Fundament für ein stressfreies Leben als Hundehalter.

Da Boston Terrier äußerst sensibel sein können, ist es am besten sich bei der Erziehung an die neusten Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung zu halten und auf unnötige Härte zu verzichten.

Hilfe bei der Erziehung finden Sie entweder bei einem Hundetrainer oder in der Hundeschule.

Letztere ist darüber hinaus eine ideale Anlaufstelle, wenn Sie wollen, dass Ihr Welpe Kontakt mit anderen Hunden bekommt. Bei Welpen Spielstunden kann Ihr Boston Terrier mit anderen Vierbeinern toben und lernt somit spielerisch, wie er mit diesen umzugehen hat.

Rassetypische Krankheiten beim Boston Terrier

Durch die wahllose Verpaarung teils kranker Elterntiere und einem zweifelhaften Schönheitsideal wurde die Schnauze der Hunde immer kürzer gezüchtet.

Was einige Hundehalter als ästhetisch empfinden, führt dazu, dass Boston Terrier aus Qualzuchten unter Atemproblemen leiden und nicht mehr dazu in der Lage sind, bei Hitze ihre Körpertemperatur herunterzufahren.

Darüber hinaus ist die Rasse von einer ganzen Reihe weiterer Erbkrankheiten wie Augen- und Wirbelsäulenerkrankungen betroffen.

Wichtig: Um dem Treiben skrupelloser Vermehrer ein Ende zu setzen und Tierarztkosten zu sparen sollten Sie ausschließlich Welpen von seriösen Züchtern mit dem nötigen Sachverstand kaufen oder aus dem Tierheim adoptieren.

Lebenserwartung: Wie alt wird ein Boston Terrier?

Der Boston Terrier wird zwischen 13 und 15 Jahre alt.

Ernährung: Das richtige Futter für den Boston Terrier

Wie wir Menschen benötigen auch Hunde eine gesunde Ernährung. Gutes Hundefutter sollte nicht nur alle wichtigen Nährstoffe enthalten, sondern auch frei von Zusatzstoffen wie beispielsweise künstlichen Vitaminen sein.

Ein hoher Fleischanteil ist ebenso wichtig, wie die richtige Menge an Obst und Gemüse, welches insbesondere beim Barfen eine Rolle spielt.

Boston Terrier, die ausgewogen ernährt werden, erkranken seltener und erreichen meist ein höheres Alter als Hunde, die minderwertiges Futter bekommen.

Durchfall, Erbrechen sowie Juckreiz können auf eine Futtermittelunverträglichkeit hindeuten und sollten dementsprechend ernst genommen werden.

Auch wenn Leckerlies hin und wieder in Ordnung sind ist es wichtig, diese in den täglichen Energiebedarf einzurechnen. So können Sie verhindern, dass Ihr Vierbeiner rund und träge wird.

Frisches Wasser sollte jederzeit zugänglich sein.

Bei der Wahl eines geeigneten Futters kann Ihnen Ihr Tierarzt mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was kostet ein Boston Terrier?

Quelle: depositphotos.com – Judithdz

Wer einen Boston Terrier von einem Züchter des VDHs kaufen möchte, bezahlt zwischen 1400€ und 2000€

Der Welpe den man für diese Summe bekommt wurde unter besten Bedingungen großgezogen, ist gechippt und hat bereits seine ersten Impfungen erhalten.

Von den unseriösen Angeboten auf diversen Internetportalen sollte man als Hundefreund Abstand nehmen. Diese werden überwiegend von Hobbyzüchtern sowie Vermehrern geschaltet, welche Welpen ohne Papiere verkaufen und sich nicht um das Tierwohl scheren.

Unterschiede zwischen Boston Terrier und französischer Bulldogge

Zunächst erscheinen die französische Bulldogge und der Boston Terrier aufgrund ihrer Größe sehr ähnlich.

Bei genauerer Betrachtung ergeben sich jedoch einige prägnante Unterschiede. So verfügt die französische Bulldogge über deutlich mehr Muskelmasse und einen breiteren Knochenbau.

Auch die großen „Fledermausohren“, des Frenchies unterscheiden sich von den spitzen, kleineren Ohren des Boston Terriers.

Letzterer hat zudem deutlich längere Läufe als die französische Bulldogge.

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Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com –  Wirestock

pexels.com – erik mclean

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