6 Bekannte Australische Hunderassen

Ein Hund im australischen Outback

Neben dem Dingo, dem Kelpie und den berühmten Cattle Dogs gibt es noch weitere Hunderassen aus Australien. Wenn Sie auf der Suche nach einer australischen Hunderasse sind oder sich einfach nur für verschiedene Rassen im Allgemeinen interessieren sind Sie bei uns genau richtig. Einige der bekanntesten australischen Hunderassen stellen wir Ihnen im folgenden Artikel vor.

Hund aus Australien mit Rindern

1. Australian Kelpie

Kelpies entstanden ursprünglich aus Verpaarungen kleinerer Hunde mit aus Schottland stammenden Collies. Ziel dieser Kreuzungen war es, widerstandsfähige Hunde mit einem hohen Arbeitswillen zu erschaffen.

Um dem Arbeitseifer der Vierbeiner gerecht zu werden sollte man als Halter bereits über Erfahrungen im Umgang mit Hunden verfügen.

Da die Vierbeiner sehr viel Auslauf benötigen sind sie für die Wohnungshaltung nicht geeignet. Kelpies sind von mittlerer Größe und erreichen ein Gewicht von ungefähr 12 – 20 Kilogramm.

Die Kopfform der Vierbeiner ähnelt der eines Fuchses. Das Fell ist kurz, verfügt jedoch über eine dichte Unterwolle, die den Kelpie zuverlässig vor Wind und Wetter schützt. Es kann unterschiedlich gefärbt sein. Das Farbspektrum reicht von Schwarz über Rot bis hin zu cremefarben.

Quelle: adogslifephoto – depositphotos.com

2. Australian Cattle Dog

Der Australian Cattle Dog ist eine der wohl berühmtesten australischen Hunderassen. Unter Hundehaltern sind die Vierbeiner für ihren einzigartigen Arbeitswillen berühmt. Die Vorfahren der Vierbeiner wurden von englischen Einwanderern nach Australien gebracht.

Da sie nicht mit der Hitze und der rauen Gegend klarkamen, begann man damit, diese mit anderen Hunderassen zu verpaaren. Das Ergebnis war der robuste, schlaue und ausdauernde Cattle Dog wie man ihn heutzutage kennt.

Damit sie sich wohlfühlen benötigen die Vierbeiner unbedingt eine Aufgabe. Hierzu eignen sich Agility oder andere actiongeladene Hundesportarten.

Mit der entsprechenden Erfahrung und einem Training, dass auf positiver Verknüpfung basiert lassen sich die Hunde gut erziehen.

Australian Cattle Dogs haben eine athletische Statur. Die Widerristhöhe liegt bei bis zu 51 Zentimetern. Das Gewicht beträgt etwa 16 Kilogramm.

Zu den charakteristischen Erkennungsmerkmalen der Hunderasse gehört ein breiter Schädel mit stehenden Ohren sowie ein kurzes Fell, dass rot oder blau gesprenkelt ist und mit lohfarbenen Abzeichen versehen ist.

Quelle: CaptureLight – depositphotos.com

3. Australian Silky Terrier

Das der Australian Silky Terrier eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Yorkshire Terrier hat lässt sich nicht bestreiten. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da beide Rassen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander stehen.

Wer einen Schoßhund sucht, sollte sich keinen Silky Terrier anschaffen. Auch wenn die kleinen Hunde eine enge Bindung zu ihrem Halter entwickeln sind sie unabhängig, clever und stecken voller Power.

Wie die meisten Terrier buddelt der Silky Terrier leidenschaftlich gerne Löcher, so dass es sinnvoll sein kann hierzu, einen eigenen Bereich im Garten einzurichten.

Zu den gängigsten „Baustellen“ gehört der ausgeprägte Jagdtrieb sowie die Tatsache, dass viele Silky Terrier kleine Kläffer sind.

Damit das glatte, seidige Fell sein edles Aussehen behält muss dieses regelmäßig durchgebürstet werden. Die Fellfarbe bezeichnet man als Loh und Blau.

Bei Rüden beträgt die Schulterhöhe 23 bis 26 Zentimeter. Hündinnen sind meist etwas kleiner.

Quelle: von den grauen Anfurten

4. Australian Terrier

Auch der Australian Terrier ist eine von der FCI anerkannte australische Hunderasse. Tatsächlich handelt es sich sogar um die erste offiziell anerkannte Hunderasse vom roten Kontinent.

Wie die Cattle Dogs, wurde auch der Australian Terrier ursprünglich von britischen Einwanderern importiert.

Da die Vierbeiner große Probleme mit den Bedingungen im australischen Busch hatten kreuzte man diese mit robusteren Hunden, bis schließlich der Australian Terrier entstand.

Ihre Hauptaufgabe war die Schädlingsbekämpfung. Vom Wesen her ähneln die Vierbeiner den Cattle Dogs. Sie sind zwar etwas kleiner, aber genauso furchtlos, clever und draufgängerisch. Obwohl man es ihm nicht ansieht, verfügt der Australian Terrier über einen Jagdtrieb, den man nur mit viel Training unter Kontrolle bekommt.

Die Widerristhöhe liegt zwischen 23 und 28 Zentimetern. Das Fell ist mittellang, wellig und kann schwarz, blau oder rot gefärbt sein. Auch eine Kombination aus zwei Farben ist möglich.

5. Tenterfield Terrier

Auch der Tenterfield Terrier hatte ursprünglich die Aufgabe, sich um Mäuse, Ratten und anderes Ungeziefer zu kümmern.

Die Vorfahren der Hunde gelangten mit britischen Einwanderern nach Australien und wurden seit jeher als Farmhunde gehalten.

Der Tenterfield Terrier sieht dem Jack Russell Terrier nicht nur zufällig ähnlich, sondern ist tatsächlich mit diesem verwandt.

Vom Wesen her sind die Hunde freundlich, verspielt, anpassungsfähig und mutig.

Tenterfield Terrier sind klein und von drahtiger Statur. Sie haben kein Unterfell. Das Deckhaar ist kurz und meist weiß-schwarz-, oder weiß-beige-gefärbt.

6. Dingo

Von Experten wird der australische Dingo immer wieder als die wohl ursprünglichste Hundeform der Welt bezeichnet. Die Vierbeiner sollen schon vor mehr als 3000 Jahren als Haushunde gehalten worden sein und verwilderten dann im Laufe der Zeit.

Obwohl es sich beim Dingo mehr oder weniger um eine australische Hunderasse handelt gibt es bezüglich der Domestizierung große Bedenken.

Diese fußen nicht zuletzt auf der Tatsache, dass man durch die andauernden Kreuzungen von Dingos mit anderen Hunderassen davon ausgehen muss, dass dieser früher oder später von der Bildfläche verschwinden wird.

Nichtsdestotrotz gibt es Regionen, in denen es – nach vorhergehender Beantragung – erlaubt ist, Dingos als Haustiere zu halten.

Das Gewicht liegt bei bis zu 20 Kilogramm. Das kurze Fell ist üblicherweise kurz, hat eine rote bis sandfarbene Färbung und ist mit weißen Abzeichen auf der Brust oder an den Pfoten versehen. In seltenen Fällen gibt es Dingos mit schwarzem Fell.

Achtung: In Europa ist die Haltung von Dingos prinzipiell verboten.

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