Amerikanische Hunderassen

Wenn Sie mehr über Amerikanische Hunderassen erfahren wollen, sind Sie bei uns genau richtig. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die bekanntesten Hunderassen aus Amerika und deren Eigenschaften vor. 

American Bulldog

Geschichte und Herkunft

Die „American Bulldog“ ist die erste Amerikanische Hunderasse, die wir Ihnen vorstellen wollen. Zu den Vorfahren der Rasse zählen sowohl französische als auch englische Bulldoggen. Eine offizielle Anerkennung der Rasse durch die FCI steht bis heute aus. Obwohl die amerikanische Bulldogge viele Fans hat, scheint es nach wie vor keine Lobby für die eindruckserweckenden Vierbeiner zu geben. Darüber hinaus wird die Gesundheit der Rasse durch skrupellose Vermehrer gefährdet, die ohne Sinn und Verstand Welpen produzieren.

Wesen und Erziehung

In den richtigen Händen zeigt sich die Amerikanische Bulldogge als ausgeglichene, wachsame und clevere Hunderasse. Nicht zuletzt aufgrund ihrer schieren Kraft und ihres ausgeprägten Schutztriebs sollte man als Halter über ausreichend Hundeerfahrung verfügen. Bulldoggen, die frühzeitig erzogen werden, lassen sich problemlos als Familienhunde halten. Bei Kindern im Haushalt übernimmt die Amerikanische Bulldogge gern die Position einer vierbeinigen Hebamme. Leider hat die Rasse nach wie vor mit einigen Vorurteilen zu kämpfen. Als Halter einer American Bulldog sollten Sie folglich auf Konfrontationen mit Skeptikern vorbereitet sein.

Äußeres Erscheinungsbild

Die American Bulldog ist wahrlich eindruckserweckend. Erwachsene Hunde können stattliche 60 Kilogramm Körpergewicht erreichen und kommen auf eine Widerristhöhe zwischen 58 und 70 Zentimetern. Der breite, nahezu kastenförmige Schädel passt gut zum massigen Körperbau. Das Fell ist kurz, pflegeleicht und entweder cremefarben, weiß oder braun. Zu den typischen Erkennungsmerkmalen gehören zwei lange Schlappohren, ein faltiges Gesicht mit ausgeprägten Lefzen und ein kräftiger Brustkorb. Die tief angesetzte, spitzzulaufende Rute wird meist aufrecht getragen.

American Hairless Terrier

Geschichte und Herkunft

Auch diese amerikanische Hunderasse wurde bis heute nicht durch die FCI anerkannt. Im Jahr 2004 konnten Fans der Rasse allerdings eine Registrierung durch den United Kennel Club bewirken. Als Vorfahren dieser sehr jungen Rasse gelten Fox, Rat- und Manchester-Terrier. Mit der Zucht des American Hairless Terriers begann man, nachdem im Jahr 1988 eine komplett haarlose Rat-Terrier Hündin geboren wurde. Die Besitzer waren so fasziniert von ihrem Vierbeiner, dass sie anfingen zu züchten. Obwohl die Rasse besonders bei Allergikern beliebt ist, ist der American Hairless Terrier extrem selten.

Wesen und Erziehung

Wie es der Name erahnen lässt, ist der American Hairless Terrier ein quirliger und temperamentvoller Zeitgenosse, mit einem hohen Bewegungsdrang. Aktive Hundehalter, die gerne Fahrradfahren, joggen oder Wandern werden im Hairless Terrier einen guten Begleiter finden. Da die Hunde früher bei der Bekämpfung von Ratten und anderen Schädlingen halfen, sollte man mit Kleintieren im Haushalt Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus gelten die Vierbeiner als Anfängerfreundlich und loyal.

Äußeres Erscheinungsbild

Vom Äußeren Erscheinungsbild her ähnelt der Amerikanische Nackthunde dem Rat Terrier. Dies ist natürlich nicht weiter verwunderlich, wenn man das enge Verwandtschaftsverhältnis beider Rassen bedenkt. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Widerristhöhe zwischen 36 und 47 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei bis zu 12 Kilogramm. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Vierbeiner komplett haarlos sind. Bereits wenige Wochen nach der Geburt verlieren die Welpen ihr Fell und leben fortan ohne weiter. Während der Sommerzeit verfärbt sich die Haut dunkel.

Catahoula

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte dieser amerikanischen Hunderasse ist geheimnisvoll. Einige Experten vermuten, dass der Catahoula durch die Indianer gezüchtet wurde. Der Legende nach sollen Greyhounds, Molosser und die Hunde der Ureinwohner zu den Vorfahren der Rasse gehören. Ob dies stimmt oder ob der Catahoula durch Kreuzungen zwischen französischstämmigen Beaucerons und Ureinwohnerhunden entstand bleibt ungewiss. Fakt ist, dass die Vierbeiner geborene Hüte- und Jagdhunde sind, die insbesondere in den Südstaaten verbreitet sind. Obwohl die Rasse bereits durch den United Kennel Club anerkannt wurde, steht die Anerkennung durch den FCI noch aus.

Wesen und Erziehung

Bevor Sie sich in den Catahoula verlieben, sei Ihnen gesagt, dass es sich nicht um eine Anfängerrasse handelt. Catahoulas sind eigenständige Arbeitshunde, die über einen starken Territorialtrieb verfügen und sehr sensibel sind. Am wohlsten fühlt sich der Catahoula, wenn er mit Sachverstand gefordert und gefördert wird. Entsprechend erzogen und sozialisiert bekommt man einen mutigen, loyalen und neugierigen Hund, der eine enge Beziehung zu seinen Zweibeinern eingeht. Da Catahoulas viel Bewegung brauchen empfiehlt sich ein Wohnsitz auf dem Land oder zumindest ein mittelgroßer Garten in dem getobt werden kann.

Äußeres Erscheinungsbild

Mit einer Schulterhöhe von 55 bis 61 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 43 Kilogramm kann man den Catahoula zu den mittelgroßen Rassen zählen. Die Hunde hinterlassen einen eleganten, sportlichen Eindruck. Besonders leicht zu erkennen sind Catahoulas an ihrer speziellen Fellfarbe. Leider werden nach wie vor Hunde in Red Merle und Blue Merle gezüchtet. Beide Farben basieren auf einem Gendefekt, so dass viele Hunde mit diesem Fell Blind und/oder Taub auf die Welt kommen. Viele – aber nicht alle – Rassevertreter haben strahlend blaue Augen.

Chesapeake Bay Retriever

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte dieser amerikanischen Hunderasse lässt sich bis ins Jahr 1803 zurückverfolgen. Zu dieser Zeit wurde der Chesapeake Bay Retriever in der Nähe von Washington DC. Erschaffen. Hauptaufgabe der wasseraffinen Hunde war es, geschossene Wildvögel aufzuspüren und zu apportieren. Da er seine Arbeit sogar unter widrigsten Wetterbedingungen erledigte wurde er schnell auch im Rest der Vereinigten Staaten bekannt. Die offizielle Anerkennung durch die FCI erfolgte im Jahr 1964. Außerhalb der USA ist der Chesapeake Retriever bis heute sehr selten.

Wesen und Erziehung

Von seinem Jagdinstinkt hat der Chesapeake Bay Retriever nichts verloren. Das Apportieren liegt den arbeitsfreudigen Hunden im Blut und sollte entsprechend gefördert werden. Auch darüber hinaus brauchen die Vierbeiner ein gewisses Beschäftigungsprogramm, um nicht auf Dumme Ideen zu kommen. Fans der Rasse beschreiben den Bay Retriever als freundlich, clever, kinderlieb und tapfer. Wie bei allen Hunderassen sollte man auch beim Bay Retriever frühzeitig mit der Erziehung beginnen. Spezielle Kenntnisse sind nicht erforderlich, so dass sich die Rasse ausdrücklich für Anfänger eignet.

Äußeres Erscheinungsbild

Rein optisch besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Chesapeake Bay Retriever und dem englischen Labrador Retriever. Ausgewachsene Bay Retriever werden bis zu 32 Kilogramm schwer und können eine maximale Schulterhöhe von 57 Zentimetern erreichen.  Zu den typischen Merkmalen der mittelgroßen Hunderasse gehören ein kräftiger Körperbau, dichtes, leicht welliges Fell und bernsteinfarbene Augen. Beim Streicheln fühlt sich das Fell aufgrund einer natürlichen Schutzschicht leicht „ölig“ an. In Kombination mit der dichten Unterwolle hält es die Hunde beim Schwimmen warm und weitestgehend trocken. Beige, braun und rot sind als Fellfarben zugelassen.

Boykin Spaniel

Geschichte und Herkunft

Wie viele andere amerikanische Hunderassen ist auch der Boykin Spaniel noch nicht durch die FCI anerkannt. Dies liegt wohl unter anderem daran, dass die Rasse relativ jung ist. Tatsächlich wird der Boykin Spaniel erst seit 1960 Jahrhunderts gezüchtet. Als Urväter der Rasse gelten Retriever-ähnliche Hunde sowie verschiedene Spaniel-Arten. Ziel dieser Kreuzungen war es, apportierfreudige Jagdhunde zu erschaffen. In South Carolina – dem Heimatstaat des Zuchtbegründers „Lemuel Whitaker Boykin“ – verehrt man den Boykin Spaniel als offiziellen State Dog. In Deutschland gibt es unseres Wissens nach keine Boykin Spaniels.

Wesen und Erziehung

Das Jagen liegt dem Boykin Spaniel im Blut. Beim Stöbern, Aufscheuchen und Apportieren ist der temperamentvolle Hund voll in seinem Element. Wie so manch anderer Jagdhund hat auch der Boykin eine starke Affinität zum Wasser. Im Alltag ist er ein menschenfreundlicher, intelligenter und gut gelaunter Hund. Da einige Rassevertreter dazu neigen, ihre Grenzen auszutesten, sollte man als Halter eines Boykins durchsetzungsstark und konsequent sein. Sowohl mit Kindern als auch mit anderen Hunden verträgt sich der Boykin gut.

Äußeres Erscheinungsbild

Der Boykin Spaniel ist ein kompakter, athletisch gebauter Hund, der sich auch in schwierigem Terrain sicher und schnell fortbewegen kann. Die Schulterhöhe der mittelgroßen Vierbeiner liegt zwischen 35 und 45 Zentimetern. Rüden können bis zu 18 Kilogramm schwer werden. Hündinnen bleiben in der Regel etwas kleiner. Ihr Gewicht liegt zwischen 11 und 16 Kilogramm. Das Fell ist leicht gewellt und von mittlerer Länge. Es ist leberfarben bis Schokobraun. Einige Hunde verfügen über weiße Abzeichen an der Brust oder den Pfoten.

Boston Terrier

Geschichte und Herkunft

Wie viele amerikanische Hunderassen gibt es den Boston Terrier erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Aufzeichnungen zufolge ist die Hunderasse aus Kreuzungen zwischen Englischen Bulldoggen und Englischen Terriern entstanden. Im Laufe der Zeit kreuzte man zudem Französische Bulldoggen ein. Ursprünglich waren die Vierbeiner für die Schädlingsbekämpfung in amerikanischen Textilproduktionen verantwortlich. Mittlerweile ist aus dem Rattenfänger ein beliebter Familienhund geworden. Im Jahr 1979 wählte man den Boston Terrier zum offiziellen State Dog des Bundesstaates Massachusetts.

Wesen und Erziehung

Mit einem Boston Terrier wird einem mit Sicherheit niemals langweilig. Die quirligen Vierbeiner verhalten sich stets freundlich, so dass Begegnungen mit anderen Hunden oder Kleintieren in der Regel unkompliziert verlaufen. Sein Zuhause betrachtet der Boston Terrier als sein Reich! Der Postbote, Besucher sowie Fremde werden lautstark angekündigt, befinden sich jedoch nicht in Gefahr. Wer Interesse an Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Dog Dancing hat, findet im Boston Terrier den idealen Begleiter. Im Allgemeinen gilt der Boston Terrier als ausgeglichen und Anfängerfreundlich.

Äußeres Erscheinungsbild

Auch wenn er neben einer Deutschen Dogge aussieht, wie ein Zwerg gehört der Boston Terrier zu den doggenartigen Hunden. Auffällig sind sowohl die großen Fledermausohren, eine niedliche Stummelrute sowie ein großer, quadratischer Schädel. Je nach Zuchtlinie und Geschlecht liegt das Gewicht zwischen 6,5 und 11,5 Kilogramm. Die Widerristhöhe beträgt circa 40 Zentimeter. Der Rassestandard sieht ein gestromtes oder schwarzes Fell vor. Letzteres ist immer mit großen, weißen Abzeichen versehen.

Alaskan Malamute

Geschichte und Herkunft

Der Alaskan Malamute ist eine der berühmtesten amerikanischen Hunderassen. Mit der Zucht der ausdauernden Schlittenhunde begann man 1926. Ziel der Zucht war es, einen starken und robusten Hund zu erschaffen, der den widrigen Bedingungen Alaskas trotzen konnte. Zur Liste der Vorfahren gehört unter anderem der kleinere – aber schnellere – Siberian Husky, der Grönlandhund und der Samojede. Seit 1935 erkennt der American Kennel Club den Malamute als eigenständige Hunderasse an. Als State Dog ziert er zudem das Wappen des kanadischen Territoriums „Yukon“.

Wesen und Erziehung

Wie alle Zughunde ist auch der Alaskan Malamute ein Ausdauernder und Bewegungsfreudiger Hund. Da die Vierbeiner sehr dickköpfig sein können und zur Dominanz neigen ist Hundeerfahrung absolut notwendig, wenn man sich einen Alakan Malamute anschaffen möchte. Ebenso wichtig ist ausreichend Zeit! Um Verhaltensauffälligkeiten zu vermeiden sollte man seinen Malamute möglichst regelmäßig auslasten. Hierzu muss man nicht unbedingt in den Alpen leben. Wer keinen Schnee vor der Haustür hat, kann seinen Liebling auch beim Weight Pulling oder beim Canicross auspowern.

Äußeres Erscheinungsbild

Wer nicht genau hinsieht könnte im ersten Augenblick einen Wolf erkennen. Das imposante Äußere des Malamutes wird durch einen tiefen Brustkorb, ein üppiges Fellkleid sowie kleine, dreieckige Ohren geprägt. Die buschige Rute wird aufgerollt über dem Rücken getragen. Seine braunen, wachsamen Augen sind mandelförmig. Um bei extrem tiefen Temperaturen überleben zu können, verfügt das dichte Fell über eine üppige Unterwolle. Die meisten Malamutes sind Grau bis schwarz gefärbt. Dabei wird die Hauptfarbe üblicherweise durch weiße Abzeichen durchbrochen. Ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm sowie eine Widerristhöhe von bis zu 63 Zentimetern sind erlaubt.

American Foxhound

Geschichte und Herkunft

Der American Foxhound ist die letzte amerikanische Hunderasse auf unserer Liste. Die Jagdhunde entstanden vor rund 250 Jahren aus Kreuzungen zwischen britischen und französischen Bluthunden. Als Prominenter Unterstützer der Zuchtbemühungen gilt Präsident George Washington. Dieser war zwar nicht als Züchter aktiv, beteiligte sich jedoch an deren Etablierung. Besonders beliebt war und ist der Amerian Foxhound bei der sogenannten Parforcejagd, bei der eine Hundemeute Füchsen hinterherhetzt, während sich die Jäger auf Pferden nähren. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist die Rasse selten.

Wesen und Erziehung

Der American Foxhound wurde dazu gezüchtet, eigenständig auf die Jagd zu gehen und dabei selbstständige Entscheidungen zu treffen. Dementsprechend eigenwillig können sich die Vierbeiner gegenüber Ihrem Besitzer verhalten. Mit Artgenossen hat der Meutehund keine Probleme. Im Gegenteil! Mit anderen Hunden um sich herum, fühlt er sich pudelwohl. Fremde werden misstrauisch begrüßt und genau beobachtet. Bei solchen Zusammentreffen sollte man als Halter immer den ausgeprägten Beschützerinstinkt im Hinterkopf behalten. Typisch für die Rase ist das nahezu singende Gebell, welches schnell zu Verstimmungen bei den Nachbarn führen kann.

Äußeres Erscheinungsbild

Passend zu seiner ursprünglichen Aufgabe ist der American Foxhound von athletischer Statur. Der tiefe Brustkorb sowie die langen Beine der Vierbeiner lassen erahnen, zu welchen Leistungen sie imstande sind. Das Gewicht kann zwischen 30 und 35 Kilogramm liegen. Die Schulterhöhe ist mit 53 bis 63 Zentimeter angegeben. Rüden können jedoch noch ein gutes Stück größer werden. Das robuste Fell ist enganliegend und kann viele verschiedene Farben haben. Die langen Schlappohren reichen bis zur Nase und sind – so wie die Säbelförmige, lange Rute – ein Rassemerkmal.

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