Afrikanische Hunderassen

Ein Ridgeback in Afrika

Bei der enormen Anzahl an Hunderassen aus Europa oder Amerika könnte man glauben, dass alle Rassen aus diesen beiden Ländern stammen. Es gibt allerdings auch bekannte afrikanische Hunderassen. In diesem Artikel verraten Ihnen welche Afrikanischen Hunderassen Sie neben dem Rhodesian Ridgeback und dem Basenji kennen sollten.

10 Afrikanische Hunderassen

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die exotischsten Hunderassen der Welt vorzustellen. Im folgenden Abschnitt haben wir 10 Hunderassen für Sie aufgelistet, die Afrikanische Wurzeln haben.

Azawakh

Azawakh

Obwohl die Hunde großartige Haustiere darstellen, bekommt den Azawakh beim Gassi gehen eher selten zu Gesicht.

Die Vierbeiner gehen eine enge Bindung zu Ihrer Familie ein und lassen bei artgerechter Beschäftigung und ausreichend Bewegung problemlos in einer Wohnung halten.

Wenn Sie sich für einen Azawakh interessieren sollten Sie schonmal eine Winterjacke für Hunde kaufen oder sich nach einem Wohnsitz in der Sonne umsehen.

Wie viele afrikanische Hunderassen ist der Azawakh empfindlich gegenüber Kälte.

Da die meisten Rassevertreter einen starken Jagdtrieb haben, ist konsequentes Training unerlässlich.

Hundehalter, die sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen und  genügend Geduld mitbringen, finden im Azawakh einen Begleiter fürs Leben.

Ridgeback

Rhodesian Ridgeback

Das der Rhodesian Ridgeback eine durch und durch afrikanische Hunderasse ist sieht man den anmutigen Fellnasen bereits auf den ersten Blick an.

Die Wurzeln der Hunderassen liegen – wie der Name bereits vermuten lässt – in Simbabwe, dem damaligen Rhodesien. Den zweiten Teil ihres Namens hat die Rasse dem charakteristischen Streifen auf dem Rücken, dem sogenannten „Ridge“ zu verdanken.

Die ersten Rhodesian Ridgebacks wurden zur Jagd und zum Schutz vor wilden Tieren von Burischen Einwanderern gezüchtet. Berichten zufolge setzte man die Vierbeiner sogar bei der Löwenjagd ein.

Um wendige, kraftvolle und ausdauernde Hunde zu bekommen verpaarte man die Hunde der einheimischen Bevölkerung mit Doggen, Mastiffs sowie weiteren europäischen Rassen.

Mit der richtigen Erziehung wird aus einem Ridgeback ein liebevoller Familienhund, der trotz seiner unbändigen Energie gerne auch mal einen Nachmittag auf dem Sofa verbringt.

Nicht zuletzt aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs ist diese afrikanische Hunderasse eher etwas für erfahrene Hundehalter.

Boerbel

Mit einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm dürfte der Boerbel die schwerste afrikanische Hunderasse sein. In Ihrer südafrikanischen Heimat wurden die Hunde bereits vor mehreren hundert Jahren als Wachhunde gehalten. Ihre Aufgabe war es, die Farmer vor Überfällen und wilden Tieren zu schützen.

Dieser Aufgabe kommen die mutigen und kräftigen Hunde bis heute nach. Wenn es darum geht seine Familie zu verteidigen nimmt ein Boerboel es, ohne zu zögern mit Hyänen oder anderen gefährlichen Raubtieren auf.

Wie viele andere Wachhunde ist auch der Boerbel ein menschenbezogener, Kinderlieber Vierbeiner, der einen direkten Bezug zu seinen Menschen benötigt, damit er sich wohlfühlt.

Falls Sie sich für die Rasse interessieren, sollte mit dem ausgeprägten Schutz- und territorialtrieb klarkommen.

Erziehung und Training sind daher das A und O, wenn Sie vorhaben sich einen Boerboel zu kaufen.

Atlas Mountain Dog

Der auch als „Aidi“ bekannte Atlas Berghund stammt aus dem gleichnamigen „Atlas Gebirge“ in Marokko.

Die dort ansässigen Einheimischen setzen die Fellnasen als Wachhunde aber auch zur Unterstützung bei der Jagd ein.

Dabei spüren die Berghunde das Wild auf damit die schnelleren Sloughis dieses dann hetzen und packen können. Um bei Wind und Wetter geschützt zu sein, hat der Atlas Berghund ein dichtes Fell.

Mit einem Gewicht von rund 25 Kilogramm und einer Widerristhöhe zwischen 53 und 61 Zentimetern sind die Vierbeiner wendig, aber dennoch robust und somit optimal an das Leben in der afrikanischen Wildnis angepasst. Atlas Berghunde gelten als wachsam, anhänglich, mutig und ausdauernd.

Chinesischer Schopfhund

Das der chinesische Schopfhund (engl. Chinese Crested Dog) afrikanische Wurzeln hat mag man schon allein aufgrund des Namens kaum glauben. Auch das exotische äußere lässt nicht auf Anhieb auf eine Afrikanische Hunderasse schließen.

Vom Namen sollte man sich allerdings nicht verirren lassen. Diesen erhielt die Rasse, weil Sie sich um die Rattenplage auf chinesischen Frachtschiffen kümmerte.

Wissenschaftler fanden heraus, dass sowohl der Schopfhund als auch zwei weitere Nackthunderassen gemeinsame DNA-Segmente haben, die für das „nackte“ Erscheinungsbild verantwortlich sind. Dieses wiederum stammt ursprünglich von Hunden, die vor etwa 4000 Jahren in Zentralafrika lebten.

Der chinesische Schopfhunde ist ein Exot, der unter Kennern der Rasse für seine Anhänglichkeit und Loyalität geschätzt wird.

Afrikanischer Basenji

Basenji

Eine weitere afrikanische Hunderasse, die wir Ihnen vorstellen wollen, ist der Basenji.

Mit einem Gewicht zwischen 10 und 15 Kilogramm gehört er größentechnisch zu den mittleren Hunderassen.

Mit seiner Dickköpfigkeit kann er seinen Besitzer an den Rand der Weißglut treiben. Entsprechende Momente macht der er allerdings mit seiner fröhlichen, wachsamen und liebevollen Art wieder wett.

Die Wurzeln der Vierbeiner liegen im Kongo, wo sie bis heute bei der Jagd auf kleinere Wildtiere eingesetzt werden. Basenjis sind für ihre Unabhängigkeit bekannt und lassen sich nur schwer erziehen. Dies lässt sich wohl darauf zurückführen, dass es sich um eine alte, ursprüngliche afrikanische Hunderasse handelt.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen Basenji anzuschaffen sollten Sie nach Möglichkeit bereits Hundeerfahren sein und ausreichend Zeit für Ihren Liebling haben. Die Fellnasen gehen eine enge Beziehung zu ihrem Besitzer ein und bleiben nicht gern allein zuhause.

Afrikanischer Greyhound

Greyhound

Obwohl der Greyhound offiziell als englische Rasse gelistet wird, gibt es Indizien dafür, dass es sich eigentlich um eine afrikanische Hunderasse handelt.

Das sich die Herkunft nicht zweifelsfrei nachvollziehen lässt liegt unter anderem daran, dass der Greyhound eine Jahrhunderte alte Hunderasse ist. Die Vorgänger sollen bereits im alten Ägypten bei der Hasenjagd geholfen haben.

Der ausgeprägte Jagdtrieb ist übrigens auch der Grund warum Sie immer wachsam sein sollten, wenn Sie Ihren Greyhound von der Leine lassen.

Mit Geduld und liebevoller Konsequenz kann wird er jedoch zu einem unkomplizierten Begleiter.

Obwohl Greyhounde – wie alle Hunderassen aus Afrika – äußerst widerstandsfähig sind, haben Sie aufgrund Ihres dünnen Fells und Ihrer dünnen Statur kaum einen Schutz vor der Kälte.

Afrikanischer Nackthund

Dank des fehlenden Fells kommt der afrikanische Nackthund problemlos mit Hitze zurecht.

Während einige Rassevertreter komplett „nackt“ sind haben andere ein Haarbüschel am Kopf und der Schwanzspitze.

Obwohl es sich um freundliche, menschenbezogene Hunde handelt ist diese Rasse außerhalb Afrikas so gut wie gar nicht vertreten.

Ihrer Größe zum Trotz  stecken die mutigen Vierbeiner voller Energie und freuen sich, über einen großen Garten zum Toben sowie viel Auslauf.

Sloughi

Der Sloughi ist bereits die zweite alte afrikanische Hunderasse in unserer Liste, die aus Marokko kommt.

Bei Ausgrabungen in Ägypten legte man Wandreliefs frei, auf denen Hunde zu sehen sind, deren Statur einem Slouigh sehr ähnlich ist. Schätzungen zufolge sind diese Darstellungen über 3000 Jahre alt.

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 72 Zentimeter bei Rüden und 68 Zentimeter bei Hündinnen sowie einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm stellen ausgewachsene Exemplare eine durchaus imposante Erscheinung dar.

Die langen Beine der Hunde wollen auch benutzt werden. Sloughis benötigen viel Auslauf, um sich wohlzufühlen und sind am liebsten bei ihren Menschen.

Fremden gegenüber sind die Vierbeiner eher zurückhaltend und misstrauisch aber auf keinesfalls aggressiv eingestellt. Auch diese afrikanische Hunderasse verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Als Halter kann man diesen beispielsweise beim Coursing in gelenkte Bahnen bringen.

Afrikanischer Coton de Tulear

Coton De Tulear

Mit seinem langen Fell sticht der Coton de Tulear aus den afrikanischen Hunderassen hervor.

Die ursprünglich aus Madagaskar stammende Rasse erreicht ein Gewicht von maximal 7 Kilogramm und ist damit perfekt für Tierliebhaber, die nach einem kleinen Hund suchen.

Nicht zuletzt aufgrund seines verspielten, freundlichen Wesens ist er bei Hundefreunden auf der ganzen Welt beliebt.

Als Halter eines Coton de Tulears sollte man ausreichend Zeit haben. Einsamkeit und Langeweile mögen die quirligen Vierbeiner gar nicht. Da sich die Hunde überall hin mitnehmen lassen ist dies aber eigentlich kein Problem.

Weitere Beiträge