Wie viele Zitzen hat eigentlich ein Hund?

Sie wollen wissen, wie viele Zitzen ein Hund hat, warum diese während der Läufigkeit anschwellen und ob auch Rüden mit diesen geboren werden? In diesem Beitrag erfahren Sie alles was Sie über das Thema „Zitzen beim Hund“ wissen müssen.

Wie viele Zitzen hat ein Hund?

Hunde haben zwischen 6 und 12 Zitzen. Bei den meisten sind diese paarig angelegt, so dass sich eine gerade Anzahl ergibt. Hunde mit einer ungeraden Anzahl stellen eine Ausnahme dar. Es stellt jedoch kein Problem dar, wenn ein Hund 7 oder 9 Brustwarzen hat.

Spricht man von den Milchdrüsen in ihrer Gesamtheit, bezeichnet man diese als „Gesäuge“.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass größere Hunde mehr Brustwarzen haben, als dies bei kleineren Artgenossen der Fall ist.

Dies liegt ganz einfach daran, dass große Vierbeiner meistens mehr Nachwuchs bekommen.

Wo befinden sich die Zitzen beim Hund?

Die Zitzen liegen – geschlechtsunabhängig – auf der Bauchunterseite. Die ersten Brustwarzen befinden sich auf der Höhe der Leiste. Von dort an aufwärts sind sie in Zweierreihen zu finden.

Im Normalzustand sind sie eher unscheinbar. Erst wenn die Milchproduktion beginnt und das umliegende Gewebe anschwillt lassen sie sich deutlich erkennen und ertasten.

Haben Rüden auch Zitzen?

Ja, Rüden haben Zitzen. Im Gegensatz zu Hündinnen haben Rüden jedoch keine Milchdrüsen. Aus diesem Grund werden die Zitzen beim Rüden auch eher als Brustwarzen bezeichnet.

Wie bei Hündinnen, können Rüden verschieden viele Brustwarzen haben.

Vergleicht man die Zitzen einer Hündin mit den Brustwarzen eines Rüden, wird man feststellen, dass diese etwas kleiner sind.

Zitze oder Zecke? Achtung – Verwechselungsgefahr

Bei Hunden mit viel Fell kann es schwer sein, die Zitzen zu finden. Da die weichen Hautausstülpungen bräunlich, ja sogar schwarz sein können, kann man sie leicht für einen Zeckenstich halten.

Bevor Sie eine vermeintliche Zecke am Bauch Ihres Lieblings entfernen, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass es sich dabei nicht um eine Brustwarze handelt.

Geschwollene Zitzen bei Hündin: Mögliche Ursachen

Wenn die Zitzen Ihrer Hündin anschwellen ist dies kein Grund zur Panik. Als Ursache für diese körperliche Veränderung kommen verschiedene Faktoren in Frage.

Sollte die Hündin vor kurzem Läufig gewesen sein, ist eine Scheinschwangerschaft oder gar eine tatsächliche Trächtigkeit denkbar.

In diesem Fall verhalten sich Hündinnen oftmals besonders anhänglich, beginnen mit dem Nestbau und verlieren Fell rund um die Zitzen.

Zudem könnte extrem ausgeprägte Schwellung auf eine Entzündung der Milchdrüsen zurückführbar sein. Im Bereich der Tiermedizin wird eine solche als Mastitis bezeichnet.

Dabei gelangen beim Säugen Bakterien in die Milchdrüsen, so dass es zu einer schmerzhaften und dringend behandlungsbedürftigen Entzündung kommt.

Bei einem Wurf mit wenigen Welpen besteht das Risiko eines Milchstaus. Der Organismus produziert dabei mehr Milch als benötigt. Ohne entsprechende Maßnahmen entsteht ein Entzündungsherd.

Wichtig: Für Welpen kann die Milch aus entzündeten Zitzen lebensgefährlich sein (Stichwort: Toxisches  Milchsyndrom).

Geschwollene Zitzen während der Trächtigkeit

Das sich die Zitzen während der Trächtigkeit verändern liegt in erster Linie daran, dass der Milchfluss einsetzt. Die Milchdrüsen werden zusehends größer und die Brustwarzen treten hervor.

Da die Milchleisten zu dieser Zeit stark durchblutet werden, nehmen die Zitzen bei einigen Fellnasen eine rosa Färbung an.

Um den Welpen einen besseren Zugang zur Milchbar zu gewährleisten, fällt bei einigen Vierbeinern das Fell rund um das Gesäuge aus.

Geschwollene Zitzen beim Hund – was tun?

Wie bereits erwähnt stellen geschwollene Zitzen keinen Grund zur Sorge dar. In den meisten Fällen ist der Grund harmlos und – falls notwendig leicht behandelbar -.

Wir raten Ihnen dringend, einen Tierarzttermin zu vereinbaren und Ihren Vierbeiner durchchecken zu lassen.

Um die Diagnose zu erleichtern ist es wichtig, diesem so viele relevante Informationen wie möglich zu liefern.

Wenn Ihr Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, weniger frisst oder offensichtlich Schmerzen hat, sollten Sie Ihren Tierarzt darüber in Kenntnis setzen. Wird die Entzündung rechtzeitig erkannt, kann man diese mit Antibiotika und weiteren Arzneimitteln gut behandeln.

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