Warzen beim Hund

Eine Warze beim Hund wird entfernt

Wie wir Menschen können auch Hunde Warzen bekommen. Wie Sie eine Warze beim Hund erkennen, in welchem Fall Sie zum Tierarzt gehen sollten und welche Hausmittel sich zur Behandlung eignen erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Warzen beim Hund erkennen

Wenn Sie beim Abtasten oder Streicheln Ihres Vierbeiners eine Hauterhebung feststellen, sollten Sie diese genauer unter die Lupe nehmen. Warzen lassen sich mit der Haut verschieben und verfügen über eine glatte oder raue Oberfläche. In der Regel sind Warzen heller als die umliegende Haut. Die Form ist jedoch immer unterschiedlich. Während einige Warzen rund sind, sehen andere aus wie ein kleiner Stil. Besonders häufig treten Warzen an den Schleimhäuten auf. Eine Warzenbildung ist aber auch an allen anderen Körperteilen möglich.

Häufig vorkommende Warzen

Verruca Filiformis – Pinselwarze: Ähnelt einer fingerförmigen Ausstülpung.

Verruca Plantaris – Fußwarze: Wie es der Name erahnen lässt, kommt diese Warze meist an den Pfoten vor. Man differenziert zwischen der oberflächlichen Mosaikwarze und der sogenannten Dornwarze, welche in die Tiefe wächst und äußerst schmerzhaft ist.

Verruca Vulgaris – gewöhnliche Warze: Diese Warze ist meist an den Pfoten sowie am Kopf zu finden. Sie ist rund und stark verhornt. Häufig treten mehrere Warzen gleichzeitig auf.

Condyloma acuminatum – Feigwarze: Feigwarzen befinden sich an den Geschlechtsorganen oder dem Darmausgang und haben ein blumenkohlartiges Erscheinungsbild.

Verruca plana – Flachwarze: Mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern gehört diese Warze zu den kleinsten. Warzen von diesem Typ sind entweder hellbraun oder hautfarben und befinden sich oftmals in großer Zahl an den Pfoten oder dem Schädel.

Wie kommt es zu Warzen beim Hund?

Wenn Ihr Hund eine Warze hat, sind dafür Canine Papillomviren verantwortlich. Diese ähneln den Viren, welche zur Warzenbildung beim Menschen führen. Canine Papillomviren gehören aber einer anderen Virusart an.

Sind Warzen beim Hund ansteckend?

Da es sich bei den Erregern um eine andere Gattung handelt besteht keine Ansteckungsgefahr.

Sollte Ihr Hund eine Warze haben, müssen Sie folglich keine Angst haben und/oder besondere Maßnahmen treffen. Sie können Ihren Liebling folglich wie gewohnt streicheln, ohne selbst Warzen zu bekommen.

Anders sieht es bei Artgenossen aus! Wenn Ihr Hund mit anderen Vierbeinern spielt, mit diesen aus einem Napf frisst oder in einem Körbchen liegt kann es durchaus zu einer Übertragung kommen.

Sind Warzen beim Hund gefährlich?

Warzen beim Hund sind großenteils ungefährlich, tun dem Hund nicht weh und müssen nicht weiter behandelt werden.

Warzen im Bereich der Augen sowie dem Maul können den Hund behindern und sollten unter Umständen entfernt werden.

Auch wenn sich Ihr Hund an der betroffenen Stelle kratzt, kann es sinnvoll sein, die Warze entfernen zu lassen, um Blutungen und eine damit einhergehende Infektion zu verhindern.

Muss ich zum Tierarzt?

Wenn Sie eine Warze bei Ihrem Hund vermuten, sollten Sie sich eine Bestätigung von Ihrem Tierarzt einholen. So ist sichergestellt, dass es sich tatsächlich um eine Warze und nicht etwa um ein Lipom oder gar einen Tumor handelt.

Dies gilt insbesondere für eine schwarze Warze. Diese lassen sich rein äußerlich nur schwer von einem Melanom – also schwarzem Hautkrebs – unterscheiden.

Um Warzen beim Hund zu entfernen wird in der Regel ein Skalpell verwendet. Bei größeren Exemplaren wird die Wunde im  Anschluss vernäht.

Der Eingriff an sich ist allerdings unkompliziert und kann unter Umständen sogar unter lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Ein längerer Aufenthalt des Hundes in der Tierklinik ist unüblich, so dass Ihr Liebling sich direkt im Anschluss auf dem heimischen Sofa vom Stress erholen kann.

Achtung: Von einem selbstständigen abbinden der Warze etwa mit Zahnseide oder Angelschnur möchten wir an dieser Stelle unbedingt abraten. In vielen Fällen führen entsprechende Versuche zu unnötigen Komplikationen.

Was kostet eine Warzenentfernung beim Hund?

Die Kosten für eine Warzenentfernung hängen davon ab, ob- und wenn ja wie diese behandelt wird.

Sollte der Tierarzt die Warze für unbedenklich erklären, steht es Ihnen frei zu entscheiden, ob Sie diese entfernen lassen möchten.

Unbehandelt entstehen lediglich die Kosten für eine allgemeine Untersuchung. Hierfür zahlen Sie je nach Bundeland und Praxis zwischen 20 und 50 Euro.

Wird die Warze im Rahmen einer Operation entfernt oder medikamentös behandelt, müssen Sie mit einer deutlich höheren Rechnung rechnen.

Bei der Preisgestaltung ist der Tierarzt an die gültige Gebührenordnung gebunden.

Warzen beim Hund vorbeugen

Die einzig wirksame Methode einem Warzenbefall beim Hund vorzubeugen, besteht in einer Impfung. Da sich Nebenwirkungen bei einer Impfung nicht ausschließen lassen empfiehlt sich eine solche nur dann, wenn Ihr Hund besonders viele Warzen hat. Durch die Impfung heilen die bestehenden Warzen schnell ab und eine erneute Infektion wird verhindert.

Was tun gegen Warzen beim Hund?

Um Warzen beim Hund zu behandeln, muss man nicht immer gleich zum Skalpell greifen.

Um Ihrem Liebling den Stress eines Tierarztbesuches zu ersparen, können Sie auch versuchen, die Warze mit altbewährten Hausmitteln zu entfernen.

Die gängigsten Methoden haben wir unten für Sie aufgelistet:

Apfelessig: Ein besonders beliebtes Hausmittel zur Behandlung von Warzen beim Hund ist Apfelessig. Dieser sorgt dafür, dass sich die Viren nicht vermehren können und trocknet die Warze aus. Geben Sie den Apfelessig auf einen Wattebausch und tupfen Sie die Warze damit ein bis zweimal täglich ein.

Propolis: Propolis ist nicht nur zur inneren- sondern auch zur äußeren Anwendung geeignet. Um sich die antivirale Wirkung des Naturheilmittels zu Nutze zu machen raten wir Ihnen die Warze in regelmäßigen Abständen mit einer Propolissalbe einzuschmieren.

Kolloidales Silber: Es gibt wohl nur wenige Naturheilmittel, die so vielseitig anwendbar sind, wie kolloidales Silber. Ob bei Ekzemen, kleineren Verletzungen oder eben Warzen hat sich die antibiotische Wirkung der Silberpartikel bewährt gemacht.

Warzen beim Hund homöopathisch behandeln

Millionen von Menschen weltweit verlassen sich bei der Behandlung unterschiedlichster Gesundheitsprobleme auf die Homöopathie. Als Begründer der Homöoapathie wie wir sie heutzutage kennen gilt der deutsche Arzt Samuel Hahnemann.

Im Bereich der Homöopathie gilt Thuja als bewährtes Mittel zur Behandlung von Warzen, die sich an Körperöffnungen zu Schleimhautübergängen befinden. Speziell nässende, juckende Warzen lassen sich mit einer Thuja-Tinktur gut in den Griff bekommen.

Bei Warzen an der Säugeleiste oder im Ohr empfehlen Tierheilpraktiker häufig Causticum. Gegen stark verhornte Warzen gibt man seinem Hund am besten Antimonium Crudum. Dabei handelt es sich um eine Verbindung des Halbmetalls Antimon mit Schwefel.

Wichtig: Da Thuja giftig ist, sollte gewährleistet sein, dass Ihr Hund die Tinktur nicht ablecken kann.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – thaka11

Weitere Beiträge