Schlafwandeln beim Hund: Wahrheit oder Mythos?

Ein Golden Retriever schlafwandelt in der Nacht

Sie wollen wissen ob Hunde schlafwandeln können oder haben sogar einen Hund der im Schlaf umherläuft? In diesem Artikel erfahren Sie alles was Sie über schlafwandelnde Fellnasen wissen müssen.

Gibt es Hunde die Schlafwandeln?

Ob Sie es glauben oder nicht, die Antwort auf diese Frage lautet tatsächlich „JA!“. Auch wenn es sich für viele Hundehalter wahrscheinlich eher nach einem Scherz anhört, gibt es tatsächlich Hunde – und auch andere Tiere -, die schlafwandeln.

Was versteht man unter „Schlafwandeln“?

Als „Schlafwandeln“ oder auch Somnambulie bezeichnet man ein Phänomen bei dem Menschen oder Tiere im Schlaf umherlaufen, ohne bei Bewusstsein zu sein.

In der Regel fangen Menschen während des Übergangs von der Tiefschlafphase zum leichten Schlaf an umherzuwandern.

Sowohl Menschen als auch Hunde die Schlafwandeln sind dabei nicht ansprechbar.

Man geht davon aus, dass Deutschland etwa 1% – 3% der Bevölkerung nachts in ihrer Wohnung „umherirren“.

Besonders häufig sind Kinder betroffen. Zu Hunden, Katzen und weiteren Haustieren gibt es diesbezüglich keine näheren Erkenntnisse. Es ist jedoch anzunehmen, dass nur ein Bruchteil aller Vierbeiner schlafwandelt.

Schlafwandeln beim Hund

Ist Ihr Liebling ein Schlafwandler? Ob ein Hund schlafwandelt lässt sich relativ leicht erkennen.

Während Menschen die im Schlaf umherlaufen einen vom Bewegungsablauf her vollkommen normalen Eindruck machen, sehen die Bewegungen bei Hunden eher unbeholfen aus.

Wer im Internet nach entsprechenden Videos sucht, wird sehen, dass schlafwandelnde Hunde meist nur einige Meter weit kommen, bevor Sie wieder zu Boden fallen oder aufwachen.

Typisch sind außerdem Knurren, schnelles Atmen, winseln oder ein Zucken der Pfoten.

Schlafwandelt mein Hund, hat er einen Anfall oder träumt er nur?

Sie fragen sich, ob Ihr Hund schlafwandelt oder ob es eine andere Ursache – etwa Epilepsie – für dessen Verhalten gibt?

Bei Hunden ist die Grenze zwischen Schlafwandeln und träumen fließend. So zeigen träumende Vierbeiner ähnliche Verhaltensweisen, wie Hunde mit Somnambulie.

Gewissheit kann Ihnen im Zweifelsfall nur ein Besuch beim Tierarzt bieten. Dieser wird Ihre Fellnase untersuchen und eine gesicherte Diagnose stellen.

Warum schlafwandeln Hunde?

Warum Hunde schlafwandeln lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Es gibt jedoch einige Vermutungen und Theorien.

So gehen manche Tierärzte davon aus, dass Schlafwandeln lediglich ein Symptom ist, dass mit anderen Schlafproblemen einhergeht.

Als besonders wahrscheinlich gilt ein Zusammenhang zwischen Somnambulie und Narkolepsie.

Dabei handelt es sich um eine – seltene – unheilbare Krankheit, die auf eine Störung im Gehirn zurückzuführen ist und mit extremer Müdigkeit einhergeht.

Als weitere mögliche Ursache kommt die sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung infrage. Dabei sind die Muskeln des betroffenen Hundes auch im Schlaf aktiv (und nicht wie üblich paralysiert). Dies wiederum hat zur Folge, dass der Vierbeiner im Schlaf bellt, schnappt oder versucht zu laufen.

Auch altersbedingte Demenz Erscheinungen könnten für das nächtliche umherwandern Ihres Hundes verantwortlich sein. Hundesenioren haben oft mit Schlafproblemen zu kämpfen, die man als Laie leicht mit schlafwandeln verwechselt.

Behandlungsmöglichkeiten

Sollte Ihr Hund tatsächlich schlafwandeln besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Ihr Liebling könnte etwa die Treppe herunterfallen, vom Bett stürzen oder über ein Hindernis stolpern und sich dabei etwas zerren. Wenden Sie sich am besten umgehend an einen Tierarzt, um sich von diesem über geeignete Behandlungsmethoden beraten zu lassen.

Eine gesunde Ernährung kann nachweislich gegen das Schlafwandeln beim Hund sowie andere Schlafkrankheiten helfen.

Speziell ein hoher Omega 3 Anteil im Futter kann Ihrem Vierbeiner dabei helfen, wieder ohne Zwischenfälle durchzuschlafen.

Welche Maßnahmen Sie darüber hinaus treffen können, hängt von den individuellen Umständen sowie der Ursache für das Schlafwandeln ab.

In jedem Fall empfiehlt es sich, Gefahrenquellen im Haushalt zu entschärfen. Sichern Sie vorhandene Treppen, lassen Sie keine Stolperfallen im Weg stehen und halten Sie die Türen geschlossen.

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