Hund zittert – Ursachen und Maßnahmen

Wenn ein Hund zittert kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Während einige Auslöser dieses unwillkürlichen Verhaltens vollkommen harmlos sind, deuten andere auf ein gesundheitliches Problem hin. Warum Hunde zittern und was Sie unternehmen sollten wenn Ihr Liebling zittert verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Zittern beim Hund – Mögliche Ursachen

Die gängigsten Ursachen für Zittern beim Hund haben wir im nächsten Abschnitt für Sie aufgelistet.

Hund zittert vor Aufregung

Wenn Hunde stark aufgeregt sind, etwa weil sich eine läufige Hündin in der Nachbarschaft befindet oder weil in der Küche das Futter zubereitet wird, kann dies unterschiedliche Reaktionen hervorrufen.

Häufig führt Aufregung dazu, dass der betroffene Hund zittert und freudig mit dem Schwanz wedelt. Auch Bellen, nervöses hin und herlaufen sowie ein im Kreis drehen können darauf hindeuten, dass ein Hund aufgeregt ist.

Sollte Ihr Liebling zittern, weil er aufgeregt ist müssen Sie sich keine Gedanken machen, sollten jedoch darauf achten, dass das Verhalten nicht in Stress für das Tier ausartet.

Hund zittert vor Kälte

Unkontrollierte Muskelkontraktionen sind eine Methode des Organismus, um die Kerntemperatur des Köpers bei Kälte aufrecht zu erhalten. Sollte Ihr Hund an einem kalten Wintertag oder nach dem Schwimmen plötzlich anfangen zu zittern deutet dies auf eine Unterkühlung hin.

Insbesondere kleinere Hunde sowie Vierbeiner ohne Unterfell fangen relativ schnell an zu frieren und sollten daher entsprechend geschützt werden.

Um keine Erkältung zu riskieren sollten Sie Ihrem Liebling bei niedrigen Temperaturen einen Hundemantel anziehen. So lässt sich das Zittern verhindern und Ihr Hund kann, ohne zu frieren mit Ihnen spazieren gehen.

Hund zittert nach dem Toben

Zu einem Zittern kann es auch nach – starker – körperlicher Anstrengung kommen.

Falls Ihr Hund zittert, nachdem er mit Artgenossen übers Feld gerannt ist oder einen Agility-Parcours bewältigt hat deutet dies auf eine Überlastung der Muskeln hin.

Ein Zittern an den Hinterläufen kann zudem ein Indiz für eine Hüftgelenksdysplasie sein.

Wenn Ihr Vierbeiner häufiger anfängt zu zittern, nachdem er sich bewegt hat sollten Sie sich an einen Tierarzt wenden. So können gesundheitliche Ursachen erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Hund zittert im Schlaf

Ihr Hund zittert im Schlaf? Wenn Ihr Liebling seelenruhig in seinem Körbchen liegt und schläft deuten Muskelzuckungen auf einen intensiven Traum hin.

Wie wir Menschen verarbeite Hunde das erlebte in Ihren Träumen. Dabei kann es zu Zuckungen und leisem quietschen, ja sogar bellen kommen.

Dies ist jedoch kein Grund Ihre Fellnase zu wecken oder gar zum Tierarzt zu bringen.

Hund zittert vor Angst

Wenn Ihr Hund beim Tierarzt, während eines Gewitters oder in bedrohlich wirkenden Situationen zittert ist dies ein deutliches Anzeichen für Angst. Eine geduckte Körperhaltung, angelegte Ohren sowie eine eingeklemmte Rute gehören zu den weiteren Indizien für Angst beim Hund.

Um Ihrem Liebling in diesem Fall Sicherheit zu geben und diesen zu beruhigen sollten Sie möglichst ruhig bleiben.

Indem Sie Gelassenheit ausstrahlen geben Sie Ihrem Vierbeiner indirekt zu verstehen, dass alles in Ordnung ist und dass Sie die Situation unter Kontrolle haben.

Viele Hundehalter verstärken das Zittern und die Angst Ihres Hundes unbewusst, indem sie selbst nervös werden und krampfhaft versuchen diesen durch Streicheleinheiten in Sicherheit zu wiegen.

Zittern beim Hund als Vergiftungserscheinung

Wenn Ihr Hund eine giftige Pflanze, unbekömmliche Nahrungsmittel oder sogar Schädlingsbekämpfungsmittel aufgenommen haben sollte kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Diese äußern sich unter anderem durch Durchfall, Atemnot, erhöhten Speichelfluss, Unruhe, Schwindel sowie Zittern.

Falls Sie den Verdacht haben, dass das Zittern auf eine Vergiftung zurückzuführen ist müssen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt bringen.

Damit es nicht so weit kommt empfehlen wir Ihnen giftige Pflanzen aus Ihrem Haushalt zu verbannen und Ihren Hund bei gemeinsamen Spaziergängen gut im Blick zu behalten.

Für den Notfall ist es am besten ein Abbruchsignal einzutrainieren. So können Sie Ihren Vierbeiner davon abhalten etwas Schädliches zu fressen.

Zittern als Zeichen für Schmerzen oder Krankheit

Zittern beim Hund kann immer auch ein Zeichen für Schmerzen und/oder eine Erkrankung sein.

Da Hunde nicht dazu in der Lage sind uns mitzuteilen, dass Sie Schmerzen haben liegt es in Ihrer Verantwortung als Hundehalter auf entsprechende Signale zu achten.

Neben Zittern führen Schmerzen häufig dazu, dass sich ein Hund zurückzieht, sich nicht mehr anfassen lässt oder aggressiv wird.

Lassen Sie Ihren Hund unbedingt gründlich durchecken, wenn Sie glauben, dass das Zittern auf Schmerzen zurückzuführen ist.

Epilepsie

Aufgrund skrupelloser Vermehrer und Überzüchtung ist Epilepsie beim Hund leider keine Seltenheit mehr. Insbesondere beliebte Hunderassen wie der Golden Retriever oder der Deutsche Schäferhund sind von der Krankheit betroffen.

Für unerfahrene Hundehalter mag ein entsprechender Krampfanfall zunächst aussehen, als würde der Hund besonders stark zittern.

Während eines epileptischen Anfalls ist der betroffene Hund nicht ansprechbar und die Gliedmaßen zittern/zucken unkontrollierbar. In einigen Fällen kann es sogar zu einem Bewusstseinsverlust kommen.

Da Epilepsie unheilbar ist sind Hunde mit dieser Krankheit lebenslang auf Medikamente angewiesen. Diese können die Anfälle zwar nicht ganz verhindern, sind aber geeignet, um die Intensität und die Häufigkeit zu reduzieren.

Altersbedingtes Zittern

Ältere Hunde sind häufig etwas klapprig auf den Beinen. Ursächlich für die zunehmende Unsicherheit im Alter sind meist Gelenkprobleme, welche durch Arthrose oder andere Erkrankungen ausgelöst werden.

Um etwas gegen das damit einhergehende Zittern sowie die Schmerzen zu unternehmen können Sie Ihrem Hund CBD-Öl, Teufelskralle oder andere Nahrungsergänzungsmittel geben.

Auch Physiotherapie, regelmäßige Besuche beim Tierarzt und ein weicher Schlafplatz sind gut geeignet, um Ihrem Hundesenior zu helfen.

Staupe

Staupe ist eine unter Hundehaltern gefürchtete Viruserkrankung, die über den Speichel sowie die Exkremente infizierter Tiere übertragen werden kann.

Bei der nervösen Form von Staupe kommt es in der Regel zu folgenden Symptomen: Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe, Lähmungserscheinungen. Zu den weiteren Begleiterscheinungen gehören unter anderem Durchfall, Erbrechen sowie Fieber und starker Husten.

Die Krankheit endet nicht selten tödlich. Eine Ansteckung kann nur durch eine regelmäßige Auffrischung des Impfschutzes verhindert werden.

Schüttelsyndrom

Beim dem sogenannten „White Dog Shaker Syndrome“ – oder zu Deutsch „Schüttelsyndrom“ handelt es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung, von der ausschließlich Hunde mit weißem Fell betroffen sind. Das Schüttelsyndrom kommt insbesondere bei Pudeln, Maltesern sowie West Highland Terriern vor.

Zu den Symptomen der Krankheit gehört neben einem starken Zittern am ganzen Körper auch ein zunehmender Orientierungsverlust und schnelle Bewegungen der Augen.

Obwohl die genaue Ursache nach wie vor ungeklärt ist kann die Krankheit sowie das damit einhergehende Zittern durch regelmäßige Medikation gestoppt werden.

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