Hund leckt sich die Pfoten

Ihr Hund leckt sich die Pfoten und Sie wissen nicht warum? In diesem Fall sind Sie bei uns genau richtig. Wir verraten Ihnen, warum Hunde sich die Pfoten lecken und was Sie dagegen tun können.

Ist das Lecken der Pfoten ein Problem?

Wenn Ihr Hund sich hin und wieder die Pfoten leckt ist dies kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil! Dieses Verhalten gehört zur normalen Körperpflege und ist somit unbedenklich.

Sollte das Pfoten-lecken allerdings überhandnehmen, kann dies schnell zu einem gesundheitlichen Problem führen.

Schlimmstenfalls wird durch das permanente Lecken die Hautbarriere zerstört, so dass Pilze und Bakterien freie Bahn haben und sich die Situation zusätzlich verschlimmert.

Die betroffenen Hunde versuchen den mit einer Entzündung einhergehenden Juckreiz durch Lecken zu bekämpfen, so dass mit der Zeit ein schwer zu durchbrechender Teufelskreislauf entsteht.

Hinzu kommt, dass die Linderung des Juckreizes, welche durch das Lecken erreicht wird dazu führt, dass Endorphine freigesetzt werden.

Dadurch entsteht eine positive Verknüpfung zwischen dem Belecken der Pfote und dem einsetzenden Glücksgefühl, so dass sich Zwangshandlungen entwickeln können.

Mein Hund leckt sich die Pfote – Was soll ich tun?

Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass es sich dabei nicht um ein ganz normales Verhalten handelt. Leckt sich ein Hund nur ab und zu die Pfoten besteht kein Handlungsbedarf.

Bei einem nahezu zwanghaften Verhalten hingegen sollten Sie im ersten Schritt überprüfen, ob eventuell ein Fremdkörper für das Belecken verantwortlich ist.

Wenn dies nicht der Fall ist und das Verhalten anhält raten wir Ihnen dazu, Ihren Tierarzt zu konsultieren und eine Diagnose stellen zu lassen.

Ursachen für Pfoten lecken beim Hund

Die häufigsten Ursachen für Pfoten lecken beim Hund haben wir im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Hefepilze

Wenn man die Haut von Hunden unter dem Mikroskop betrachtet wird man feststellen, dass dort unterschiedliche Pilze leben.

Hierzu zählt unter anderem auch der sogenannte Malassezia. Dabei handelt es sich um einen – an und für sich harmlosen – Hefepilz, welcher sich unter gewissen Bedingungen so stark vermehren kann, dass es zu einem unangenehmen Juckreiz kommt.

Insbesondere Allergien, ständiges Lecken sowie hormonelle Störungen begünstigen eine Vermehrung des Pilzes.

Um herauszufinden, ob Hefepilze dafür verantwortlich sind, dass sich Ihr Hund die Pfoten leckt nimmt der Tierarzt eine Probe der Hautzellen an den Pfoten. Zur Behandlung von Hefepilzen werden meist spezielle Shampoos und/oder Kortison verwendet.

Fremdkörper

Wenn sich ein Hund plötzlich die Pfote leckt und/oder daran herumknabbert liegt der Verdacht nahe, dass sich ein Fremdkörper in die Haut gebohrt hat oder zwischen den Ballen feststeckt.

Falls Sie den Verdacht haben, dass ein Splitter, eine Granne oder ein Dorn für das Lecken verantwortlich ist empfiehlt es sich, die betroffene Pfote gründlich zu untersuchen.

Damit Ihnen dabei nichts entgeht können Sie im Zweifelsfall das Fell zwischen den Ballen etwas zurückschneiden.

Sollte sich tatsächlich etwas in die Haut gebohrt haben, können Sie versuchen, den Fremdköper mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen. Ist dies nicht möglich bleibt nur der Gang zum Tierarzt.

Stress, Trauer oder Langeweile

Nicht nur körperliche Ursachen kommen als Auslöser für das Belecken der Pfoten infrage. Auch psychologische Ursachen wie Stress, Trauer oder Langeweile können für das potenziell selbstschädigende Verhalten verantwortlich sein.

Häufig handelt es sich um ängstliche und unruhige Hunde. Es gibt aber ebenso Hunde, die sich schlichtweg unterfordert fühlen und aus purer Langeweile an ihren Pfoten lecken.

Um der unerwünschten Angewohnheit entgegenzuwirken empfehlen sich verhaltenstherapeutische Maßnahmen sowie regelmäßiges Training.

Hierzu sollten Sie sich im Idealfall an einen erfahrenen Hundetrainer wenden, der sich mit der Psyche von Hunden auskennt.

Verfilzungen

Bei langhaarigen Hunden neigt das Fell, dass sich zwischen den Ballen befindet dazu zu verfilzen.

Dadurch gelangt weniger Luft an die Haut, was wiederum schmerzhaften Entzündungen auslösen kann.

Mit regelmäßiger Fellpflege lassen sich solche Probleme gut verhindern.

Herbstgrasmilben

Herbstgrasmilben sind während des Spätsommers aktiv und können einen starken Juckreiz beim Hund auslösen.

Während die ausgewachsenen Milben kaum ein Problem darstellen, saugen sich die winzig kleinen Larven an den Pfoten fest.

Dabei sondern die Parasiten ein Sekret ab, das zu einem unangenehmen Juckreiz und damit zum Lecken führen kann.

Hunde, die mit einer Milbenallergie zu kämpfen hatten, sollten in der Zeit zwischen Juli und Oktober möglichst nicht über hochgewachsene Wiesen laufen. Wenn es dennoch zu einer Reaktion kommt, kann man mit Antiparasitikum gegen die Spinnentierchen vorgehen.

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