Haarausfall beim Hund: 5 Mögliche Ursachen für Alopezie

Wenn der geliebte Vierbeiner büschelweise Fell verliert ist guter Rat teuer. Als Ursache für Haarausfall beim Hund kommen verschiedene Faktoren in Frage. Neben Parasiten kommen auch Krankheiten, das falsche Futter oder einfach der Fellwechsel in Frage. Die wichtigsten Informationen über weitere Auslöser sowie geeignete Maßnahmen gegen Haarausfall beim Hund finden Sie im folgenden Artikel.

Symptome für Haarausfall beim Hund

Als typische Indikatoren für Haarausfall gelten unter anderem folgende Symptome: 

  • Stumpfes und sprödes Haar
  • Juckreiz und beknabbern des Fells
  • Mehr Haare auf dem Boden als normalerweise
  • Kreisrunde Stellen ohne Fell
  • Schuppenbildung
  • Ekzeme

Achtung: Zu Haarausfall kann es entweder an einer bestimmten Stelle- oder dem ganzen Körper kommen.

Hund

Haarausfall während des Fellwechsels

Falls Ihr Hund Fell verliert muss dies kein Grund zur Sorge sein. Oftmals ist der natürliche Fellwechsel dafür verantwortlich, dass Sie Ihre Wohnung plötzlich einmal täglich saugen müssen.

Der Fellwechsel findet pünktlich zum Jahreszeitenwechsel statt. Viele Hunde verlieren während des Frühlings ihr Winterfell und im Herbst ihr Sommerfell.

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5 mögliche Ursachen für Haarausfall beim Hund

Sollte das Fell Ihres Lieblings plötzlich stumpf- oder fettig werden ist dies ein Indikator dafür, dass ein gesundheitliches Problem vorliegt.

Auch wenn Ihr Vierbeiner sich auffällig häufig kratzt und leckt deutet dies darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist. Gleiches gilt für kahle Stellen im Fell sowie einen üblen Geruch.

Die häufigsten Ursachen für solche oder andere Anzeichen haben wir unten für Sie aufgelistet.

1. Bakterien, Parasiten und Pilze

Wenn sich Parasiten wie Läuse, Flöhe oder Milben im Fell Ihres Lieblings einnisten kann dies zu einem enormen Juckreiz führen. Durch das vermehrte Kratzen kann das Fell entweder an einer bestimmten Stelle oder sogar flächendeckend ausfallen.

Lässt sich der Haarausfall beim Hund auf eine bakterielle Infektion zurückführen geht dieser meist mit einer Hautrötung und/oder einer Krustenbildung einher.

Im Falle einer Pilzinfektion tritt der Haarausfall meist an den Pfoten, den Ohren oder im Gesicht auf. Charakteristisch für einen Pilzbefall ist ein kreisrunder Haarausfall.

Grosser weisser Hund mit Haarausfall

2. Hormonell bedingter Haarausfall

Haarausfall beim Hund gehört darüber hinaus zu den gängigen Symptomen einer hormonellen Störung.

Sollte Ihr Liebling sein Fell verlieren könnte dies folglich auch an einer Unterfunktion der Schilddrüse oder einer Überfunktion der Nebenniere liegen.

Um einen hormonell bedingten Haarausfall beim Hund diagnostizieren zu können nimmt der Tierarzt eine Blutprobe und führt Funktionstests durch.

Bei Hündinnen kann ein Tumor an den Eierstöcken dazu führen, dass die Haare am Hinterteil ausfallen.

Rüden, die unter einem Hodentumor leiden verlieren Haare am Rücken, in der Genitalregion, am Rücken sowie am Hals.

3. Nährstoffmangel

Wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum das falsche-, zu wenig- oder minderwertiges Futter bekommt, kann sich dies negativ auf das Fell auswirken.

Besonders wenn dieses nicht ausreichend Omega 3- und 6 Fettsäuren enthält, kann dies problematisch werden.

Auch Biotin ist spielt eine große Rolle. Das wasserlösliche Vitamin unterstützt die Haarwurzeln und beugt somit einem Fellausfall vor.

4. Haarausfall durch Stress und Allergien

Allergien bei Hunden sind längst keine Seltenheit mehr. Hunde, die auf Ihr Futter oder andere Allergene reagieren, leiden häufig auch unter Haarausfall.

Gleiches gilt für Hunde, die zu wenig und/oder das falsche Futter erhalten.

Als weitere Ursache für Haarausfall beim Hund gilt Stress, welcher beispielsweise nach einem Umzug oder bei Trennungsangst auftreten kann.

5. genetisch bedingter Haarausfall beim Hund

Die Genetik spielt nicht nur beim Aussehen und dem Verhalten Ihres Vierbeiners eine Rolle, sondern kann sich auch auf die Gesundheit auswirken.

Eine von vielen Erbkrankheiten, bei der es zu Haarausfall am Hals, den Ohren sowie den Hinterbeinen kommen kann heißt Schablonenalopezie.

Um diese oder andere Erbkrankheiten ausschließen zu können, sollten Sie eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen.

Hierzu benötigt der Tierarzt lediglich eine Gewebe- sowie eine Haarprobe Ihres Vierbeiners.

Haarausfall beim Hund, was tun?

Leider gibt es kein Allheilmittel gegen Haarausfall bei Hunden. Dies liegt daran, dass für den Fellverlust viele verschiedene Auslöser verantwortlich sein können.

Je nach Ursache kommen verschiedene Nahrungsergänzungs- und Hausmittel zur Behandlung infrage.

Vitamine

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung kann das Haarwachstum fördern und für ein  natürlich glänzendes Fell sorgen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausreichend Vitamin A und E sowie alle B-Vitamine erhält. Auch Zink, Eisen, Biotin Omega 3 Fettsäuren und Folsäure sollten in ausreichender Menge aufgenommen werden.

Öl

Ein weiteres Hausmittel ist Borretschöl. Dieses zeichnet sich durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus, welche bekanntermaßen gut für Fell und Haut sind. Neben Haarausfall, lässt sich auch trockenes Fell mit Borretschöl behandeln. Als hilfreich gelten zudem Arganöl und Kokosöl.

Parasitenmittel

Sollten Parasiten zum Fellverlust führen, empfiehlt es sich, den betroffenen Vierbeiner mit einem speziellen Hundeshampoo zu waschen und/oder die unerwünschten „Gäste“ auszubürsten. Bei einem besonders heftigen Befall bleibt häufig nur der Gang zum Tierarzt übrig.

Haarausfall beim Hund vorbeugen

Eine sichere Methode, um einem Haarausfall beim Hund vorzubeugen gibt es nicht. Trotzdem sollten Sie auf einige Dinge achten, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Liebling anfängt zu haaren. Folgende Maßnahmen sind geeignet, um Haarausfall beim Hund vorzubeugen.

  • Ernährung: Geben Sie Ihrem Hund hochwertiges und bekömmliches Futter, dass alle wichtigen Nährstoffe enthält. Lassen Sie sich bei  Fragen zur Ernährung von einem Experten beraten.
  • Stressprophylaxe: Halten Sie Stress von Ihrem Hund fern. Vermeiden Sie Situationen, in dieser sich unnötig aufregen würde oder gewöhnen Sie Ihren Liebling an ungewohnte Umstände.
  • Tierarztbesuche: Lassen Sie Ihren Hund mindestens einmal jährlich gründlich durchchecken. Mithilfe eines Blutbildes lässt sich schnell herausfinden, ob Ihr Liebling gesund ist.
  • Fellpflege: Durch gründliches, regelmäßiges bürsten werden Verfilzungen, Fremdkörper und Knoten im Fell entfernt.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Bierhefe für Hunde und andere Supplements können dabei helfen, den Haarausfall zu reduzieren.

Weitere Fragen zum Thema

Wie viel Haarausfall beim Hund ist normal?

Hierüber lässt sich pauschal keine Aussage treffen. Ob es sich um ein ernsthaftes Problem oder lediglich einen jahreszeitbedingten Fellverlust handelt können Sie als Hundehalter am besten einschätzen.

Sollte Ihr Liebling wesentlich mehr Haare verlieren, als üblich könnte sich dies auf eine Erkrankung zurückführen lassen. Beobachten Sie Ihren Hund in diesem Fall und wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn sich der Zustand nicht bessert.

Warum verliert mein alter Hund so viele Haare?

Wenn Hunde altern  reduziert sich die Anzahl an  Pigmenten in den Haaren, so dass sich diese verfärben und eine gräulich, weiße Färbung annehmen.  Darüber hinaus nimmt die Regenerationsfähigkeit der Haarzellen ab, was wiederum zu Haarausfall führen kann. Mit der Zeit können sich kahle Stellen im Fell bilden.

Quellen und weiterführende Informationen: Pezibear – pixabay.com

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