Haarausfall beim Hund: 5 Mögliche Ursachen für Alopezie

Wenn der geliebte Vierbeiner büschelweise Fell verliert ist guter Rat teuer. Als Ursache für Haarausfall beim Hund kommen verschiedene Faktoren in Frage. Neben Parasiten kommen auch Krankheiten, das falsche Futter oder einfach der Fellwechsel in Frage. Die wichtigsten Informationen über weitere Auslöser sowie geeignete Maßnahmen gegen Haarausfall beim Hund finden Sie im folgenden Artikel.

Symptome für Haarausfall beim Hund

Als typische Indikatoren für Haarausfall gelten unter anderem folgende Symptome: 

  • Stumpfes und sprödes Haar
  • Juckreiz und beknabbern des Fells
  • Mehr Haare auf dem Boden als normalerweise
  • Kreisrunde Stellen ohne Fell
  • Schuppenbildung
  • Ekzeme

Achtung: Zu Haarausfall kann es entweder an einer bestimmten Stelle- oder dem ganzen Körper kommen.

Hund

7 mögliche Ursachen für Haarausfall beim Hund

Sollte das Fell Ihres Lieblings plötzlich stumpf- oder fettig werden ist dies ein Indikator dafür, dass ein gesundheitliches Problem vorliegt.

Auch wenn Ihr Vierbeiner sich auffällig häufig kratzt und leckt deutet dies darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist. Gleiches gilt für kahle Stellen im Fell sowie einen üblen Geruch.

Die häufigsten Ursachen für solche oder andere Anzeichen haben wir unten für Sie aufgelistet.

1. Bakterien, Parasiten und Pilze

Wenn sich Parasiten wie Läuse, Flöhe oder Milben im Fell Ihres Lieblings einnisten kann dies zu einem enormen Juckreiz führen. Durch das vermehrte Kratzen kann das Fell entweder an einer bestimmten Stelle oder sogar flächendeckend ausfallen.

Lässt sich der Haarausfall beim Hund auf eine bakterielle Infektion zurückführen geht dieser meist mit einer Hautrötung und/oder einer Krustenbildung einher.

Im Falle einer Pilzinfektion tritt der Haarausfall meist an den Pfoten, den Ohren oder im Gesicht auf. Charakteristisch für einen Pilzbefall ist ein kreisrunder Haarausfall.

Achtung: Auch durch einen Hot Spot kann ein punktueller kreisrunder Haarausfall beim Hund entstehen.

Grosser weisser Hund mit Haarausfall

2. Hormonell bedingter Haarausfall

Haarausfall beim Hund gehört zu den gängigen Symptomen einer hormonellen Störung.

Sollte Ihr Liebling büschelweise Fell verlieren könnte dies an einer Unterfunktion der Schilddrüse oder einer Überfunktion der Nebenniere liegen.

Um einen hormonell bedingten Haarausfall beim Hund diagnostizieren zu können nimmt der Tierarzt eine Blutprobe und führt Funktionstests durch.

Bei Hündinnen kann ein Tumor an den Eierstöcken dazu führen, dass die Haare am Hinterteil ausfallen. Auch nach einer Kastration kann es durch die hormonellen Veränderungen zu einem Fellverlust kommen.

Rüden, die unter einem Hodentumor leiden verlieren Haare am Rücken, in der Genitalregion, am Rücken sowie am Hals.

3. Alopezie aufgrund eines Vitaminmangels

Wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum das falsche-, zu wenig- oder minderwertiges Futter bekommt, kann dies zu einem Vitaminmangel führen, der sich negativ auf das Fell auswirkt.

Besonders wenn dieses nicht ausreichend Omega 3- und 6 Fettsäuren enthält, kann dies problematisch werden.

Auch Biotin sowie Vitamin B spielt eine große Rolle. Das wasserlösliche Vitamin unterstützt die Haarwurzeln und beugt somit einem Fellausfall vor.

4. Fellausfall durch Stress und Allergien

Allergien bei Hunden sind längst keine Seltenheit mehr. Hunde, die auf Ihr Futter oder andere Allergene reagieren, leiden häufig auch unter Haarausfall.

Gleiches gilt für Hunde, die zu wenig und/oder das falsche Futter erhalten.

Als weitere Ursache für Haarausfall beim Hund gilt Stress, welcher beispielsweise nach einem Umzug oder bei Trennungsangst auftreten kann.

5. genetisch bedingter Haarausfall beim Hund

Die Genetik spielt nicht nur beim Aussehen und dem Verhalten Ihres Vierbeiners eine Rolle, sondern kann sich auch auf die Gesundheit auswirken.

Eine von vielen Erbkrankheiten, bei der es zu Haarausfall am Hals, den Ohren sowie den Hinterbeinen kommen kann heißt Schablonenalopezie.

Um diese oder andere Erbkrankheiten ausschließen zu können, sollten Sie eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen.

Hierzu benötigt der Tierarzt lediglich eine Gewebe- sowie eine Haarprobe Ihres Vierbeiners.

6. Erkrankung der Nieren

Wenn die Nebennieren zu viel Cortisol produzieren liegt dies oftmals an einer Krankheit namens Morbus Cushing.

Dabei handelt es sich um eine Erkrankung unter der überwiegend ältere Hunde leiden.

Zu den gängigen Symptomen zählen nicht nur starker Haarausfall, sondern auch ein ungewöhnlicher Durst. Zudem haben die betroffenen Hunde ständig hunger.

Mithilfe von Medikamenten  lässt sich die Ausschüttung des Hormons regulieren.

7. Haarausfall während des Fellwechsels

Falls Ihr Hund Fell verliert muss dies kein Grund zur Sorge sein. Oftmals ist der natürliche Fellwechsel dafür verantwortlich, dass Sie Ihre Wohnung plötzlich einmal täglich saugen müssen.

Der Fellwechsel beim Hund findet pünktlich zum Jahreszeitenwechsel statt. Viele Vierbeiner verlieren während des Frühlings ihr Winterfell und im Herbst ihr Sommerfell.

Haarausfall beim Hund behandeln: Hausmittel und Nahrungsergänzung

Leider gibt es kein Allheilmittel gegen Haarausfall bei Hunden.

Je nach Ursache kommen verschiedene Nahrungsergänzungs- und Hausmittel zur Behandlung infrage.

Vitamine für eine umfassende Nährstoffversorgung

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung kann das Haarwachstum fördern und für ein  natürlich glänzendes Fell sorgen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausreichend Vitamin A und E sowie alle B-Vitamine erhält. Auch Zink, Eisen, Biotin Omega 3 Fettsäuren und Folsäure sollten in ausreichender Menge aufgenommen werden.

Öl gegen Haarausfall beim Hund

Ein weiteres Hausmittel ist Borretschöl. Dieses zeichnet sich durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus, welche bekanntermaßen gut für Fell und Haut sind. Neben Haarausfall, lässt sich auch trockenes Fell mit Borretschöl behandeln. Als hilfreich gelten zudem Arganöl und Kokosöl.

Tipp: Auch Schüssler salze können helfen. Lassen Sie diesbezüglich am besten von Ihrem Tierarzt beraten.

Parasitenbekämpfung und Prävention

Sollten Parasiten zum Fellverlust führen, empfiehlt es sich, den betroffenen Vierbeiner mit einem speziellen Hundeshampoo zu waschen und/oder die unerwünschten „Gäste“ auszubürsten. Bei einem besonders heftigen Befall bleibt häufig nur der Gang zum Tierarzt übrig.

Haarausfall beim Hund vorbeugen

Eine sichere Methode, um einem Haarausfall beim Hund vorzubeugen gibt es nicht. Trotzdem sollten Sie auf einige Dinge achten, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Liebling anfängt zu haaren. Folgende Maßnahmen sind geeignet, um Haarausfall beim Hund vorzubeugen.

  • Ernährung: Geben Sie Ihrem Hund hochwertiges und bekömmliches Futter, dass alle wichtigen Nährstoffe enthält. Lassen Sie sich bei  Fragen zur Ernährung von einem Experten beraten.
  • Stressprophylaxe: Halten Sie Stress von Ihrem Hund fern. Vermeiden Sie Situationen, in dieser sich unnötig aufregen würde oder gewöhnen Sie Ihren Liebling an ungewohnte Umstände.
  • Tierarztbesuche: Lassen Sie Ihren Hund mindestens einmal jährlich gründlich durchchecken. Mithilfe eines Blutbildes lässt sich schnell herausfinden, ob Ihr Liebling gesund ist.
  • Fellpflege: Durch gründliches, regelmäßiges bürsten werden Verfilzungen, Fremdkörper und Knoten im Fell entfernt.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Bierhefe für Hunde und andere Supplements wie beispielsweise Melatonin können dabei helfen, den Haarausfall zu reduzieren.

Weitere Fragen zum Thema

Wie viel Haarausfall beim Hund ist normal?

Hierüber lässt sich pauschal keine Aussage treffen. Ob es sich um ein ernsthaftes Problem oder lediglich einen jahreszeitbedingten Fellverlust handelt können Sie als Hundehalter am besten einschätzen.

Sollte Ihr Liebling wesentlich mehr Haare verlieren, als üblich könnte sich dies auf eine Erkrankung zurückführen lassen. Beobachten Sie Ihren Hund in diesem Fall und wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn sich der Zustand nicht bessert.

Warum verliert mein alter Hund so viele Haare?

Wenn Hunde altern  reduziert sich die Anzahl an  Pigmenten in den Haaren, so dass sich diese verfärben und eine gräulich, weiße Färbung annehmen.  Darüber hinaus nimmt die Regenerationsfähigkeit der Haarzellen ab, was wiederum zu Haarausfall führen kann. Mit der Zeit können sich kahle Stellen im Fell bilden.

Welches Hundefutter ist gut bei Haarausfall?

Wenn Ihr Liebling Haarausfall hat, sollten Sie ein hochwertiges Hundefutter füttern, dass alle wichtigen Nährstoffe enthält und gut verträglich ist. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, dass Futter durch gewisse Zusätze aufzuwerten. So lässt sich der Haarausfall lindern und der allgemeine Gesundheitszustand verbessern.

Hilfe mein Hund hat Haarausfall um die Augen: Was kann das sein?

Ursächlich für Haarausfall um die Augen kann eine chronische Epiphora sein. Diese begünstigt die Entstehung einer Sekretrinne, welche man anhand von verklebtem Fell sowie rötlichen Verfärbungen im Bereich der Augen erkennt. Häufig geht eine chronische Epiphora mit Fellverlust einher.

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Quellen und weiterführende Informationen: Pezibear – pixabay.com

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