Futterkohle für Hunde

Wenn Ihr Hund häufiger mit Durchfall, Bauchschmerzen und/oder ähnlichen Verdauungsproblemen zu kämpfen hat können Sie ihm mit Futterkohle helfen. Was Futterkohle ist, was Sie bei der Dosierung beachten müssen und warum Futterkohle einen positiven Effekt auf die Verdauung hat verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was ist Futterkohle?

Bei Futterkohle handelt es sich eigentlich um Pflanzenkohle. Diese entsteht – wie es der Name erahnen lässt – bei der Verbrennung von pflanzlichen Stoffen.

Dabei werden im Rahmen der sogenannten Pyrolyse größere Moleküle in viele kleinere zerlegt, so dass sich das Endprodukt über eine hohe, innere Oberfläche auszeichnet.

Futterkohle wurde bereits in früheren Zeiten als wirksames Naturheilmittel verwendet, geriet aber in Vergessenheit. Heutzutage erlebt Futterkohle eine Art Renaissance und wird unter anderem zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Magendarmproblemen bei Hunden, Katzen, Pferden sowie anderen Tieren gleichermaßen angewendet.

Warum ist Futterkohle gesund für Hunde?

Futterkohle wird in erster Linie zur Vorbeugung und Behandlung von Verdauungsstörungen und ähnlichen Problemen eingesetzt.

Dabei zeichnet sich die Pflanzenkohle unter anderem durch folgende Eigenschaften aus:

  • Futterkohle hat einen antibakteriellen Effekt
  • Weicher Kot und Durchfallerkrankungen lassen sich durch Futterkohle verhindern
  • Futterkohle wirkt entgiftend und hilft dabei Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten
  • Durch die regelmäßige Anwendung von Futterkohle lässt sich das Immunsystem stärken
  • Entlastet die Leber
  • Pflanzenkohle hat einen positiven Effekt auf die Darmflora und erhöht somit das Wohlbefinden

Anwendungsformen

Wenn Sie Ihrem Hund Futterkohle geben möchten haben Sie die Wahl zwischen Pellets und Mehl. Mehl eignet sich besonders gut für Hunde, die Barf bekommen oder mit Nassfutter gefüttert werden. Wenn Ihr Hund Trockenfutter bekommt empfiehlt es sich Pellets zu verwenden. Diese werden gepresst und sind Trockenfutter somit sehr ähnlich.

Dosierung von Futterkohle

Hinsichtlich der Dosierung sollten Sie sich an die Empfehlungen des jeweiligen Herstellers halten. Diese sind in der Regel auf der Produktverpackung abgedruckt und lassen sich auf jeden Hund anwenden. Wenn Sie keine Dosierungshinweise finden, können Sie sich an folgenden Angaben orientieren:

Hunde die weniger als 20 Kilogramm wiegen: 1/4 Messlöffel

Hunde mit einem Gewicht zwischen 20 und 40 Kilogramm: 1/2 Messlöffel

Große Hunde mit einem Gewicht von 40 Kilogramm und mehr: 1 Messlöffel

Achtung: Wenn Ihr Hund auf Medikamente angewiesen ist, sollten Sie ihm keine Futterkohle geben, da diese die Wirkstoffaufnahme behindern könnte.

Wo kann ich Futterkohle für meinen Hund kaufen?

Futterkohle bekommen Sie in Geschäften, die auf Haustierzubehör spezialisiert sind. Darüber hinaus können Sie Futterkohle bei Onlineshops wie beispielsweise amazon.de bestellen.

Was kostet Futterkohle für Hunde?

Die Preise für Futterkohle sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei der Preisgestaltung kommt es unter anderem auf den Hersteller, die Menge und die Marketingausgaben der jeweiligen Firma an. Um Geld zu sparen lohnt es sich in der Regel größere Mengen zu kaufen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Mit Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen. Im Falle einer Überdosierung kann es jedoch zu Übelkeit und Erbrechen sowie Verstopfungen kommen. Um entsprechenden Reaktionen vorzubeugen sollten Sie die Dosierungsempfehlungen befolgen. Wenn Ihr Vierbeiner nach der Einnahme von Futterkohle Probleme beim Absetzen von Kot hat oder der Stuhlgang ganz ausbleibt sollten Sie diesen zum Tierarzt bringen.

Alternativen zu Futterkohle

Folgende Naturheilmittel haben einen positiven Effekt auf den Magen-Darm-Trakt und eignen sich somit als Alternative zu Futterkohle:

  • Kurkumapulver & Goldene Paste
  • Heilerde
  • CBD-Öl für Hunde
  • Heilmoor
  • Moro-Suppe
  • Spezielle Kräutermischungen

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/freestocks

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