Der Fellwechsel beim Hund: Beginn, Dauer und Probleme

Husky während des Fellwechsels

Wenn Sie auf der Suche nach Informationen zum Fellwechsel beim Hund sind, sollten Sie sich den folgenden Beitrag durchlesen. Wir verraten Ihnen, was es mit dem Fellwechsel auf sich hat und was Sie tun können, um Ihren Liebling beim Fellwechsel zu unterstützen.

Was ist der Fellwechsel und wie oft findet er statt?

Wenn Möbel und Boden mal wieder voller Haare sind, liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit am Fellwechsel. Dabei handelt es sich um einen vollkommen natürlichen Vorgang, mit dem sich Hunde an den Jahreszeitenwechsel- und die damit einhergehenden Temperaturänderungen anpassen. Zum Fellwechsel kommt es zweimal jährlich. Der erste erfolgt im Frühjahr-, der zweite im Spätherbst.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Die Intensität und Dauer des Fellwechsels hängen von verschiedenen Faktoren, wie Rasse, Fellstruktur und Alter ab. Auch die Hormone spielen bei der Dauer eine Rolle. In der Regel ist der Fellwechsel nach etwa 6 bis 8 Wochen abgeschlossen, wobei es im Frühjahr oftmals etwas länger dauert, bis das Sommerfell in voller Pracht erstrahlt.

Wann ist der Fellwechsel beim Hund?

Fellwechsel im Frühjahr/Sommer

Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen allmählich steigen findet der Wechsel zwischen Winter- und Sommerfell statt. Wann genau es zum Haarwechsel beim Hund kommt, lässt sich nicht genau sagen.

Der Beginn ist in erster Linie von den Temperaturen aber auch von der Tageslänge abhängig. Erfahrungsgemäß findet man die ersten Fellbüschel auf dem Boden, wenn die Temperatur konstant steigt.

Dann wird die Unterwolle nach und nach abgestoßen, so dass das luftigere Sommerfell nachwachsen kann. Bis der Wechsel zwischen Winter- und Sommerfell abgeschlossen ist, vergehen zwischen vier und acht Wochen.

Fellwechsel im Spätherbst/Winter

Der zweite Fellwechsel – von Sommer- auf Winterfell, steht im Spätherbst an. Das Sommerfell verschwindet allmählich und die Hunde lassen sich ein wärmendes Winterfell wachsen.

Aufgrund der Tatsache, dass das Fell im Sommer nicht so dicht ist, fällt der Fellwechsel zur Winterzeit nicht so extrem aus.

Trotzdem sollten Sie Ihren Liebling während dieser Zeit häufiger bürsten als üblich. Der Haarwechsel im Spätherbst ist schneller vorbei als der im Frühjahr.

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Kann man den Fellwechsel beim Hund beschleunigen?

Ja, um den Fellwechsel Ihres Hundes zu beschleunigen, sollten Sie diesen täglich bürsten oder kämmen. Die Fellpflege wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden Ihres Hundes aus. Zudem wird die Durchblutung der Haut gefördert und loses Fell entfernt. So lässt sich die Ausbreitung von Parasiten- und die Entstehung unangenehmer Ekzeme verhindern.

Der Fellwechsel ist bei jedem Hund anders

Wie bereits erwähnt fällt der Fellwechsel bei jedem Hund anders aus. Alter, Hormonstatus und Gesundheitszustand sind bestimmende Faktoren. Häufig verlieren ältere Hunde mehr Fell als junge. Zudem haaren kastriere Hunde intensiver als unkastrierte. Neben den eben genannten Aspekten kommt es beim Fellwechsel auch auf die Fellstruktur an. Labrador, Neufundländer und Co haaren deutlich mehr als Hunderassen, die von Natur aus ein eher kurzes Fell haben. Es gibt sogar Hunde, die wenig bis gar kein Fell verlieren.

Nahrungsergänzung während des Fellwechsels

Um Ihren beim Fellwechsel zu unterstützen können Sie diesem bestimmte Nahrungsergänzungsmittel unter das Futter mischen.

Hochwertige Proteine sowie gesättigte Fettsäuren – etwa aus Lachs- oder Hanföl für Hunde – regen die Keratin-Produktion an. Dieses ist maßgeblich am Haarwachstum beteiligt und kann den Fellwechsel dementsprechend beschleunigen.

Auch Vitamin B, Biotin sowie Zink sind während des Fellwechsels wichtig und können als Pulver über das Futter gestreut werden.

Stumpfes, brüchiges Fell ist ein Indiz dafür, dass Ihr Hund nicht ausreichend Eiweiß bekommt. In diesem Fall ist es am besten, dass Futter anzupassen und dem Hund eine Extraportion Muskelfleisch oder Fisch zukommen zu lassen.

Häufige Fragen zum Fellwechsel

Probleme während des Fellwechsels

Probleme während des Fellwechsels sind extrem selten und lassen sich meist durch Hausmittel wieder in den Griff bekommen. Das Risiko ernsthafter Konsequenzen für die Gesundheit besteht nicht. Falls es dennoch zu starken Hautrötungen oder Juckreiz kommen sollte, raten wir Ihnen, einen Tierarzt zu konsultieren.

Welche Hunde haben keinen Fellwechsel?

Es gibt Hunderassen, bei denen das Fell permanent wächst, so dass der „normale“ Fellwechsel entfällt.  Dies ist unter anderem beim Yorkshire Terrier, dem Pudel und dem Portugiesischen Wasserhund  Wasserhund der Fall. Damit es bei diesen Hunden nicht zu Verfilzungen kommt, muss dass Fell regelmäßig getrimmt werden. Hierzu kann man entweder selbst Hand anlegen oder einen Hundesalon aufsuchen.

Gibt es einen Fellwechsel bei Welpen?

Im Gegensatz zu erwachsenen Hunden haben Welpen ein deutlich weicheres Fell. Dies verändert sich mit dem ersten Fellwechsel der kleinen Vierbeiner. Das neue Haarkleid ist widerstandsfähiger und nimmt in einigen Fällen sogar eine andere Farbe an. Der erste Fellwechsel beim Welpen kann sich über mehrere Monate strecken. Auch von der Intensität her kann der Haarwechsel intensiver ausfallen, als bei ausgewachsenen Tieren. Es ist sinnvoll, frühzeitig mit dem Bürsten zu beginnen, um den Welpen an das Prozedere zu gewöhnen.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – SingHa Wk

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